STADTRADELN-Star Blog: Peter Swarovsky-Pergande


Was bleibt

Bild Geschrieben am 28.06.2021 von Peter Swarovsky-Pergande
Team: Dunker Wörsdorf
Kommune: Idstein

Drei Wochen Stadtradeln in Idstein sind vorüber, 357 Radfahrer haben klimafreundlich mehr als 70.000 km zurückgelegt. Mehr oder weniger viele davon im Alltag. Dies ist mehr als ich vor dem Start dachte, aber genau wie bei der Radverkehrsinfrastruktur, gibt es noch viel Luft nach oben. Bleibt zu hoffen, dass der oder die ein oder andere in Zukunft öfter mal aufs Rad steigt.

Auf dem Emsbach-Wörsbach Rundweg liegen immer noch Bäume zwischen Wallrabenstein und der Kläranlage, nicht auszudenken was los wäre, handelte es sich um eine Straße für Autos.

Wer mit der Bahn und Fahrrad in den Rheingau möchte, darf auch bis auf weiteres zwischen Wiesbaden-Hauptbahnhof und Wiesbaden-Biebrich selbst radeln. Es fährt kein Zug mehr, der Ersatzverkehr nimmt keine Fahrräder mit. Immerhin kann man den Anschluss in beide Richtungen bekommen, man muss nur etwas schneller radeln als sonst und auf der Biebricher Allee versuchen zu überleben.

Es bleibt zu hoffen, dass in Idstein nun etwas für den Radverkehr getan, die ein oder andere sinnfreie Beschilderung endlich geändert wird. Oder vielleicht nur, das die ERA-2010 umgesetzt wird und Planungsbüros beauftragt werden, deren Mitarbeiter schon mal in Amsterdam oder Kopenhagen zur Weiterbildung verweilten.

Dann bleibt zu hoffen, dass Idstein beim Stadtradeln in 2022 wieder teilnimmt. Beschenkt sollten dann nicht die Stadtradeln-Stars werden, sondern die Alltagsradler aus der restlichen Bevölkerung. Zumal die Gerüchteküche gemeldet hat, dass Bürgermeister Herfurth nächstes Jahr selbst mit gutem Beispiel vorangehen und seinen Dienstwagen hinter dem Rathaus, mit einem Schleifchen versehen, für 3 Wochen stehen lassen möchte.

Ansonsten bleibt die Gewissheit, dass man auch länger als drei Wochen ohne Auto auskommen kann, nur einfacher sollte es werden. Heute kam noch ein Link zu einer lesenswerten Seite. https://www.moneta.ch/autofrei

BildBildBildBildBildBild

Teilen: Facebook | Twitter

Freunde der Sonne

Bild Geschrieben am 22.06.2021 von Peter Swarovsky-Pergande
Team: Dunker Wörsdorf
Kommune: Idstein

Heute war der längste Tag in diesem Jahr, morgens hatte es die letzten Tage zeitweise schon 20°C, die Sonne scheint durchgehend, morgens und abends haben wir eine goldene Stunde mit herrlichem Licht, die Temperaturen sind angenehm und halb Deutschland schläft noch oder sitzt vorm Fernseher. Wer jetzt nicht radelt ist selbst schuld.

Freitag hatte ich die Chance genutzt, spontan und unorganisiert mit Abstand und vielen gleichgesinnten, eine Stunde durch Wiesbaden zu radeln. Sicher gibt es noch viel zu tun, dennoch ist hier in den letzten 15 Monaten einiges passiert. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen erfreuen. Auf dem ersten Ring wurde der Bordstein vor dem Hauptbahnhof abgefräst, sodass man nun ohne Akrobatik hier einfach abbiegen kann. Dies geschah einfach so, ohne sonstige Baumaßnahmen. In Idstein passiert so etwas nicht mal während der mangelhaften Sanierung von 3km Radweg.

Samstag ging es rund um Idstein durch die Wälder, Freizeitradeln ist auch mal schön, dennoch ein Stehzeug mitten auf dem Weg im Loh, 1km entfernt von jeder Straße, keine Ahnung was sich manche Menschen so denken. Nein es war kein Förster und angeblich würde ich es verstehen wenn ich drei Hunde hätte, neee glaube ich nicht.

Der Weg nach Geisenheim und zurück, hat 55 extra km fürs Team gebracht. Dank unseres großartigen Verkehrsministers, gibt es mal wieder eine gesperrte, baufällige Brücke im Land. Ab Wiesbaden-Hbf fahren keine Züge mehr in den Rheingau, auch nicht nach Frankfurt. Dank Bikel war ich dennoch pünktlich in der Schule. Auf dem Rückweg konnte noch etwas über Geologie gelernt werden.

Den Rest der Woche und damit das letzte Drittel des Idsteiner Stadtradelns ist nun Urlaub angesagt. Ab morgen werden die Füße hochgelegt, vielleicht fahr ich auch noch mal zum Baggersee. Allen anderen viel Glück, Gesundheit und allzeit eine Handbreit Luft unter der Felge.

Richtigstellung zu Birgits letztem Blog: Mein gelber Anhänger ist ein Hinterher-Hmax aus München. Der mit dem ich letzte Woche Getränke holen war, ist ein einspuriger B.O.B-Ibex.

BildBildBildBild

Teilen: Facebook | Twitter

Global denken, Lokal handeln

Bild Geschrieben am 19.06.2021 von Peter Swarovsky-Pergande
Team: Dunker Wörsdorf
Kommune: Idstein

Zum Glück haben wir in Wörsdorf noch gutes Leitungswasser aus eigenen Quellen und sind nicht auf Wasser aus dem Rhein angewiesen. Dennoch kaufe ich ab und zu Mineralwasser als Notfallreserve und dazu leckere Getränke, überwiegend aus der Region, natürlich im örtlichen Fachmarkt.

So ging es diese Woche mal wieder in den Getränkefachmarkt Kampmann. Die Vorräte an Mineralwasser aus dem goldenen Grund und Äppler von Heil aus Laubus-Eschbach sollten aufgefüllt werden, bevor die große Hitze kommt. Hier gibt es auch die leckeren Bio-Säfte von Heil. Natürlich auch alles andere was das Herz begehrt. Was nicht auf Lager ist, kann per Telefon oder email bequem bestellt werden, alles zu einem günstigen Preis. Natürlich kaufe ich ausnahmslos Pfandflaschen, überwiegend aus Glas. Einweg gibt es hier sowieso nicht, warum auch.

Das immer nette Personal lädt die Kisten in Anhänger, Handwagen oder Autos. Wer keine Möglichkeit hat, selbst zu kommen wird beliefert. Lastenrad, Anhänger oder gar tonnenschwere anderweitige Fahrzeuge sind zumindest zum Getränke kaufen hier nicht nötig.

Der Vorteil von Einkaufen mit Fahrrad und Anhänger liegt natürlich darin, dass man von Tür zu Tür fahren kann. Autofreie Wohngebiete wären kein gefühltes Problem mehr, Straßen und Wege im Quartier würden viel weniger Fläche verbrauchen und versiegeln.
Meinen „Hinterher“ kann man sogar durch umstecken der Deichsel in einen Handwagen verwandeln und so die Vorräte bis in die Wohnung fahren.

Natürlich könnte man auch das Wasser der Franzosen in Plastikflaschen importieren, diese mit tonnenschwerem Gerät nach Hause schaffen und anschließend das Plastik in die Landschaft werfen, aber warum sollte man das tun?

Bild

Teilen: Facebook | Twitter

Grenzen verschieben

Bild Geschrieben am 14.06.2021 von Peter Swarovsky-Pergande
Team: Dunker Wörsdorf
Kommune: Idstein

Letztes Jahr fragte mich Thomas, wann wir uns auf dem Feldberg sehen, damals sagte ich noch: „niemals“. Nach den Erfahrungen der Woche, passiert es vielleicht doch noch mal.
Diese Woche hatte ich eine Verabredung mit dem Weiltalweg https://de.wikipedia.org/wiki/Weiltalweg, eigentlich schon seit Jahren, aber wie da hin kommen. Mit Bus und Wandern, aber wo übernachten? Oder vielleicht mit der Bahn und Fahrradbus zur Quelle? Oder eine Freundin bitten, Fahrrad und Radler mit dem Auto zum Roten Kreuz zu fahren, kam eigentlich auch außerhalb des Stadtradelns nicht in Frage. Alles irgendwie schwierig.
Nach etwas Planung und voll motiviert, ging es dann Mittwoch einfach vor der Haustür los. Nach einer Dreiviertelstunde war die Außengrenze von Idstein erreicht und die restlichen Höhenmeter bis zur Quelle der Weil, auf 738 m ü. NHN, fuhren sich erstaunlich gut. Danach wurde, mehr oder weniger gemütlich, immer entlang der Weil, bis zur Mündung in die Lahn nach Weilburg geradelt. Für den Rückweg hatte ich dann überwiegend die Bahn genutzt.
Fazit: Ein wunderschöner Tag, einfach mal machen. Nicht für jeden schönen Radweg muss man eine Bahntrasse stilllegen!

Den Rest der Woche aufs Auto zu verzichten, fiel leicht. Ich versuchte jeden Tag ein paar km zu radeln. Besonders schön, waren die Ausflüge durch das Haubental nach Auroff oder etwas Wurst kaufen in Gnadenthal, entlang meiner Lieblingsstrecke durchs Wörsbachtal.

Samstag hatten wir eine wunderschöne Dunker-Tour im kleinen aber feinen Kreis, mit Gästen aus der Kernstadt. Dr. Birgit Anderegg gab uns als „Stadtradeln-Star“ die Ehre, auch dies war eine sehr schöne Tour. Auf dem Plan stand der Wörsbach-Emsbach Rundweg. Es kam dann noch ein kleiner Abstecher nach Limburg und den Bürgergarten hinzu.

Sonntag kam es zum Gegenbesuch. Mit ein paar netten Menschen der ULI, starteten wir im Bürgergarten, um die Ortsteile Wörsdorf und Walsdorf zu erfahren. Im Vordergrund standen hier die zahlreichen Möglichkeiten zur Verbesserung der Radinfrastruktur. Da Idstein keine Insel ist und damit die Ausfahrt sich auch lohnt, gab es noch kleinere Umwege über Würges, Esch und Bermbach, um die Vernetzung zu den Nachbargemeinden zu begutachten.

Bild

Teilen: Facebook | Twitter

Das fängt ja gut an.

Bild Geschrieben am 07.06.2021 von Peter Swarovsky-Pergande
Team: Dunker Wörsdorf
Kommune: Idstein

Heute um 11:00 war der offizielle Start des Stadtradelns mit viel Prominenz und den Stadtradel-Stars. Schön das sich mit Birgit Anderegg, auch eine echte Parlamentarierin verpflichtet hat, drei Wochen Autos nur von außen zu betrachten.
Sehr freut mich, dass sich so viele Menschen beim Idsteiner Stadtradeln angemeldet haben und auch schon an einem verregneten Wochentag so viele km gestrampelt sind.

Um 10:00 Uhr war schon ein Termin am Löherplatz um einen Drucker abzuholen. Dieser wurde extra auf heute gelegt um einen Weg zu sparen oder auch, damit er zählt ;-)
Pünktlich um 9:30 setzte dann starker Regen ein. Ohne festen Termin hätte ich das Haus sicher nicht verlassen, so ging es gut gelaunt, zuerst in die Regenhose und dann nach Idstein.
Zum Regen kamen dann noch tiefhängende Äste, Luft in der Bremsleitung und auf der Rückfahrt ein plattes Hinterrad, es kann also nur besser werden.
Schön das die Luft bis vor der Haustür hielt und zum Glück geht der Trend zum Dritt-Rad, die Reparatur kann die nächsten Tage in Ruhe erfolgen.

So ging es am Nachmittag, wie schon die letzten Montage, wieder zum VHS-Kurs nach Geisenheim. Nur dieses mal nicht komplett mit der Bahn. Bei schon fast schönem Wetter wurde heute schon in Erbach ausgestiegen und der Rest geradelt, das sparte auch Geld für eine weitere Tarifzone. Auf dem Rückweg noch mal den Rhein in die andere Richtung bis nach Nieder-Walluf angeschaut, bevor es für das restliche Stück, mit dem Zug über den Taunuskamm ging. Wir wollen es ja nicht übertreiben und Stadtradeln soll vor allem Spaß machen.

Allen Alltags und Freizeitradlern im Idsteiner Land, wünsche ich eine schöne unfallfreie Zeit, mit vielen neuen Erfahrungen, die nächsten drei Wochen.

BildBild

Teilen: Facebook | Twitter