STADTRADELN-Star Blog: Prof. Dr. Ferdi Schüth


Abschlusskommentar

Geschrieben am 26.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Auf die eigentlich mit dem Auto geplante Münsterlandfahrt hatte ich im letzten Beitrag schon hingewiesen - nun nochmal ein paar Details: das war keine "Lustausfahrt" mit dem Rennrad und auch keine kurze Strecke zum Einkaufen, sondern knapp 90 km um ans Ziel zu kommen. Das Rennrad habe ich dennoch genommen, aber der Spaß hielt sich in Grenzen: durch das nördliche Ruhrgebiet (Teile von Essen, Gelsenkirchen, Wanne-Eickel, Herne, Castrop-Rauxel, Datteln) ist Fahrradfahren nicht wirklich ein Genuss: Radwege wie man sie sich gar nicht wünscht: oft schmal, oft holprig, an jeder Einmündung eine - wenn auch flache - Bordsteinkante, mal verschwindet der Radweg ganz, Autos fahren unkontrollert aus Ausfahrten, ... , jede*r von uns kennt das. Super dagegen der Radschnellweg von Mülheim bis Essen, und ab Datteln im Münsterland ging es auch, meist ganz ordentliche Radwege entlange der Straßen, mit nur kleineren Problemen, z.B. Vorfahrt achten an jeder Ausfahrt eines Kreisverkehrs für Radfahrer, da sieht man doch im Vorfeld, dass man auf die Straße kommt, bevor man in den Kreisverkehr einfährt...
Auf dem Rückweg am Sonntag (außerhalb der Stadtradelperiode) noch einen klassischen Unfall gehabt: von einem Auto "gedoort", zum Glück war ich nicht sehr schnell, vielleich 20 km/h, und außer einigen kleineren Blessuren ist nichts passiert. Rückweg nach Mülheim über Haltern und Marl nach Essen, dort die Radwege oft eher auf der holprigen Seite, deutlich schlechter als im östlichen Münsterland. Mit Ballonreifen oder Mountain Bikes geht das gut, aber mit dem Rennrad hat die Strecken kein Planer je gefahren.
Gesamtfazit: der komplette Verzicht aufs Auto ist machbar, erfordert aber erhebliche Planung und macht nicht immer Spaß. Bis letztes Jahr war ich Max-Planck-Vizepräsident mit einem übervollen Terminkalender, der Verzicht aufs Auto wäre zu der Zeit völlig illusorisch gewesen.
Viel CO2 habe ich nicht eingespart. Der meisten Kilometer bin ich aus sportlichen Gründen mit dem Rennrad gefahren, die wären mit dem Auto nicht angefallen. Die Strecken zum Einkaufen in Mülheim fahre ich ohnehin mit dem Rad. Eingespart habe ich lediglich vermutlich eine Dienstreise nach Mainz und die Fahrt zum Flughafen, die ich sonst mit Dienstwagen oder Taxi erledigt hätte. Die Fahrt ins Münsterland mit dem Auto hat dennoch stattgefunden, nur saßen statt fünf Leuten nur vier im Auto und ich habe das Rad genommen...
Letztes Geständnis: am ersten Tag der Stadtradelperiode bin ich noch Auto gefahren, ich kam aus dem Urlaub zurück und war davon ausgegangen, dass das Stadtradeln erst mit dem offiziellen Auftakt beginnt. Dafür habe ich bis heute aufs Auto verzichtet...

Teilen: Facebook | Twitter

Münsterland

Geschrieben am 24.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Die Fahrt mit vier Freunden ins Münsterland war weit vor Stadtradeln geplant - eigentlich mit Auto, aber jetzt für mich mit Fahrrad. Bis Datteln Mist, dann nett, mehr später…

Teilen: Facebook | Twitter

...und noch ne Dienstreise ohne Auto

Geschrieben am 19.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Am Samstag hatte ich noch einen Termin in München, Findungskommission für einen neuen Generalsekretär oder Generalsekretärin der Max-Planck-Gesellschaft. Die Sitzung war aufgrund der Terminkalender der Beteiligten nur an einem Wochenende möglich. Unter CO2-Gesichtspunkten verwerflich: Reise mit Flugzeug. Die Alternative wäre gewesen, von Samstag auf Sonntag nochmal in München zu übernachten und den Sonntag für die Zugfahrt zurück zu nutzen - irgendwo gibt es Grenzen. Das mache ich vielleicht, wenn ich aus lauter Lust durch Deutschland reise, aber nicht, wenn ich ohnehin schon eine Reisewoche hinter mir habe und das Wochenende auch noch dranhängen muss. Dann sollten wir lieber daran arbeiten - was am MPI teils geschieht -, den Flugverkehr klimaneutral zu gestalten durch e-Kerosin aus Wasserstoff (aus Solar- oder Windstrom) und CO2, das man langfristig aus der Luft gewinnen kann.
Also wieder: mit dem Fahrrad zum Bahnhof, Radstation funktioniert diesmal nicht, da ich erst gegen 23.30 am Samstag wieder am Bahnhof sein würde, dann ist die Radstation nicht mehr geöffnet. Radschloss am Bahnhof wäre die Alternative zur Radstation gewesen, erfordert aber Registrierung etc., die ich nicht habe - es war mir zu umständlich, das dann einzurichten. Fahrrad mit einem guten Schloss angeschlossen, nachher war selbst die Luftpumpe noch da, also kein Problem.
Über die Bahnverbindung zum Flughafen kann man sich nicht beschweren, viele Verbindungen, selbst am Samstagabend um 23 Uhr kein großes Problem. Gelandet um 22.40, nach Skytrain, Zug und Fahrrad war ich um 23.40 zu Hause.
In München ist der ÖPNV so gut, dass ich dort fast nie ein Taxi nutze - man muss bei der Hotelauswahl allerdings etwas darauf achten, dass man gut an den ÖPNV angebunden ist.

Teilen: Facebook | Twitter

Einfache Reise ohne Auto

Geschrieben am 16.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Von Montag bis heute war ich auf Dienstreise in Mainz und München, die mir im Vorfeld etwas Bedenken bereitet hatte - teils Anzugtermine, auch ein Taxi ist ein Auto, und ich hatte eine größere Tasche. Öffentlich von zu Hause zum Bahnhof ist völlig unattraktiv, einmal Umsteigen für eine Strecke, die zu Fuß nur gute 20 Minuten dauert, ich habe dafür noch nie den ÖPNV genutzt, da laufe ich lieber oder fahre Rad. Im Regen wäre es mit dem Fahrrad allerdings unschön gewesen angesichts des Jackets und des Gepäcks. Zum Glück war es aber trocken. Gepäck ging gerade noch auf dem Rad, in der Super-Radstation am Bahnhof wurde mein Rad die vier Tage lang bewacht, und sowohl in Mainz als auch in München waren die Hotels so ausgesucht, dass es gut mit Bus und Bahnen sowohl vom Bahnhof als auch zur Veranstaltung machbar war. Zum Glück war aber ein eigentlich angesetzter Präsenztermin morgen in Darmstadt auf eine Videokonferenz umgestellt worden, sonst wäre es eng geworden, denn da ich am Samstag wieder in München sein muss, hätte ich dann für sechs Tage Gepäck benötigt, was auf dem normalen Rad zumindest eine Herausforderung gewesen wäre...
Glück gehabt!

Teilen: Facebook | Twitter

Noch ein Eintrag heute

Geschrieben am 12.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Das war so eine schöne Tour heute Nachmittag, da kommt noch ein Beitrag: nach Werden, Deilbachtal nach Langenberg, Wilhelmshöhe, Hespertal, Schuir zurück - perfekte Temperatur, kaum Wind, Superstrecke, was will man mehr. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich offenbar meinen ersten Beitrag nicht gespeichert hatte, aus der Mitte der ersten Woche. Da hatte ich die Vorschau auf die kommende Woche gegeben, mit durchgängig beruflichen Termine (teils "Anzugtermine", die nur bedingt Fahrrad-tauglich sind), was ohne Auto vielleicht nicht ganz einfach wird, denn auch ein Taxi ist ja ein Auto. Mal sehen, wie das klappt...
Ich werde berichten.

Teilen: Facebook | Twitter

Eine Woche

Geschrieben am 12.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Die erste Woche ohne Auto war ganz unproblematisch - allerdings war das Wetter gut und die Terminlage übersichtlich. Die meisten Kilometer kommen bei mir nicht im Alltag zusammen - Fahrten zum Einkaufen, zu Freunden oder in die Stadt sind im Bereich einiger Kilometer - , sondern auf dem Rennrad.
In der Woche ist mir aufgefallen, wie schön es ist, dass die Flora-Brücke wieder offen ist. Damit habe ich eine schöne und kurze Strecke nach Saarn, wenn ich dort mal einkaufe. Die Alternative über Schloßbrücke oder Mendener Brücke, die man nutzen musste, als die Flora-Brücke gesperrt war, war weiter und auch sonst viel unattraktiver, und wenn man weiss, dass es eigentlich eine viel bessere Alternative gäbe, dann bin zumindest ich etwas unwilliger.
Wenn möglich kaufe ich aber am Oppspring ein, denn ich finde, man sollte Geschäfte in der Nachbarschaft nutzen, damit diese erhalten bleiben und nicht irgendwann alles in irgendwelchen Einkaufszentren auf der grünen Wiese konzentriert ist, zu denen man nur mit dem Auto kommt...

Teilen: Facebook | Twitter