STADTRADELN-Star Blog: Aaron Baufeld


Ein Alltag ohne Auto - nur eine Frage der Motivation

Bild Geschrieben am 12.07.2021 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Die dritte Woche war nochmal voller Erlebnisse und als es dem Ende zuging haben das meine Beine auch herbeigesehnt. Ganz normal zur Arbeit zu gehen und dann jeden Tag nochmal ca. 60km zu radeln ist schon relativ anstrengend. Aber ich bin froh, dass ich auch dieses Jahr beim Stadtradeln mitgemacht habe und das Auto 3 Wochen stehen lassen konnte.

Angefangen hatte die Woche mit dem extremen Gewitter (siehe vorheriger Blogeintrag).
Mittwochs war ich nach der Arbeit in Stuttgart um eine Foodsharing-Abholung zu machen. Hier ist oft das Thema, dass man große Mengen an Lebensmittel vor dem Abfall rettet. Wie soll man das ohne Auto transportieren? Ich konnte mich hier bisher immer sehr gut auf meinen Fahrradanhänger verlassen.

Donnerstag wollte ich Abends noch eine gemütliche Feierabendrunde drehen. Daraus wurde leider nichts, weil mein Fahrrad mal wieder einen Platten hatte. Zum Glück konnte ich dann bei Freunden kurz auf ein anderes Fahrrad wechseln um heim zu kommen. Von dort bin ich dann mit zwei Fahrrädern wieder zurück, habe das Ausleihfahrrad abgegeben und mein Fahrrad wieder mitgenommen. Das Abschleppen eines Fahrrads mit einem anderen Fahrrad ist zwar eine gewisse Herausforderung, aber mit ein bisschen Übung durchaus machbar ;-)

Freitag Abend konnte ich bei einer gemeinsamen Radtour mit einer Freundin das schöne Wetter sehr genießen. Es ist einfach immer wieder toll, wenn man mit dem Fahrrad in den Sonnenuntergang radelt.
Am letzten Tag hatte ich Abends Feuerwehr-Hauptversammlung. Hier stellte sich die Frage, wie man mit der Ausgehuniform dort hin kommt. Ganz einfach - großer Rucksack, alles sauber zusammenlegen und der Strecke mit dem Fahrrad steht nix mehr im Weg. Da ich für das Stadtradeln noch ein paar Kilometer sammeln wollte, bin ich dann anstatt dem direkten Weg einen Umweg gefahren und habe das landschaftlich schöne Neckartal und den Schönbuch besucht.


Nach 3 Wochen ohne Auto kann ich als Fazit sagen, dass man in einer Stadt wie Fellbach, das Auto für den Alltag definitiv nicht benötigt. Man hat eine gute Anbindung an den ÖPNV, viele Einkaufsmöglichkeiten sind sogar fußläufig zu erreichen und das Stadtgebiet ist relativ eben. Auch größere Einkäufe sind mit dem Fahrrad möglich - in zwei Euroboxxen auf dem Fahrradanhänger passt nämlich ganz schön viel rein.
Keine Frage, es gibt auch Strecken/Aufgaben, für die das Auto die sinnvollste Wahl ist. Der Verzicht aufs Auto hat in den allermeisten Fällen etwas mit der eigenen Motivation und Organisation zu tun. Oft ist man einfach nur zu faul und das Auto zu bequem. Deshalb möchte ich dazu einladen einen Alltag ohne Auto auszuprobieren. 3 Wochen sind ein überschaubarer Zeitraum, der definitiv machbar ist! Alles beginnt mit dem ersten Schritt :-)

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Extremes Gewitter und das Fahrrad

Geschrieben am 28.06.2021 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Aufgeben? Für mich normalerweise keine Option.
Heute habe ich dann meiner Gesundheit zuliebe den Ehrgeiz hinten angestellt. Eigentlich verzichte ich als Stadtradelstar 3 Wochen auf das Auto, so dass ich einen PKW nicht mal von innen sehe.
Bei der heutigen Radtour hat mich allerdings das Unwetter ca. 15km vor dem Ziel hart erwischt. Zuerst war es Wind und Regen - kein Problem, da muss man halt ein bisschen mehr kämpfen ;-) . Ca. 4km später war ich bereits klitschnass und war mitten im Gewitter. Die Blitze haben alle paar Sekunden die sonst so trübe Suppe ziemlich erhellt. Da auch schon die ersten großen Äste auf der Straße lagen und die Straßen teilweise schon fast nicht mehr befahrbar waren, habe ich dann doch das überhängende Dach einer Scheune als Unterstand genutzt. Dort stand ich dann, schon leicht frierend, Handyakku leer und habe überlegt, was ich jetzt tun soll. Hätte es nur geregnet und gewindet, da wäre ich sicher weiter gefahren. So hatte ich aber ziemliche Bedenken, ob das gut gehen würde sich noch 11km durch ein extremes Gewitter zu bewegen. Die nächste S-Bahn Station war leider über 5km Luftlinie weg, heißt die Öffis sind somit als Option auch rausgefallen. Ich hatte also noch 3 Optionen: warten und hoffen, dass es gleich aufhört - danach sah es aber nicht aus und es wurde auch langsam dunkel. Ohne Licht wäre es dann bei Dunkelheit noch gefährlicher geworden noch heimzufahren. Das nahestende Wohnhaus hätte mir bestimmt auch einen Platz zum Ausharren angeboten, aber auch hier das Problem mit der aufziehenden Dunkelheit. Und dort übernachten? Wer weiß, ob das überhaupt gegangen wäre.
Als mich ein Autofahrer mit SUV gefragt hat, ob er mich mitnehmen kann, habe ich schon gezögert und mir sind einige Fragen durch den Kopf gegangen. Was passiert mit meinem Versprechen beim Stadtradeln auf das Auto zu verzichten? Was muss ich mir jetzt anhören, und habe ich versagt?
Schlussendlich ist mir meine Gesundheit aber mehr wert. Ein verletzter oder gar toter Stadtradelstar bringt auch nix. Deshalb habe ich mich dazu durchgerungen und mich mit dem Auto heimfahren lassen. Das Fahrrad hat glücklicherweise ins Auto gepasst.

Ein solches Erlebnis hat man nicht alle Tage. Es zeigt aber auch, dass man mit dem Fahrrad doch manchmal ziemlich verletzlich ist und Autos nix böses sind. Mit dem Auto war es übrigens auch nicht gerade ungefährlich die Strecke zu fahren. Beim Auto kommt es einfach darauf an, es bewusst einzusetzen und manch Fahrt einfach mal zu hinterfragen, ob man dafür nicht doch das Fahrrad oder die Bahn nehmen kann.

Abschließend kann ich sagen, dass ich froh bin, dass ich diese Unterstützung erfahren durfte und gesund daheim angekommen bin. Die Radtour war übrigens trotzdem schön und hat Spaß gemacht. Heute habe ich die letzten 3 Stationen der Schnitzeljagd gefunden und die 1000km habe ich auch geknackt.
Ich werde diese Woche auf jeden Fall weiter radeln und das Auto stehen lassen und bin gespannt, was die Woche noch so bringt.

Wünsche euch allen eine gute Woche und immer genug Luft im Reifen. :-)

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Woche 2

Bild Geschrieben am 26.06.2021 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Heute habe ich in Stuttgart direkt zwei mal gelebte Radmobilität erlebt. 2 Erwachsene, 3 Kinder in zwei Lastenrädern unterwegs. Das war super anzusehen.
Ein paar Kilometer weiter dann ein noch besseres Bild. Mit dem Rad als Besucher in die Oper? Geht! Hier hat auch ein E-Motor ein bisschen Unterstützung geleistet, aber dafür das Auto stehen zu lassen ist eine tolle Sache.
Das Wetter war diese Woche sehr wechselhaft und hat manchmal überhaupt nicht zum Rad fahren eingeladen. Irgendwie hatte ich aber Glück und habe die trockenen Momente erwischt.
Da ich die Woche einige Abendtermine hatte, hab ich einfach mal ausprobiert morgens vor der Arbeit ne Runde Rad zu fahren. Ich muss sagen, das war schon ein cooles Gefühl in den Sonnenaufgang zu radeln. :-)
Am Mittwoch hatte ich dann noch die Herausforderung, dass ich für Abends noch Wein einkaufen wollte, morgens aber noch einen Zahnarzttermin hatte. Also bin ich mit Fahrrad und Hänger zum Zahnarzt, danach in die Arbeit weiter und danach einkaufen. Wäre sicher mit dem Auto bequemer gewesen, aber mit dem Fahrrad macht es doch irgendwie mehr Spaß.

Auch diese Woche habe ich wieder ein paar tolle Stellen entdeckt, die ich mir für die Zukunft für Radtouren merken werde. Es ist einfach schön auch ein bisschen planlos mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Diese Woche waren einige Kilometer ein Kampf, aber es hat sich gelohnt.
Die Motivation ist auf jeden Fall immer noch genau so hoch, wie am ersten Tag und es ist auch schön, durch das Stadtradeln mit Anderen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Folgend noch ein paar Bilder aus dieser Woche.

Ich freue mich auf die dritte Woche und bin gespannt, was sie so bringt. :-)

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Woche 1 - Fazit

Bild Geschrieben am 20.06.2021 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Hallo zusammen,
am heutigen Samstag, also dem letzten Tag der Woche 1, konnte ich endlich mal ein Projekt umsetzen, welches ich schon seit 2019 vor hatte - ich bin dem Remstalradweg bis zum Ursprung gefolgt und wieder bis zum Neckar zurück. War ein super anstrengender Tag, der aber auch echt Spaß gemacht hat. Ich finde die Route ist auf jeden Fall mal eine Fahrt wert. Und wenn man in Essingen startet, dann geht es ja eigentlich nur bergab ;-)

Nun aber ein kurzer Wochenrückblick. Wie war das für mich ohne Auto? Völlig entspannt. Ich war normal arbeiten, wo ich ja schon seit Jahren jeden Tag mit dem Fahrrad hinkomme. Die Foodsharing-Abholung am Mittwoch war da schon etwas ungewöhnlicher, weil es da dann doch immer wieder einiges an Lebensmitteln gibt. Aber mit dem Fahrradhänger war auch dies überhaupt kein Problem. Bilder seht ihr unten.

Für dieses Jahr habe ich mir zum Ziel gesetzt in den 3 Wochen min. 1000km zu radeln. Das sind im Schnitt 50km am Tag, die man erstmal zusammenbekommen muss. Da die Woche eher schleppend anlief, habe ich dann Mitte der Woche angefangen richtig Gas zu geben. Dazu hat mich die Schnitzeljagd des Landkreises sehr motiviert. Es ist cool Ziele anzusteuern, wo man noch nie war und bisher auch nicht darüber nachgedacht hat dort mal hin zu fahren. Ich lerne den Landkreis so einfach nochmal besser kennen :-)

Zwischendurch hatte ich auch mal eine gefährliche Situation. Mir kam ein Auto mit solch einer hohen Geschwindigkeit und so knapp entgegen, dass es nur um cm ging, die zwischen dem Auto und mir lagen. Ich bin froh, dass es glimpflich ausgegangen ist. Leider sind die Radfahrer für viele Autofahrer immer noch ein Hinderniss. Aber je mehr Radfahrer solche Situationen und Verstöße melden, desto eher tut sich hier und da vielleicht doch mal was. Deshalb merkt euch das Autokennzeichen, wenn euch selbst mal etwas in dieser Richtung passiert, und geht damit zur Polizei. Idealerweise gibt es Zeugen, die euch dann bei eurer Schilderung unterstützen können. Ich werde es in Zukunft bestimmt auch wieder tun, sollte ich als Radfahrer bedrängt worden sein.

Im Gesamten kann ich sagen, dass mir die erste Woche ohne Auto wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Man muss sich zwar hier und da einen dummen Spruch anhören, aber mit den richtigen Kontern ist das halb so wild. Und ich habe festgestellt, dass es ganz viele Leute gibt, die eine solche Aktion unterstützen, oder sich sogar motivieren lassen, das Auto doch auch mal etwas öfters stehen zu lassen. Wenn man darüber berichtet, dann kommt man auf einmal mit Personnen ins Gespräch, wo man es nie gedacht hätte. Deshalb - Tu gutes und rede darüber!

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und natürlich viel Spaß bei den kommenden zwei Wochen. Kommt immer wieder sicher daheim an :-)

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Schnitzeljagd durch den Landkreis

Bild Geschrieben am 14.06.2021 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Heute habe ich die kühlen Abendstunden genutzt und habe mit der Schnitzeljagd des Landkreis begonnen. Mir macht es super viel Spaß und ich kann es nur empfehlen auch mitzumachen. Impression nebenstehend.
Man muss sich keine eigenen Routen überlegen und lernt den Landkreis nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Allein heute durfte ich schon den ein oder anderen Ort neu entdecken.
Ich freue mich auf jeden Fall auf den Rest der Schnitzeljagd.

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Ereignisreicher Start

Bild Geschrieben am 13.06.2021 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Bei idealem Radelwetter war heute morgen im Rathausinnenhof die offizielle Schlüsselübergabe an die Stadt Fellbach. Es war schön zu sehen, wie viel Personen dem Aufruf gefolgt sind und Teil des Auftaktradeln waren.
Für mich war eine Teilnahme am Auftaktradeln dann leider nicht möglich, weil ich in Sindelfingen meinen Impftermin hatte.

Wie kommt man in einer Stunde nach Sindelfingen und das ohne Auto? Ganz einfach - mit dem Fahrrad zur S-Bahn, mit der S-Bahn nach Böblingen und mit dem Fahrrad nach Sindelfingen. Total entspannt, in der S-Bahn kann man sich mit anderen Radlern unterhalten, Erfahrungen und Tipps austauschen und sich einfach fahren lassen. ;-)

Die Fahrt von Sindelfingen nach Stuttgart-Vaihingen ist dank dem Radschnellweg super gemütlich und auch noch echt schnell. Mit dem Auto braucht man knappe 10 min, mit dem Fahrrad braucht man nur knappe 20 min. Da fahre ich doch lieber mit dem Fahrrad.

Leider gab es heute Abend auf der Heimfahrt dann einen Platten. Aber in Stuttgart kommt man ja auch gut mit der Bahn weiter, sodass ich dann zwar mit etwas Verspätung, aber gut daheim angekommen bin.


Ich wünsche euch allen viel Spaß, schönstes Radelwetter und immer genug Luft im Reifen. Und falls doch mal kleine Hindernisse kommen, davon lassen wir uns doch die Motivation nicht nehmen und zeigen dem Rest der Welt, wo man überall mit dem Fahrrad hin kommt und das Auto stehen lassen kann.

Euer Aaron

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Viel gefahren und viel erlebt...

Geschrieben am 26.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

...in den 3 Wochen ohne Auto.
Die Zeit als Stadtradelstar war voller Erlebnisse, positive wie negative, hat sich für mich aber definitiv gelohnt.
In den unzähligen Stunden, die ich während den über 1000 Radkilometern auf dem Fahrrad saß, habe ich einige gefährliche Situationen erlebt und bin froh, dass nix passiert ist. So manch einer würde jetzt bestimmt sagen, dass das Risiko als Radfahrer doch viel zu hoch ist, und man deshalb lieber Auto fährt.
Das kann aber nicht die Lösung sein. Wer mehr Fahrrad fährt lernt es auch mit vielen Situationen viel besser umzugehen und gelassener zu reagieren. Deshalb einfach mal klein anfangen und dann immer mehr an das Fahrrad gewöhnen.
Außerdem war das Ziel ja auch, das Auto einfach mal 3 Wochen stehen zu lassen. Hätte ich in diesem Zeitraum nur die Fahrten, die ich sonst mit dem Auto mache, durch das Rad ersetzt, dann wäre es gut machbar gewesen. Der Ehrgeiz, in diesem Zeitraum möglichst viel Kilometer auf dem Rad zu sitzen, hat die die Zeit auch anstrengend werden lassen. Dennoch hatte ich sehr viel Spaß und habe viel neues entdeckt und einfach die Natur genießen können. Und auf sein Umfeld hat man einen gewissen Einfluss, wenn man sagt, dass man mit dem Fahrrad kommt, weil man gerade nicht mit dem Auto fahren darf. Man bekommt neben mut machenden Worten durchaus auch Unterstützung :-)

Bei mir hat der Zeitraum auf jeden Fall einige Gedanken losgetreten und ich will versuchen in Zukunft noch öfters auf das Auto zu verzichten.
Hierzu werde ich nach einem Fahrradanhänger schauen um auch mal größere Besorgungen mit dem Fahrrad machen zu können.
Ich muss jedoch auch gestehen, dass ich aktuell auf den Komfort des eigenen Autos noch nicht dauerhaft verzichten möchte. Es gibt doch einige Termine, die mit dem Auto deutlich einfacher zu managen sind - eine Hochzeit zum Beispiel.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Zeit als Stadtradelstar sehr viel Spaß gemacht hat und ich schon am Überlegen bin wann der nächste Zeitraum sein wird, in dem ich mal wieder auf das Auto verzichten möchte.
Außerdem werde ich weiterhin mein Umfeld motivieren im täglichen Leben das Fahrrad als Verkehrsmittel zu wählen. Es bringt einfach so viele Vorteile mit sich ;-)

Um noch mehr Personen von Autofahrern zu Radfahrern zu machen, wünsche ich mir jedoch auch von den Kommunen mehr aktive Arbeit. Der Radfahrer will sich bewegen und nicht an Ampeln stehen um Straßen überqueren zu müssen. Da findet er dann andere Wege die Ampeln zu umgehen. Und genau dieses Konfliktpotenzial mit Autofahrern muss nicht sein. Schafft durch sinnvolle Routenführungen attraktive Radwege. Diese werden dann auch genutzt und verhelfen so auch dazu die ewigen Autoschlangen aus Innenstädten rauszubekommen und das Parkplatzproblem kleiner werden zu lassen.


Vielen Dank an alle, die mich in dieser Zeit unterstützt haben oder mal mit mir geradelt sind.
Ich wünsche allen Radlern weiterhin allzeit gute Fahrt und immer genug Luft im Reifen.
Gerne tausche ich mich auch in der Zukunft mit Radelnden, Autofahrern, Planern, etc.... aus um das Miteinander auf deutschen Verkehrswegen zu fördern.

Viele Grüße
euer Aaron Baufeld

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Woche 2 - Regentage und schwere Beine

Geschrieben am 19.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Auch diese Woche war ich wieder viele Kilometer auf Radwegen und Straßen unterwegs. Auch ich merke inzwischen die vielen Kilometer in meinen Beinen und würde manchmal gerne bequem im Auto sitzen, aber beim Stadtradeln wird das Auto stehen gelassen!

Mein höchstes Hoch und vermutlich auch mein tiefstes Tief diese Woche waren am Freitag Nachmittag. Hatte am Freitag ein bisschen früher Feierabend gemacht und eine neue Route ausprobiert - durchs Neckartal und Murrtal über Backnang wieder nach Hause. Im Neckartal bin ich an mehreren hundert Metern Blechlawine vorbeigeradelt und hatte einfach freie Fahrt. Das war für mich ein Glücksgefühl und eine Bestätigung warum es sich lohnen kann aufs Fahrrad zu sitzen.
Auf der gleichen Radtour musste ich aber auch mal wieder über Landstraße und Buckelpiste radeln, weil der Radweg einfach so aufgehört hat. Das sind dann wieder so Momente wo man sich überlegt warum man eigentlich versucht Strecken mit dem Rad zurückzulegen.
Dennoch war die Radtour im Gesamten sehr schön. :-)

Angefangen hat meine Woche übrigens damit, dass ich mir überlegen musste, wie denn der neue Balkonstuhl vom Möbelhaus zu mir nach Hause kommt. Aber als erfahrener Radfahrer findet man auch für diesen Transport eine Lösung ;-)

Mittwoch und Donnerstag waren sehr verregnet, weshalb ich die Tage einfach mal genutzt habe um ein bisschen Pause zu machen und abends anstatt nochmal radeln zu gehen ein paar andere Dinge zu erledigen. Den Arbeitsweg habe ich trotzdem mit dem Rad zurückgelegt - wurde zwar nass, aber es gibt schlimmeres oder auch die Möglichkeit im Rucksack Wechselklamotten mitzunehmen.

Gestern und heute war ich im Kreis Böblingen unterwegs. Das war pure Radfahrerfreude. Man kann praktisch von Stuttgart-Vaihingen bis Herrenberg in einem Zug durchfahren (bis auf ein paar wenige Ampeln). Wo man vor Jahren noch keine Ahnung hatte, wie man durch Böblingen durchkommen soll, fährt man heute auf eigenen Radwegen oder gar Radschnellwegen. Es ist schön zu sehen, dass sich bei einigen Kommunen das Fahrrad inzwischen doch zu einem ernstgenommenen Verkehrsteilnehmer entwickelt (hat). Da könnte sich Stuttgart durchaus auch mal eine Scheibe abschneiden.

Auch diese Woche wünsche ich mir, dass wir es alle schaffen mehr Miteinander im deutschen Straßenverkehr hinzubekommen. Und da kann jeder seinen Teil dazu beitragen.

Ich wünsche euch allen weiterhin eine gute Fahrt und kommt immer wieder gesund zu Hause an. Bin gespannt, was die dritte Woche so mit sich bringt :-)

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Woche 1 - super Wetter und viele Kilometer

Geschrieben am 12.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Hallo zusammen,

die erste Woche Stadradeln und ohne Auto ist bereits rum. Aufgrund des schönen Wetters und wenigen persönlichen Terminen fiel es mir relativ leicht diese Woche auf das Auto zu verzichten. Die wenigen Besorgungen, die ich machen musste, haben alle super mit dem Fahrrad geklappt.
Kommende Woche wird es bestimmt deutlich interessanter, da ich ein paar Dinge im Programm stehen habe, für die ich sonst eher das Auto nehmen würde. Bin schon auf die Herausforderungen gespannt :-)

Dennoch hatte ich diese Woche auch einige Frustmomente. Am Montag war ich zum Beispiel mit dem Rennrad unterwegs. Auch mit dem Rennrad versuche ich möglichst viele Radwege zu nutzen. Dies ist jedoch oft sehr unkomfortabel oder aufgrund des Bodenbelags gar nicht möglich. Deshalb gibt es eben auch Abschnitte die man auf der Straße fährt. An einer Stelle, wo es stark und relativ lang bergauf geht, habe ich viele Autofahrer erlebt, die so knapp überholen, dass ich etwas Angst bekommen habe und mir überlegt habe wie ich mich besser schützen kann. Es gibt jedoch auch sehr viele Autofahrer, die auch auf Radfahrer achten.
Durch dieses Erlebnis und verschiedene Diskussionen im Kollegenkreis und auf Facebook frage ich mich, wie man in Zukunft im Straßenverkehr wieder respektvoller miteinander umgehen kann. Das ist sicher keine einfache Herausforderung, es wäre aber schön.
Hierfür kann sich jeder Radfahrer überlegen wie er den Autofahrern entgegenkommen kann und von den Autofahrern wünsche ich mir, dass sie einfach mal durchatmen und dem Radfahrer den benötigten Raum geben.

Hier ist der Dialog notwendig und auch einfach mal gute Radwege! Ich denke, dass man viele Situationen entschärfen könnte, wenn es mehr Radwege gäbe, die auch für Rennräder attraktiv sind. Das heißt, keine Schotterpiste oder Schlaglöcher, genug Platz um auch mal Tempo fahren zu können und andere Nutzer des Weges ungefährlich überholen zu können. Viele Teile des Remstalradweges wurden letztes Jahr überarbeitet und deutlich besser fahrbar. Diese Arbeit darf gerne fortgeführt werden.

Und wenn wir schon bei Radwegen sind, warum sind manche Radwege so geplant, dass man an der Routenführung zweifeln muss. So gesehen heute zwischen Freiberg und Benningen (Bild). Da geht der Radweg auf einmal über mehrere Kilometer auf der Verbindungsstraße zwischen den Ortschaften entlang. Dort liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 70 km/h. Für mich als Vielradler wäre das noch vertretbar, aber für Familien oder Gelegenheitsradler definitv ein No Go! Es gibt dort eine Möglichkeit nicht auf der Straße fahren zu müssen, aber ohne Mountainbike kommt man da leider nur schwer oder gar nicht voran.

Trotz der Frustmomente, das Positive am Rad fahren hat diese Woche doch deutlich mehr Gewicht.
Ich freue mich auf die kommenden zwei Wochen und werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass mehr Leute öfters aufs Rad steigen und das Auto mal stehen lassen. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und Motivation beim Radeln. Passt auf euch auf und bleibt gesund.

Euer Aaron Baufeld

Update vom 19.07. inzwischen muss ich meine Aussage mit der Distanz, die man auf der Ortsverbindungsstraße zurücklegen muss etwas relativieren. Es gibt an Teilen der Strecke einen parallel verlaufenden Weg. Fakt ist aber trotzdem, ohne auf der Straße zu fahren kommt man dort nicht hin.

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Es geht los!

Geschrieben am 06.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Hallo liebe Stadtradlerinnen und Stadtradler in Fellbach und Umgebung,

als es heute morgen geregnet hat dachte ich mir nur: super, so kann man richtig motiviert in das Stadtradeln starten, wenn man direkt die erste Fahrt durch den Regen machen muss.
Zum Glück ist es jetzt wieder trocken und die Fahrt in die Arbeit wird etwas entspannter.

Ich wünsche euch allen viel Spaß in den kommenden 3 Wochen, viele tolle Erlebnisse auf dem Fahrrad und die Motivation auch bei dem größten Regen das Auto stehen zu lassen.
Passt auf euch auf und bleibt gesund :-)


Euer Aaron Baufeld

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