STADTRADELN-Star Blog: Gießen


Radeln kann mehr

Bild Geschrieben am 19.06.2021 von Darwin Walter
Team: Die PARTEI
Kommune: Gießen

Den Aktionszeitraum haben wir nutzen können um ein Zeichen zu setzten. Eine Raddemo zwei Runden über den Anlagenring. Mit etwas über 100 Menschen sind wir eine Stunde über den Anlagenring gefahren zum Unmut aller Auto Fahrenden. Zwinkersmiley!

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Vom Ostseestrand und dem Traum einer autofreien Welt

Geschrieben am 18.06.2021 von Iris Hartings
Team: Schiffenberger Zwerge
Kommune: Gießen

Der so viel versprechend klingende Anfang meines Titels beschreibt leider nicht meinen eigenen Urlaub. Am Dienstag bekam ich Fotos und eine Nachricht meiner Freundin, die sich auf zwei Rädern durch ganz Deutschland strampeln möchte. Mal hier ein paar Tage, mal dort übernachten. So lange, wie es dauert. Und da waren sie: Aufbruchfotos. Und dann: Fahrrad vor See, Zelt in der Pampa, Sonnenaufgang und Ostseeküste.
Ich sitze hier zu Hause in Wieseck und träume ein wenig mit.

Ja, so ist es, das Radeln: frau ist mittendrin. Kann Gerüche wahrnehmen, kann die Sonne im Gesicht spüren oder die Regentropfen. Kann neben sich den Reiher starten sehen und seinen graziösen Flug fast mitfühlen (Wieseckaue). Kann die Atmosphäre spüren, die einen Ort umgibt, an dem frau vorbeiradelt oder auch mal anhält. Das echte Leben. Im Auto ist all das nicht vorhanden. Was ein Verlust.

Ich freue mich auf das kleine Fest am Wochenende hier vorm Bürgerhaus und in der Philosophenstaße. Gießen autofrei? Als Pfarrerin habe ich viel übrig für die großen Träume. Wie wäre es denn, wenn das, was dem Leben schadet, weniger würde? Und unser weltgesellschaftlicher Autokonsum zählt leider deutlich zu den Dingen, die uns allen, den Tieren, Pflanzen, der Atmosphäre, unseren Kindern, schaden.

Ja wie soll das denn gehen ohne Auto?

Wir haben ja selbst auch eins. Aber es macht Spaß, es drei Wochen stehen zu lassen. Mein Tipp: Auch mal probieren! Wer weiß, was passiert.

Heute gab es noch ein Interview mit der GAZ. Da habe ich glaube ich gesagt, dass ich gar nicht so doll sportlich bin und "nur" Alltagsradlerin. Darum lande ich schließlich auf Platz 4 meiner Gruppe, mit 260 km (mit über 100 km Abstand zum dritten Platz). Also denke ich kollektiv: mit 11 aktiv radelnden Personen haben wir über 2500 km geschafft. Das ist doch gar nicht schlecht. Glückwunsch an uns!

Und an alle, die während dieser Zeit ohne Auto waren. Und an alle, die kräftig in die Pedalen getreten haben. Weiter so!

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Fazit

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Nachdem ich letztes Jahr im März notgedrungener Weise mein altes, staubiges und eindeutig verrostetes Stadtrad aus dem Schuppen holte, um den Stadtbussen und der potentiellen Ansteckungsgefahr im ÖPNV durch Corona entfloh und darüber nachdachte, mir ein Auto zu kaufen, hätte ich nie gedacht, dass ich am Ende des Stadtradelns über 1500 km auf meinem Kilometer - Konto stehen haben könnten. Nun ist es Mitte Juni, mehr als ein Jahr später, mein Stadtrad ist zwar immer noch rostig, aber es hat mittlerweile einige Teile ersetzt bekommen. Und es gab Zuwachs - das Radfahren brachte mir immer mehr Spaß, sodass ich mich für ein Gravelbike entschied und mit sehr viel Glück auch eines fand. Die Idee des Autokaufs ist verflogen. Seit Ende Februar 2021 drehe ich meine Runden, am Anfang kleinere, mittlerweile auch ganz Große - und das zudem auch noch als Stadtradeln-Star!

Nun sind drei Wochen Stadtradeln vorbei und ich habe dank des guten Wetters eine Menge erleben können. Außerdem kam ich nicht in die Verlegenheit, ein Auto benutzen zu wollen - oder mich gar danach sehnte, mir eines anzuschaffen. Ich konnte manche meiner Kolleginnen und Kollegen motivieren, einige Kilometer mit dem Fahrrad zu absolvieren. Sei es in der Gruppe des Regierungspräsidium Gießens oder aber für mein Team, das Tellermeer.

Herausforderung Arbeit
Leider war während der gesamten drei Wochen kein Außendienst dringend notwendig, sodass ich die Herausforderung nicht annehmen konnte. Jedoch habe ich mir trotzdem viele Gedanken gemacht, wie ein Außendienst hätte aussehen können, wo die Probleme liegen könnten.
Der Aufwand ist sehr hoch, vor allem, wenn der Außendienst die Stadtgrenzens Gießens verlässt. Ist das Ziel überhaupt mit dem Fahrrad erreichbar? Gibt es Bahnlinien, die man nutzen kann? Welche Buslinien gibt es? Wie weit ist es dann noch mit dem Rad?
Weitergehend besteht natürlich auch die Frage, ob der Außendienst allein stattfindet oder ob es sich um einen Termin handelt. Verschwitzt und wohlmöglich mit Radkleidung zu einem Termin mit anderen Personen erscheinen, das ist eher unangenehm.
Außerdem ist zu klären, ob Unterlagen vor Ort benötigt werden, diese dauerhaft in einem Rucksack dabei zu haben, kann sehr unangenehm für Rücken, Schultern und die Ausdauer sein.
Gesamt betrachtet glaube ich, dass alles innerhalb der Gießener Stadtgrenzen super mit dem Rad erledigt werden kann, aber das, was darüber hinaus geht, wird eher schwierig und vor allem viel zu zeitintensiv.

Erlebnisse der drei Wochen
In den drei Wochen habe ich eine Tour auf den Knoten gemacht, ich war in Wetzlar und Naunheim Eis essen mit einer Kollegin, ich habe den Lahnradweg nach Limburg erkundet, habe Weilburg entdeckt, ich bin von Kassel nach Gießen gefahren, ich war in Marburg, in Grünberg, in Butzbach und an vielen Orten mehr. Ich bin zu Geburtstagskuchen mit dem Rad gefahren und konnte im Anschluss das Solmstal erkunden. Ich kam in der Zeit immer wieder ins Gespräch mit anderen Radelnden - etwas, was man mit dem Auto definitiv nicht erleben kann. Ich habe Ecken entdeckt, an denen man mit dem Auto nur sehr schwierig hinkommt. Allen in allem hat mich die Stadtradeln - Zeit dazu motiviert, noch mehr erleben zu wollen - und vielleicht hat der Ein oder Andere das ja genauso erlebt.

Bei meinen Erlebnissen habe ich viele bekannte aber auch neue Radwege genutzt. Der Radroutenplaner Hessen hat mich immer wieder inspiriert. Unter anderem waren folgende Radwege dabei: Eder-Radweg, Fuldaradweg, Hessischer Fernradweg R2, R4, R6, R7und R8, Kallenbachradweg, Kleebachtalradweg, Lahn-Limes-Radweg, Lahnradweg, Lange-Hessen-Radweg, Lumda-Wieseck-Radweg, Radweg Deutsche Einheit, Salzböderadweg, Schwalm-Radweg, Traumstern-Route, Ulmtalradweg

Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern
Ich glaube, ich habe in den vergangenen drei Wochen fast alles erlebt, was mich hat am Anfang der Stadtradeln-Zeit über Respekt sprechen lassen (die Reihenfolge ist beliebig gewählt und nur nach Kategorie sortiert):
- hupende Autofahrer
- Autofahrer, die abbiegen, ohne auf Radfahrer zu achten
- extrem enges Vorbeifahren (1,50 m wäre wirklich schön)
- Fahrradfahrer, die ohne Schauen einfach irgendwo langfahren
- Fahrradfahrer, die anscheinend nicht wissen, dass rote Ampeln auch für sie gelten
- m.E. viel zu viele Radfahrer ohne Helm
- Fahrradfahrer, die mit Musik auf den Ohren fahren und nichts hören
- Fußgänger, die meinen, der Rad und Fußweg gehört ihnen allein
- pöbelnde Fußgänger, weil man klingelt - oder weil man einfach an ihnen vorbei fährt (mit genug Platz)
- Fußgänger, die einfach Fahrradwege kreuzen, ohne zu schauen
- Scherben auf Radwegen

Schlussendlich werde ich weiterhin alles mit dem Fahrrad erledigen, das einzige, bei dem ich wirklich überlege, die Mitfahrgelegenheit im Auto zu nutzen, das ist das Handballtraining zu später Abendstunde. Ich bin nun zwar mit dem Rad ins Training gefahren, konnte mit einer kleinen Tasche auch alles notwendige einpacken, aber ob ich dabei bleibe, ist aber ehrlich gesagt fraglich. Aber den Rest meines Alltags und auch viele meiner Ausflüge werde ich weiterhin mit dem Rad machen.

Ich hoffe, alle Teilnehmenden hatten genauso viel Spaß am Radeln wie ich und werden in der Zukunft das ein oder andere Mal mehr das Auto stehen lassen.

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Wir dürfen wieder trainieren

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Während der Stadtradeln - Zeit gingen die Inzidenzien immer weiter runter - und das bedeutete: Wir dürfen wieder trainieren - Handball - so richtig - mit Ball - und in der Halle!!

Normalerweise werde ich immer in Kleinlinden eingesammelt und mit dem Auto mit zur Halle in Lützellinden genommen - aber dieses Mal ist es anders - ich darf ja nicht mit ins Auto steigen! Also mit dem Rad? Oder Bus? Ne, Bus ist kompliziert, vor allem nach dem Training, da ist man so an die Fahrzeiten gebunden, also Rad! Aber wie packe ich meine riesige Handballtasche so um, dass ich alles auf dem Rad mitnehmen kann? Was brauche ich denn beim Training wirklich? Gehe ich im Anschluss in der Halle duschen oder doch lieber daheim?

Schlussendlich habe ich meine Tasche einfach deutlich verkleinert und beschlossen, die Dusche nach dem Training auf zu Hause zu verlegen. So passte neben meinem Handball, den Schuhen und meinen Knieschonern - die Trainingssachen kann man ja schon anziehen - auch noch ein Schnelltest-Corona-Kit für die Mannschaft in meine Tasche.

Zum Glück ist der Weg in die Halle nicht all zu weit von mir, sodass mir auch der Rückweg nach dem Training nicht all zu schwer fiel.

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Freundin besuchen - Kassel mit Zug und Fahrrad

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Es war soweit, es ging am letzten Samstag des Stadtradelns nach Kassel, um eine Freundin zu besuchen. Diesmal aber nicht allein, sondern mit meiner Edda im Schlepptau. Auf dem Hinweg im Zug wurden wir zudem noch begleitet - auch wenn die Begleitung den Rückweg schon am selben Tag antrat, weil eine gemeinsame Tour am Sonntag zeitlich leider nicht passte. So sollte es dann mit Edda allein über eine vorher am Radroutenplaner Hessen geplante Strecke zurück nach Gießen gehen - nach Bedarf hier und da anpassbar oder aber auch mit dem Zug beendbar. Die Planung war also so, dass ich möglichst immer in der Nähe von Bahnhöfen unterwegs bin, sodass ich die Tour so gestalten kann, wie ich es will und kann.

Auf dem Weg mit dem Fahrrad gab es eine Menge zu erleben:
- neue unbekannte Radwege
- viele andere Radfahrer
- ganz viel Natur und Stille zum Genießen
- und viele Erfahrungen

Aber von Anfang an:
Von Kassel (Nähe Auestadion) ging es erst einmal in Richtung Orangerie. Von dort aus ließ sich der Fuldaradweg super leicht finden. Aber nicht nur der Fuldaradweg war angeschrieben, sondern eine Vielzahl an verschiedenen Radwegen. Herrlich - vor allem für jemanden, der nicht nach Navi, sondern nur nach Schildern fährt (:

Der Fuldaradweg führt idyllisch langsam nach Süden durch wahnsinnig beeindruckende Täler. Kurz hinter Guntershausen beginnt der Eder-Radweg, welchem ich schlussendlich bis nach Wabern folgen konnte. Und auf dem Radweg bei Altenburg traf ich auf einen anderen "Allein-Radelnden", mit dem ich ins Gespräch kam und schlussendlich bis Wabern gemeinsam unterwegs war. Es entstanden schnell interessante Gespräche über das Erkunden mit dem Rad und der Art und Weise Dinge auf dem Fahrrad wahrzunehmen. Ein nettes Gespräch, aber in Wabern fuhr er weiter in Richtung Edersee und ich folgte nun dem Hessischen Fernradweg R4, um in Richtung Borken zu fahren.

In oder vor Borken wollte ich unbedingt den Schwalm - Radweg finden, der mich bis nach Treysa führen sollte. An dieser Stelle muss einfach betont werden, wie schlecht der Schwalmradweg in Wabern ausgeschildert ist. Hätte meine Begleitung von Samstag mir nicht einige Tipps am Telefon gegeben, hätte ich in Wabern definitiv auf mein Handy mit Maps oder Routenplaner zurückgreifen müssen, da hier eigentlich schon der Schwalm - Radweg beginnen hätte sollen. Über den R4 zu fahren, war eine tolle einfache Lösung, die jemand anderes für mich gefunden hatte. Jedoch hatte ich dank des R4´s ein sehr lustiges Erlebnis mit einer Bahnschranke, an der ich mit Fernsprechanlage den Fahrdienstleiter bitten musste, die Bahnschranke zu öffnen, sodass ich die Bahngleise überqueren konnte - auf der anderen Seite musste ich dann natürlich auch Bescheid geben, dass ich heil angekommen bin. Und siehe da, als ich das Schauspiel fotografieren wollte - extra für diesen Stadtradeln-Blog - da fiel mir auf einmal das Schwalm-Radweg Schild in den Blick und ich wusste, dass ich gefunden hatte, wonach ich gesucht hatte.

Also ging es weiter bis kurz vor Borken - da entdeckte ich den Seen - Rundweg, welcher mir ebenfalls bei dem Telefonat empfohlen wurde. Na dann, der Borkener See soll so schön sein mit dem Naturschutzgebiet, das muss ich mir anschauen. Also der Route gefolgt, wahnsinnig schöne Ausblicke genossen und mich am Ende in Borken mit Kaffee und Kuchen belohnt.

Im Anschluss ging es dann endlich weiter nach Treysa - dort sollte es dann weiter über den den Bahnradweg Rotkäppchenland, welcher gleichzeitig auch der Radweg-Deutsche-Einheit ist, nach Neustadt (Hessen) gehen. An einem Anstieg vor Momberg hatte ich urplötzlich einen Biker hinter mir - ich war leicht verwirtt, drehte mich aber erst auf der Kuppe angekommen um und sah einen Herren auf einem E-Bike (ich bitte vielmals um Entschuldigung, aber das muss an dieser Stelle so betont werden) und wusste, warum derjenige hinter mir war - ich war nicht langsam den Berg hoch, aber mit dem E-Bike ist es halt eine Spur einfacher als nur mit der reinen Muskelkraft (und den einigen Kilometern, die ich schon in den Beinen hatte). Aber wir kamen durch meinen Kommentar über sein E-Bike schnell ins Gespräch und fuhren bis Momberg gemeinsam - dort endete seine Tour - und die seiner Frau. Und dann erinnerte ich mich, ich hatte vor dem Anstieg zwei E-Biker überholt gehabt, Mann und Frau! Aber von der Frau war kurz vor Momberg weit und breit nichts zu sehen! Direkt sprach ich ihn darauf an, ob er seine Frau nun einfach zurück gelassen hatte - er meinte, sie kenne das nicht anders von ihm... das lasse ich wohl lieber unkommentiert

Weiter ging es für mich von Neustadt über den Hessischen Fernradweg R2, welcher gleichzeitig auch immer noch der Radweg Deutsche Einheit ist, über Stadtallendorf und Kirchhain nach Cölbe, wo ich auf den Lahnradweg auffuhr. Zwischenzeitlich musste ich unbedingt noch einmal anhalten, um diesen wundervollen Zaun aus Fahrrädern zu fotografieren. Und am Ende hieß es, einen bekannten Weg für die letzten Kilometer über Marburg nach Gießen.

Am Ende des Tages saß ich insgesamt gut achteinhalb Stunden im Sattel und war insgesamt fast zehneinhalb Stunden unterwegs. Ich habe eine Menge gesehen, ich habe Landschaften, die ich aus dem Zug schon einmal gesehen hatte, viel intensiver wahrgenommen, ich habe viele Menschen gesehen, gegrüßt und mit manchen bin ich auch ins Gespräch gekommen. Ich bin über viele verschiedene Radwege gefahren mit der unterschiedlichsten Beschaffenheit, manche Wege fand ich schnell, manche nicht so schnell - aber am Ende des Tages freute ich mich darauf, mich am Abend mit meiner Begleitung von Samstag auszutauschen, was wir alles erlebt hatten auf dem Weg - und beim nächsten Mal fahren und erleben wir einfach wieder zusammen!

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Der Frühsommer explodiert - aber zunächst zurück zur Regenhose

Bild Geschrieben am 11.06.2021 von Iris Hartings
Team: Schiffenberger Zwerge
Kommune: Gießen

Bild Nummer eins zeigt die ALTE Regenhose. Und ja, die Fahrt wurde nass. Aber das war zu Beginn der Woche. Jetzt bin ich stolze Besitzerin einer nigelnagelneuen Regenhose, deren Einkauf mich zum Outdoor-Geschäft meines Vertrauens auf die andere Seite der Stadt führte (super, Radelkilometer sammeln!). Gelegenheit zum Test hatte ich gleich am Tag drauf. Fazit: dicht.

Bild Nummer zwei zeigt meinen wöchentlichen Einkauf. Mit Baby. Ohne E-Antrieb. Zum Glück hat der Anhänger hinter dem Kindersitz noch "Kofferraum"-Kapazitäten.

Eine Herausforderung diese Woche: eine gute Freundin, die aus Berlin zu Besuch kam, nicht mit dem Auto am Bahnhof abzuholen. Ich bat sie, den Bus zu nehmen, und wir holten sie zu Fuß an der Bushaltestelle um die Ecke ab. Für uns war der kleine nachmittägliche Spaziergang definitiv entspannter, als zur Verkehrs-primetime mit dem Auto durch die Stadt. Und die Freundin fand es auch ok. Sie startet übrigens nächste Woche eine mehrmonatige Fahradtour durch Deutschland. Ohne E. Respekt. Wirklich.

Wer in den letzten Tagen noch nicht unterwegs war in Feld und Wald: unbedingt tun! Der Wald atmet, alles ist unheimlich grün. Kleine Vogelkinder fliegen noch etwas tollpatschig herum (Achtung, lieber etwas langsamer fahren!) und überhaupt sind viele Tiere unterwegs. Heute morgen habe ich mit meinen Kindern auf dem Weg zum Kindergarten am Schwanenteich zwei Entenfamilien und eine Schwanenfamilie gesehen. Das Tolle am Radfahren: frau kann mal eben anhalten. Also haben wir die beiden großen Schwäne und ihre sieben Kleinen beim Frühstück beobachtet. So kann der Tag beginnen.

Ansonsten halte ich mich tapfer auf Platz Nr. 3 in meinem Team. Zwischenzeitlich musste ich das Siegertreppchen räumen, doch durch stetes Kilometersammeln konnte ich mich wieder "hochstrampeln". Aber: Kerstin ist mir dicht auf den Fersen. Wahrscheinlich wäre sie mir auch um Längen voraus, wenn ihr nicht von irgendwelchen Fieslingen der Motor aus dem Lastenrad geklaut worden wäre. Ehrlich, Menschen tun so etwas! Leider.

Und jetzt: mal schauen, was die nächste Woche bringt... Sonnencreme hab ich jetzt immer dabei!

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Über sich hinauswachsen

Geschrieben am 07.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Nachdem ich in der Woche schon den Lahnradweg bis Weilburg kennen gelernt hatte, strebte mir für Sonntag eine etwas weitere Tour im Kopf herum. Der Lahnradweg bis nach Limburg

Das Lahntal kann man zum Einen sehr angenehm und staunend mit dem Zug durchqueren, um nach Limburg zu gelangen. Aber zum Anderen führt der Radweg ebenfalls dort lang. Also, warum nicht mit dem Rad? So machte ich mein Gravelbike und mich startklar und schwang mich aufs Bike.

Bis Weilburg kannte ich die Strecke ja schon, schön, aber bekannt. Ab Löhnberg verändert sich das Lahntal mehr und mehr, wird "wilder", schöner und es gibt wahnsinnig viel in der Natur zu bestaunen. Man muss das einfach selbst gesehen und erlebt haben, um genau zu wissen, was ich damit meine. Hin und wieder musste ich beim Staunen aufpassen, den Radweg nicht in die Lahn zu verlassen, weil ich mit meinen Augen irgendwo hängen geblieben war - aber ich habe es unfallfrei und trocken durchs Lahntal nach Limburg geschafft!

In Limburg angekommen grübelte ich darüber nach, ob ich den Weg auch zurück schaffen würde, klar ich sitze viel auf dem Rad, meine Ausdauer ist zur Zeit gut und meine Beine fühlten sich auch noch nicht schlapp an - also, warum nicht? Und wenns wirklich nicht mehr geht, dann gibt es ja mehrere Möglichkeiten in die Bahn umzusteigen! Nach einem leckeren Eiskaffee und dem kurzen Abstecher zum Limburger Dom ging es gemütlich wieder auf den Lahnradweg und zurück an der Lahn entlang immer weiter Richtung Gießen. Ich möchte nicht verheimlichen, dass es irgendwann ein mentaler Kampf wird, "ob man noch kann", vor allem auch, da ich allein unterwegs war. Aber als ich dann in Weilburg ankam, wusste ich genau, was mir noch bevorsteht und da war für mich schlagartig klar, dass ich das komplett bis zurück nach Kleinlinden schaffen kann. Und ich habe es geschafft!

Ich bin keine "Radsportlerin" in dem Sinne (Rennrad, auf den Boden schauend, nur auf Anschlag fahrend - oder was man sich sonst noch so vorstellen mag), normalerweise findet man mich nämlich in der Handballhalle im Tor stehend. Seitdem wir wegen Corona nicht mehr trainieren und spielen dürfen, fand ich eine kleine Leidenschaft zum Laufen mit einer lieben Arbeitskollegin und eine riesige Leidenschaft zu Edda, meinem Gravelbike. Seitdem versuche ich mich nicht nur auf der Straße mit ihr, sondern auch im Wald und auf Wiesen - bergauf und bergab. Und mit jedem Kilometer mehr, den wir gemeinsam machen, fühlen wir uns sicherer und sicherer miteinander. Ich genieße die Zeit auf Edda, das ist entschleunigte Zeit, die ich für mich ganz allein habe und die ich in vollen Zügen genießen kann - denn dazu braucht man keine Radsportlerin sein!

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Eine andere Art des "Lastenrades"

Geschrieben am 07.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Ich überlegte schon seit einiger Zeit, mir ein Hochbeet auf meinen Balkon zu stellen und darin frische Kräuter anzupflanzen. Als ich darüber mit Freunden sprach waren sie begeistert von der Idee, aber... sie fanden die Idee verrückt, dass ich das doch auch mit meinem Rad bewerkstelligen könnte. Daher wurde mir wohl auch mehrfach angeboten, dass sie mir das Paket ja auch mit dem Auto nach Hause bringen könnten. Lieb gemeint, aber das wollte ich einfach nicht! Denn nun, wo ich schon am Stadtradeln unter verschärften Bedingungen teilnehme, möchte ich auch komplett auf das Auto verzichten und mich auch nicht beliefern lassen - auch wenn das Angebot ehrlich gesagt schon ein wenig verlockend war.

Während der ersten radintensiven Woche habe ich bei meinen Touren überlegt, wie ich das Projekt stemmen kann. Wie groß ist das Paket? Oder ist das Hochbeet wohlmöglich schon aufgebaut? Brauche ich ein Lastenrad? Hat jemand einen Fahrradanhänger? Fahrradanhänger? Hey, mein Freund hat doch einen auf dem Dachboden! Den kann ich dafür doch sicherlich super nutzen, dann wird das alles "ganz easy", Paket hinten rein und ab geht die "wilde Fahrt" vom Baumarkt nach Hause. Beim Fahren müsste ich nur drauf achten, dass ich damit ein wenig "breiter" bin als nur mit dem Stadtrad und dass das Gespann in den Kurven mehr Platz braucht. Na das sollte ich doch schaffen!

Ja, aber leider konnten wir den Anhänger nicht an meinem Stadtrad anbauen, da dies einfach nicht den neusten Standards entspricht. Also musste eine neue Idee her: Wie lang, breit und hoch ist das Paket denn? Mist, auf der Internetseite findet sich keine Angabe dazu! Wie breit ist eigentlich mein Fahrradkorb? Na, mein Fahrradkorb ist knapp 60cm breit, das Paket müsste knapp 80 cm lang sein, da das Hochbeet 80 cm lang sein soll und auch 80 cm hoch. Vielleicht kann ich es quer auf den Gepäckträger spannen, Expander hat mein Freund ja auch. Also Fahrradkorb runter und auf gut Glück am Freitag in den Baumarkt, Paket suchen und nach Augenmaß handeln: Das sollte funktionieren!

Am Fahrrad habe ich das Paket ohne große Probleme auf meinem Gepäckträger befestigen können - das Paket mittig ausgerichtet auf den Gepäckträger, zwei lange Expander zur Stabilisierung des Pakets in der Länge und je zwei kurze über Kreuz, um das Ganze stabil am Gepäckträger zu befestigen. Da es auch nicht all zu schwer war, konnte mein Stadtrad sogar von allein das Gleichgewicht halten - oder ist mein Stadtrad doch ein kleines Lastenrad?!? So ging es dann über den Bergwerkswald rüber nach Kleinlinden - möglichst auf den verkehrsarmen Wegen, damit ich mich und andere Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr bringe mit meiner Aktion. Zu Hause angekommen musste das Hochbeet natürlich direkt aufgebaut werden - und dank eines kurzen Haltes beim (Vorsicht unbezahlte Werbung) Cafe Geißner vor dem Baumarktbesuch konnte ich auch noch Kuchen und Kaffee nach der Arbeit genießen - dank meines Rucksacks.

Am Samstag wurde der Fahrradkorb wieder montiert und es ging in den Fachhandel, um das Hochbeet mit den gewünschten Kräutern Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei bepflanzen zu können. Alles in den Fahrradkorb gestellt und wieder nach Kleinlinden. Dank des Rades konnte ich sehr entspannt in Eingangsnähe "parken" und muss nicht lange nach einem Parkplatz suchen - was sich zur Zeit in Baumärkten und Pflanzen-Fachhandeln sehr schwierig gestalten kann! Zu Hause wurden die Kräuter gleich eingepflanzt - Blumenerde war noch daheim - zu Fuß vom nahegelegenen Einkaufsmarkt geholt.

Kleine Anekdote zur Fahrradständersuche auf dem Baumarktparkplatz: Vor mir fuhr ein PKW mit Anhänger, anscheinend nach der Ausfahrt oder aber auch einem Parkplatz Ausschau haltend. Nichts ahnend fuhr ich hinter dem PKW hinterher, erspähte den Fahrradständer in der Nähe des Eingangs und wollte dorthin fahren - wohlbemerkt der PKW mit Anhänger immer noch vor mir! Und der hielt ebenso auf den Fahrradständer zu - warum auch immer, denn es war ja nicht zu übersehen, dass das kein Fahrrad war. Und auf einmal bremste er ab und hielt an - direkt vor dem Fahrradständer. Ich wich auf die Beifahrerseite neben den Anhänger aus, um an dem Auto vorbei zu kommen und mein Fahrrad abstellen zu können - da ging auf einmal die Beifahrertür auf - Vollbremsung - Schock bei allen drei Beteiligten - wechselnde Worte, dass das kein Parkplatz für PKW ist - meckern über die Parkplatzsuche mit Anhänger - getrennte Wege! Bitte liebe Autofahrer, auch wir Radfahrer nehmen am Straßenverkehr teil und suchen einen Baumarkt auf! Aber an dieser Stelle möchte ich eigentlich lieber ein riesen Dank an meine Bremsen aussprechen!

Projekt gestemmt und mein Balkon noch schöner gestaltet, um nach den nächsten Fahrradtouren darauf zu entspannen.

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Die erste Arbeitswoche

Geschrieben am 07.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Zusammenfassend vorweg: Trotz der Arbeit habe ich es geschafft, mich danach auf eins meiner Fahrräder zu setzen und die Gegend um Gießen herum zu erkunden.

So verschlug es mich am Montag nach Weilburg, wo ich mir mit meinem Gravelbike das Schloss aus der Nähe anschauen konnte und den Lahnradweg auch mal hinter Oberbiel kennen lernen wollte.
Am Dienstag fuhr ich nach der Arbeit mit einer Kollegin und unseren Stadträdern zum Eis essen nach Wetzlar - das hatten wir im vergangenen Jahr im Rahmen des Stadtradelns schon gemacht, für gut befunden und bedurfte daher definitiv einer Wiederholung in diesem Jahr beim Stadtradeln.
Am Mittwoch war ich zu Geburtstagskuchen und Kaffee im Schöffengrund eingeladen. Bisher hat mich das Geburtstagskind immer mit dem Auto aus Kleinlinden abgeholt und abends wieder heim gebracht, damit ich dabei sein konnte. Aber dieses Jahr musste das Auto Satdtradelnbedingt ja stehen bleiben und ich mir einen anderen Weg überlegen, in den Schöffengrund zu kommen und meiner Freundin an ihrem Geburtstag eine Freude zu machen. Also ab aufs Gravelbike, neue Wege erkunden und im Schöffengrund ankommen! Im Anschluss an den wahnsinnig leckeren Kuchen erkundete ich noch das Solmstal, um dann über den bekannten Lahnradweg zurück nach Gießen zu kehren.
Und am Donnerstag verschlug es mich nach Bad Endbach über den Salzböderadweg, welcher mir schon von mehreren Mitmenschen wärmstens empfohlen worden war.

Insgesamt kamen dabei eine Menge Kilometer zusammen, aber auch - und das war mir viel wichtiger - ganz viel Zeit zum Abschalten und Natur und Stille genießen. Für den nächsten Tag hatte ich mir bei meinen Radtouren schon was ganz anderes überlegt - dazu mehr in einem separaten Beitrag!

Bitte das gedrehte Bild entschuldigen, mein PC, das Tool und ich harmonieren anscheinend nicht miteinander

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Eintrag am 06.06.2021

Geschrieben am 06.06.2021 von Johannes Pfeffer
Team: Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
Kommune: Gießen

Nach neun Tagen Stadtradeln habe ich bereits 105 km mit dem Rad zurückgelegt. Diese Woche wurde das Römische Forum in Waldgirmes mit dem Rad besichtigt und ein Ausflug an die Lahnaue am Dutenhofener See folgte am Tag darauf. Das Wetter hat zum Fahrrad fahren eingeladen und viele Gießener aufs Rad gebracht. Hoffentlich hält es sich auch nächste Woche. Auch nach neun Tagen bleibe ich, selbstverständlich ohne Auto, motiviert.

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Stadtradeln ja, aber...

Bild Geschrieben am 05.06.2021 von Darwin Walter
Team: Die PARTEI
Kommune: Gießen

In den Biergarten geht's zu Fuß. Zwinkersmiley!

Don't drink n drive.

Viel Spaß genießt die Sonne und unterstützt unsere Wirtschaft(en)

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Die erste Woche

Geschrieben am 04.06.2021 von Alexander Wright
Team: Bündnis 90/Die Grünen - Team Alex
Kommune: Gießen

Die erste Woche lief sehr gut. Das Wetter war herrlich, was das Radfahren viel angenehmer macht. Allerdings muss ich sagen, dass ich selten wirklich nass werde und das, obwohl ich das ganze Jahr über Fahrrad fahre.

Die Strecke zwischen meiner Arbeitsstelle in Wetzlar und Gießen ist derzeit wunderschön. Man kann beobachten, wie Störche ihren Nachwuchs großziehen (in Lahnau), Kühe grasen, Hühner im freien rum laufen und Menschen auf der Lahn rudern. All das entspannt den Kopf und man kommt mit guten Gedanken an sein Ziel.

Ich habe mir für die drei Wochen vorgenommen, auch zu schauen, wo es zwickt und wo man ggf. schon aus Gewohnheit anders fährt, damit man nicht in komische Situationen kommt. Darum bin ich diese Woche ganz bewusst auch auf Hauptstraßen Fahrrad gefahren. Was mir auffällt: Die Fahrradstrecken hier sind immer die schnellsten, da man keine Umwege fahren muss. Es sind aber auch die mit dem höchsten Stress-Level. Oft weil der Fahrradweg einem Flickenteppich gleicht. Da wechseln sich dann gute Abschnitte mit Wegen ab, wo man als Radfahrer nicht weiß, wie es weitergehen soll.

Zum Beispiel am Schiffenberger Weg:
Wenn man dort Richtung Pohlheim unterwegs ist, wird man vor der Volksbank feststellen, dass man sich dort vorne aufstellen darf und sich dort sogar eine Fahrradampel befindet, die Radfahrer*innen früher Grün gibt.

Überquert man bei Grün allerdings die Ampel, dann hört der Fahrradweg plötzlich auf und man befindet sich auf eine zweispurigen Straße in Richtung Autobahn- Hier wurde die Strecke nicht zu Ende gedacht, was schade ist und mir leider öfter in Gießen begegnet.

KM-Stand : 97 Kilometer
Laune: Sehr Gut!
Nass geworden: 0
Sonnenbrand: 0
Unfälle: 0

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92km und einen Sonnenbrand später...

Geschrieben am 04.06.2021 von Iris Hartings
Team: Schiffenberger Zwerge
Kommune: Gießen

Erfahrung Nummer eins: Meine Regenhose ist nicht dicht. Ich brauche eine neue.
Erfahrung Nummer zwei: Immer Sonnencreme dabei haben. Denn in der Mittagszeit vom Markt-Einkauf zurückfahren und im Anschluss die Kinder aus dem Kindergarten abholen, kann schon sehr sonnig werden.
Erfahrung Nummer drei: Andere in meinem Stadtradeln-Team fahren ein Vielfaches von dem, was ich an km zurücklege. Ich bin zufrieden mit einem soliden dritten Platz.
Erfahrung Nummer vier: einmal um das Gebiet der Gesamtkirchengemeinde Gießen Nord herumradeln dauert lange - und macht Spaß. Vor allem mit netten Leuten.

Alles in allem - normaler Alltag mit noch ein bisschen mehr Radfahren. Macht Spaß. Freue mich auf die nächsten zwei Wochen.

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Das Stadtradeln beginnt - Das erste Wochenende

Geschrieben am 01.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Das Wochenende kam nach der Presseveranstaltung schneller als gedacht, die ersten Touren für das Wochenende wurden geplant. Die erste Tour am Samstag sollte in Begleitung meines Freundes zu einer besonderen Sonnenuhr gehen, die zweite Tour dann allein über einige Sehenswürdigkeiten nach Grünberg, um dort genüsslich am Marktplatz ein Stück Kuchen zu genießen.

Die Tour am Samstag
Besondere Sonnenuhr? Was das bedeutet? Ganz einfach: Auf dem Knoten (bei Arborn im Lahn-Dill-Kreis) wurde aus einer Windkraftanlage eine riesige Sonnenuhr der anderen Art geschaffen. Der Turm der Windkraftanlage wird als Zeiger genutzt (Bild 1) und zudem kann man von dort aus auch noch unglaublich weit in Richtung Taunus und Siegerland schauen. Alles auf einen Blick sozusagen!
Warum man von Gießen bis nach Mengerskirchen radelt? Nur für eine Sonnenuhr? Nun ja, das Auto darf ich ja nicht benutzen :)
Die Idee stammte ehrlich gesagt von meiner Begleitung. Mir erschien die Tour doch sehr weit - habe ich erst seit Januar mein Gravelbike und noch nie so lange auf dem Rad gesessen. Aber zur Not darf ich ja noch mit dem Zug nach Hause fahren, wenn ich es wirklich nicht zurück nach Gießen schaffe. Also ab aufs Rad und los ging´s.
Bei so einer Radtour kann man unterwegs so wahnsinnig viel wahrnehmen und die Natur in vollen Zügen genießen. Für all die unglaublichen Aussichten, Erlebnisse (Bilder 2 und 3) und auch für die Abfahrt über den Ulmtalradweg - mit einer spontanen Vollbremsung (Bild 4) hat sich diese Tour mehr als gelohnt.
Ich habe die komplette Tour im Übrigen gemeistert

Die Tour am Sonntag
Am Sonntag hieß es eine "gemütliche" Runde allein durch das Gießener Umland - Wetter genießen und das angepriesene Café in der Nähe des Marktplatzes in Grünberg testen - gehören Kaffee und Kuchen doch einfach zu einer guten Wochenend-Tour!
So ging es über den Lahn-Limes-Radweg Richtung Lich, von Lich weiter über den R6 weiter nach Grünberg und von Grünberg über den R7 wieder zurück nach Gießen. Die Tour kann ich sehr empfehlen, jedoch sollte man die Höhenmeter bei Leihgestern nicht unterschätzen - dafür wird man, wenn man oben ist mit einem geschichtsträchtigen Denkmal der Römer belohnt (Bild 5) und einer wunderschönen Aussicht (Bilder 6 und 7).

Fazit der ersten beiden Stadtradel-Tage
Auch wenn ich kein eigenes Auto besitze so habe ich an dem Wochenende gelernt, wie viel man mit dem Fahrrad erleben kann und was der eigene Körper schaffen kann! Es gehört manchmal ein wenig Mut dazu, sich eine lange Fahrradtour zuzutrauen - aber wenn man es nicht einfach macht, wird man nie herausfinden, ob man es geschafft hätte.

Und damit wünsche ich allen Stadtradlern, die das lesen, weiterhin viel Spaß beim Radeln, Erkunden, Genießen und Kuchen essen

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Kein Auto, kein Problem

Geschrieben am 01.06.2021 von Darwin Walter
Team: Die PARTEI
Kommune: Gießen

Just zu Beginn des Stadtradelns ging unser Kühlschrank in die Brüche. Durch das tolle Projekt "Das Allrad" aber überhaupt kein Thema. Dieses tolle Projekt stellt auf Spendenbasis Lastenräder verschiedener Ausführungen zur Verfügung.
Einfach anmelden, Termin buchen und mit der zuständigen Person einen Termin zum Abholen ausmachen. Spanngurte und Schloss wird ebenfalls gestellt.

Vielen Dank an
Das AllRadTeam.

Zum registrieren einfach auf
dasallrad.org

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Eintrag am 30.05.2021

Geschrieben am 31.05.2021 von Johannes Pfeffer
Team: Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
Kommune: Gießen

Das Stadtradeln Gießen läuft seit Samstag, dem 29. Mai und ich habe bereits 50 km mit dem Fahrrad zurückgelegt. Am Samstag eine Tour von Gießen nach Wetzlar und Sonntag einen Ausflug nach Wißmar, an den wunderschönen Wißmarer See. Zum Glück hat das Wetter am Wochenende mitgespielt und mir einen guten Start in das Stadtradeln Gießen ermöglicht. Ich bin in das Stadtradeln motiviert eingestiegen und bleibe gespannt, wie viele Kilometer ich in der kommenden Woche sammeln werde, wenn Arbeitsaufträge, Abgabefristen und der Job den Wochenalltag bestimmen werden. Nach 2 Tagen bleibe ich, auch ohne Auto, motiviert.

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