STADTRADELN-Star Blog: Peine im Landkreis Peine


last but not least - letzter Wochenrückblick von Swantje und Hannah

Bild Geschrieben am 30.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Hannah: Swantje! Die Woche ist schon wieder rum! Wie schnell ist denn bitte die Zeit vergangen?!
Bist du diese Woche auch mal nass geworden? So wettertechnisch war es die "schlimmste" Woche, fand ich...

Swantje : das ist echt verrückt, ich war oft zu Regenzeiten unterwegs, aber bis auf gestern Abend bin ich nie nass geworden. Und da habe ich die Regenhose auch nur gebraucht, weil die Wege noch so nass waren. Es hatte unmittelbar vor meinem Aufbruch nach Hause nochmal so richtig gegossen.
Jetzt wo das Stadtradeln vorbei ist, wird das Wetter gut. Irgendwie schade, aber bei Sonne kann ja jede*r radeln. Die Challenge ist so ja viel herausfordernder gewesen.
Heute fragte mich jemand : 'und Swantje, wie lange musst du noch radeln?' Als wenn das ein Muss wäre.
Ich glaube, das Stadtradeln bringt mich dazu, das Auto in Zukunft noch mehr stehen zu lassen.
Und du? Freust du dich wieder aufs Autofahren?

Hannah: ich bin heute nochmal so richtig nass geworden. Anfang der Woche ja schonmal... Und jetzt heute Abend kurz vor der Zielgeraden nochmal so richtig. Also meine Jacke und meine Schuhe tropften als ich in Klein Lafferde ankam. Ich war dort mit zwei Freundinnen (zwei sind schon durchgeimpft) verabredet zum kochen und schnacken und die 9km habe ich noch mitgenommen. Aber auch eben mit Starkregen und Hagel und Blitz und Donner... Dabei sind mir zwei Fragen durch den Kopf gegangen:
Meinst du, dass Hagelkörner auf dem Rücken auch als Massage gelten?
Und wenn ich auf dem Rad unterwegs bin und ein Blitz einschlägt, schützen meine Reifen mich so wie beim Auto?

Ich muss sagen, nach der Aktion bin ich sehr froh wieder mein Auto zu haben. Aber ich bin ganz deiner Meinung. Das Stadtradeln hat mir vor Augen geführt, dass ich in Zukunft einfach mehr Strecken mit dem Rad fahren möchte, wenn mein Arbeitstag das erlaubt. Ich merke, dass ich gerne damit unterwegs bin und es nicht mehr nur als Freizeitaktivität nutzen möchte. Aber zu 100% aufs Auto verzichten geht nicht. Dafür habe ich einfach keinen Bürojob, sondern bin viel unterwegs...

Mir ist gestern auch aufgefallen, dass auf meinem Weg nicht überall Radwege neben der Straße waren. Das ist mir so noch nicht aufgefallen, aber es gibt auch hier im Landkreis Peine Straßen ohne Radweg! Wie machst du das dann mit Kind(ern)? Ich alleine fahre einfach ganz rechts und hoffe, dass überholende Autos genug Abstand einhalten. Tun sie leider nicht immer und das finde ich echt eine Frechheit!

Swantje: Du hast echt jeden Regen mitgenommen. Aber du musst das positiv sehen: Mairegen ist guter Regen und außerdem hast du mir doch selbst den Satz geschickt:
"Am Ende ist auch Regen ein Stück Himmel auf der Hand", oder eben auf dem Körper ;-) Dann kannst du Hagel sicher auch als Massage werten! Aber sicher wie im Auto bei Gewitter, bist du auf dem Fahrrad nicht. Gut, dass du das Unwetter heil überstanden hast!

Zu deiner Frage mit den Kindern auf befahrener Straße: das ist zum Glück noch nicht so oft vorgekommen. Die beiden Großen können damit ganz gut umgehen. Mit der kleinen Radfahranfängerin waren wir noch nicht auf solchen Strecken unterwegs. Wenn, dann fahren wir aber immer zu zweit, so dass ein Erwachsener vorne fährt und einer hinten, um den Kindern Sicherheit zu geben.

Hannah: ja, zum Ende hin schon. Da hat mich auch kurz jegliche Motivation verlassen...
Diesen Satz habe ich tatsächlich schon wieder verdrängt. Danke, dass du mir den nochmal in Erinnerung rufst! Es ändert die Perspektive und lenkt den Blick darauf, dass Gottes Schöpfung ganz wunderbar ist und vielfältig und wir Menschen nur ein ganz kleiner Teil darin...

Vielleicht wächst man da auf dem Dorf auch so rein, also fahren auf Straßen ohne Radweg..?!
Aber manchmal wünsche ich mir mehr Rücksicht von den Autofahrenden, denn diese eine Minute kann man auch mal länger brauchen und Abstand zu Radfahrenden einzuhalten ist machbar.

Swantje, sag mal... Bist du in den letzten Wochen mehr Rad gefahren als sonst? Und hat dein Rad das verkraftet?

Swantje : Nein, mehr Rad gefahren bin ich tatsächlich nicht. Das liegt aber in erster Linie daran, dass durch Corona viele Präsenztreffen ausgefallen sind.
Aber mein Rad hat wirklich schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. 25 Jahre begleitet es mich. Zur Konfirmation habe ich es damals bekommen. Und auch wenn mein Herz daran hängt, bin ich mittlerweile davon überzeugt, dass es langsam mal Zeit für ein Neues wird. Ich glaube, es würde mir das Radeln noch mehr versüßen. Neulich als wir zusammen unterwegs waren, da musste ich ganz schön rein treten, um mit dir auf deinem schicken neuen Fahrrad mitzuhalten. Das hat mir schon zu denken gegeben.

Und jetzt noch ein Blick nach vorne : Welche Strecken wirst du als nächstes mit dem Rad zurücklegen?

Hannah: Der Kauf eines neuen Fahrrads war auch sehr spontan, ich wollte mit einem Freund eine mehrtägige Radtour machen und brauchte dafür eins. Auf einer Messe bin ich dann Probe gefahren und wollte es nicht mehr hergeben. Vielleicht findest du ein passendes Rad in einem Fahhradladen in Peine - die haben auch das richtige Fahrrad für deine langen Beine ;-)
Bei meinem Rad ist jetzt bald auch mal eine gründliche Inspektion notwendig und ich muss ehrlich gestehen, ich könnte so vieles daran nicht selber reparieren. Das steht noch auf meiner To-Learn Liste :)
Meine nächste Strecke, einfach so und nicht mal eben nach Peine zur Arbeit, wird wohl nach Hannover gehen und vielleicht bald noch den Aller Radweg entlang, wenn es in den Kalender passt. So langsam sind meine Beine dafür wieder gewappnet! Vielleicht fahren wir ja auch mal eine Strecke zusammen?!

Mir hat das jedenfalls sehr viel Freude gemacht mit dir und allen anderen Radfahrenden Kilometer zu sammeln!
Und es hat mir gezeigt, dass man trotz innerem Schweinehund (fast) alles mit dem Fahrrad schaffen kann!

(Fotos von Niklas Arndt, Hannah Stolzenburg)

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Wocheneinkauf Nachtrag von Hannah

Bild Geschrieben am 26.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Auch ich habe es gewagt und einen Wocheneinkauf gemacht! Naja, wenn ich ehrlich bin, war es ein Wochenend-Einkauf, aber dafür für mehr als nur 2 Personen. Meine Schwester war mit ihrem Freund zu Besuch, hat quesi Kurzurlaub in Peine gemacht und die Stadt hat sich von der besten Seite gezeigt: Mit Regen und Sturm. Aber zurück zum Thema:
Am Freitagnachmittag haben wir zu Zweit für das Wochenende eingekauft. Ich besitze zwar zwei Fahrradtaschen, die eine lag jedoch in meiner Wohung in Peine, ich war aber schon in Klein Ilsede. Also musste eine Fahrradtasche reichen und ein Rucksack.
Erster Stop im Supermarkt: Der Einkaufswagen war so halb gefüllt. Kein Problem! Oder...?
In die Fahrradtasche hat nicht alles gepasst. Denn alles strategisch gut zu stapeln und geschickt zu packen, war nicht einfach. Ich wollte aber auch den Salat heile nach Hause bringen! Ein Teil des Einkaufs wanderte in den Rucksack. Eine Person Fahrradtasche, eine Person Rucksack - denn geteilte Last ist halbe Last!

Da wir leider nicht alles bekommen haben, war ein zweiter Stop beim anderen Supermarkt notwendig. Kurz eine Person reingeflitzt und die andere Person hat draußen den Einkauf bewacht. Mit einer kleinen Eskalation im Supermarkt ( damit meine ich unnötigen Krams kaufen) wurde das Heimbringen der eingekauften Lebensmittel zu einer Herausforderung! Denn die Fahrradtasche war voll und ging kaum noch zu. Der Rucksack auch, naja. Dann mussten die Kräuterbaguettes halt außen an den Rucksack rangebastelt werden und nochmal umgestapelt werden. Kreativität ist Trumpf auf einem Freitagnachmittag und der Heimweg zum Glück nicht so lang.

Wer sich erinnert, am Freitag war der Wind nicht ohne. Mit einer Fahrradtasche auf der einen Seite, die gute 7kg wiegt, kann so eine Böe das Fahrrad durchaus vom Kurs abbringen. Aber keine Panik. Den Krimi haben alle überlegt, die zwei Radelnden sowie die Lebensmittel!

Aber jetzt mal im Ernst...
Wie macht man das am Besten?!
Kleinere Einkäufe und dann nur in eine Tasche, oder einen großen Einkauf und dafür auf zwei Taschen? Rucksack voll beladen? Aber auf dem Rücken und dann radeln, das ist doch auch eine eher uncoole Lösung...
Die beste Lösung habe ich jedenfalls noch nicht gefunden... Aber festgestellt, dass Fahrradtaschen gar nicht so viel Platz haben, wie man immer denkt...

(Fotos von Hannah Stolzenburg)

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Regen, Hagel und meine Regenhose...

Bild Geschrieben am 26.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Ein normaler Bürotag. Ich sitze im Büro um viele Dinge abzuarbeiten.
Es regnet. Es stürmt. Es donnert.
Aber ich sitze ja im Warmen und freue mich über das Spektakel.

Ich mache Feierabend. In Peine zieht es sich zu.
Ich schwinge mich flott auf's Rad und fahre los Richtung Klein Ilsede.
Am Mittellandkanal angekommen und noch nicht nass, freue ich mich,
denn - so dachte ich - bildet der Mittellandkanal eine Wetterbarriere und es regnet nicht auf beiden Seiten. Auf der Peiner Seite sehe ich in kleiner Entfernung wie der Regen sich in Schleiern nach unten zieht.
Yessss, geschafft!
Bei der Ilseder Mühle angekommen werde ich eines besseren belehrt. Es fängt an zu tröpfeln, zu regnen, zu hageln und als ich angekommen bin, ist meine Hose klatschnass und ich ein Eiszapfen.
Da hilft nur schnell alles ausziehen und kuschelige Klamotten anziehen! Denn immerhin habe ich das gelernt, nasse Klamotten sollte man schnellstmöglich ausziehen um nicht auszukühlen...

Ob ich es in den nächsten Tagen noch lerne einfach meine Regenhose anzuziehen, bevor es angefangen hat zu regnen?
Die habe ich nämlich in Peine schön in meiner Tasche vergraben, weil ich dachte ich schaffe es. Vielleicht war es auch der Ehrgeiz, der mich packte... Jedenfalls hat sie es trocken nach Hause geschafft.

(Foto von Hannah Stolzenburg)

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Zwischenbilanz der zweiten Woche auf der Bank von Swantje und Hannah

Bild Geschrieben am 21.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Swantje: Mensch Hannah, wie sieht es aus? Bist du diese Woche noch nass geworden? Es hat ja doch einige Male geregnet…

Hannah: Ja, bin ich tatsächlich. Ich fürchte das Glück hat mich dann doch das eine Mal oder vielleicht auch zwei Male verlassen. Mittwochabend musste ich nach der Sitzung vom Kirchenkreisjugendkonvent wieder nach Hause fahren. Die Ehrenamtlichen haben noch Glück gehabt, die konnten fix in ihr Auto springen oder wurden abgeholt. Nur mein Fahrrad blieb übrig. Und weißt du was? Natürlich hatte ich an dem Abend mal keine Regenjacke dabei und meine Regenhose lag ganz unten in der Tasche… Ich war ehrlich gesagt zu faul alles auszupacken und bin so losgefahren. Ende vom Lied: Bin klatschnass geworden.

Swantje: Und? War nicht so schlimm, oder? Eine heiße Dusche und trockene Klamotten lassen die Nässe doch schnell vergessen!
Ich habe diese Woche Glück gehabt, bin dem Regen immer davon gefahren… Ich war Mittwoch vor dir unterwegs. Auf dem Bild kannst du deine Regenwolken sehen. ;-) (Bild unten zu sehen)

Hannah: Ja, so eine Jogginghose vollbringt wahre Wunder!
Ich habe ja auch mehrere Male die Wolken am Horizont gesehen, aber sie waren sonst auch immer weit weg. Wie lief es denn mit deinem Einkauf? Musstest du nach dem Montag nochmal einkaufen?

Swantje: Eigentlich nicht, habe nur auf dem Weg mal angehalten und Kleinigkeiten besorgt, die aber in den Fahrradkorb passten. Wobei nee… Mittwoch wollte ich einkaufen gehen, aber als ich in Groß Ilsede vor dem Supermarkt stand, war Stromausfall und ich bin unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren. Und du? Hungerst du oder hast du auch inzwischen einen Wocheneinkauf gemacht?

Hannah: Ich hungere nicht, ich habe viel Unterstützung von meinem Freund bekommen. Aber Kleinigkeiten habe ich auch auf dem Weg mal eingekauft.

Swantje: Wie, dein Freund fährt dann einfach für dich mit dem Auto einkaufen oder was meinst du damit?

Hannah: Ein klares Jein. Also einmal hat er einfach das, was bei ihm im Kühlschrank war, mitgebracht und gekocht. Das andere Mal hat er auf dem Weg eine Pizza eingesammelt. Das natürlich mit dem Auto. Generell fahren wir sonst aber zusammen einkaufen, dann auch mit dem Rad.
Heute zum Beispiel müssen wir noch einkaufen und das werden wir beide mit dem Rad erledigen.

Swantje: Na dann poste später mal ein Bild wie ihr euren Einkauf sicher nach Hause bringt!
So, nach Woche zwei: Hast du dein Auto schon vermisst?

Hannah: Immer wenn ich ins Büro fahre und es da einsam stehen sehe. Nein Spaß beiseite, ehrlich gesagt vermisse ich es mal eben schnell zu einem Termin zu fahren und schnell wieder zurück. Das geht mit dem Fahrrad einfach nicht. Oder mal eben nach Schmedenstedt fahren und an unserer Materialstelle was abholen. Ins Auto packen, zum Termin mitnehmen und wieder wegbringen ist mit dem Auto einfacher. So habe ich das halbe Spiel nur mitgenommen und in meine Fahrradtasche gepackt. Meine Logistik und Planung muss sich dafür verändern, machbar, aber auch erstmal ungewohnt.
Und du? Hast du das Auto vermisst?

Swantje: Auto? Nein. Wobei ich heute gerne meine Tochter zum Pfingstlager fahren würde, so übernimmt das mein Mann. Ich hatte kurz überlegt, ob ich sie mit Fahrrad und Anhänger die 12km bringe, aber das schaffen wir zeitlich einfach nicht.

Hannah: Also gibt es schon auch Momente, in denen man ein Auto braucht. Besonders auf dem Land. In der Stadt habe ich das überhaupt nicht vermisst, aber hier ist das schon hilfreich.

(Fotos von Niklas Arndt, Swantje Weißmann)

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Mal eben zu einem Termin...

Geschrieben am 18.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Heute musste ich zum Konfirmand*innenunterricht nach Dungelbeck. Eigentlich kein Problem, wenn da nicht der Zeitdruck wäre. Ich habe mich etwas verschätzt mit der Zeit, die ich mit dem Fahrrad benötige...
Pünktlich angekommen bin ich, pünktich zu meinem Folgetermin danach nur mit Abstrichen. Zum Glück habe ich tolle Ehrenamtliche, die es mir verziehen haben!

Auf dem Weg kamen auch wieder einige dunkle Wolken auf und ein paar Tropfen haben meine Jacke gestreift. Der fette Regen blieb aber zum Glück aus. Hab' ich mal wieder Schwein gehabt!

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Und Hannah?!

Bild Geschrieben am 18.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Hannah:
Am Samstag musste ich noch schnell was einkaufen. Schnell. Naja. Mit dem Fahrrad losgedüst und der Himmel zeigte sich in so vielen Farben, eher dunkleren und grummelte vor sich hin. Meine Motivation war quasi nicht vorhanden, aber nun los - mit dem Auto war keine Option und Freund losschicken und zu Hause bleiben auch nicht...

Einen Wocheneinkauf habe ich bzw. haben wir nicht gemacht. Nur das Nötigste und schnell wieder zurück. Das Glück schien auf unserer Seite zu sein, denn es regnete erst, als wir wieder zu Hause waren.

Ob das Wetter mir nochmal einen Strich durch meine Planungen macht?

(Foto von Hannah Stolzenburg)

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Swantjes Wocheneinkauf

Bild Geschrieben am 18.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Swantje:
Montagmorgen 10 Uhr: Wocheneinkauf für die Familie erledigt. Nachdem ich die Mittlere mit dem Rad an der Schule abgeliefert habe bin ich mit dem Fahrradanhänger weiter zum Supermarkt gefahren. 100€ weniger auf dem Konto, dafür aber um eine Wochenration Lebensmittel reicher, strampelte ich mich mit schwerem Hänger nach Hause. Wenn ich dann so vollbepackt über das Feld schleiche und dabei von einem flotten E-Bike Fahrer überholt werde, dann bin ich schon etwas neidisch auf die elektronische Unterstützung – zumindest manchmal.

(Foto von Swantje Weißmann)

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Rückblick auf die erste Woche - Dialoggespräch von Swantje und mir

Bild Geschrieben am 14.05.2021 von Hannah Stolzenburg
Team: Kirchen Stadt Peine
Kommune: Peine im Landkreis Peine

Swantje: Hallo Hannah, na, wie war deine erste Woche ohne Auto?

Hannah: Moin Swantje! Die erste Woche war schon etwas komisch... Ich hätte fast mein Auto genommen und wäre losgedüst, wobei eigentlich auch nicht, weil es bei meinem Arbeitsplatz steht, aber ich wollte… Mein Kopf hatte das irgendwie noch nicht so auf'm Schirm...
Und bei dir?

Swantje: Bei mir war es eigentlich wie immer. Durch Corona haben wir ja alle nicht mehr so viele Präsenztermine, so dass ich nur zwei Mal mit dem Rad nach Peine musste. Einkaufen und Kinder zur Schule und Kita bringen, mache ich ja sowieso meistens mit dem Rad und Anhänger.
Irgendwie hätte ich aber gerne auch noch mehr mit dem Rad erledigt. War aber nicht nötig... Macht dir der Regen was aus?

Hannah: Ja, das stimmt. Ich bin auch nur ins Büro gefahren und habe kleinere Strecken zurückgelegt. Große Strecken noch nicht. Ich muss ehrlich gestehen, Regen ist nicht mein Favorite... Aber ich habe mir gestern bei dem Nieselwetter einfach eine Regenjacke angezogen und ab sofort wohnt eine Regenhose in meiner Fahrradtasche. Damit sollte ich es schaffen... Bei starken Regen würde ich aber vermutlich doch am liebsten das Auto nehmen....

Swantje: Naja, das ist dann eben die Herausforderung als STAR;-)
Gestern auf dem Weg zur Schule war es auch total trüb. Habe aber am Rapsfeld ein schönes Foto gemacht.

Hannah: Ich habe auch eins gemacht, aber eher ein wehmütiges... von meinem Auto, dass sein Dasein auf einem Parkplatz fristet :-P
Diese Herausforderung wollte ich ja, aber ich hoffe wirklich, dass das Wetter besser wird oder wenigstens so bleibt, dass es nicht regnet, wenn ich Fahrrad fahren muss :-D
Du bist ja auch sowieso in Form, ich eher nicht.. ich merke richtig wie die zwei Radtouren am Wochenende meine Beine beansprucht haben. Die kleinen Touren in den letzten Tagen waren dagegen kein Problem :-P
Vielleicht wird es zum Ende hin auch besser?
Swantje: In Form würde ich das nicht nennen. Kurzstrecken, die viele Leute mit dem Auto zurücklegen, sind für mich normal. Größere Touren wären für mich körperlich sicher auch eine Herausforderung, sind aber familiär bedingt gerade nicht so möglich.

Hannah: Doch schon! Ich finde aber auch die kleineren Touren viel wichtiger, wenn ich so drüber nachdenke! Dann wird das Fahrrad als Fortbewegungsmittel genutzt und nicht das Auto. Der Blickwinkel ändert sich.
Und mit der Familie seid ihr ja auch am Wochenende mit dem Rad unterwegs, nur halt keine 30 oder mehr km...
War es schon immer so, dass du im Alltag Fahrrad gefahren bist?

Swantje: Wir nutzen als Familie das Rad hauptsächlich als Fortbewegungsmittel und nicht für Ausflüge. Sind mehr in unserem Garten, als unterwegs ;-)
Seitdem ich zu Hause ausgezogen bin, fahre ich Fahrrad. In der Fahrradstadt Freiburg war das super möglich und hier im Flachland ist das Auto für mich keine wirkliche Option. Klar, aus Bequemlichkeit, zum Transport oder wenn man längere Strecken zurücklegen möchte, greifen wir auch auf das Auto zurück.
Wir möchten unseren Kindern vorleben, dass das Fahrrad ganz selbstverständlich für Kurzstrecken genutzt wird.

Du hast noch keine Familie, denen du ein Vorbild sein kannst, was treibt dich an, aufs Fahrrad zu steigen? Was sind für dich die Vorteile am Fahrradfahren?

Hannah: Als Christin und Diakonin treibt mich an, dass ich mehr auf die wunderbare Schöpfung achten möchte. Mit dem Fahrrad fahren tue ich das und vielleicht bin ich so auch eine Inspiration für Andere, so wie du für deine Kinder und auch ganz vielen weiteren Menschen!
Die Vorteile für mich, wenn ich nicht schnell ins Büro muss, sind, dass ich viel mehr sehe, einfach anders unterwegs bin. Ich bin letztes Jahr mit dem Rad und einem Freund die Ems entlang geradelt. Das war so cool und wir haben so viel gesehen, was uns sonst niemals aufgefallen wäre. Das ist hier in Peine auch so! Ich sehe mit dem Rad viel mehr, kleine Fachwerkhäuser, Bäche und Flüsse, grüne Felder oder den Raps in voller Blüte! Ich bin viel bewusster unterwegs.
So auch am Wochenende, auch ich habe mit Freund*innen ein paar Punkte abgeradelt, Enten beobachtet, Weite genossen und die Sonne mir einen leichten Sonnenbrand verpassen lassen :)
Naja und ein Nebeneffekt der ganzen Geschichte ist, dass ich wieder sportlicher unterwegs bin und ganz ehrlich, es ist überhaupt nicht schlimm! Ob ich 5km zur Arbeit radel oder mit dem Auto fahre. Das ist ein Zeitunterschied von 5 min, die ich mit dem Rad länger brauche, aber dafür kommt man frisch im Büro an und hat jeden Tag 10km geradelt. Auch Kleinvieh macht Mist, sagt man doch so gerne. Und das gilt doch hier genauso!

Ich bin gespannt wie die nächste Woche wird… Wenn der Kühlschrank wieder leer ist und ich einkaufen muss. Wird das auch so einfach klappen…?
Und vielleicht schaffen wir noch eine Radtour zusammen, so wie auf dem Foto hier rechts? Vielleicht finden wir wieder eine fotogene Wildgans ;-)

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