STADTRADELN-Star Blog: Leer im Landkreis Leer


"Leer fährt Rad"

Geschrieben am 29.09.2021 von Gundela Fink-Trudrung
Team: ADFC Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Fazit nach 3 Wochen STADTRADELN: "Leer fährt Rad", dies haben alle Teilnehmer/innen mit dem jetzt feststehendem Ergebnis eindrucksvoll bewiesen, über RADar Meldungen abgegeben und damit Aufgaben an die Stadt Leer gegeben für eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur für Radler - hier ist großer Nachholbedarf vorhanden, seit Jahren steht leider das Auto im Fokus bei Baumaßnahmen. Radeln für ein gutes Klima, dies gilt es zu forcieren, dafür brauchen wir eine bessere Infrastruktur. Mit FaCit ist ein erster Schritt getan.
In einem Beitrag habe ich für meinen Arbeitsweg versucht aufzuzeigen, dass ich mit Rad bei einer Entfernung von ca. 7,5 km besser zur Arbeit komme, dass Fahrrad sogar im Vorteil ist. Abgastechnisch sowieso, Faktor Zeit und Entfernung habe ich im Vergleich am Donnerstag getestet und bin mit Auto (ich durfte nach den 21 Tagen ja wieder) die von google maps empfohlene Strecke gefahren. Habe sage und schreibe! 35 min benötigt!!! Da bin ich doch am Freitag gleich wieder mit dem Rad zur Arbeit los! Fahrzeit mit dem Rad 23 min!
Und ich bin nach den 21 Tagen als STADTRADELN-Star zu dem Ergebnis gekommen ja, es geht, ich kann größtenteils auf das Auto verzichten, und wenn es mal nicht anders geht - wir haben in Leer ja inzwischen auch Car-Sharing.
Und ich werde mir ein Lastenrad zulegen!

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STADTRADELN Tag 21

Bild Geschrieben am 23.09.2021 von Gundela Fink-Trudrung
Team: ADFC Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Zu Besuch bei Erna und Berta! Zwei Sattelschweinen.
Am letzten Tag des diesjährigen Stadtradelns nochmals einen Urlaubstag genutzt für eine ausgiebige Tagestour. Morgens um 8:00 Uhr starteten wir, Ziel war der NABU- Woldenhof in Wiegboldsbour. Ausgearbeitet und organisiert hatten diese Tour die ADFC-Tourenleiter Jutta, Waltraut und Johann, vielen Dank an euch!
Hin führte die Tour über Neermoor, Oldersum, Ems-Seiten-Kanal Richtung Uphusen, am Ems-Jade-Kanal dann über den 3-Meere-Weg zum Großen Meer und weiter zum Woldenhof. Hier wurden wir herzlich empfangen, der Woldenhof und das Projekt um den Hof wurde uns vorgestellt. Und köstlich bewirtet wurden wir auch mit Frikadellen vom Heckrind, Tuffels mit Quarkspeise und Salat. Einen Schokopuddding zum Nachtisch gab es auch noch.
Der NABU-Woldenhof betreut auch Projekte im Landkreis Leer, im Hesse-Park in Weener die Konik-Herde, in Coldam eine Konik- sowie Heckrinder Herde und im Thedingaer Vorwerk eine Heckrinder-Herde.
Nachdem Erna und Berta ausgiebig gestreichelt und gekrault worden sind (sie haben es hörbar genossen:) ging die Fahrt zurück zum Großen Meer, mit der Kurbelfähre über den Loppersumer Kanal gesetzt, weiter über Loppersum und Hinte nach Emden. Über den Emder Wall, Kesselschleuse Richtung Borssum, dann am Kanal zurück nach Oldersum. Da wir noch Lust hatten zum Radfahren nahmen wir noch einen Abstecher über Tergast nach Neermoor und dann ging es zurück nach Leer. Ein schöner, mit vielen Eindrücken und Informationen gespickter Radfahrtag!
www.nabu-woldenhof.de

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STADTRADELN Tag 17-20

Bild Geschrieben am 23.09.2021 von Gundela Fink-Trudrung
Team: ADFC Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Der Alltag hat mich wieder im Griff. Nach dem Urlaub mussten die Vorräte erstmal wieder aufgefüllt werden, los mit Rad und Hänger. Da geht schon eine Menge mit, zugelassen ist mein Hänger für 29 kg, den Weihnachtsbaum hat er auch schon heile nach Hause gebracht. Am Samstag Wochenmarkt, nachmittags die ADFC-geführte Feierabendtour mitgefahren, wir waren u.a. zu Besuch bei den Alpakas in Rhauderfehn. Eine schöne Strecke hatten unsere Tourenleiterinnen Meike und Renate ausgearbeitet. Danke dafür.
Doch leider gab es einen Sturz bei dieser Tour. Bei einem Schotterweg war der Rasenkantsein überwachsen und nicht mehr zu sehen. Eine Radlerin kam mit ihrem Vorderrad gegen die nicht sichtbare Kante und stürzte! Gott sei Dank verlief der Sturz glimpflich. Wege müssen gepflegt werden, Lichtraumprofile freigehalten werden. Hier denke ich in Leer an den Karkpad, der vor noch gar nicht langer Zeit neugestaltet wurde. Auch hier wachsen teilweise die Ränder schon zu, Gras breitet sich über das Pflaster aus, wo nicht regelmäßig Räder rüberfahren.
Sonntag dann eine Nachmittagstour zum Entlastungspolder im Holter Hammrich, dieser dient dem Hochwasserschutz ebenso wie dem Naturschutz. Den Polder kann man mit dem Rad umrunden, es gibt Beobachtungsplätze und Informationstafeln. Absolut empfehlenswert für eine Radtour im Nahbereich von Leer.
Einer meiner Lieblingsplätze in Leer ist der Ledadeich in Höhe der Evenburg, dorthin mache ich manchmal einen kleinen Abstecher nach Feierabend, der Blick über das Wasser zum anderen Ufer läßt einen abschalten, der kleine Rundweg beim Meierhof vorbei zum Deich und zurück über die Fährstraße läßt sich gut auf dem Nachhauseweg mit dem Rad einbauen.

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Zum Abschluss

Geschrieben am 21.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Drei Wochen Stadtradeln sind im Fluge vergangen – kaum, dass es begonnen hatte ist es schon wieder Geschichte. Zeit für eine kurze Bilanz.

Das Wichtigste zuerst: Von Unfällen und Pannen blieb ich zum Glück verschont. Und drei Wochen Verzicht auf das Auto waren gut zu verkraften. Zum Einkauf habe ich natürlich das Rad genutzt, wobei ich Getränkekisten etc. vorher gebunkert hatte.

Auch das Wetter hat beim Stadtradeln 2021 außerordentlich gut mitgespielt. Im Schnitt war es etwas wärmer, als zu den vergangenen Wettbewerben. Insbesondere gab es nur wenig Regen und unter den einzelnen Schauern konnte man zumeist unterdurch radeln. Auch der Wind wehte meistens nur schwach. Das geht im September auch anders. Wer erinnert sich noch an das Stadtradeln 2017, als wir viele Regentage hatten und sogar von einem Sturmtief heimgesucht wurden?

Unter diesen nahezu idealen Bedingungen konnte ich 58 Radtouren fahren und saß dabei insgesamt 173:05 Stunden im Sattel für 3.208 km. Das sind im Schnitt mehr als acht Stunden pro Tag – wenn man nicht zu den Schnellsten gehört, braucht es eben seine Zeit um das jeweilige Ziel zu erreichen.

Und auch für unsere Stadt sieht es derzeit gut aus im Ranking der Stadtradel-Kommunen. Ich bin mir sicher, dass wir in der Kategorie der Städte bis 50.000 Einwohner am Ende wieder einen der ersten drei Plätze belegen werden – ein ganz toller Erfolg!

Unterwegs hatte ich viele Begegnungen mit anderen Stadtradlern, von jung bis alt und in Gruppen unterwegs oder als ambitionierter Einzelfahrer. Alle hatten sie Eines gemeinsam: Die Liebe zum Radeln.

Bei den vielen schönen Touren hat sich wieder einmal bestätigt, dass Ostfriesland ein ganz tolles Fahrradrevier ist. Gerne wäre ich auch in die Niederlande geradelt, aber dazu bin ich nicht gekommen. Vielleicht im nächsten Jahr…

Leider gab es auch einige unschöne Dinge zu beobachten. Autofahrer, die mir im Dunkeln begegnet sind, ohne abzublenden. Dabei ist der Gebrauch des Fernlichts in geschlossenen Ortschaften per se verboten. Und einzelne Autofahrer fuhren bei Rot über die Ampel, obwohl diese schon gefühlte 50 Meter vorher auf Gelb umgeschaltet hatte. Vielleicht stellt man mal einen Ampelblitzer auf – Aurich macht es vor. Und dann war da noch der nachvollziehbare Frust vieler Autofahrer über die vielen und untereinander scheinbar nicht abgestimmten Straßensperrungen im Stadtgebiet. Aber muss man deswegen zum Dampf ablassen die Edzardstraße und den Burfehner Weg als Rennstrecken nutzen? Vielleicht mal überlegen, auf das Fahrrad umzusteigen?

Leider begegneten mir auch Verkehrssünder unter den Radfahrern. Solche, die einem auf der falschen Seite entgegenkommen. Oder die, die im Dunkeln einerseits unbeleuchtet fahren oder andererseits den Gegenverkehr blenden, weil sie entweder den Scheinwerfer falsch eingestellt haben oder bei Nacht mit stark streuendem Tagfahrlicht unterwegs sind. Das muss alles nicht sein.

Schlussendlich hoffe ich, dass es in diesem Jahr wieder eine reguläre Stadtradeln-Abschlussveranstaltung einschließlich Preisverleihung geben wird – viele haben dieses Event und die Urkunden in 2020 schmerzlich vermisst.

Und nach dem Stadtradeln ist hoffentlich vor dem Stadtradeln. Soll heißen, dass dieser Wettbewerb, in dem die Stadt Leer zum wiederholten Male bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat, hoffentlich auch in 2022 wieder angeboten wird.

Dazu hätte ich noch einen Vorschlag: Vielleicht prüfen die Verantwortlichen in Stadt und Landkreis mal, den Wettbewerb in der Jahreszeit vorzuziehen. Stadtradeln im Wonnemonat Mai, das wäre doch mal etwas Besonderes. Mit tendenziell gutem Wetter und viel längerem Tageslicht. Das würde bestimmt für noch mehr Stadtradel-Kilometer in der Stadt Leer sorgen…

Bis dahin alles Gute und mit stadtradelnden Grüßen!

Euer/Ihr
Philip Giertz

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In Oldenburg

Geschrieben am 21.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Oldenburg war Residenzstadt und später Mittelpunkt des gleichnamigen Freistaates bzw. Landes. Noch heute ist Oldenburg Sitz vieler Gerichte und Landesbehörden. Die über Jahrhunderte währende Selbstständigkeit prägt das Selbstverständnis der Stadt Oldenburg und ihrer Bürger bis heute. Im Zweiten Weltkrieg blieb Oldenburg nahezu unzerstört, die Stadt besitzt daher viel historische Bausubstanz.

Anziehungspunkt für viele Ostfriesen und Niederländer war und ist Oldenburg auch als Einkaufsstadt mit vielen Fachgeschäften in der Fußgängerzone. Und als junge Erwachsene zog es uns manchmal nach Wechloy zu einem amerikanischen Fastfood-Restaurant – denn so etwas gab es damals in Ostfriesland nicht.

Anno 2021 fahren wir natürlich mit dem Rad nach Oldenburg. Die Strecke hat den Vorteil, dass sie größtenteils abseits der verkehrsreichen Straßen verläuft. Bis Stickhausen fährt man an der Jümme entlang. Ab Detern bis Apen kann man den Weg südlich des Aper Tiefs nutzen. Auch der markierte Weg zwischen Apen und Ocholt liegt abgesetzt von der Landstraße. Ab Bad Zwischenahn fährt man bis Wechloy an der Bahnlinie entlang, wobei man in Bad Zwischenahn entgegen der Beschilderung den Weg über den Kayhauser Kamp nehmen kann. Hinter Wechloy erreichen wir über den Drögen-Hasen-Weg die Ammerländer Heerstraße. Von dort aus sind es nur noch wenige Kilometer bis ins Oldenburger Stadtzentrum. Wer Pause machen möchte, findet unterwegs übrigens viele Einkehrmöglichkeiten. Und weil es so schön war, nehmen wir denselben Weg zurück.

Wem die ca. 130 km (hin und zurück) zu lang sind, der kann eine Teilstrecke auch mit der Bahn fahren. Unterwegs hält jeder Zug in Augustfehn, Ocholt und Bad Zwischenahn. Doch aufgepasst!!! Sinnvoll und zum Nahverkehrstarif ist eine Mitnahme des Fahrrades ausschließlich in den (rot lackierten) Regionalexpresszügen möglich, diese verkehren im Zweistundentakt. Dafür ist diesen Zügen seit kurzem ein Fahrradwaggon beigestellt worden. Wer trotzdem die weißen Intercity-Züge nehmen möchte, der muss zusätzlich eine kostenpflichtige Reservierung fürs Fahrrad lösen. Dies ist nicht nur unverhältnismäßig teuer, sondern ruft angesichts der zumeist gähnend leeren Fahrradabteile in den Intercitys auch Kopfschütteln hervor.

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STADTRADELN Tag 11-16

Bild Geschrieben am 20.09.2021 von Gundela Fink-Trudrung
Team: ADFC Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Zumindest einmal im Jahr unternehme ich mit meinem Partner eine Radreise, diesmal hatten wir uns für den Lahntal-Radweg entschieden. Wir finden es sehr entspannend, wenn langsam die Landschaft an einem vorbeigleitet. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, es ist wie beim Bergsteigen, wenn man aus eigener Kraft den Gipfel erreicht hat, dieses Gefühl ist nicht zu beschreiben, es werden Glückshormone freigesetzt. Ich habe schon etliche Urlaube per Rad gemacht, meist Flussradwege befahren wie Elbe, Weser, Werra, Isar, Inn, Altmühl, an Rhein und Donau, Saar, Mosel, Main und Tauber, um einige der bekanntesten zu nennen, nicht zu vergessen die Ems vor unserer Haustür.
Diesmal sollte es nun die Lahn sein. Da die Lahn nur eine Länge von 246 km von der Quelle bei Nephten bis zur Mündung in den Rhein hat wollten wir die Lahn auch komplett fahren.
Die Anreise am Samstag gestaltete sich etwas kompliziert. Der quellnächste Bahnhof wäre Feudingen gewesen, aber w/Baustelle war der Bahnhof von Erndtebrück aus nur mit Schienenersatzverkehr zu erreichen - keine Fahrradmitnahme! Per Bahn wurde als Alternativstrecke ein mehrstündiger Umweg mit viermal Umsteigen empfohlen. Karte studiert und uns kurzerhand entschieden, die Strecke von Erndtebrück nach Feudingen mit dem Rad zu fahren. Aber diese 24 km hatten es in sich. Bergwertung! Teilweise ging es nur mit Schieben weiter (Wer sein Rad liebt, der schiebt!??) Und dann die Abfahrt, bei 50 km/h auf dem Tacho aber holla, abgebremst, Sicherheit geht vor. War als Radstrecke ausgewiesen, alles gut gegangen.
Am Sonntag dann auf zur Quelle, hier waren diesmal 250 Höhenmeter zu bewältigen. Dies waren anstrengende Abschnitte, ansonsten gab es bis zur Mündung immer wieder kleine Steigungen und Abfahrten, ab Gießen verlief der Radweg meist flußnah, abseits von Autostraßen. Mehr will ich zum Lahntal-Radweg gar nicht ausholen, mehr Informationen gibt es auch unter www.daslahntal.de
Was ich aber berichten will und was mich traurig gestimmt hat war der Anblick der Hänge und Berge. Die Quelle der Lahn liegt im Rothaargebirge/Naturpark Sauerland. Sehr viele Fichten abgestorben, braune, tote Flächen, einige Hänge und Gipfel schon kahl, hier hatten die Kreissägen ganze Arbeit geleistet. Die letzten, trockenen Sommer und dann der Borkenkäfer hat dem Waldbestand massiv zugesetzt. Dies zeigt mir, dass wir umdenken müssen, unser Klima schützen. Dafür steht auch das Stadtradeln.
STADTRADELN - Radeln für ein gutes Klima
Entdeckt das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel für Kurzstrecken.
Nach dem Erreichen der Mündung, wo die Lahn in den Rhein fließt, am Donnerstag noch ca. 30 km den Rheinradweg Richtung Bonn bis Andernach gefahren, dort dann in den Zug Richtung Heimat.
Schön war es!

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Mit dem Rad nach Amerika und Rußland!

Bild Geschrieben am 20.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Die Reise zu den beiden Supermächten ist Ihnen zu weit? In Ostfriesland geht das – sogar mit dem Fahrrad und an einem einzigen Tag.

Denn sowohl Amerika als auch Rußland sind Ortsteile der Gemeinde Friedeburg, ein ehemaliger Festungs- und Klosterstandort im Landkreis Wittmund, der nach der gleichnamigen Burg benannt wurde. Die Burg kann man heute nur noch als Modell bewundern.

Die Tour machen wir heute im Rundkurs und radeln über Amdorf, Detern, Augustfehn und Neuenburg nach Friedeburg. Nach ausgiebiger Pause nebst Eisbecher geht es über Wiesede und Aurich am Ems-Jade-Kanal zurück.

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Ostfriesland - Teeland

Bild Geschrieben am 20.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Schwarzer Tee ist das Nationalgetränk der Ostfriesen. Im Zuge der seit jeher engen Verbindungen Ostfrieslands zu den Niederlanden kam der Tee im 17 Jh. von dort aus zu uns. Der Verbrauch der speziell für Ostfriesland gemischten und sehr aromatischen Teesorten liegt hier um etwa eine Zehnerpotenz höher als im übrigen Bundesgebiet.

Jede Region in Ostfriesland hat übrigens ihre eigene bevorzugte Teesorte, abgestimmt auf die örtliche Zusammensetzung des Grundwassers. Deshalb gibt es auch Butenostfriesen, die ihren Tee im „Außerostfriesischen“ nur mit aus der Heimat importiertem Trinkwasser aufbereiten.

Die ostfriesische Teezeremonie wurde von der UNESCO sogar als Kulturerbe anerkannt. Zubereitet wird Ostfriesentee zu allen Tageszeiten, besonders hervorzuheben sind der „Elfüürtje“ und der „Fievüürtje“. Getrunken wird der Ostfriesentee immer mit „Kluntje und Wulkje“ in kleinen Teetassen mit speziellem Dekor. Besonders bekannt ist das Teegeschirr mit der Roten Rose, das so gen. „Rood Dresmer“.

Genau dieses Dekor hat ein Graffiti-Künstler am Mauerwerk der Autobahnbrücke der A 28 über die Holtlander Ehe in der Nähe von Filsum verewigt. Dorthin führt uns unsere heutige Fahrradtour. Über Brinkum und zwischen den Feldern mit fast erntereifem Mais hindurch erreichen wir eine Kurbelpünte, mit der wir über den kleinen Fluss setzen. Nach dem obligatorischen Foto fahren wir weiter Richtung Detern zu einer kleinen Kaffeepause. Zurück geht es über die Leda-Jümme-Niederung und Amdorf.

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Moin leeve Lüü, wat hett Insektenstarven mit Radfahren to doon oder van Höcksken up Stöcksken komen

Bild Geschrieben am 19.09.2021 von Waltraud Giere
Team: Ludgeri-Schule Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Auf meinem Radweg zur Arbeit fahre ich die meiste Zeit durch den Hammrich, und da könnte so mancher meinen, das sei eintönig und langweilig – dem muss ich deutlich widersprechen.
Weite Wiesen und Weiden, weiter Himmel mit Blick bis zum Horizont, vereinzelte Baumgruppen, die auf ein sich darin befindliches Gehöft hinweisen, Weidetore, die ihre beste Zeit schon erlebt haben – und dadurch einen neuen Charme bekommen. In unserer Gegend gibt es überwiegend Rinderherden, aber auch Pferde und Richtung Deichland Schafe, die viele Monate auf den Weiden grasen. Rechts und links von der Straße tiefe Gräben mit Steilufern, ab und zu ein Tief, das den Weg kreuzt. Zum Wasser gehören viele Sorten Vögel, die zu manchen Zeiten mit ihrem Auftreten und ihren Geräuschen den Radfahrer (mwd) an die Wattseite einer Insel versetzen. Gänse, Reiher, Störche und Kiebitze, Schwäne und viele Sorten Hühner, dazu Möwen, Krähen und Elstern – um nur einige Beispiele zu nennen – sind hier „immer“ unterwegs – dazu muss man nicht ganz bis zum Dollart fahren. Manchmal sitzt auch ein Hase auf dem Weg und versucht, mich im Zick-Zack-Lauf auszutricksen, bis er die nächste Weidenauffahrt findet. Dieses Gesamtbild ist jeden Tag und zu jeder Zeit anders – wenn man denn die Wahrnehmung dafür sensibilisiert.
Besonders spannend ist es, wenn der Nebel so stark ist, dass man die Hand vor den Augen nicht sieht und es dabei auch noch stockdunkel ist: Die Orientierung ist jetzt etwas abenteuerlich, und dabei kommt mir dann die Tatsache zu Gute, dass ich die Strecke sehr gut kenne: Immer schön mitten auf der Straße bleiben, falls ich ein markantes Weidetor zu Gesicht bekomme, weiß ich auch schon einmal, wo ich ungefähr bin. Und dann kommen plötzlich die Schlaggeräusche, gleichmäßig und zunehmend kräftiger: Es sind die Mühlen von einem der Windparks im Rheiderland, und dieses Geräusch ist nur unter den oben beschriebenen Begleitumständen so faszinierend. Dann werde ich unsanft aufgerüttelt, weil ich soeben eine Stelle der Straße überfahren habe, wo die Baumwurzeln sich Platz nach oben verschafft haben: Aha, wieder ein markanter Punkt auf meinem Weg. Irgendwann tauchen die Reflektoren meiner Einfahrt auf: Sicher angekommen.
Wenn ich auf dem Weg zur Arbeit den kompletten Überblick habe, hänge ich meinen Gedanken nach – mal ist es ein Vertretungsplan, den ich vorüberlege, mal eine Nachbetrachtung von Erlebnissen, und so kann es auch zu Selbstgesprächen kommen. Man kennt es ja mittlerweile, wie viele Menschen allein durch die Gegend laufen/fahren, aber intensiv und laut sprechen: Die haben dann ein Handy als Partner dabei, und die interessiert es auch nicht, dass alle anderen zwangsweise zuhören müssen. Mir ist es aber peinlich, wenn andere mich hören, weil ich ja nicht nur aufgestaute Gefühle „abstrampele“, sondern auch eventuell „ordentlich vor mich hin schimpfe“. Da denkt man, man sei allein auf weiter Flur, und dann wird man plötzlich überholt, und überlegt, wie lange sich diese Person wohl schon hinter einem befunden hat… Nicht so schlimm ist es mit dem Gesang auf dem Rad, den stelle ich schnell ein, wenn jemand kommt – ganz im Gegenteil zu vielen Radfahrern (mwd), die mit lauter Musik u. ä. aus technischen Geräten die Welt um sich herum beschallen.
Ich sage dann freundlich „Moin“: Keine Antwort ist unter Radfahrern eher selten. Vielleicht hat der Überholende gerade Musik im Ohr und hört nichts, oder will nicht zurückgrüßen. Als Kind grüßte man alle, insbesondere hier auf dem Land, aber das ist für viele der jüngeren Generationen nicht mehr cool oder was weiß ich. Wenn „Morgen“ zurückkommt, sind das meistens Touristen oder vielleicht „Zugezogene“. Schön sind die regelmäßigen Begegnungen speziell morgens auf dem Weg zur Arbeit: Ich freue mich schon darauf, wir wünschen uns neben dem „Moin“ oft noch etwas dazu, formulieren eine knappe Wetterbeschreibung oder es gibt eine Begeisterungszusammenfassung eines Fußballspiels, dass der andere vermutlich auch gesehen hat, kurz und kernig und immer mit dem Effekt, dass eine positive Stimmung und irgendwie auch ein Gemeinschaftsgefühl bei beiden Beteiligten entsteht.
Irgendwann komme ich in Bingum an und treffe dort aktuell auf eine Baustelle, die zur Erschließung des neuen „Bauland Bingum II“ gehört: Hier wird es richtig interessant, was aus den neu angelegten Kanälen, dem Sandstrand und den Sandbergen, die zum Burgenbau einladen, langfristig wird – Strandkörbe habe ich noch nicht gesehen. Man kann mit dem Rad dort langfahren bzw. schieben - mit dem Auto geht nichts.
Die Emsbrücke naht, und mit ihr Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart:
Da gab es die Zeit, als die Brücke erweitert wurde, und kein Auto mehr passieren konnte, aber die Radfahrer: Morgens früh waren wir schnell eine tolle Gemeinschaft von Radfahrern, die aus allen Bereichen des Rheiderlandes kamen und immer zur selben Uhrzeit übersetzen wollten. Diese Mitfahrer wussten untereinander genau, wer noch fehlt oder auf wen wir nicht warten mussten. Dazu die Fährmänner – einer netter und humorvoller als der andere, und manchmal gab es auf dem Rückweg für uns sogar einen Glühwein. Bei Nebel fuhr ein Bus mit Fahrradanhänger, weil die Fähre die Ems dann nicht überqueren durfte. Trotzdem träume ich noch davon, ein Mal mit dem Fahrrad durch den Emstunnel zu fahren – aber das lasse ich wohl lieber.
Zwei Themen der Emsbrücke sind schon länger die radfahrerunfreundliche Programmierung der Druckampeln und die jetzt im Moment meiner Meinung nach inkonsequente Lösung, wer darf denn wohl auf welchem Radweg fahren?
Bei einer roten Ampel passiert es oft, dass die Autofahrer 2x Grün haben – und ich bin nicht immer bereit, eine kurze Meditationszeit vor der roten Ampel einzulegen, weil ich ja eigentlich meine geistige und körperliche Betriebstemperatur für den Arbeitsbeginn erreicht habe! Nützt nichts, wir warten im anwachsenden Pulk von Radfahrern mehr oder weniger genervt: Irgendwann wird unsere Ampel grün, und wenn ich nicht von frech weiterfahrenden rechtsabbiegenden (und inzwischen „rot-habenden“) Autofahrern am Losfahren gehindert werde, starte ich mit der Qualität eines Quarterhorses (die schnellsten Pferde der Welt auf einer Viertelmeile) explosiv aus dem Stand in kleinem Gang mit einer Reaktionsgeschwindigkeit, die manch einer mir „Oma“ nicht zutrauen würde. Später werde ich von vielen überholt – aber da ist meine Viertelmeile schon vorbei.
Die Radwege auf der Emsbrücke waren seit vielen Jahren immer für beide Richtungen auf beiden Seiten zugelassen bzw. es war nicht ausdrücklich verboten, „links“ anstatt „rechts“ zu fahren.
Seit einigen Wochen befindet sich ein Schild „Für Radfahrer Durchfahrt verboten“ auf der stadtauswärts führenden linken Seite (früher sollten per gelbem Schild die Leute links bleiben, die nach Weener wollten – weil sie später die Bundesstraße sowieso wieder zurück überqueren müssten – und diejenigen, die nach Bingum/Ditzum wollten, sollten mit der Ampel vor der Brücke auf die rechte Seite fahren). Das Schild wird gefühlt von 80% der Radfahrer noch nicht registriert. Wenn man bei dem aktuellen Verkehrsaufkommen und unter der Berücksichtigung der veränderten Fahrräder sich auf dem Radweg der Emsbrücke begegnet, ist das immer gefährlich – nicht nur wegen des böigen Windes, der dort oft herrscht: Wenn es zu einer Berührung kommt, liegt wahrscheinlich mindestens einer direkt unter einem nebenher fahrenden Auto. Konsequent wäre es, auf die ursprünglich allseits bekannte Regelung des Rechtsfahrgebotes zu kommen, die gilt in unserem Lande überall dort, wo „beide Richtungen erlaubt“ nicht ausdrücklich deklariert (Schild) ist.
Man stellt sich in Leer allerdings oft die Frage, wo eigentlich rechts ist: „Rechts ist da, wo der Daumen links ist“. Das überprüfe ich häufiger als mir lieb ist, weil die Zunahme der Geisterfahrer jeden Alters und jeden Geschlechtes erschreckend und gefährlich ist! Wenn diese dann noch blöd grinsend einem auf der falschen Seite mit einer Selbstverständlichkeit entgegenkommen, die einfach nur noch unverschämt ist, frage ich mich, was das für eine bekloppte „Challenge“ ist, um mal mit einer neudeutschen Vokabel zu sprechen. Besonders beliebt ist das „Geisterfahren“ auf beiden Seiten der Georgstraße, auf der Rathausbrücke und auf dem Hinweg von Bingum kommend zur Emsbrücke: Hier sieht der von der Emsbrücke kommende, richtig rechts fahrende Radfahrer beim rechts Abbiegen erst sehr spät, was da alles entgegenkommt…
Ich komme mal zurück zu meinem Hammrich. Jetzt kommt die Zeit, die man allgemein als „Altweibersommer“ bezeichnet, und die ist von den Farben her in der Abenddämmerung besonders schön: Nach getaner Arbeit fahre ich zunächst durch den Süderhammrich und später durch den anfangs beschriebenen Rheiderländer Hammrich der Abendsonne entgegen. Diese wunderschöne Stimmung lässt mich doch gerne mal wieder singen – das sollte ich lieber nicht tun: Im Auge ertränkt und im Magen durch Magensäure zersetzt haben die Insekten keine Chance, zu überleben! So fahre ich freundlich lächelnd mit zusammengekniffenen Augen und Lippen durch die Insektenschwärme, die das durch andere Ursachen erfolgte Insektensterben überlebt haben – und werde wieder mit einem in jeder Hinsicht neuen Anblick des Hammrichs belohnt: Vom Rad aus ist der Genuss langanhaltend und intensiv, und diese Radfahrt ist alles andere als langweilig!
Nun maak ik eerst mal `n Paus. Tschüß, Waltraud

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Am Großen Meer

Bild Geschrieben am 19.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Eine idyllische Natur- und Freizeitlandschaft bietet sich dem Radfahrer am Großen Meer im Südbrookmerland. Schon als Kind war ich hier bei meinem Onkel auf Besuch, er besaß damals einen Wohnwagen und ein kleines Boot mit einem Außenbordmotor am Großen Meer. Nachdem das Befahren des Großen Meeres mit Motorbooten zum 31.12.1974 verboten worden war (das Original-Verbotsschild stand noch bis 2019 am Ufer), bekam er dann eine Segeljolle. Einmal durfte ich bei starkem Wind mitsegeln. Und in den kalten Wintern unserer Kindheit waren wir dort auch mal zum Schöfeln.

Mit dem Rad erreichen wir das Große Meer über Emden und Loppersum auf dem gut ausgebauten 3-Meere-Radweg, der in mehreren Varianten um das Große Meer herumführt und eine Anbindung nach Emden besitzt. Das Marscher Tief überqueren wir mit einer handgetriebenen Kurbelpünte, die in Selbstbedienung betrieben wird.

Nach einer ausgiebigen Pause fahren wir an der Wochenendhaus-Siedlung und dem Campingplatz vorbei und verlassen anschließend das Große Meer.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher über Upstalsboom, einem alten friesischen Versammlungsort zwischen Rahe und Westerende-Kirchloog aus der mittelalterlichen Epoche der Friesischen Freiheit. Heute erinnert eine Steinpyramide an die historische Bedeutung.

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Rund um die Leybucht

Geschrieben am 17.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Die Leybucht stellt die dritte große Meeresbucht auf der ostfriesischen Halbinsel dar, die durch Sturmfluten entstanden ist. Die Leybucht liegt zwischen Greetsiel und Norden und ist bereits über 1000 Jahre alt, ihre größte Ausdehnung erreichte sie im 14. Jh. An der Leybucht gab es in 1991 auch die bislang letzte größere Eindeichungsmaßnahme in Ostfriesland. Den ursprünglichen Plan, die Leybucht ganz einzupoldern und die Deichlinie erheblich zu verkürzen, hatte man zu Gunsten des Naturschutzes aufgegeben. Dadurch erklärt sich auch der auf den ersten Blick etwas seltsam anmutende Verlauf der Deichlinie.

Auf dem Weg zur Leybucht fahren wir ab der Knock teilweise auf der Seeseite des Deiches. Zunächst begegnet uns der Radarturm der Verkehrszentrale Ems. Von hier aus wird der gesamte Schiffsverkehr auf der Ems überwacht. Der kugelförmige Aufsatz überdeckt ein Wetterradar des Deutschen Wetterdienstes. An der Gasanlandestelle Rysumer Nacken, wo Erdgas aus Norwegen ankommt, müssen wir binnendeichs weiterfahren. Hinter dem Leuchtturm Campen, der mit 65 m der höchste Leuchtturm Deutschlands ist, wechseln wir wieder auf die gut ausgebaute Seeseite des Deiches, doch die Fahrt wird jäh unterbrochen. Denn die seit einer gefühlten Ewigkeit andauernden Bauarbeiten zur Deicherhöhung zwingen uns auf einen Umweg über Groothusen und Manslagt. Den Empfehlungen der Umleitungsschilder folgend wollen wir ab Manslagt wieder am Deich weiterfahren.
Denkste! Denn der Weg zum Deich ist verschlossen. Als Radfahrer fühlt man sich hier zum Narren gehalten. Erst ab dem Pilsumer Leuchtturm, der einer der bekanntesten Leuchttürme Deutschlands ist und auch schon als Filmkulisse diente, können wir wieder über auf die Seeseite des Deiches fahren.

Als nächstes erreichen wir den ehemaligen ostfriesischen Häuptlingssitz Greetsiel, heute auch bekannt als historisches Fischerdorf, welches sich immer mehr zum Touristenmagnet entwickelt. Durch die Eindeichung der Leybucht wurde Greetsiel vom unmittelbaren Zugang zur Nordsee abgeschnitten, der Fischerhafen ist jetzt tidefrei. Die Greetsieler Fischer müssen auf dem Weg zu ihren Fanggründen auf der Nordsee jetzt durch die Schleuse Leysiel fahren. Der östliche Teil des Deichgebietes zwischen Leysiel und Greetsiel ist übrigens streng geschützt. Damit niemand auf die Idee kommt, dort zu radeln, bleibt die Brücke über die Schleuse Leysiel grundsätzlich hochgeklappt. Hinter Greetsiel wollen wir am gut ausgebauten Radweg entlang des Störtebekerkanals in Richtung Norddeich weiterradeln. Doch auch hier versperren Verbotsschilder den Weg, so dass wir auf die weniger gut befahrbare Seeseite des Deiches ausweichen müssen. Mehrere Blicke über die Deichkrone hinterlassen zudem die Frage, weshalb der Radweg am Störtebekerkanal gesperrt ist? Denn von Baustelle oder Baufahrzeugen ist weit und breit keine Spur zu sehen. Man fühlt sich hier erneut zum Narren gehalten…

Am östlichen Ende der Leybucht entdecken wir die Reste der ehemaligen Empfangsstelle Utlandshörn der Küstenfunkstelle Norddeich Radio. Zu meiner Seefahrtzeit, als es noch keine Satellitenkommunikation gab, war Norddeich Radio für deutsche Seeleute auf allen Weltmeeren die einzige Verbindung zur Heimat. Über Kurzwelle konnte man von hier aus jedes Schiff in jedem Winkel der Erde per Telefon erreichen. Seefunkgespräche waren für damalige Verhältnisse sündhaft teuer. Für jedes Kurzwellentelefonat musste man eine Mindestgebühr von DM 10,70 für drei Minuten Gesprächsdauer berappen. Und wenn man Pech hatte, meldete sich am anderen Ende der Leitung ein Anrufbeantworter und das Geld war futsch…
Die Sendeanlagen von Norddeich Radio standen aus technischen Gründen einige Kilometer entfern in Osterloog. Norddeich Radio ging Ende 1998 vom Äther.
In den Räumen der Sendeanlagen befindet sich heute das Waloseum, in dem u.a. ein Walskelett ausgestellt ist.

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Zum Jadebusen

Bild Geschrieben am 16.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Ebenso wie der Dollart entstand auch der Jadebusen durch Sturmfluten die weit in das Land einbrachen. Seine größte Ausdehnung erreichte der Jadebusen im 16. Jh. Durch die heutige Tropfenform werden durch die Gezeiten, die hier einen Tidenhub von ca. 4 m verursachen, große Wassermassen bewegt. Dadurch wird in der Außenjade eine tiefe Rinne auf natürliche Art und Weise freigehalten. In Wilhelmshaven befindet sich daher mit dem in 2012 fertiggestellten Jade-Weser-Port der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands, der von Schiffen bis 16,5 m Tiefgang angelaufen werden kann.

Unsere Radtour führt uns in den Badeort Dangast, der, wie der Name bereits erahnen lässt, auf einer Geestzunge am Südrand des Jadebusens liegt. Auf dem Weg dorthin wollen wir über Marcardsmoor am Ems-Jade-Kanal langfahren, aber hinter Reepsholt müssen wir mangels Betriebsweg auf das örtliche Wegenetz ausweichen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass man das radtouristische Potenzial des Kanals hier brach liegen lässt.

Über das historische Mariensiel und den bestens ausgebauten Deichverteidigungsweg erreichen wir Dangast.

Nach kurzem Aufenthalt geht es über Varel, Neuenburg und Uplengen zurück. In Schwerinsdorf entdecken wir noch einen alten Vorwegweiser, der an die ehemals überregionale Bedeutung der Landesstraße 24 zwischen Hesel und Westerstede erinnert. Denn vor 1988 gab es dort keine Autobahn 28 und zwischen Ostfriesland und Oldenburg musste man über die damalige Bundesstraße 75 fahren.

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Am Großefehnkanal

Bild Geschrieben am 14.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Großefehn wurde im 17 Jh. als erste ostfriesische Fehnsiedlung gegründet. Der Fehnkanal zur Entwässerung des Moores und zum Abtransport des gestochenen Torfs wurde von der Flumm ausgehend gegraben. Der Kanal wurde schrittweise bis Ostgroßefehn – heute der Mittelpunkt der Gemeinde – vorangetrieben.

Von Leer aus kann man Großefehn mit dem Rad z.B. über Timmel oder den Ostfriesland-Wanderweg erreichen, in Ostgroßefehn wurde im Verlauf des Wanderweges übrigens die Kanalbrücke erneuert. Alternativ fährt man über Stiekelkamperfehn und anschließend am Sauteler Kanal entlang, hinter dem Timmeler Hauptweg wurde der schmale Betriebsweg am Kanal halbwegs brauchbar geschottert.

Besonders pittoresk ist der Ortsteil Westgroßefehn, eine typische Fehnkanalsiedlung die mit Mühle, Klappbrücken, Schleuse, Teestube und einem Fehnmuseum aufwartet. Westgroßefehn ist auch der Ausgangspunkt des in 2018 eröffneten Radweg-Teilstücks an der L 14 nach Aurich („Schirumer Highway“). Ein lang ersehnter Lückenschluss im ostfriesischen Radwegenetz, der in erster Linie 40 Jahren hartnäckigen Bürgerwillens zu verdanken ist.

Die von Kfz hochfrequentierte Ortsdurchfahrt Westgroßefehn ist dagegen für Radfahrer insbesondere in Richtung Aurich immer noch ein Abenteuer – nicht zuletzt wegen des völlig maroden Kopfsteinpflasters am rechten Fahrbahnrand. Vor dem Umbau in den 1980-er Jahren (eine krasse Fehlplanung) war die Fahrbahn wenigstens noch asphaltiert. Die Politik verspricht seit Langem den fahrradfreundlichen Umbau der Ortsdurchfahrt, getan hat sich noch nichts.

Um dieser Tortur zu entgehen, wechsle ich mit dem Rad in Richtung Aurich meist über den Buswendeplatz und die Fußgängerbrücke auf die ‚ruhige‘ Kanalseite und gehe zu Fuß über das Schleusentor. Anschließend warte ich auf der kleinen Aufstellfläche neben dem Schleusenbecken bis ‚die Luft rein ist‘ um dann mit High Speed die 100 m zu dem hinter der Flummbrücke beginnenden Radweg an der L 14 zu überbrücken.

Nicht ganz so schlimm ist es übrigens in Gegenrichtung. Hier fährt man auf ebenem Pflaster und biegt hinter der Mühle nach rechts in den Ikenbültweg Richtung Timmel ab.

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Aufpassen!

Bild Geschrieben am 13.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Am Wochenende habe ich mich beim Touren eher auf die Stadt Leer und Umgebung beschränkt. Dabei sind mir einige Gefahrenpunkte für Radfahrer aufgefallen die nicht primär bzw. ausschließlich durch die Infrastruktur oder die Wegeführung bedingt sind.

Es gibt in Leer mehrere Einmündungen, an denen Autofahrer einerseits zwar die Vorfahrt zu achten haben, aber an denen andererseits kein kreuzender Kfz-Verkehr mit Vorrang besteht. Dies verleitet einige wenige Autofahrer dazu, eben nicht langsam an die Einmündung heranzufahren und ggf. zu warten, sondern einfach „durchzustarten“. Radfahrer sind in solchen Fällen besonders gefährdet, weil sie z.T. übersehen werden oder der Radverkehr einfach nicht ins Kalkül gezogen wird.

Ein Beispiel ist die Einmündung der Bürgermeister-Ehrlenholtz-Straße in die Friesenstraße, die sogar durch Stoppschilder abgesichert ist. Auf dem Rad Richtung Bahnhofsring erlebt man in einigen Fällen, dass der wartepflichtige Kfz-Verkehr weder an der Stopplinie hält noch den Blick nach links richtet. Bedingt durch die Wegeführung kann dort ja kein vorfahrtberechtigtes Kfz kreuzen, also fährt man einfach weiter. Vielleicht ändert sich das ja mit FaCit?

Ähnliches gilt an der Einmündung der Garrelsstraße in die Neue Straße, auch dort gibt es keinen kreuzenden Kfz-Verkehr, hinzu kommt die Unübersichtlichkeit der Einmündung. Wer dort mit dem Rad in Richtung Groninger Straße fährt, dem begegnet manchmal Kollisionsgefahr…

Darüber hinaus gibt es in Leer mehrere Einmündungen, an denen die vorfahrtberechtigte Straße nur einen einseitigen Radweg besitzt, den man fallweise links der Fahrbahn benutzt. Dies gilt bspw. stadteinwärts radelnd an den Einmündungen der beiden Ausfahrten der Autobahnanschlussstelle Leer-West in die Deichstraße, die ebenfalls durch ein Stoppschild abgesichert sind, aber an der nicht alle Kfz anhalten. Insbesondere die in Richtung Terborg/Oldersum abbiegenden Autofahrer lassen sich in Einzelfällen verleiten, die Einmündungen ohne anzuhalten und ohne nach rechts schauend zu durchfahren. Stoppschild? Wen juckt es? Und nur ganz selten steht dort die Autobahnpolizei und fischt sich die Stoppschild-Ignoranten heraus.

Ein weiteres Beispiel einer gefährlichen Einmündung stellt die Ausfahrt des neuen BBS-Parkplatzes auf die B 436 dar. Wer mit dem Rad an der Bundesstraße nach Leerort unterwegs ist, der läuft zuweilen Gefahr, dort nicht wahrgenommen zu werden, weil insbesondere beim Rechtsabbiegen vom Parkplatz kommend oft nicht nach rechts geschaut wird – die vorfahrtberechtigten Kfz kommen in diesem Fall ja ausschließlich von links.

Was man dagegen tun kann? Man wird kaum an jeder Einmündung eine Ampel aufstellen können und auch der Vollzug der Verkehrsregelungen gestaltet sich hier bereits aus Kapazitätsgründen schwierig. Als vorfahrtberechtigter Radfahrer kann man nur versuchen, solche Gefahrensituationen zu antizipieren bzw. zu vermeiden und sich den betroffenen Einmündungen wachsam und bremsbereit anzunähern. Das bringt in der Summe mehr, als die Vorfahrt mit kaputten Knochen bezahlt zu haben…

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Stadtradeln Tag 6-10

Bild Geschrieben am 12.09.2021 von Gundela Fink-Trudrung
Team: ADFC Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Montag - Freitag, eine normale Arbeitswoche, wie sie sich bei mir gestaltet. Überwiegend fahre ich mit dem Rad zur Arbeit, zum Wochengroßeinkauf gestehe ich, den schon mit dem Auto zu erledigen. Auch wenn es morgens aus Kübeln schüttet oder es im Winter glatt ist, viel Schnee liegt, nehme ich schon das Auto. Die Jahreskilometerleistung meines Autos liegt zwischen 2.000 - 3000 km, mit Fahrrad komme ich auf fast 8000 km! Erwiesen ist, dass auf Kurzstrecken bis zu 6 km (inzwischen werden als Kurzstrecken auch bis 10 km angesehen) das Fahrrad dem Auto gegenüber überlegen ist. Mit Fahrrad bin ich umweltfreundlich mobil, zum Parken benötige ich eine geringere Stellfläche, das Fahrrad fahren hält mich fit.
Habe einmal Google Maps gefragt, welche Route mit Auto Google mir vorschlägt, wenn ich das Auto nehme : a) schnellste Route über Mittelweg, A31 zu am Großen Stein Fahrzeit 14 min, aber 11,6 km b) über Logaer Weg, zur Zeit aber nicht möglich c) über Hauptstraße, Stadtring Abfahrt zur Ringstraße, zur Heisfelder Straße, über Burfehner Weg zur Ubbo-Emmius-Straße zum Großen Stein Fahrzeit 17 min, 7,3 km, auf dieser Strecke liegen 8 Ampeln, gefahren bin ich eine ampelfreie Strecke von 7,2 km mit Fahrzeit von 24,53 min. 17 min zu 24,53 min sind für mich keine Rechtfertigung, dass Auto zu nehmen. Erwähnen möchte ich dazu noch, dass ich weder ein E-Bike noch ein Pedelec fahre, sondern ein ganz normales Fahrrad. Und an dem Morgen, von dem die Tacho-Daten sind, hatte ich Gegenwind.. Am Donnerstag hat mein Hänger auch den Wocheneinkauf geschafft.
Ziel des Stadtradelns ist, dass immer mehr entdecken, wie gut sich vieles mit dem Fahrrad erledigen lässt, dass tut unserem Klima gut. Viele kleine Schritte können Großes bewirken! Und unsere Stadt Leer ist eine Stadt der kurzen Wege, Radeln für ein lebenswertes Leer! An möglichst vielen Tagen im Jahr.
Zum Winterdienst, da ist Holland in einigen Gemeinden mal wieder vorbildhaft: es werden zuerst die Radwege geräumt und gestreut!
Und jetzt bin ich erstmal weg, in Urlaub, Radeln!

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Short Tracks

Bild Geschrieben am 10.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Heute in der dampfigen Luft war der Tag der kurzen Touren in Leer und Umgebung. Dabei habe ich mal einige unterschiedliche Dinge in Augenschein genommen, denen man auf dem Rad so begegnet.

Beginnen wir in der Brunnenstraße, die für den Kfz-Verkehr grundsätzlich gesperrt ist. Wer als Fußgänger oder Radfahrer glaubt, die Fahrbahn mehr oder weniger für sich zu haben, der irrt jedoch gewaltig. Viele Pkw fahren hier Richtung Altstadt, wohl alles Anlieger ;-( Vollzug der Verkehrsregelungen? Fehlanzeige!

Heiße Diskussionen gibt es auch über die Gestaltung des meistfrequentierten Leeraner Bahnübergangs an der Bremer Straße. Seit dem Neubau ragen die Kontergewichte der geschlossenen Fahrbahnschranken fast einen Meter in die Rad- und Fußwege hinein. Weshalb wird ein solcher Unsinn geplant und auch noch abgenommen?

Etwa einen Kilometer weiter erreichen wir die neu gebauten Abschnitte des Logaer Weges. Im Vergleich zu früher eine erhebliche Verbesserung für Radfahrer, die jetzt auf der ebenen Fahrbahn geführt werden. Für Gesprächsstoff sorgt jedoch die Engstelle zwischen den Einmündungen Böcklinweg und Brentanostraße. Dort wollte man die Bäume auf dem Grenzwall des Julianenparks nicht fällen – dies geht gleichwohl zu Lasten der Fahrbahnbreite. Der Radweg endet hier zu beiden Seiten im Nirvana. Wenn sich Kfz hier begegnen wird es am Rande reichlich eng für den Radfahrer. Mein Vorschlag: Tempo 30 für den Kfz-Verkehr sind hier mehr als genug!

Es gibt natürlich auch uneingeschränkt Positives zu beobachten. An den Autobahnanschlussstellen Leer-Ost und z.T. Leer-Nord wurden die Radwege begradigt und die Kurvenradien für auf die Autobahn auffahrende Kfz verengt – letztere müssen jetzt vor dem Abbiegen stärker abbremsen. Ein deutlicher Sicherheitsgewinn für Radfahrer!

Und demnächst soll ja der Radschnellweg Emden-Leer-Papenburg kommen. Die dafür in Leer vorgesehenen Streckenabschnitte (u.a. der Bahndamm und der Radweg zwischen Mooräcker und Südschwoog) werden dann sicherlich fahrradgerecht saniert/umgebaut.

Einen besonders schönen Radweg finden wir auch zwischen Nortmoor und Holtland. Doch halt, da fehlt doch was… Am Bahnübergang hat man den Radweg einfach unterbrochen. Wer Richtung Holtland will, muss kurzzeitig auf die andere Seite der Fahrbahn wechseln. Das verstehe wer will…

Heimwärts fahren wir am Ende über die Deichstraße, die in 1976 ausgebaut und an der in 1989 der Autobahnanschluss am Emstunnel eröffnet wurde. Seitdem haben die Verkehrszahlen dort extrem zugenommen. Morgens staut es sich derzeit bis auf die A 31 zurück. Für die zahlreichen Radtouristen und Radpendler gibt es zwar einen Radweg, aber wer stadteinwärts fahren will, muss die Deichstraße am Ortseingang unweigerlich queren. Und genau da liegt ein großes Problem. Denn im Gegensatz zu allen anderen großen Ausfallstraßen in Leer besteht für Fußgänger und Radfahrer an der Deichstraße keine einzige sichere Überquerungsmöglichkeit. Ein Wechsel der Straßenseite ist ziemlich gefährlich und während der Stoßzeiten praktisch unmöglich. Mein Vorschlag: Die Einrichtung eines Zebrastreifens an geeigneter Stelle würde hier viel Abhilfe mit wenig Aufwand schaffen und für den Fahrradverkehr einen enormen Sicherheitszuwachs bedeuten.

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An der alten B 72 und auf ehemaligen Bahnstrecken

Bild Geschrieben am 08.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Durch Filsum, Strücklingen und Ramsloh, wenn man mit dem Auto Richtung Osnabrück fahren möchte, um das deutsche Autobahnnetz zu erreichen? Heute undenkbar, aber früher gab es keine Autobahnen in Ostfriesland und die in diese Richtung führende Bundesstraße 72 verlief vor dem Bau der damals als "Ostfriesenspieß" bezeichneten Schnellstraße bis weit in die 1970-er Jahre durch u.a. diese Dörfer, natürlich ohne Radweg. Die alte Trasse der B 72 existiert im Grundsatz heute noch, wobei inzwischen zahlreiche Umgestaltungen etc. stattfanden.

Bei fantastischem Wetter beginnen wir der Trasse in Strücklingen zu folgen – nicht ohne vorher in Rhauderfehn den obligatorischen Eisbecher verzehrt zu haben.

In der Nähe von Ramsloh fallen die weithin sichtbaren Sendemasten der Marinefunksendestelle Rhauderfehn auf, die im Längstwellenbereich aussenden und damit auch getauchte U-Boote erreichen können.

In Scharrel entdecken wir eine ehemalige Tankstelle, deren Zapfsäulen noch mit Rollenzählwerken und mechanisch einstellbarer Preisanzeige ausgestattet sind. Damals gab es noch „Benzin“ (Normalbenzin), den Liter zu 1,50 DM. Muss also ziemlich lange her sein...

Im Bahnhof Sedelsberg an Ende der ursprünglich von Ocholt bis Cloppenburg führenden Bahnstrecke treffen wir auf einen abfahrbereiten Güterzug.

Anschließend queren wir den Küstenkanal und fahren auf der dort zum Radweg umgebauten Bahntrasse bis Friesoythe. Dort schwenken wir Richtung Edewecht.

Nachdem wir den Küstenkanal ein zweites Mal gequert haben, folgen wir hinter der über den Kanal führenden, aber derzeit gesperrten Bahnbrücke Edewechterdamm der ehemaligen Kleinbahntrasse nach Bad Zwischenahn, die inzwischen ebenfalls zum Radweg umgewidmet wurde – an den Straßenkreuzungen finden wir übrigens lastenradtaugliche Drängelgitter (Anton!)…

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Dreikreis-Tour

Bild Geschrieben am 07.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Zum Ende der ersten Stadtradel-Woche führt uns die heutige Tour durch drei Landkreise – na ja, die Nachbarkreise werden zumindest angekratzt.

Los geht’s Richtung Rheiderland, aber nach kaum zwei Kilometern das erste Ärgernis. Die Ampel in Leerort lässt Fußgänger und Radfahrer mal wieder extrem lange warten. Die aus Richtung Seeschleuse kommenden Kfz bekommen inzwischen gleich zwei Mal Grün. Die Programmierung dieser Ampel ist schlichtweg eine Frechheit, diskriminierend für alle Fußgänger und Radfahrer. Die zuständige Landesbehörde begründet diese Maßnahme mit der Anforderung, dass Rückstaus auf der Jann-Berghaus-Brücke unbedingt vermieden werden sollen, falls sich ein Schiff nähert und die Brücke geöffnet werden muss. Klar ist das grundsätzlich nachvollziehbar. Aber die langen Wartezeiten müssen Fußgänger und Radfahrer auch dann in Kauf nehmen, wenn nur wenige Kfz von der Brücke rollen. Und hier hört jegliche Verhältnismäßigkeit auf. Denn diese Schaltung geht auch flexibler! Es ist daher notwendig, dass die zuständige Landesbehörde die Ampel bedarfsgerecht und ausgewogen programmiert.

Ein paar Meter weiter am Radweg links der B 436 steht seit Kurzem das Zeichen „Verbot für Radverkehr“ (Zeichen 254 gemäß Anlage 2 StVO). Normalerweise sieht man dieses Zeichen als Radfahrer nur ungern, aber hier hat es schon seinen Sinn: Damit sollen die Geisterradfahrer auf der Jann-Berghaus-Brücke überzeugt werden, ihre Fahrt auf der rechten Brückenradwegseite fortzusetzen. Andernfalls sind laut Bußgeldkatalog mindestens 15 € fällig, wenn man erwischt wird.

Weiter geht es über Bingumgaste und Möhlenwarf, hinter Wymeer erreicht man den LK Emsland.

Ein kurzer Abstecher nach Herbrum führt uns zum Emswehr und zur Schleuse. Bis hierher reicht der Gezeiteneinfluss der Nordsee. Wer etwas Geduld mitbringt und den Zeitpunkt des Niedrigwassers abpasst, der kann insbesondere bei Springtide im Übergang vom Fallen zum Steigen des Wassers mit etwas Glück eine kleine Flutwelle beobachten, die bis an die Schleusenanlagen schwappt. In den ersten Minuten nach Flutbeginn steigt der Wasserstand dann sehr schnell um mehr als einen Meter an. Für die Binnenschifffahrt ist die Schleuse Herbrum von enormer Bedeutung. Sie verbindet das niederländische mit dem west- und mitteldeutschen Kanalnetz. Insbesondere wenn der Rhein unter Niedrigwasser leidet, ist diese Verkehrsachse essentiell.

Dem Dortmund-Ems-Kanal folgen wir bis zur Schleuse Bollingerfähr und wechseln anschließend auf den Radweg an bzw. etwas abgesetzt von der B 401, die entlang des Küstenkanals nach Oldenburg führt. Etwas öde und laut, aber dafür wird man mit einem gut instandgehaltenen Radweg entschädigt. Mit einem Mountainbike kann man übrigens auch den unbefestigten Betriebsweg direkt am Küstenkanal nutzen. Unterwegs geht der Blick zur Seite auf die schier endlosen Weiten des Moorgebietes Esterweger Dose, an deren Ende wir den LK Cloppenburg erreichen.

In Kamperfehn verlassen wir die B 401 und schwenken nach Nordwesten in Richtung des historischen Seemannsdorfes Barßel, welches viele Kapitäne hervorgebracht hat. Auch in Barßel ist der Gezeiteneinfluss noch spürbar, wenngleich deutlich schwächer. Für interessierte Besucher wurde auf der Fußgängerbrücke über die Soeste ein schwimmender Pegel eingerichtet, der den relativen Wasserstand und die Tidenphase anzeigt.

Zurück fahren wir ein Stück entlang der Leda durch die tiefliegende Leda-Jümme-Niederung, die früher bei Hochwasser oder andauerndem Regen regelmäßig überschwemmt wurde. Heute ist das Gebiet eingedeicht und vor Hochwasser schützt das 1955 erbaute Ledasperrwerk.

Bei Amdorf nutzen wir – mit Anlauf bei Grün – die in 1956 erbaute Bogenbrücke über die Leda, die als schmalste Autobrücke Deutschlands bekannt ist. Sie darf u.a. nur von Fahrzeugen mit einer Breite ü.a. von 1,8 m befahren werden, ein Breitenmaß, das heute so mancher Mittelklasse-Pkw überschreitet. Schauen Sie doch mal in Ihren Fahrzeugschein!

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Moin leeve Lüü, Vandaag geiht dat um mien egen Saak mit Sack un Pack

Bild Geschrieben am 07.09.2021 von Waltraud Giere
Team: Ludgeri-Schule Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

"... ich habe immer so viel Material, was ich mitnehmen muss, das kann man gar nicht alles auf dem Rad transportieren..."
Es wurde ja schon einiges zum Thema Gepäck beim Radfahren geschrieben - ich persönlich liebe die logistische Herausforderung - insbesondere beim Einkaufen: Dieser wird (wenn möglich) so geplant, dass ich grundsätzlich symmetrisch packen kann - bezogen auf das Gewicht und möglichst auch auf das Volumen. Zum Standard gehören bei mir zwei geräumige, wasserdichte Radtaschen für den hinteren Gepäckträger. Mein Rad mit 7-Gang-Nabenschaltung besitzt vorne weder Gepäckträger, noch Korb.
Die Radtaschen lassen sich in gefülltem Zustand mit allen möglichen Dingen überbauen: Z. B. Bierkiste oder Blumentopfpalette, Blumenerdesäcke, größere Balkonkästen, kleine Möbelbausätze uvm.. Alles wird mit stabilen Transportgummibändern gesichert. Die Bierflaschen wickele ich einzeln in (mehrfach zu verwendende) Küchentücher, da sie sonst bei den Straßen, die ich im Raum begrenzt von Bunde, Multi Süd und Emspark benutze, vielleicht als Scherben ankämen.
Am Lenkrad nutze ich zwei große Stofftaschen. Wenn Blumentöpfe transportiert werden, lege ich ein rechteckiges Stück Pappe als Abstellfläche unten hinein. Je nach Topfgröße passen 6 - 8 Pflanzen darauf. Die Taschenhenkel werden am Lenker verknotet (siehe Bilder): Die Astern haben den Transport gut überstanden.
Die "Luftaufnahme" zeigt einen Lebensmitteleinkauf: Kartoffeln, Zwiebeln, Obst, Gemüse und Milchprodukte befinden sich mit insgesamt 20kg in den Radtaschen, Getreide zum Brotbacken mit je 7,5kg in den Stofftaschen am Lenker.
Als Alternative zu diesen Stofftaschen gibt es auch noch die sogenannten Spindeln: Es sind quadratische Plastikbehälter, die ich mit Heubändern am Lenker verknote. In jeden Behälter passen 8-9 Blumentöpfe sowie 2 Zehner-Trails, die man am Lenker anhängt oder mit dem Heuband über den Topfpflanzen schwebend festbindet: Das sind dann allein vorne 18 Topfpflanzen und 40 Setzlinge; hinten könnte noch eine Palette mit 10 - 12 Topfpflanzen auf den Radtaschen mitfahren oder 4 - 6 Zehnertrails in 2 Blumenkästen - habe ich alles schon praktiziert - und ich selbst musste noch "obendrauf". Durch die wie bereits beschriebene symmetrische Packweise lässt das Rad sich gut fahren.
Der Haken an der Sache ist ein anderer: Die Angebote der Geschäfte, "hinter denen ich herfahre", stehen leider nicht im Zusammenhang mit den tagesaktuellen Windverhältnissen - d. h. ich fahre manchmal mit Gepäck und Rückenwind nach Hause, manchmal aber auch nicht - das macht aber nichts, man kann nicht alles perfekt planen.
Vööl Pläseer bi `t Utproberen, tschüß, Waltraud

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STADTRADELN Tag 4-5

Bild Geschrieben am 06.09.2021 von Gundela Fink-Trudrung
Team: ADFC Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Das war ein richtig schönes Wochenende mit bestem Radelwetter! Samstagmorgen ging es erstmal wie meist zum Wochenmarkt, für größere Einkäufe habe ich meinen Hänger schätzen gelernt. Nachmittags dann an der ADFC-Feierabendtour teilgenommen, für unseren Tourenleiter war es eine Premierenfahrt. Es gibt immer wieder selbst im Nahbereich von Leer Wege , die selbst einem alten Hasen neu sind. Danke Gerold für diese Tour.
Am Sonntag stand dann eine Tagestour auf dem Programm. Morgens um 9:00 Uhr starteten wir mit 20 Radlern vom Mühlenplatz, Thema war das Fehntjer Tief. In Leer fuhren wir bis zum Weizenweg über Teilstücke des Ostfrieslandwanderweges mit der Erkenntnis, für eine Radfahrgruppe aufgrund der Umlaufsperren nicht geeignet. Es ging weiter Richtung Hatshausen/Ayenwolde, dort stießen wir auf das Fehntjer Tief. Von dort aus folgten wir dem Verlauf des Tiefs bis nach Emden. Unterwegs kamen wir auch an die Stelle, wo schon lange die Einrichtung einer Pünte zur Querung des Tiefs zwischen Tergast und Simonswolde ersehnt wird. Alle zwei Jahre findet normalerweise die Radveranstaltung van Dörp to Dörp statt, dann wird hier eine temporäre Querung (Pontons) hergestellt. Von Oldersum aus ging es weiter am Ems-Seitenkanal nach Petkum und Widdelswehr. Diese Strecke ist auch als Route für die geplante Radwegeschnellverbindung von Aschendorf über Leer nach Emden vorgesehen, eine schöne Route, die aber auch dringend saniert und ausgebaut werden sollte. In Widdelswehr sind wir zu Mittag eingekehrt. Nach der Stärkung kamen wir bei Borssum wieder an das Fehntjer Tief und zur Kesselschleuse. Während der ganzen Tour vermittelte unser Tourenleiter uns viel Wissenswertes. Von der Kesselschleuse ging es dann in die Emder Innenstadt, Einkehr in ein Kaffee am neugestalteten Marktplatz. Aufbruch zur Rückfahrt nach Leer am Ratsdelft mit den Museumsschiffen vorbei, Richtung Borsssumer Schleuse. Dort direkt an der Wasserlinie an der Ems entlang bis nach Gandersum geradelt. Philipp, dass wir uns nicht begegnet sind! Auch wir haben den Frachter auf der Ems gesehen s. Beweisfoto! In Oldersum dann nochmals bei der Schleuse Blick auf die Ems geworfen, die Eindrücke während der ganzen Tour waren überwältigend! Sind kurz nach Rorichum dann allerdings durch den Hammrich Richtung Neermoor gefahren und von dort dann an der Bundesstraße nach Leer hinein. Es war ein erlebnisreicher, von starken Eindrücken geprägter, wunderschöner Tag! Danke an Joosten für die Ausarbeitung! So durch die Landschaft zu radeln ist für mich Entspannung pur!

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Vorfahrt! Oder doch nicht?

Bild Geschrieben am 06.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Wer die Ritterstraße von der Pünte kommend stadteinwärts radelt, dem begegnet in Höhe des Militärgeländes die "Vorfahrtsraute" (Zeichen 306 gemäß Abschnitt 1 der Anlage 3 StVO, siehe Foto). Laut StVO besteht so lange Vorfahrt, bis das Zeichen aufgehoben wird - was auf der Ritterstraße bis in die Einmündung zur Hindenburgstraße nicht der Fall ist. Demnach hat man auf der Ritterstraße stadteinwärts Vorfahrt.

Gleichwohl fehlen an den einmündenden Straßen (z.B. Jade-, Alemannen- oder Huntestraße) die rot-weißen auf der Spitze stehenden Dreiecke (Zeichen 205 gemäß Abschnitt 1 der Anlage 2 StVO), wonach man Vorfahrt zu gewähren hat, wenn man in die Ritterstraße abbiegen möchte. Mangels Beschilderung gilt an den o.g. Einmündungen also Rechts vor Links.

Tja, wer kann helfen und die Frage nach Vorfahrt klären? Ich bin dort immer besonders vorsichtig und warte im Zweifelsfall lieber.

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Am schönsten ist Ostfriesland…

Bild Geschrieben am 06.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

…an den Schnittstellen zwischen Land und Wasser. Ob an der Ems, am Großen Meer, an der Nordseeküste oder an den zahlreichen Kanälen, eine Radtour am Wasser ist immer ein Erlebnis.

Der Weg führt uns heute an der Unterems Richtung Emden, von Leer aus immer am Deich entlang. Ab Terborg könnte man theoretisch den gut ausgebauten Deichverteidigungsweg abseits der vielbefahrenen Landstraße nutzen ….. ja wenn man denn dürfte. Denn die Moormerländer Deichacht hat diesen Weg zwischen Terborg und Gandersum gesperrt. Sie begründet dies damit, dass man bei Öffnung zusätzliche Schafsperren als Durchlässe einrichten müsse. Ob dieses Argument in Zeiten, in denen man nachhaltigen Tourismus und Fahrradverkehr stärken möchte, noch belastbar und verhältnismäßig ist, möge jeder für sich bewerten. Jedenfalls ist es schade, dass man dem guten Vorbild der Rheider Deichacht auf der anderen Seite der Ems nicht folgt.

An der Landstraße (alte B 70) erwartet uns zumindest der in 2020 frisch sanierte Radweg, dem wir über Oldersum bis Gandersum folgen. In Oldersum machen wir einen kurzen Abstecher zum alten Hafen, der an der Mündung der Flumm liegt. Gegenüber auf der Werft liegen einige Behördenschiffe, die dort zur Wartung und Reparatur festgemacht haben sowie ein Frachtschiff-Neubau zur Versorgung der Insel Baltrum.

In Gandersum begegnet uns das mächtige Emssperrwerk, das seit 2001 in Betrieb ist. Einerseits dient es dem Küstenschutz, um die bei Sturmflut in die Ems eindringenden Wassermassen der Nordsee abzuriegeln. Andererseits wird damit die Ems aufgestaut, um die notwendige Wassertiefe bei Schiffsüberführungen der Papenburger Werft herstellen zu können ohne übermäßig baggern zu müssen. Das Aufstauen der Ems ist an strenge naturschutzfachliche Auflagen gebunden. Ebenfalls aus Gründen des Naturschutzes darf der ab dem Sperrwerk stromabwärts führende Teekabfuhrweg – der an der Unterems praktisch die einzige Möglichkeit darstellt, auf der Seeseite des Deiches zu radeln – größtenteils nur von Juli bis September benutzt werden.

Vorbei am kleinen Fährhafen Petkum sehen wir hinter Borssumersiel eine große Windenergieanlage, die in einigen Metern Abstand vom Ufer in die Ems hinein gebaut wurde – damals die erste Windenergieanlage Deutschlands mit „nassen Füßen“.

Kurz vor Ende des Weges passieren wir den Emder Südkai, an dem die letzte Massengut-Umschlagbrücke an die 1970-er Jahre erinnert, als dort jährlich mehrere Millionen Tonnen Eisenerz umgeschlagen wurden. Am Emder Außenhafen verlassen wir den Lauf der Ems durch das Deichgatt und fahren über die Große Seeschleuse und die Nesserlander Straße am Borkumkai vorbei. Dem historischen Flussverlauf der Ems folgend erreichen wir den Ratsdelft und genießen maritimes Flair bei einer Tasse Kaffee.

Ein Hingucker im Ratsdelft ist das knallrote Feuerschiff Amrumbank direkt am Rathaus gelegen. Früher, als die terrestrische Navigation auf See noch eine größere Rolle spielte, waren mehrere bemannte Feuerschiffe auf Seepositionen in der Deutschen Bucht verankert. Durch die hohen Feuertürme waren die Feuer weithin sichtbar, die Schifffahrt wurde so bereits weit vor Erreichen der Flussmündungen und Untiefen gewarnt. Heute beherbergt das Schiff ein Museum sowie ein Restaurant und wer sich traut, kann dort auch heiraten. Das Feuerschiff Amrumbank hat es sogar bis ins Rheinland geschafft - in Bonn kann man es nämlich als Modell bewundern.

Und weil es uns so gut gefallen hat, nehmen wir denselben Weg zurück an der Ems entlang. Denn Ostfriesland ist am schönsten, wo Land und Wasser einander berühren.

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Moin mitnanner

Bild Geschrieben am 05.09.2021 von Waltraud Giere
Team: Ludgeri-Schule Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Ik bliev vandaag mal en bietje bi`d Platt:
Wat maakt man up Sönndag, wenn dat so dokerg is?
Een geiht na`d Kark, annerseen blifft in sien Bedd, noch annerseen spölt mit sien Mobiltje, un anner Lüü doont noch vööl mehr.
Ik was Vanmörgen all up Padd un hebb Fotos knipst. Fotos maken geiht ok good, wenn man mit Rad unnerwegens is. Ik wull de Besünnerheiden fasthollen, de van`d Dook komen. Ji köönt een lüttje Utwahl bekieken. Later gaff dat dann noch een lecker Koppke Tee to upwarmen.
Fein Avend noch, tschüß Waltraud
NEBEL-Bildunterschriften:
"Eingefangen im (Nebel-)Netz"
"Wie Sie sehen, sehen Sie nichts"
"Warten auf Futter"
"Früchte des Herbstes"
"Ein Gespinnst in der Brombeerhecke"
"Lecker Tee"

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Im Ammerland

Bild Geschrieben am 05.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Ähnlich wie der Ostfriesische Geestrücken besitzt auch das Oldenburger Land z.T. eine Geestlandschaft, deren Bestandteil das Ammerland ist. Auf dem Rad bieten sich viele Möglichkeiten, dorthin zu kommen.

Wer es ruhig haben möchte, der fährt zunächst an der Jümme entlang. Zuerst begegnet man der Pünte, eine jahrhundertealte Fährverbindung über die Jümme, die noch heute saisonal in Betrieb ist und per Hand bedient wird. Die Pünte verbindet Wiltshausen mit Amdorf und führt damit von Leer aus in die Leda-Jümme-Niederung.

In Stickhausen gibt es eine kurze mit feinem Schotter sanierte „Ortsumgehung“ für Radfahrer, die an der Bahnlinie entlang führt. Im Moment ist der Weg etwas zugewuchert, die Brennnesseln zu beiden Seiten dürfen mal geschnitten werden. Der Weg führt bis zum Betriebsbahnhof Stickhausen-Velde, auf dem bis in die 1970-er Jahre noch Züge hielten. Gesichert werden die Gleisabschnitte immer noch mit Formsignalen – die in 2020 sogar erneuert wurden. Erfreulich für Bahnromantiker, aber Digitalisierung geht anders…

Nach einem Abstecher an den Jümmesee, der auch für Schwimm- und Triathlon-Wettbewerbe genutzt wird, führt der Weg weiter Richtung Augustfehn, das man sehr gut südlich des Aper Tiefs umfahren kann, wenn man hinter der Schanze an der ehemaligen ostfriesisch-oldenburgischen Grenze den Radweg entlang des Kiessees nimmt.

Über Apen, Ocholt und Ohrwege und entlang der vielen für das Ammerland so charakteristischen Baumschulen erreicht man den bekannten Kurort Bad Zwischenahn. Dort gibt es viel Sehenswertes zu erleben, bspw. den Park der Gärten oder die Kurpromenade am Zwischenahner Meer, die auch den Mittelpunkt des Ortes bildet und zu einer Pause auf der Sitzbank einlädt. Wer weiter nach Oldenburg möchte, der kann den Radweg an der Bahnlinie bis Wechloy nutzen.

Auf dem Rückweg geht es ein Stück auf dem gut ausgebauten (und hochfrequentierten) Radweg – meist in einigem Abstand zum Ostufer des Zwischenahner Meeres – bis nach Dreibergen am Nordufer. Dort hat man einen schönen Blick auf das Wasser und kann Bad Zwischenahn auch mit dem Ausflugsschiff erreichen.

Weiter zwischen Dreibergen und Gießelhorst begegnet man einer unrühmlichen Ausnahme vom ansonsten gut ausgebauten und schlüssig beschilderten Radwegenetz. Neben der etwas wirr anmutenden Wegeführung ärgert insbesondere der nördlich am Segelflugplatz vorbei führende Abschnitt, der aus stark beschädigten und z.T. notdürftig mit Asphalt geflickten Betonfeldern besteht. Eine Zumutung für Radfahrer. Was haben sich die Verantwortlichen nur dabei gedacht, eine solche Buckelpiste als touristischen Radweg auszuweisen? Hier empfiehlt es sich tatsächlich, die Radwege an den Landstraßen zu nutzen.

Richtung Leer geht es anschließend bei strahlendem Sonnenschein über Westerstede ein Stück an der alten Bundesstraße 75, dann über Kleinsander, Hollen und Filsum zurück.

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STADTRADELN Tag 1-3

Bild Geschrieben am 04.09.2021 von Gundela Fink-Trudrung
Team: ADFC Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Moin!
Am Mittwoch, den 1.9.21, war es soweit, Startschuß zur 5. Teilnahme der Stadt Leer am Stadtradeln. Ich hatte für diesen Tag mir Urlaub genommen, um an der ersten ADFC geführten Tour teilnehmen zu können, die Wetterprognose war gut. Morgens um 8:00 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Mühlenplatz, auch die Stadtradeln-Stars Waltraud Giere und Philipp Giertz kamen zur Begrüßung sowie Mara Büüsker von der Stadt Leer. Nach den Begrüßungsworten ging es los, Richtung Jümme bis Stickhausen. Am Jümmedeich kein Autoverkehr! Im Gegensatz zu den Wochenenden, ein tolles Gefühl, die Landschaft und die Stille genießen zu können. Über Filsum weiter bis zur Holtlander Ehe, diese emissionsfrei gequert (Pünte). Kurz vorher hatte eine Damenriege noch Vorfahrt. Im Wasserpark Hasselt haben wir dann wunderbar unser mitgebrachtes Frühstück verzehrt. Gegen Mittag waren wir dann zurück in Leer. Es war eine wunderschöne, entspannte Tour. Danke an unsere Tourenleiterinnen Jutta und Waltraut für die Planung und Ausarbeitung.
Nachmittags habe ich mir dann von einem guten Bekannten ein Lastenrad geliehen für den Wocheneinkauf, den ich normalerweise mit dem Auto erledige. Im Hammrich dann erstmal geübt, um das Fahrverhalten kennen zu lernen. War anfangs ganz schön gewöhnungsbedürftig, ich wurde aber zunehmend sicherer.
Donnerstag morgens dann mit dem Lastenrad los zur Arbeit, gute 7,5 km durch Leer. Die Drängelgitter auf dem Ostfrieslandwanderweg waren schon eine Herausforderung! Fahre fast täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit, dass hält mich fit, meine Lungen frei und ich kann eine ordentliche Portion Sauerstoff tanken. Und ich fahre CO2 frei, das Auto wird seltener aufgetankt!
Nach Feierabend dann zum Wocheneinkauf und das Abenteuer begann - mit dem voll beladenen Lastenrad nach Hause. Gut, dass ich vorher geübt hatte, dass gab mir Sicherheit. Eine meiner Lieblingsstrecken ist die kleine Allee, hatte ich auch vor zu fahren. Als ich dann an der Papenburger Straße stand und auf die Grünphase zur Querung dieser Straße wartete kamen mir Zweifel, was ist, wenn mir in dem schmalen Bereich zwischen Mozartstraße und Lindenweg ein Fahrrad mit Kinderanhänger, ein weiteres Lastenrad, Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen entgegen kommt? Das könnte eng werden, kein Sicherheitsabstand wäre möglich. Hier wünsche ich mir, dass die Kleine Allee wie im Fahrradkonzept vorgeschlagen, ausgebaut wird, Fußgänger- und Radverkehr getrennt geführt werden können. Habe dann kurzfristig umdisponiert und bin Unter den Eichen über Birkenweg und Hoher Weg weiter nach Hause gefahren. Ein tolles Gefühl, es geschafft zu haben! Fazit: Nach diesem Test kann ich mir durchaus vorstellen, mir ein eigenes Lastenrad zuzulegen.
Der Feitag dann ein normaler Alltag, mit dem Rad zur Arbeit, nach Feierabend kleine Einkäufe auf dem Nachhauseweg erledigt, den Abendtermin auch mit dem Fahrrad erledigt.
Die ersten Tage hatten wir jetzt herrliches Radelwetter! Ich wünsche allen Radelnden weiterhin gutes Wetter und viele unfallfreie KM!

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Moin leeve Lüü, wi hebben Wekenenn...

Geschrieben am 04.09.2021 von Waltraud Giere
Team: Ludgeri-Schule Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

...für Schulkinder und Lehrkräfte ist das meistens unterrichtsfreie Zeit - nicht jedoch am Einschulungstag, und der fand heute für unsere Grundschulkinder unter verschärften Coronabeschränkungen statt. Relativ kurfristig entschied sich das Ludgeri-Schul-Team für eine Open-Air-Veranstaltung: Einschulungsgottesdienst und Einschulungsfeier auf dem Schulhof, der bei uns ziemlich "grün" ist. Die aufwändigen Vorbereitungen des Teams, gute "Zuarbeit" von Eltern im Hinblick auf die Einhaltung der Coronaregeln und die Bereitschaft von Pastor Wiarda, auch außerhalb des Kirchengebäudes einen Gottesdienst zu feiern, führten zu einer sehr gelungenen Veranstaltung. Kinder älterer Jahrgänge sangen im Gottesdienst und führten später Szenen aus dem Unterrichtsalltag auf, die "frischen" Zweitklässler trauten sich auch schon, gleich 3 Lieder mit der musikalischen Unterstützung von unserem Musiker, Stephan Pohl, vor einem großen Publikum zu singen - ganz schön mutig - und das alles bei sonnigem Wetter in stimmungsvoller Umgebung: Schöner konnte der Einstieg der neuen Erstklässler in die Schule kaum sein - aber die mussten selbst auch noch getrennt von ihren Eltern die allererste Unterrichtsstunde mitmachen... Dann ging es mit dem Ranzen auf dem Rücken und bunten Schultüten auf dem Arm zurück zu den Eltern, die sicherlich noch einige Überraschungen für die Kleinen vorbereitet hatten.
Somit bin ich an jedem Stadtradeltag mit dem Rad zur Arbeit gefahren - für viel mehr war bis auf eine weitere Tour keine Zeit.
Die nächste schulische Aktion wird unser Spezialtag zum Stadtradeln sein - die Vorbereitungen laufen bereits.
För all, de an Wekenenn noch arbeiden mutten: denkt daaran, dat gifft mehr Kilometers! Mooi Sönndag, tschüß Waltraud

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Na Auerk

Bild Geschrieben am 03.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Aurich, wie die Stadt auf Hochdeutsch heißt, liegt im Herzen Ostfrieslands und ist historischer Residenz- und Verwaltungsstandort. Noch heute haben einige Gerichte sowie Landes- und Bundesbehörden hier ihren Sitz bzw. eine Außenstelle. Lebendiger Mittelpunkt der Stadt sind der Marktplatz und das Schloss.

Mit dem Rad hat man zwischen Leer und Aurich nur wenige Wahlmöglichkeiten, z.B. über die alte Bahntrasse „Jan Klein“, auf der bis 1968 Personenverkehr bestand und die heute als Ostfriesland-Wanderweg dient. Der kürzeste Weg führt über Neermoor-Timmel-Westgroßefehn. Auf der Strecke über Oldersum-Riepe fehlt z.T. der Radweg an der Landstraße, so dass man zur sicheren Umgehung den Umweg über die Petkumer Klappe nehmen kann. Eine große Barriere bildet hier das Fehntjer Tief, welches man zwischen Oldersum und Westgroßefehn nicht überqueren kann.

Stadtradeln gibt es in Aurich jetzt auch. Im Februar 2020 haben mein Kollege und ich die Sprechstunde des Bürgermeisters aufgesucht und ihm den Vorschlag gemacht, diese Aktion in Aurich auch mal anzubieten. Ob dem Bürgermeister das im Gedächtnis geblieben ist, wissen wir zwar nicht, aber die Stadt Aurich macht in 2021 zum zweiten Mal beim Stadtradeln mit. Am Sonntag dem 5. September geht es dort los. Aurich ist übrigens von einem sehr schönen Fahrradrevier umgeben, was zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren in alle Richtungen eröffnet.

Auf dem Rückweg bin ich noch ein Stück am Ems-Jade-Kanal geradelt. Der Kanal wurde im 19. Jh. zwischen Emden und Wilhelmshaven gebaut. Aurich besitzt einen kleinen aber feinen Hafen, sogar mit Leuchtturm. Am Nordufer des Kanals zwischen Wiesens und Marcardsmoor wird derzeit der nächste Abschnitt des Betriebsweges erneuert. Gute Nachrichten für Radfahrer also…

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Von Leer bis ans Ende der Welt…

Bild Geschrieben am 02.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

…zumindest für ostfriesische Verhältnisse. Denn die Stelle am Fuße des Geisedammes, wo der Rheiderländer Seedeich sich von der Ems abwendet und dem Dollart folgt, heißt auf Plattdeutsch „Endje van’t Welt“. Weit öffnet sich der Blick in die deutsch-niederländische Meeresbucht, die als Folge von mehreren schweren Sturmfluten im 13. und 14. Jahrhundert entstanden ist. Am gegenüberliegenden Emsufer liegt der Emder Seehafen, der vor Allem von großen Autotransportern angelaufen wird.

Der Weg zum äußersten Eck des Rheiderlandes führt über das historische Fischerdorf Ditzum mit seinen vielen Fischkuttern und der Fähre, die tagsüber zum anderen Emsufer nach Petkum verkehrt. Per Rad erreicht man Ditzum über den Deichverteidigungsweg oder den Radweg an der Landstraße. In Ditzum ist gut Fisch essen (alternativ gibt‘s auch ein leckeres Schnitzel).

Weiter an der Binnenseite des Seedeiches geht es zum erhöhten Plateau der ehemaligen Bohrinsel Dyksterhusen, die ein Stück weit in den Dollart hineinragt. Dort suchte man in den 1960-er Jahren vergeblich nach Öl und Gas. Heute ist das Bohrloch verschlossen und das Plateau lädt mit seinen Sitzbänken zum Verweilen ein, zudem diente es auch als Filmkulisse für die Krimireihe „Friesland“. Aufpassen muss man bei Sturm aus Nordwest, wenn das Wasser in den Dollart gedrückt wird. Dann kann das Plateau zeitweise zur Insel werden, falls die tiefliegende Zufahrt überflutet wird.

Der Rückweg führt über Ditzumerverlaat und Bunderhee mit dem historischen Steinhaus. Der Radweg an der Landstraße nach Bunde wurde vor Kurzem zu großen Teilen saniert und ist jetzt wieder gut befahrbar. Dazu gesellt sich mittlerweile die Sonne am Himmel. Beste Bedingungen für eine Radtour zum Ende der Welt...

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Großbaustelle Leer

Bild Geschrieben am 01.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Heute habe ich per Rad mal die zahlreichen Baustellen in der Stadt Leer angeschaut. Alle Baustellen besitzen in der einen oder anderen Hinsicht Auswirkungen auf den Radverkehr. Denn die Fahrrad-Infrastruktur wird dadurch zum Einen verbessert. Zum Anderen kann man – mit Ausnahme des Stadtrings – alle Baustellen zu Fuß oder mit dem Rad passieren. Aber der Reihe nach:

Während die Bauarbeiten auf dem Stadtring eher gemächlich fortschreiten, geht es am Bummert flott voran. Dort ist im ersten Bauabschnitt bereits Asphalt eingebaut worden, zum Teil schon die Verschleißdecke. Deutlich erkennbar ist auch, dass die Bereiche für Fußgänger und Radfahrer großzügiger als bisher gestaltet werden. Welches Ergebnis sich bei integrativer Gesamtschau ergibt, bleibt nach Fertigstellung der Arbeiten abzuwarten. Das Nadelöhr hinter der Einmündung der Friesenstraße sieht jedenfalls ziemlich eng aus.

Ebenso ist der erste Bauabschnitt des FaCit-Projekts im Ostersteg für Radfahrer hergerichtet. Gegen den Uhrzeigersinn wurde ein breiter Radfahrstreifen auf der Fahrbahn eingerichtet. In der anderen Fahrtrichtung wurde das Pflaster auf dem Radweg erneuert. Aktuell werden die Bauarbeiten in der Bgm.-Ehrlenholtz-Str. fortgesetzt. Dort wird demnächst die in Richtung Friesenstraße aktuell recht fragwürdige Verkehrsführung für Radfahrer endlich beseitigt.

Auch im nächsten Bauabschnitt des Logaer Weges zeigt sich erkennbarer Baufortschritt. Dort dürfen Radfahrer vielleicht bald eine ebene Asphaltdecke erwarten.

Zurück zum Stadtring. Dem Vernehmen nach sollen auch Teile des Radweges an der B 436 erneuert werden. Auch dort sind also Verbesserungen für Radfahrer in Aussicht.

Und die nächste Baustelle in unserer Stadt ist bereits angekündigt. In der nächsten Woche soll im Zuge der Sanierung der Seeschleuse die Straße „An der Seeschleuse“ vsl. drei Wochen lang gesperrt werden. Auch in diesem Fall ist der Radfahrer klar im Vorteil. Denn wer z.B. von der Spierkreuzung nach Leerort möchte, der fährt mit dem Rad einfach quer durch die Stadt. Für den Kfz-Verkehr wird die Umleitung eher zu einer kniffeligen Aufgabe…

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Auftakt

Bild Geschrieben am 01.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Nach dem gestrigen Pressetermin mit der Bürgermeisterin, dem Koordinationsteam und einigen Sponsoren ging es heute dann richtig los mit dem Stadtradeln. Zum Auftakt trafen sich die Stadtradelstars heute Morgen auf dem Mühlenplatz zum Fototermin.

Dabei wurde auch eine kurze Videobotschaft für den Account der Stadt Leer bei den sozialen Medien aufgenommen. Es wäre toll, wenn sich damit auch die noch Unentschlossenen angesprochen fühlen, am Stadtradeln teilzunehmen.

Anschließend ging es mit dem Liegerad auf die erste Rundfahrt in Leer und Umgebung.

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Am Vorabend...

Bild Geschrieben am 31.08.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Die Reifen sind aufgepumpt, die Kette geölt, Licht und Bremsen sind kontrolliert. Das Auto steht in der Garage und die Wettervorhersage prophezeit einen Sonne-Wolken-Mix ohne Regen. Die fünfte Auflage des Stadtradelns in Leer/Ostfriesland kann beginnen.

Viel Spaß beim Auftakt!

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Moin leeve Lüü, Vandaag geiht dat um de Tied

Bild Geschrieben am 29.08.2021 von Waltraud Giere
Team: Ludgeri-Schule Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

"Ich fahre doch gerne mit dem Rad, aber das dauert viel zu lange - jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit/Schule/..."
Wenn man zurzeit durch die Stadt Leer fahren möchte, wird man mit vielen Hindernissen konfrontiert - nicht nur Baustellen, deren Umleitungsvorschläge sich nicht jedem erschließen.
Zur "Rushhour" ist es vor allem mit dem Auto kein Vergnügen, durch die Stadt zu fahren - egal, von wo nach wo man möchte.
Probiert man es doch einfach mal aus: Die Radwege bieten viele Abkürzungen, man darf stellenweise tatsächlich falsch herum durch Einbahnstraßen fahren, teilweise 24 Stunden, teilweise zeitlich eingeschränkt auch durch die Fußgängerzone fahren, und man muss nicht nach Parkplätzen und ggf. Parkuhren suchen: Die Fahrradständer sind oft sehr nahe am Ziel kostenfrei vorhanden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich im Winter mehr Zeit für die Gesamtverpackung von Mensch und Utensilien benötige - dafür komme ich erfrischt und vorgewärmt bei der Arbeitsstelle an. Im Sommer geht es schneller, aber die Gesamtzeit in allen Jahreszeiten ist kein Verlust gegenüber Autofahrten, sondern ein Gewinn, obwohl es rein rechnerisch ab einer gewissen km-Anzahl länger dauert als mit dem Auto zur Arbeit zu fahren (was auch mit der günstigen Lage und eigenem Parkplatz meiner Arbeitsstätte zu tun hat). Der Gewinn besteht in einer anderen Kategorie: "Ich schlage beim Radfahren mehrere Fliegen mit einer Klappe", denn ich trainiere meinen Körper/Herz-Kreislauf-System, ich bewege mich an der frischen Luft, ich bewege mich umweltfreundlich mit meinem Rad von A nach B, ich habe Freude an dieser Tätigkeit und fordere mich bei jedem Wetter heraus, mit meinem "Söbenhunnertfievtiger-ped-man-sümst" auch gegen Sturm und Regen anzufahren. Ich muss also nicht noch irgendwo hin, um gegen Bezahlung Vergleichbares zu haben. Das spart sogar Zeit - und Zeit ist nun mal eines der kostbarsten Güter in unserer Welt geworden - wie wir sie nutzen, liegt in unseren Händen - Autofahren kann manchmal auch ein Genuss sein - die anderen Vorzüge des Radfahrens hat es so nicht.
Montag und Dienstag könnte man es mal probieren, wie sich die Radfahrt zur Arbeit optimal gestaltet, wie spät man losfährt, welche Wege man testet, ob die Regenkleidung dicht ist und wie viel Zeit in welchem Gesamtumstände-Zeitfenster gebraucht wird - nur mal so, völlig unverbindlich, einfach mal machen.
Bit anner maal, Allerbest Waltraud

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