STADTRADELN-Star Blog: Mülheim an der Ruhr


Abschlusskommentar

Geschrieben am 26.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Auf die eigentlich mit dem Auto geplante Münsterlandfahrt hatte ich im letzten Beitrag schon hingewiesen - nun nochmal ein paar Details: das war keine "Lustausfahrt" mit dem Rennrad und auch keine kurze Strecke zum Einkaufen, sondern knapp 90 km um ans Ziel zu kommen. Das Rennrad habe ich dennoch genommen, aber der Spaß hielt sich in Grenzen: durch das nördliche Ruhrgebiet (Teile von Essen, Gelsenkirchen, Wanne-Eickel, Herne, Castrop-Rauxel, Datteln) ist Fahrradfahren nicht wirklich ein Genuss: Radwege wie man sie sich gar nicht wünscht: oft schmal, oft holprig, an jeder Einmündung eine - wenn auch flache - Bordsteinkante, mal verschwindet der Radweg ganz, Autos fahren unkontrollert aus Ausfahrten, ... , jede*r von uns kennt das. Super dagegen der Radschnellweg von Mülheim bis Essen, und ab Datteln im Münsterland ging es auch, meist ganz ordentliche Radwege entlange der Straßen, mit nur kleineren Problemen, z.B. Vorfahrt achten an jeder Ausfahrt eines Kreisverkehrs für Radfahrer, da sieht man doch im Vorfeld, dass man auf die Straße kommt, bevor man in den Kreisverkehr einfährt...
Auf dem Rückweg am Sonntag (außerhalb der Stadtradelperiode) noch einen klassischen Unfall gehabt: von einem Auto "gedoort", zum Glück war ich nicht sehr schnell, vielleich 20 km/h, und außer einigen kleineren Blessuren ist nichts passiert. Rückweg nach Mülheim über Haltern und Marl nach Essen, dort die Radwege oft eher auf der holprigen Seite, deutlich schlechter als im östlichen Münsterland. Mit Ballonreifen oder Mountain Bikes geht das gut, aber mit dem Rennrad hat die Strecken kein Planer je gefahren.
Gesamtfazit: der komplette Verzicht aufs Auto ist machbar, erfordert aber erhebliche Planung und macht nicht immer Spaß. Bis letztes Jahr war ich Max-Planck-Vizepräsident mit einem übervollen Terminkalender, der Verzicht aufs Auto wäre zu der Zeit völlig illusorisch gewesen.
Viel CO2 habe ich nicht eingespart. Der meisten Kilometer bin ich aus sportlichen Gründen mit dem Rennrad gefahren, die wären mit dem Auto nicht angefallen. Die Strecken zum Einkaufen in Mülheim fahre ich ohnehin mit dem Rad. Eingespart habe ich lediglich vermutlich eine Dienstreise nach Mainz und die Fahrt zum Flughafen, die ich sonst mit Dienstwagen oder Taxi erledigt hätte. Die Fahrt ins Münsterland mit dem Auto hat dennoch stattgefunden, nur saßen statt fünf Leuten nur vier im Auto und ich habe das Rad genommen...
Letztes Geständnis: am ersten Tag der Stadtradelperiode bin ich noch Auto gefahren, ich kam aus dem Urlaub zurück und war davon ausgegangen, dass das Stadtradeln erst mit dem offiziellen Auftakt beginnt. Dafür habe ich bis heute aufs Auto verzichtet...

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Bis zur letzten Minute geradelt

Bild Geschrieben am 25.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Am letzten Stadtradeltag bin ich doch tatsächlich bis zur letzten Minute geradelt. Ich war bei einer Freundin in Kupferdreh. Normalerweise hätte ich wohl das Auto genommen, denn so ganz alleine nachts unterwegs... Ich finde es eigentlich nicht so richtig schlimm, im Dunkeln über Fahrradtrassen zu fahren, aber alle anderen auf der Party fanden die Idee, alleine zurück zu radeln, relativ krass. Ich habe ganz nette Angebote bekommen: Lass das Rad hier stehen, wir fahren Dich; oder: Das Rad kommt in den Kofferraum und wir nehmen Dich mit. Am Ende ist der "Herr des Hauses" ein Stück mitgefahren, bis ich an der "Zornigen Ameise" auf der idiotensicheren Strecke war - immer geradeaus bis nach Hause. Daheim war dann gefühlt auch der letzte Restalkohol verstoffwechselt.

Mein Fazit nach drei Wochen ohne Auto:
Für die ganzen Fahrten innerhalb Mülheims braucht's kein Auto. Nur wenn z.B. die Kinder am Wochenende zu ihren Spieltagen vom Sportverein wollen, ist es schon praktisch, man will sich ja nicht immer nur bei anderen Familien einladen, sondern sich auch mal beim Fahren revanchieren. Und abends ist es ebenfalls praktisch. Aber für solche Zwecke würde ein Auto vom Carsharing reichen, mittlerweile brauchen wir schließlich keine drei Kindersitze mehr. Nur: Wohin man schaut, überall stehen Autos. Nur keine vom Carsharing! Und so sind wir leider weiterhin Teil dieses Park-Irrsinns, wenn auch nur unterdurchschnittlich mit einem Auto für fünf Personen. Die Welt ist schon verrückt!

Nun schnell noch die letzten Kilometer eintragen:

km-Stand Lastenrad: 4.452 (Anfangsstand 4.259 km = 193 km gefahren)
km-Stand schwarzes Rad: 16.077 (Anfangsstand 15.856 km = 221 km gefahren)

plus 44 km mit dem Gravelbike nach Kupferdreh und zurück; dazu die anderen beiden Fahrten während der drei Wochen (30 km + 42 km) = 116 km gefahren

Gefahrene km innerhalb der letzten 3 Wochen: 530 km
Ich staune, das ist ganz schön viel! Dabei sind es nur "Alltagsfahrten", Radtouren einfach nur zum Spaß haben wir nicht gemacht.

Vielen Dank an alle, die mich während der letzten drei Wochen in diesem Blog begleitet haben!

Bis bald,
Eure Valerie


P.S.: Das Foto ist übrigens von der heutigen Müllsammel-Aktion des ADFC. Viele fleißige Helfer haben den RS1 um den Bahnhof rum bis zum Aufzug wieder schön gemacht, damit das Radeln dort auch weiterhin Spaß macht.

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Endlich mal wieder ins Büro radeln

Bild Geschrieben am 25.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Zu viel Homeoffice ist auch nicht gut. Sonst bin ich immer mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Ich habe die Strecke während der Pandemie so vermisst, dass ich manchmal einfach nur auf dem RS1 hin und her gefahren bin. Vollgas, um endlich mal nicht nur im Kopf, sondern auch sonst ausgepowert zu sein.

Nun treffe ich mich meistens mit einer Freundin, die fast den gleichen Arbeitsweg hat: Richtung Essener Innenstadt. Wie schön, dass man morgens auf der Radtrasse ganz gut nebeneinander fahren kann, so kann man sich prima unterhalten und der Tag geht gut los.

Im Büro angekommen freue ich mich jedes Mal, dass wir im neuen Gebäude richtige Fahrradstellplätze haben. Man hat einfach die Ecken der Tiefgarage, wo eh keine Autos parken können, genutzt und dort Stellplätze hin gesetzt. Die Türen kann man nur mit dem Werksausweis öffnen. Da kann man den Helm am Lenker baumeln lassen oder die Regenjacke trocknen lassen, da kommt nichts weg.

Und dann geht's weiter zur Radfahrerumkleide. Die haben wir Mitarbeiter uns fürs neue Gebäude gewünscht und bekommen. Mit Duschen! (Wegen Corona gesperrt) Und jetzt verrate mir mal einer, wieso das kaum genutzt wird?! Vielleicht ist bei den Männern mehr los, aber ich bin meistens die Einzige, und zwar den gesamten Tag lang. Man sieht das, weil die Spinde alle frei sind. Vielleicht wird es mehr, wenn auch wieder alle ins Büro fahren. Aber vielleicht auch nicht, denn wenn im Büro weiter fleißig gelüftet wird, muss man vielleicht auch kein frisches Oberteil anziehen?? Hoffentlich bleibt uns die Umkleide erhalten.

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Münsterland

Geschrieben am 24.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Die Fahrt mit vier Freunden ins Münsterland war weit vor Stadtradeln geplant - eigentlich mit Auto, aber jetzt für mich mit Fahrrad. Bis Datteln Mist, dann nett, mehr später…

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Kinder, wir fahren einkaufen!

Bild Geschrieben am 22.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Der Tag war anstrengend. Zwar durfte ich heute im Homeoffice arbeiten (wir hatten schon vor der Pandemie 2 Homeofficetage), aber wenn eine Besprechung nach der anderen angesetzt ist, bin ich immer schon froh, dazwischen mal kurz ums Eck flitzen zu können. Der Besprechungsmarathon ging um 8:00 Uhr los war um 17:00 Uhr zu Ende. Und nun? Füße hochlegen? Tolle Idee, aber der Kühlschrank ist leer, bzw. nur vollgestopft mit Grillsaucen, Radler und dem üblichen Bodensatz., aber nichts Gescheites.

"Kinder, wir fahren einkaufen!" Was noch vor 2 Jahren ein ganz normales Highlight unseres Alltags war, ist mittlerweile eine Seltenheit geworden. Bei dem ganzen Irrsinn mit "Jede Person braucht ihren eigenen Einkaufswagen" habe ich die Kinder gepflegt zu Hause gelassen. Und zur Not vor dem Tablet geparkt. Dafür habe ich immer große Mengen an Zeug angeschleppt, damit der elektronische Babysitter nicht zur täglichen Gewohnheit wird.

Nun gut, langsam kann man auch wieder mit Kindern zum Einkaufen gehen. Wobei direkt die Diskussionen losgingen: "Nö, ich fahre nicht selbst mit dem Rad. Ich fahre hinten auf dem Flitzerad und damit basta!" Muss man sich von einem Sechsjährigen vorschreiben lassen, wie es zu laufen hat? Darüber kann man streiten. Man kann es aber auch einfach lassen, weil man selbst schon vom gesamten Tag so genervt ist, dass man sich im Zweifel eh im Ton vergreift.

Also kommt das Kind hinten drauf und ich sage mir, dass ich dann einfach nur das Nötigste kaufe. Wie immer klappt das ... nicht so ganz. Ich habe über 80 Euro beim Discounter ausgegeben, ohne auf der Sonderverkaufsfläche Dinge zu erbeuten, von denen man bis vor einer Minute nicht wusste, dass man sie jemals brauchen würde. Respekt.

Wir stehen also mit einem vollen Einkaufswagen am Lastenrad und es geht, weil immer alles irgendwie geht. Einkäufe in die dicken Taschen gepackt, Kind oben drauf gesetzt. Zu Hause angekommen merke ich, dass unser Sohn so breitbeinig auf dem Rad sitzen musste, dass die Hose im Schritt gerissen ist. Hoppla. Dafür sind die Bananen nicht zermatscht und auch sonst ist alles prima angekommen. Das Abendessen kann kommen!

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Familie Renken macht einen Ausflug zum Sportpark Wedau

Geschrieben am 19.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

An der Hochschule soll der Radweg zum Sportpark Wedau erstmalig ausgeschildert sein. Perfekt, das wollen wir ausprobieren!

Das weiße Schild mit roter Schrift "Sportpark Duisburg 6,6 km" haben wir an der Hochschule schnell gefunden. "Idiotensicher, da kann nix schiefgehen," denke ich. Weit kommen wir nicht, bis Speldorf Katzenbruch / Blötter Weg.
Die drei Kinder fahren schnell und nah hintereinander, der Hintere brüllt aus mir nicht ersichtlichen Gründen STOP, der Vordere bremst mit voller Kraft, der Mittlere kracht auf den Vorderen. Es hätte so schön sein können, aber eine Gangschaltung (wie heißt das Ding am Hinterrad, wo die Kette die Ritzel wechselt?) ist kaputt. Wir fahren also zurück, das Kind mit dem kaputten Rad wird die ganze Strecke geschoben. Wie gut, dass wir nicht sooo weit gekommen sind.

Ein paar Tage später machen wir einen neuen Anlauf. Den ersten Teil des Weges kennen wir ja schon. Lustigerweise bleibt es bei dem einen Schild, auf dem das Ziel steht, der komplette restliche Weg ist nur noch mit diesen
kleinen weiß-roten Schildern mit Pfeilen drauf ausgewiesen. Es kommt, wie es kommen muss: Wir biegen bei dieser Schnitzeljagd einmal verkehrt ab und irren dann fröhlich durch den Wald, ohne es zu merken. Denn wir folgen weiter diesen kleinen Schildern mit Pfeilen drauf, die nur leider zu einem anderen Ziel führen. Irgendwann kommt es uns doch komisch vor und wir fragen nach dem Weg - so kommen wir am Ende doch noch an.

Auf dem Rückweg wollen wir besser aufpassen und machen unbeabsichtigt einen noch größeren Umweg als auf dem Hinweg. Wie blöd! Die Kinder bekommen schlechte Laune, also beerdige ich meinen Ehrgeiz, nur nach Schildern zu fahren, und krame das Handy raus. Geht doch!

km-Stand Lastenfahrrad: 4.417 (minus 4.305 = 112)
km-Stand schwarzes Rad: 15.917 (minus 15.917 = 98)
plus Gravelbike: 42 km

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Damals, als es in Kneipen noch nach Rauch gestunken hat...

Geschrieben am 19.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit war es klar, dass man nach einem lustigen Abend in einer Kneipe, Disco o.ä. komplett nach Rauch gestunken hat. Es war einfach so, dass man danach die Jacke raushängen musste und sich am besten noch einmal schnell geduscht hat - inklusive Haare waschen. Keiner hat das groß hinterfragt.

Auf einmal kam ein Gesetz und die Raucher waren nach draußen verbannt. Wieso ist da keiner früher drauf gekommen? Als Nichtraucher fand ich es zu schön, um wahr zu sein. So einfach war das also!

Kann man sich heutzutage vorstellen, dass die Innenstadt nicht vollgestopft ist mit Autos? Dass nicht mehr viele parken wie es ihnen passt, ohne Rücksicht auf Fußgänger? Dass Anwohner an Hauptverkehrsstraßen ein Fenster aufmachen können und sich dann trotzdem noch drinnen in normaler Lautstärke unterhalten können? Dass Autos auf Fahrradstraßen tatsächlich nur zu Gast sind und sich auch so verhalten? Dass generell innerorts 30 km als Maximalgeschwindigkeit gelten? Und wer dann noch einen Radler überholen will, einen großen Bogen drumrum fährt? Dass es überhaupt viel mehr Fußgängerzonen und durchgehende Fahrradwege gibt? Dass es schon in der eigenen Stadt erholsam ist und man für Erholung nicht extra in den Urlaub fahren muss?

Das klingt sehr nach Tagtraum, aber ein Rauchverbot war auch mal eine Idee von einem anderen Stern, bis es dann auf einmal umgesetzt wurde. Klar, hier reicht nicht ein Gesetz und *hexhex* ist die Welt eine andere, aber ein bisschen mehr Mut auf allen Ebenen wäre schon prima. Tja, und dann muss sich wohl leider auch die generelle Einstellung ändern. Wahrscheinlich hat sich auch bei einigen Rauchern mit dem Rauchverbot in Kneipen zum ersten Mal im Kopf der Gedanke breit gemacht, dass man mit Rauchen einfach seine Mitmenschen nervt. Bis man als Autofahrer beim Überholen eines Radfahrers "Sorry, dass ich Dich hier überhole, ich fahre dafür rücksichtsvoll" denkt, ist bei vielen Leuten noch ein weiter Weg, aber man könnte es ja mal versuchen. Es nimmt zumindest das Genervt-sein und die Spannung raus.

In diesem Sinne: Ein entspanntes Wochenende!

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...und noch ne Dienstreise ohne Auto

Geschrieben am 19.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Am Samstag hatte ich noch einen Termin in München, Findungskommission für einen neuen Generalsekretär oder Generalsekretärin der Max-Planck-Gesellschaft. Die Sitzung war aufgrund der Terminkalender der Beteiligten nur an einem Wochenende möglich. Unter CO2-Gesichtspunkten verwerflich: Reise mit Flugzeug. Die Alternative wäre gewesen, von Samstag auf Sonntag nochmal in München zu übernachten und den Sonntag für die Zugfahrt zurück zu nutzen - irgendwo gibt es Grenzen. Das mache ich vielleicht, wenn ich aus lauter Lust durch Deutschland reise, aber nicht, wenn ich ohnehin schon eine Reisewoche hinter mir habe und das Wochenende auch noch dranhängen muss. Dann sollten wir lieber daran arbeiten - was am MPI teils geschieht -, den Flugverkehr klimaneutral zu gestalten durch e-Kerosin aus Wasserstoff (aus Solar- oder Windstrom) und CO2, das man langfristig aus der Luft gewinnen kann.
Also wieder: mit dem Fahrrad zum Bahnhof, Radstation funktioniert diesmal nicht, da ich erst gegen 23.30 am Samstag wieder am Bahnhof sein würde, dann ist die Radstation nicht mehr geöffnet. Radschloss am Bahnhof wäre die Alternative zur Radstation gewesen, erfordert aber Registrierung etc., die ich nicht habe - es war mir zu umständlich, das dann einzurichten. Fahrrad mit einem guten Schloss angeschlossen, nachher war selbst die Luftpumpe noch da, also kein Problem.
Über die Bahnverbindung zum Flughafen kann man sich nicht beschweren, viele Verbindungen, selbst am Samstagabend um 23 Uhr kein großes Problem. Gelandet um 22.40, nach Skytrain, Zug und Fahrrad war ich um 23.40 zu Hause.
In München ist der ÖPNV so gut, dass ich dort fast nie ein Taxi nutze - man muss bei der Hotelauswahl allerdings etwas darauf achten, dass man gut an den ÖPNV angebunden ist.

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Einfache Reise ohne Auto

Geschrieben am 16.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Von Montag bis heute war ich auf Dienstreise in Mainz und München, die mir im Vorfeld etwas Bedenken bereitet hatte - teils Anzugtermine, auch ein Taxi ist ein Auto, und ich hatte eine größere Tasche. Öffentlich von zu Hause zum Bahnhof ist völlig unattraktiv, einmal Umsteigen für eine Strecke, die zu Fuß nur gute 20 Minuten dauert, ich habe dafür noch nie den ÖPNV genutzt, da laufe ich lieber oder fahre Rad. Im Regen wäre es mit dem Fahrrad allerdings unschön gewesen angesichts des Jackets und des Gepäcks. Zum Glück war es aber trocken. Gepäck ging gerade noch auf dem Rad, in der Super-Radstation am Bahnhof wurde mein Rad die vier Tage lang bewacht, und sowohl in Mainz als auch in München waren die Hotels so ausgesucht, dass es gut mit Bus und Bahnen sowohl vom Bahnhof als auch zur Veranstaltung machbar war. Zum Glück war aber ein eigentlich angesetzter Präsenztermin morgen in Darmstadt auf eine Videokonferenz umgestellt worden, sonst wäre es eng geworden, denn da ich am Samstag wieder in München sein muss, hätte ich dann für sechs Tage Gepäck benötigt, was auf dem normalen Rad zumindest eine Herausforderung gewesen wäre...
Glück gehabt!

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Augen auf bei der Wahl der Hobbies!

Bild Geschrieben am 13.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Als unsere Tochter angefangen hat Cello zu spielen, war das Instrument noch relativ handlich. Ein Kinderinstrument eben. Mittlerweile ist sie bei einem 3/4-Cello, das man zwar irgendwie mit dem Rad transportieren kann, aber schön ist es nicht. Geradeaus zu fahren geht, aber Absteigen muss man verdreht, damit das Cello sich nicht in den Sattel bohrt (der Stachel unten dran schaut ein kleines bisschen aus der Hülle, es reicht, um dicke Macken in den Sattel zu hauen). Mit diesen Erfahrungen war klar, dass das nächste Kind Blockflöte spielen würde.

Aber wieso konnten wir nicht verhindern, dass unser Mittlerer auf einmal Hockeytorwart werden will?? Der Übergang vom Feldspieler kommt schleichend, zuerst hat er nur mal ersatzweise im Tor gestanden, dann sollte er vor ein paar Tagen auf einmal die Tasche mit der muffeligen Ausrüstung mit nach Hause nehmen. Und mit "Tasche" meine ich "megagroße, fette Riesentasche". Eigentlich kann man dieses Monster nur mit dem Auto transportieren - dachte ich. Aber jetzt ist ja Stadtradeln... Und siehe da: Es geht!

Zufällig passt die Tasche genau hinten ins Lastenrad rein. Da wackelt nichts! Leider kann man, wenn man daneben steht, nicht mehr übers Rad schauen. Das Schöne ist allerdings, dass man von Autos relativ sicher überholt wird. Dass man damit übersehen wird ist nahezu ausgeschlossen. Und wer will schon so ein Monster bei sich auf der Motorhaube hängen haben? Praxistest bestanden!

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Noch ein Eintrag heute

Geschrieben am 12.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Das war so eine schöne Tour heute Nachmittag, da kommt noch ein Beitrag: nach Werden, Deilbachtal nach Langenberg, Wilhelmshöhe, Hespertal, Schuir zurück - perfekte Temperatur, kaum Wind, Superstrecke, was will man mehr. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich offenbar meinen ersten Beitrag nicht gespeichert hatte, aus der Mitte der ersten Woche. Da hatte ich die Vorschau auf die kommende Woche gegeben, mit durchgängig beruflichen Termine (teils "Anzugtermine", die nur bedingt Fahrrad-tauglich sind), was ohne Auto vielleicht nicht ganz einfach wird, denn auch ein Taxi ist ja ein Auto. Mal sehen, wie das klappt...
Ich werde berichten.

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Eine Woche

Geschrieben am 12.09.2021 von Prof. Dr. Ferdi Schüth
Team: Max-Planck-Institute Mülheim
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Die erste Woche ohne Auto war ganz unproblematisch - allerdings war das Wetter gut und die Terminlage übersichtlich. Die meisten Kilometer kommen bei mir nicht im Alltag zusammen - Fahrten zum Einkaufen, zu Freunden oder in die Stadt sind im Bereich einiger Kilometer - , sondern auf dem Rennrad.
In der Woche ist mir aufgefallen, wie schön es ist, dass die Flora-Brücke wieder offen ist. Damit habe ich eine schöne und kurze Strecke nach Saarn, wenn ich dort mal einkaufe. Die Alternative über Schloßbrücke oder Mendener Brücke, die man nutzen musste, als die Flora-Brücke gesperrt war, war weiter und auch sonst viel unattraktiver, und wenn man weiss, dass es eigentlich eine viel bessere Alternative gäbe, dann bin zumindest ich etwas unwilliger.
Wenn möglich kaufe ich aber am Oppspring ein, denn ich finde, man sollte Geschäfte in der Nachbarschaft nutzen, damit diese erhalten bleiben und nicht irgendwann alles in irgendwelchen Einkaufszentren auf der grünen Wiese konzentriert ist, zu denen man nur mit dem Auto kommt...

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Ist mein Schutzengel schnell genug?

Geschrieben am 09.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

In manchen Tagen ist der Wurm drin. Gestern hatte ich zwei Beinahe-Unfälle, weil irgendwelche Leute ihre Autotür aufgerissen haben, ohne zu schauen. Das eine Mal auf der Kaiserstraße, als ich runter mit ordentlichem Tempo gefahren bin, konnte ich nach links ausweichen. Beim anderen Mal am Kassenberg auf dem Zwei-Richtungs-Radweg sage ich einen herzlichen Dank an die Hydraulikbremsen.

Ich habe danach beschlossen, nur noch auf unkritischen Wegen zu fahren, also zur Musikschule den RS 1 zu nutzen und dort dann auf dem Rückweg die Einbahnstraße entgegengesetzt ... äh... zu schieben?! Hinterher kommt mein Schutzengel auf der Hingbergstraße nicht mehr hinterher. Es ist alles gut gegangen, bis auf die Ladung Scheibenwischwasser, die zuverlässig alles getroffen hat, nur nicht die Scheibe des Autos. Lecker.

Bei allen drei Aktionen haben die Autofahrer wahrscheinlich nicht gemerkt, was eigentlich um sie rum passiert.

Ich trage mal die Kilometer ein, schön verteilt auf die letzten Tage:

km-Stand Lastenfahrrad: 4.305
km-Stand schwarzes Rad: 15.917

Plus der Ausflug mit dem schnellen Rad, 30 km zur Arbeit und zurück.

P.S.: Der Radler, den ich auf dem RS1 immer sehe, fährt übrigens laut eigenen Angaben an freien Tagen "so 100 km". Ich glaube, er hat großzügig abgerundet, als ich ihn heute morgen an der Uni Essen mit meiner Frage "überfallen" habe ;-)

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Der wahre Stadtradel-Star

Geschrieben am 06.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Heute bin ich schnell ins Büro geradelt, um meine Unterlagen und das T-shirt für den Essener Firmenlauf abzuholen. Einmal den RS 1 von Anfang bis Ende, eine sehr entspannte Sache. Ich höre immer Podcasts dabei. Sehr zu empfehlen: Neues vom Ballaballa Balkan, die 50. Jubiläumsfolge erläutert, wie es zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien kam.

Als Corona-Kompensationskauf habe ich mir letztes Jahr ein Gravel Bike gekauft. Man könnte es auch als Midlife-Crisis-Kauf bezeichnen: Anstelle eines fetten SUV's hatte ich das Gefühl, unbedingt ein schnelles Rad zu brauchen. So nach dem Motto: Da geht noch was!

Die Auswahl an Gravel Bikes mit Schutzblechen und Gepäckträgern war bei den Händlern gering und ich wollte nicht mindestens 8 Monate Vorfreude aushalten (prophezeit wurde mir bei einer Bestellung im Herbst eine Lieferung frühestens für Ende Mai). Also habe ich genommen, was da stand: ein goldenes Rad! Sehr cool, ich bin immer noch stolz auf diesen Kauf.

Aber wieso heißt dieser Eintrag "Der wahre Stadtradel-Star"? Einfach weil ich wieder einmal sowohl auf dem Hinweg, als auch auf dem Rückweg einen Radler gesehen habe, der scheinbar IMMER auf dem RS 1 fährt. Gerne mit Kopfhörern, gerne auch ohne Shirt (die Muskeln sind beachtlich!). Wenn einer ein Radelstar ist, dann er. Wie viele Kilometer er wohl täglich fährt? Bestimmt 100 km, eher mehr. Denn ich sehe ihn, egal wann ich fahre: morgens, mittags, spätnachmittags, egal. Irgendwann werde ich ihn mal fragen.

Ich wünsche allseits eine gute Fahrt!

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Wohin damit?

Geschrieben am 04.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Die Auftaktveranstaltung war mit handverlesenen Gästen (oben vorm Forum war als "Konkurrenzveranstaltung" Wahlkampf angesagt), aber gut organisiert!

Danach sind wir ins Gespräch gekommen, wo wir unsere Räder so parken. Erstaunlich viele scheinen, so wie wir auch, die Räder in den Keller zu wuchten. Wir machen das nur mit den Kinderrädern, für alles andere ist die Treppe zu anspruchsvoll. Die vielen schwarzen Schrammen auf der Wand sind der Beweis dafür, dass die Kellertreppe für solche Transporte nicht gedacht ist.

Der Rest der Räder steht in unserem winzigen Vorgarten, der mit 4 Rädern an seiner absoluten Kapazitätsgrenze angekommen ist. Erstaunlicherweise ist hier erst einmal ein Rad weggekommen. Naja, und dann war nochmal ein Rad weg. Echt ärgerlich, das Rad hatte ich zum Abi bekommen und es war immer noch voll funktionstüchtig. Erstaunlicherweise stand beim Supermarkt das gleiche Rad - sogar mit dem gleichen Schloss! Da war wohl einer vor ein paar Tagen mit dem Rad einkaufen. Und ist zu Fuß zurückgegangen. Bingo.

So eine Geschichte hätte auch der schickste öffentliche Radparkplatz nicht vermieden, aber ansonsten wäre es echt super, viel mehr sichere Fahrradständer zu haben, wo man sein Rad anlehnen und mit dem Rahmen abschließen kann. Denn mal eben ein Schloss ums Hinterrad wurschteln bringt nichts, da zahlt dann im Ernstfall auch keine Versicherung.

Tja, mehr Fahrradständer wären toll, oder noch besser: Boxen zum Mieten, wo man ein oder zwei Fahrräder reinstellen kann und sie geschützt und trocken stehen. Das wäre doch ein Traum! Ich hätte schon gute Ideen für einen möglichen Standort...

Jetzt aber fürs Stadtradeln schnell noch ein Tacho-Abgleich, denn jede Fahrt einzeln zu dokumentieren, schaffe ich nicht:

Kilometerstand beim Lastenrad: 4.259 km
Kilometerstand beim "normalen" Rad: 15.856 km

Für mich kann es mit dem Stadtradeln losgehen. Für Euch hoffentlich auch! Gute Fahrt!

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Hallo zusammen!

Bild Geschrieben am 03.09.2021 von Valerie Renken
Team: ADFC & friends
Kommune: Mülheim an der Ruhr

Wo wird man schon ein Star, ohne vorher groß was getan zu haben? Da bin ich doch gerne dabei! Und Challenges sind dafür da, einfach mit zu machen.

Ich bin Valerie und radel gerne.

Seit zwei Jahren haben wir ein Lastenrad. Ich habe einen Mini-Artikel in der ADFC-Zeitschrift zu diesem Rad gelesen, mir das Werbevideo im Internet angeschaut, und dann das Rad, ohne es vorher ausprobiert zu haben, einfach beim Händler bestellt. Mit der Zusage, es dann auch zu behalten. Ob das richtig war?

Definitiv ja!!

Wir haben weder vor dem Haus Platz für ein Lastenrad, noch eine Garage. Dieses Rad steht bei uns hochkant im Flur, da, wo früher der Kinderwagen seinen Platz hatte. Genutzt wird es täglich, für diverse Fahrten mit unseren drei Kindern, zum Sport (Tasche hinten drauf und fertig), zum Einkaufen,... Wir haben zwar ein Auto, aber das braucht mein Mann, um zur Arbeit zu fahren. Und klar, die ein oder andere Strecke fahre ich normalerweise auch damit.

Während des Stadtradelns werde ich überhaupt nicht mit dem Auto fahren. Hoffentlich regnet es nicht allzu häufig, denn meistens bin ich zu faul, um die Regenhose anzuziehen, ärgere mich hinterher aber trotzdem, wenn die Hose stundenlang nass ist... Ich bin gespannt, wie viele Kilometer ich so radel, ohne groß aus Mülheim raus zu kommen. Wie das alles so läuft, darüber werde ich hier gerne berichten.

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