STADTRADELN-Star Blog: Bad Wildungen


Die Luft ist raus

Geschrieben am 03.07.2021 von David Matheja
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Meine 3. Und somit letzte Woche endet schon bald und ich schaue mit einem Lächeln auf die letzte Zeit zurück…
Irgendwie entstanden teilweise speziell durch das „Nur Radfahren“ tolle Ideen und auch verrückte Projekte, um bestimme Orte und Ziele zu erreichen. So auch letztes Wochenende.

Denn letzten Samstag war mein Plan, mit meinem neuen SUP Board von Affoldern aus, die Eder flussabwärts zu fahren! Wieder war natürlich etwas Organisation nötig, da das Board samt Ausrüstung gar nicht so leicht war, wie ich gehofft hatte! :-) Somit schnappte ich meine Freundin, und wir verabredeten uns am Bahnhof. Sie erklärte sich bereit das Board im Schlepptau im Auto zu transportieren und auch 2 gekühlte Bier und ich das restliche Gepäck im Rucksack. Der Bus fuhr flott und wir waren schnell am Startplatz der Eder. Die Sonne stand heiss am Himmel und ich konnte es kaum erwarten das Brett endlich fertig aufzupumpen, um gemeinsam auf dem Fluß loszulegen. Schweiss lief mir über den ganzen Körper, der Gedanke jedoch, endlich im Wasser hinunterzugleiten, half mir unheimlich beim Pumpen. Endlich war es soweit. 1 bar war endlich erreicht und ich verschloss endlich das Ventil. JAWOLL es kann endlich losgehen, dachte ich mir euphorisch! Doch … irgendwoher…. Vielleicht eine Fliege? Was war dieses eigenartige Zischen und woher kam das? Ich säuberte mir die Ohren nochmal und hörte genauer hin. Jetzt realisierte ich langsam woher dieses Geräusch kam. – mein neues SUP Board war undicht. SO EIN MISSSSSSST
Nun beim Radfahren lernt man gelassen zu sein. Wir mussten beide lachen, öffneten unser Bier, das für die Tour gedacht war und nutzten das Board dann als Ventilator! Wir saßen noch eine Weile und machten uns dann wieder auf den Heimweg.
Ich finde jedoch, dass unser Bus und Bahnsystem sehr gut mit dem Fahrrad in Einklang gebracht werden kann. Für mich war dies die Lehre die ich daraus zog. Naja und pumpe dein Board vor der ersten Tour einmal auf!!! :-)

Warum in die Ferne schweifen? Sieh das Gute liegt so nah. Die Gedanken schweiften wortwörtlich in mir als wir den Sonntag nutzen um einfach eine spontane Tour nach Armsfeld zu machen. Wir wurden von den Eltern meiner Freundin eingeladen dort in der Gaststätte  „Forsthaus“ Essen zu gehen. Ein relativ schöner Radweg führt durch Wiesen, Wald, Blumen in Richtung Armsfeld. Leider auch mal eng an der Straße bis man weiter den Radweg befahren kann. Jedoch kann ich behaupten, dass viel viel Grün zu sehen war. Und mitten im Herzen der Natur im „Forsthaus“ konnte ich absolut leckere Speisen genießen und dazu ein kleines Maß für den kleinen Durst trinken. :-) Auch der Rückweg in der Sonne hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht und auch bin ich wieder für diese Erfahrung sehr dankbar. Zu sehen, dass „weite“ Strecken wie Reinhardshausen – Armsfeld nur in meiner Vorstellung weit waren. Der innere Schweinehund und die Bequemlichkeit gaukelten mir einen Weg vor, der mit dem Auto genommen werden muss.
Dieses Projekt zwang mich mehr oder weniger zu der Fahrt. Und siehe da:
!!!ES FUNKTIONIERT AUCH MIT DEM FAHRRAD!!!
Ja weitere Erlebnisse waren das Deutschlandspiel, dass ich in Zennern bei meiner Schwester sah. Bei Sonnenschein der Hinweg und naja der Rückweg und das Wetter waren wie das Spiel unserer deutschen Nationalmannschaft gegen England. :-) Was diese beiden Sachen noch gemeinsam hatten: Ich konnte beides nicht ändern, also wieso drüber aufregen.
Heute steht mein letztes Vorhaben in meiner Zeit als Radelstar an. Ich möchte es noch einmal wagen, mit dem Rad an den See zu fahren und dort mit meinem mittlerweile neu bestellten SUP Board über den See zu gleiten. Naja so oder so ähnlich! :-) Es wird sich zeigen. Wieder mal an meine Freundin: DANKESCHÖN für den Transport unserer SUP's :-) Ob es geklappt hat, erfahrt ihr bei Instagram! :-)


Ich möchte noch ein kleines Fazit ziehen. Mir hat dieses Projekt unheimlich viel Spaß gemacht. Die Herausforderung viele Aktivitäten, Fahrten und Vorhaben mal ganz anders planen zu müssen, habe ich durchlebt und erhalten.
Auch mal auf öffentliche Verkehrsmittel zu greifen, wäre mir so nie in den Sinn gekommen. Mein Auto war notfalls da und fertig. Auch nach dem Radeln abends müde ins Bett zu fallen, mal schick Essen gehen und mit dem Rad die Gaststätte zu erreichen fand ich klasse und mein Blickwinkel änderte sich. Ach ich muss sagen, mein Wunsch mich auch mal selbst neu zu erfinden, ist voll aufgegangen! Mir ist viel Gutes widerfahren. Fußgänger ließen mich mit netten Worten und einem Lächeln vorbeifahren! Herrlich!

Jedoch finde ich, dass unsere Radwege in der Stadt teilweise ein kleiner Schildbürgerstreich sind! :-) mitten auf der Straße beginnt ein Radweg, ganze 3 Meter und endet auch gleich wieder. Nun das geht auf jeden Fall noch konsequenter und ich bin mir sicher, dass wir dies auch schaffen werden. Immer mehr Menschen sah ich mit dem dem Fahrrad fahren. Natürlich auch durch die E-bikes. Man kann darüber auch teils schimpfen als „normaler“ Radfahrer. Ich finde es trotzdem gut. Wir leben hier nun mal sehr bergig und wenn es die Gesundheit das Alter und die Fitness nicht mehr erlaubt, würden viele Menschen schweren Herzens auf das Fahrrad fahren verzichten. So jedoch entsteht eine zweite Chance, doch nochmal, eben mit Hilfe des Motors, durch die Natur zu radeln! Sogar am Leben teilzunehmen. Also von mir ein klares JA zu E-bikes!

Eine letztes Thema, das ich uffgreifen möchte. Es ist immer noch ziemlich gefährlich auf unseren Straßen zu fahren. 1.50m innerorts und 2m außerorts Abstand, diese Regelung scheint noch nicht bei allen Autofahrern angekommen zu sein. Was die Fahrt schon erschwert und Radfahrer zu Fahrten auf den Gehwegen zwingt. Ich würde mir wünschen, dass zum einen noch viel viel mehr darauf hingewiesen wird. Und wenn nicht durch die Bundespolitik, dann sehr gerne auf kommunaler Ebene. Gerade im jetzigen Umbruch, in dem sich immer mehr Menschen auf das Fahrrad wagen und wir uns als Radfahrstadt sehen, sollte auf JEDEN FALL für die Sicherheit gesorgt werden. Als Idee, Schilder oder Aufkleber anbringen die uns (auch mich eingeschlossen) an den Abstand, beim Überholen von Radfahrern, erinnert.


Am Ende wollte ich ein riesiges Dankeschön an Frau Ewald, Herrn Hilligus unserem Bürgermeister Ralf Gutheil und der Stadt Bad Wildungen senden, die dieses Vorhaben überhaupt erst möglich machen und hoffe, diese Idee bleibt noch ganz lange bestehen!
Falls ihr nächstes Jahr niemanden finden solltet, bin ich auf jeden Fall wieder bereit!!!

In diesem Sinne euch allen eine gute und sichere Fahrt auf dem RAD.

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Augen zu und durch

Bild Geschrieben am 25.06.2021 von David Matheja
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Meine zweite Woche des ungewöhnlichen Projektes endet bald und auch wenn ich ab und an wirklich platt war und vielleicht auch mal geflucht habe , macht mir die Fahrt mit dem Bike unheimlich viel Spaß.

Zurück zu letztem Freitag dem 18.06.2021. - Yoga in Hemfurth -. Ich versuchte mir einen Plan zu basteln, wie ich möglichst alle Hilfsmittel, möglichst leicht von Reinhardshausen nach Hemfurth bekomme. Nun vielleicht kannst du Kissen und Yogamatte deiner Freundin und ihrer Mama mitgeben um zumindest etwas Gewicht zu reduzieren. Ich hielt mich für sehr klug - nur hatte ich nicht bedacht, dass die Mädels bereits am Edersee waren um ein Eis zu genießen. Andererseits war dies eine weitere Herausforderung für mich, einfach einen großen Wanderrucksack zu nehmen und mit Übergepäck zur Staumauer zu kommen. :-)
Die Hinfahrt hatte es im ersten Teil in sich und ich kam total auf meine Kosten, den Wald mit viel Schwung zu durchqueren. Schlamm und Steine flogen mir nur so um die Ohren. Der weitere Weg war geprägt von Natur, Feld und Wiesen. Ich fühlte mich ungemein wohl die Wellen des Windes im Weizenfeld zu sehen. Dabei musste ich immer an „Now we are free“ von Hans Zimmer denken. Ein Soundtrack von Gladiator. Und so im Gedanken fühlte ich mich 5 Jahre zurück versetzt wandernd durch Galicien. Dies war eine wunderschöne Zeit.
Yoga mitten auf dem Edersee auf einer Plattform zu praktizieren, im Hintergrund unsere schöne Heimat und das Schloss Waldeck zu sehen, war ein Traum. Die leichten Wellen beim „Krieger“ zu erleben, dabei den Sonnenuntergang genau vor Augen zu haben, versetzte mich in eine tiefe Zufriedenheit.
Trotz Licht war dann die Rückfahrt zu Ende zwar etwas dunkel, allerdings nahm ich die Gerüche des Waldes, die abendliche Stimmung nochmal ganz anders wahr. Über den Mühlenberg hinweg, Kleinern in der Dämmerung zu sehen, dafür lohnte sich die Anstrengungen des Rückweges nochmal.
Zu Hause angekommen kochten wir uns noch leckeren Spargel, gönnten uns ein Glas Wein und trotzdem war ich vor 24 Uhr im Bett, jedoch mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht.

Das Wochenende wurde nicht viel leichter. Am Samstag feierten Freunde in Fritzlar ihren Geburtstag. Ich war heilfroh, dass Katarina und ich bei Ihnen übernachten durften. Die Feier mit Pool im Garten und Bierchen beim Deutschandspiel ging letztendlich bis um 3 Uhr morgens in einer wundervollen Runde! Nachts wäre es dann doch heikel geworden.

Durch das Gewitter, das nachts würtete, hatte die Luft sich deutlich abgekühlt und auf dem Rückweg kam mir ein Duft von Regen und feuchtem Wald in die Nase. Wer schon mal nach einem Regenschauer ein Spaziergang durch den Wald gemacht hat, wird sofort wissen was ich meine.
Montag stand die theoretische Prüfung für das Motorrad an... natürlich in Fritzlar um 8.30 Uhr. Um nicht in Stress zu verfallen, nahm ich den Zug jedoch mit dem Fahrrad im Gepäck.
So viel sei gesagt: ICH HAB BESTANDEN jeeej!!!
Und der Rückweg, auch noch so früh am Morgen, war für mich ebenfalls eine neue jedoch tolle Erfahrung. Ich fühlte mich übrigens sehr wertgeschätzt, da die Dame "Frau Ewald" die das ganze Stadtradeln auf die Beine stellt, mir direkt morgens um 9 Uhr eine Email schrieb, um sich über das Ergebnis meiner Prüfung zu erkundigen! An dieser Stelle nochmal vielen Dank ich habe mich wirklich sehr gefreut dass du an mich gedacht hast!!! :-)
Und um meinen Mireralhaushalt wieder auszugleichen, (kleiner Tipp meinerseits) zapfte ich mir eine ordentliche Menge des "Molkenstoffels".
Und da ich noch ein wenig Restpower hatte, gönnten wir uns später mit meiner Familie ein Eis in Hemfurth. Ohne schlechtes Gewissen genoß ich anschließend mein Eis, da ich ja wieder mit dem Bike dort war!
Nach den erzählten Fahrten, hing ich ein Tag doch ganz schön in den Seilen, allerdings bekomme ich einen solch anderen Blick auf meine täglichen und gelegentlichen Strecken. Ich wusste nicht, dass in Altwildungen, auf der erhöhten Wiese, neben dem Schulhof und dem Basketballplatz (oben am Schloss) Kühe weiden. Tolle Geräte aufgebaut sind, eine Holzfigur dessen Outfit man duch drehen verändern kann! Ich habe wieder viel gelernt und sogar 2 Kilogramm abgenommen. :-)
Bisher kann ich sagen, dass ich über dieses Experiment sehr glücklich bin und noch gespannt auf die restliche Zeit bin!!! :-)

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Unverhofft kommt oft

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von David Matheja
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Nun möchte ich meinerseits auch endlich meine Erfahrung mit euch teilen.
Zu Beginn bin ich in dieses Projekt mit etwas Grün hinter den Ohren gestartet. Da ich ja so oder so 3 km Arbeitsweg habe somit insgesamt ganze 6km bewältigen muss, ist ja das Stadtadeln kein Problem für mich.

Und direkt in den ersten 1 oder 2 Tagen waren die morgendlichen Fahrten zur Arbeit wunderschön. Ich kenne zwar die Strecke sehr gut, jedoch nahm ich die Eindrücke viel besser wahr. Die Sonnenstrahlen, die sich ihren Weg durch die Bäume kämpften. Das morgendliche Konzert der Vögel um die Wandelhalle und dem gesamten Kurpark herum. So viele Blumen die mir auf dem Weg begegnen, da macht die Fahrt zur Arbeit wirklich Spaß und sorgt für zusätzlich Motivation.

Im Laufe der Woche überlegte ich mich bereits, welche schönen Fahrradtouren ich denn absolvieren könnte. Eine sehr schöne App die ich auf dem Handy habe, hat im Übrigen absolut tolle Vorschläge für Fahrrad aber auch Wandertouren. Und wie es so oft im Leben ist, kommen unerwartete Situationen im Leben dazu – oder in meinem Fall unerwartete Strecken! Am Donnerstag war ich plötzlich mit Freunden am See verabredet und schon führte mich der Weg Richtung Borken zur Stockelache.
Heute am 18.06 möchte ich gerne einen Kurs mit meiner Freundin und ihrer Mama machen. Besser gesagt einen Yoga – Kurs ….. bei der Sperrmauer in Hemfurth am Edersee.
Morgen sind wir in Fritzlar zu Freunden auf einen Geburtstag eingeladen. Ich bin ja mal auf die Rückfahrt gespannt. :-) notfalls wird dort übernachtet.
Und zu guter Letzt erhielt ich für Montag einen Termin zur theoretischen Prüfung für das Motorrad. Morgens um 8.30 muss ich da sein. Natürlich in Fritzlar.

Nun manchmal kommen die Ideen und Möglichkeiten von ganz alleine. Meine erste Fahrt gestern war zugegebener Maßen schon sehr anstrengend zum See. Es war tatsächlich auch mit Planung verbunden, da ich mir die Strecke, vorher nochmal nach Hause zu fahren (2 x 3 km) , sparen wollte. Also habe direkt alles eingepackt und dann gings direkt nach der Arbeit zum See!
Die Landschaft besonders auf dem Rückweg hat mich begeistert. Als ich 2 Hasen im Feld rumtollen sah, dachte ich mir: „ Mensch was für ein Glück, die sieht man doch so selten.“ Kaum war der Gedanke verflogen sah ich gleich die nächsten zwei Hasen im Feld.
Abends war ich mir sicher, dass ich wegen der Wärme kaum einschlafen konnte. Nun kaum lag ich im Bett, fielen mir die Augen zu!

Für mich war es ein perfektes Beispiel für folgenden Leitsatz:

RAUS AUS DER KOMFORTZONE!!!

Und wenn der Mensch sich dazu überwindet, kann Wunderschönes und Neues erlebt werden!

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Radeln als Herausforderung und zugleich ein Geschenk

Geschrieben am 31.05.2021 von David Matheja
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Ich bin nun erfolgreich ausgewählt worden um das Stadtradeln anzutreten. 3 Wochen ohne Auto, Roller oder ähnliches. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung da ich im Leben immer mal wieder kleine oder größere Aufgaben in meinem Leben suche, denen ich mich stellen möchte.

Heute vor 5 Jahren erreichte ich Santiago de Compostela, als ich noch dazu entschloss den Jakobsweg zu laufen. Ein besonderer Moment für mich.

So kommt diese wunderbare Möglichkeit mit dem Fahrrad fahren "zu müssen" wie ein Geschenk und ich freue mich sehr darauf!

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Radeln als Herausforderung und zugleich ein Geschenk

Geschrieben am 30.05.2021 von David Matheja
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Ich bin nun erfolgreich ausgewählt worden um das Stadtradeln anzutreten. 3 Wochen ohne Auto, Roller oder ähnliches. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung da ich im Leben immer mal wieder kleine oder größere Aufgaben in meinem Leben suche, denen ich mich stellen möchte.

Heute vor 5 Jahren erreichte ich Santiago de Compostela, als ich noch dazu entschloss den Jakobsweg zu laufen. Ein besonderer Moment für mich.

So kommt diese wunderbare Möglichkeit mit dem Fahrrad fahren "zu müssen" wie ein Geschenk und ich freue mich sehr darauf!

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