Sonntag, 2.Mai

Bild Geschrieben am 02.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Um 6:20h bin ich starklar. Draußen empfängt mich eine Drossel mit ihrem schönen Gesang. Von der Autobahn höre ich heute so gut wie nichts. Kein Wunder: es ist Sonntag - auf der Bahn ist wenig los.

Ich bin wohl mit den Hühnern aufgestanden. Jedenfalls kommen sie angelaufen, als ich wegen eines Fotos vom Rad steige. Lediglich der Hahn und seine treueste Gefolgschaft hält sich im Hintergrund. Sein Krähen bei meiner Weiterfahrt scheint zu kommentieren: Seht, ich wusste es gleich, der lässt kein Futter hier, der hat wohl etwas Anderes im Sinn.

Stimmt: Heute möchte ich die Zeit bis zum Frühstück für eine kleine Einstimmungsrunde nutzen. Mal sehen, wie es so ohne Tretunterstützung läuft.

Der Blick über das Rapsfeld lässt am Horizont Tönisberg erahnen. Dort will ich über Niep hin.
Doch zuvor stoppe ich an Kuhlen. `Ist doch beeindruckend schön, welche Kunstwerke die Witterung schafft´, denke ich beim Anblick einer Skulptur aus Bäumen.

Dann kommt schon die erste "Bergwertung". Zugegeben, es gibt höhere "Gipfel" im Umfeld von Tönisberg, aber es ist schon mal ein Anfang...
Oben angekommen freue ich mich über den Ausblick:
"Zwischen Kirchturm und Förderturm" - dieses Label gilt heute immer noch für Tönisberg, Vluyn und Neukirchen. Nur: die Fördertürme sind zu Industrie-Denkmälern mutiert. Dazwischen hat sich Funkmast etabliert - Exponent der neuen Zeit.

Ein Blick auf die Uhr. Es ist Zeit für die Rückfahrt. Für Elke und mich beginnt um 8 Uhr die Frühstücks-/Zeitungszeit. Das Sammeln von Eindrücken hatte heute deutlich Vorrang vor dem Strecke machen. Ich nehme mir vor, diese "Priorisierung" (welche Wörter plötzlich zum aktiven Wortschatz gehören...!) immer vorzunehmen, wenn ich nicht lang mit dem Fahrrad unterwegs sein kann. Per "Schussfahrt" geht es hinab.
Um 7:40 bin ich zuhause, zeitig genug, um die dann doch verschwitzten Sachen loszuwerden und den Frühstückstisch vorzubereiten.
Schön war´s!

9:30 bin ich wieder auf der Straße.
Dieses Mal geht es nach Moers. Dort bin ich mit Björn verabredet. Ich habe das große Glück, unter Anletung des versiertem Geigen- und Gitarrenbauers seit einigen Monaten an einer Gitarre zu arbeiten - komplett per Hand und an eigenen Gestaltungs- Vorstellungen orientiert. Klasse!
Bei der Arbeit (hier beim Hobeln der Zarge) werden andere Muskeln beansprucht.
Das merke auf der Rückfahrt - als ich gegen den (eigentlich recht schlappen Wind) meine Oberschenkelmuskeln zu spüren beginne.

Fazit: ein toller Start ins Stadtradeln mit schönen Eindrücken!

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