Die Flamingos müssen warten

Geschrieben am 03.05.2021 von Hermann Nieratschker
Team: Stadt Gronau
Kommune: Gronau im Kreis Borken

Montag: der Beginn der Arbeitswoche. Früher bin ich häufig mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren (24 km). Hierfür hatte ich mehrere Gründe: Man kann sagen, ich habe das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbunden: Weil ich dann schon auf den Arbeitswegen viel Bewegung hatte brauchte ich nicht noch in die Mucki-Bude oder in den Wald zum Joggen. Außerdem war es sparsam und umweltfreundlich und das Familienauto stand für Fahrten zum Kinderarzt und für Großeinkäufe zu Verfügung. Von Arbeitskollegen und Bekannten bin ich oft gefragt worden, ob ich nicht nach dem Weg zur Arbeit fix und fertig wäre, und ob ich dann überhaupt noch arbeiten könnte. Ich musste ihnen dann erklären, dass das nicht der Fall war, das ich zwar körperlich ermüdet war, aber das das Gehirn gut durchblutet ist und somit gut mit Sauerstoff versorgt ist: die beste Grundlage für effektives geistiges Arbeiten und gute Ideen.
Da ich jetzt also keine täglichen Wege mehr zurücklegen muss, hatte ich vor heute die Flamingos in Zwillbrock zu besuchen. Dies hat aber nicht geklappt: Nach einer Pause in Oldenkott waren wir schon etwa 7 km gefahren, als mein Mitfahrer festgestellt hat, dass er seine hochwertige Sportbrille in Oldenkott vergessen hatte. Wir haben dann beschlossen direkt nach Oldenkott zurückzufahren . Die Brille lag noch auf einem Pfeiler. Wenn wir jetzt noch nach Zwillbrock gefahren wären, hätten wir eine Tagesetappe von über 100 km gehabt, und das war uns dann doch zuviel. Wir haben dann beschlossen zurückzufahren und die Flamingos demnächst zu besuchen.

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