E oder nicht E... Das ist nicht die Frage

Bild Geschrieben am 08.05.2021 von Sara Salzmann
Team: RADWELT Coesfeld
Kommune: Coesfeld im Kreis Coesfeld

Die erste Woche "Stadtradeln" ist vorbei und das einladende Wetter sowie die freundlichen Radler des Auftaktes am vergangenen Samstag bestehen nur noch in meiner Erinnerung. Das Wetter hat sich nicht gerade von seiner besten Seite gezeigt: die Woche war geprägt von amtlichen Unwetterwarnungen mit starken Sturmböen und Regen. Nicht gerade reizvoll, wenn man sich um 05:30 Uhr dick eingepackt auf das Fahrrad setzt. Herausforderung angenommen! Außer am verganenen Dienstag, den ich sicher im Home-Office verbracht habe, bin ich jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren und sichtlich stolz. Immerhin konnte ich mir am Montagmorgen das Scheibe-frei-Kratzen des Autos ersparen :)

Am Montag habe ich dann symbolisch meinen Autoschlüssel an die Bürgermeisterin der Stadt Coesfeld gegeben, als Statement für eine ausschließliche Nutzung des Fahrrads. Auch sie erledigt die meisten Unternehmungen mit dem Fahrrad, denn die frische Luft tue einfach gut. Motiviert haben mich außerdem all die zahlreichen Beiträge und Kommentare auf socialmedia. Viele Follower haben mit mir ihre Erfahrungen und Geschichten geteilt, Zuspruch gegeben und begeistert von Jobrädern und Co. berichtet. Respekt und ein großes Dankeschön!!

Diese Woche stand ganz unter dem Motto "Ausstattung". Nachdem ich bereits bei der ersten Tour feststellen musste, wie wichtig warme Handschuhe bei Kälte und Fahrtwind sind, sind mir auch meine Regenhose und -jacke sehr ans Herz gewachsen. Denn "es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung" und jede Eitelkeit beiseite: man freut sich mehr darüber warm und trocken anzukommen als mit kalten Füßen in High Heels. Meine Schuhe konnten dem Regen zwar leider nicht trotzen, aber mit Ersatzsocken und -schuhen war das auch kein Problem.

Das frühe Aufstehen fiel mir zunehmend leichter und ich hatte keine Schwierigkeiten mich morgens zum Radfahren zu motivieren. Lediglich am freien Freitag musste ich mehrmals für Erledigungen ins Dorf - da hätte ich sonst schnell aus Zeitgründen mal zum Autoschlüssel gegriffen. Zeit sollte aber definitiv kein Argument sein! Es sind die Gewohnheiten, die man sich über Jahre als Trampelpfad eingetrichtert hat. Diese gilt es zu verändern, indem man neue (Fahrrad-) Wege einschlägt und diese kontinuierlich neu geht oder vielmehr fährt. Mittlerweile empfinde ich den längeren Heimweg als sehr heilsam, man nimmt sich die Zeit für sich, seine Gedanken und kommt ganz entspannt zu Hause an. Ich kann es Jedem nur empfehlen! Und wenn man sich einmal "überwunden" hat, fällt es beim nächsten Mal direkt viel leichter. Viele Kilometer zu sammeln sind super, aber vor allem geht es doch darum seine Gewohheiten zu ändern und insbesondere die altäglichen (kürzeren) Autostrecken durch das Fahrradfahren zu ersetzen.

Fazit: die Rehe, Hasen und Co. nehmen mich genauso gewöhnlich hin wie ich das Fahrradfahren. Die 1.000 km sind noch weit entfernt, aber ich bin bereits über mich hinausgewachsen. Noch habe ich aber große Hoffnung die mir gesetzte Marke zu erreichen. E oder nicht E? Für mich schon lange keine Frage mehr. Das im wahrsten Sinne des Wortes "Alte" Image besteht definitiv nicht mehr und gerade bei dem Wetter ist man dankbar für jede Unterstützung - sei es auf social media oder mit "Turbo" auf dem Display.

Bilder und Videos meiner Strecken könnt Ihr gerne auf meinem Instagram Account stadtradelstar_coe verfolgen.

Auf in eine neue, aufregende Woche!! Allen Radlern wünsche ich "Gut Rad" und weiterhin viel Spaß.

Eure Sara

Bilder: © Stadt Coesfeld und privat

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