Es gibt kein schlechtes Wetter nur falsche Kleidung ! - ?

Bild Geschrieben am 18.05.2021 von Hermann Nieratschker
Team: Stadt Gronau
Kommune: Gronau im Kreis Borken

Also trotz Regen Regenzeug an, aufs Rad und losgestrampelt. Schon nach ca 20 Minuten flotter Fahrt wurde es in der Jacke feucht, es fühlte sich klamm an und wurde ungemütlich und dieses klamme Gefühl trat später auch an den Beinen auf. Und dieses, obwohl ich relativ hochwertige atmungsaktive Regenkleidung getragen habe. Da habe ich mir folgende Frage gestellt: Gibt es überhaupt eine Regenkleidung bei der der Radfahrer optimal vor Regen geschützt ist und auch nach stundenlanger Fahrt durch Regen trocken ist und sich auch trocken fühlt. Klare Aussage: Die gibt es nicht, und dies hat physikalische Gründe:
1. Die Wasserdampfdurchlässigkeit der Membranen ist begrenzt: sie liegt bei sehr guten Materialien unter optimalen Bedingungen zwar bei über 10 l/m² 24h, aber diese optimalen Bedingungen sind in der Praxis eher die Ausnahme.
2. Kondenswasser: Viele Radfahrer haben schon festgestellt, das sich nach einer sportlichen Tour an der Innenseite der Regenjacke kleine Wassertröpfchen angesammelt haben. Dies ist Kondenswasser, das sich durch Kondensation des Schweißes an der kalten Jacke bildet und da ein Mensch bei anstrengender Tätigkeit bis zu 1l Wasser verliert kann sich einiges ansammeln.
3. Luftfeuchtigkeit: Wenn die Luftfeuchtigkeit außerhalb der Jacke auch sehr hoch ist, hat die Feuchtigkeit innerhalb der Jacke gar kein Bestreben nach außen zu kommen. Ein Feuchtigkeitsausgleich muß und kann auch garnicht stattfinden.
Zusammenfassend kann man feststellen das gute atmungsaktive Regenkleidung deutlich besser ist wie der "Ostfriesennertz", der absolut wasserdicht und wasserdampfdicht ist. Aber aufgrund der physikalischen Gesetze schafft es auch die beste und teuerste Regenkleidung nicht, den (sportlichen) Radler immer trocken zu halten.

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