Das Angenehme und das Nützliche – Radeln und Einkaufen in Rastede

Bild Geschrieben am 11.06.2021 von Anja Szyltowski
Team: KGS Rastede RASTEDE
Kommune: Rastede

„Einmal hin. Alles drin.“ - so stellen sich viele den perfekten Einkauf vor. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein Großeinkauf mit dem Auto sehr viel anstrengender ist als eine Einkaufs-Radtour. Auch wenn mein Autoschlüssel nicht im Gemeindetresor verwahrt wird, erledigen wir daher unsere Einkäufe lieber mit dem Fahrrad. Natürlich bekommt man mit dem Rad nicht ganz so viel weg und fährt daher öfter los. Trotzdem ist es insgesamt nicht stressiger, sondern entspannter, denn man verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen: Die körperliche Aktivität an der frischen Luft ist gleich ein schöner Ausgleich. Eine Einkaufs-Radtour auf schönen Wegen ist besonders abwechslungsreich. Bewegung, frische Luft und Abwechslung tun auch unseren Kindern gut. Daher nörgeln sie viel weniger als beim Großeinkauf mit dem Auto. ;-)

Am liebsten erledigen wir unsere Einkäufe in Rastede. Denn hier gibt es eine große Vielfalt an Geschäften und zugleich liegt alles so nah beieinander, dass sich die Einkaufs-Radtour sehr gut in den Alltag einfügt. Auf den Fotos sieht man unsere wichtigsten Stationen: Mit einem Kasten Leergut machen wir uns auf den Weg. Als nächstes bringen wir ein Paket zur an der Packstation, um dann im Ort vielerlei zu erledigen und zu besorgen. Auch ein Besuch der Gemeindebücherei gehört dazu (Foto oben rechts). Im Raiffeisenmarkt packen wir 3 Säcke à 40 Liter Blumenerde und jede Menge Heu in unseren Anhänger. Die gekühlten Lebensmittel kaufen wir ganz zum Schluss im Bioladen Steenken. Dabei werden wir auch noch unseren Kasten los.

Sicherlich benötigen wir für eine solche Einkaufs-Fahrradtour insgesamt etwas mehr Zeit als beim Großeinkauf mit dem Auto. Dafür haben wir aber einen erlebnisreichen Nachmittag und sind noch fit für andere Herausforderungen. Da wir nicht alles, was wir uns wünschen, in Rastede bekommen, fahren wir ab und zu nach Oldenburg. Aber auch da verbinden wir das Angenehme mit dem Nützlichen und machen aus dem Einkauf einen Familienausflug mit dem Fahrrad.

Dass Kund*innen mit großem Kofferraum mehr Umsatz in die Kassen der Einzelhändler*innen bringen als Radfahrer*innen, ist übrigens auch ein Vorurteil. Das Deutsche Institut für Urbanistik hat herausgefunden, dass Radfahrer*innen zwar in der Regel nicht so viel auf einmal kaufen, dafür aber öfter wiederkommen und so insgesamt für mehr Umsatz sorgen. Fahrradstellplätze sind daher nicht nur klimafreundlicher, sondern auch wesentlich lukrativer als Parkplätze. Fahrradfreundlichkeit zahlt sich aus!

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