Wasserträger

Bild Geschrieben am 19.06.2021 von Dr. Birgit Anderegg
Team: Offenes Team - Idstein
Kommune: Idstein

Während Peter Swarovsky-Pergande mit seinem "Hinterher" für sich und seine Lieben als Wasserträger unterwegs war (habt Ihr seinen Blogbeitrag schon gelesen - der ist richtig gut!), war ich als Wasserträger:in für Tier und Pflanze unterwegs, sozusagen:

Gut, daß auch das neu installierte Bio-Bewässerungssystem für den Bürgergarten problemlos ins Lastenrad paßte. Alle Bauteile waren mühelos verstaubar, sind problemlos und bruchsicher in den Bürgergarten transportiert worden und konnten dort zusammengesetzt und "installiert" werden:

Nachdem es ja ein weiterer Dürresommer zu werden scheint, haben wir uns nämlich mal ein bißchen schlau gemacht, wie das so in mediterranen Ländern geht, die ja diesen Wasserstreß und den damit verbundenen Kummer schon seit vielen Dekaden gewohnt sind. Und spannende Möglichkeiten ge- und erfunden haben, um ohne großen Aufwand den Pflanzen zu helfen, Dürreperioden besser zu überstehen.

Das Zauberwort heißt "olla". Ollas sind unlasierte tönerne Gefäße, die fast komplett geschlossen sind und in die Erde vergraben werden. Nur ein kleiner Einfüllstutzen schaut heraus, durch den sie immer wieder mit Wasser befüllt werden können, das dann nach und nach durch die Tonwand diffundiert und die Pflanzenwurzeln versorgt.

Wir haben das Ganze nachgeahmt - mit Blumentöpfen aus Ton, die wir mit den weiten Öffnungen ineinandergesteckt haben. Der größere, untere wurde mit einem Weinkorken verschlossen (ich habe mich geopfert und extra dafür gestern noch - mit Fremdhilfe - eine Flasche geleert...). Durch das Bodenloch des kleineren, das jetzt nach oben zeigt, wird das Wasser eingefüllt. Und ein kleiner, innen lasierter (!) Tonuntersetzer verhindert, daß Insekten in das Loch fallen und ertrinken.

Denn, ja, die Tiere haben natürlich auch Durst und werden magisch von noch so kleinen Wasserstellen angezogen. Also haben wir ihnen noch zwei neue flache Tränken im ungestörten Blühstreifen aufgestellt, die auch noch im Lastenrad transportiert werden konnten.

Wer erinnert mich nochmal, für was Menschen meinen, ein Auto fahren zu müssen??? Doch nicht, weil sie ein paar Dinge transportieren wollen, oder?

PS: Man beachte, daß ich das Utensil "Strohhut" für den persönlichen Umgang mit der heutigen Gluthitze natürlich erst im Bürgergarten gegen den Fahrradhelm gewechselt habe ;-)

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