#Pandemiathlon

Geschrieben am 22.06.2021 von Jörg Bartel
Team: Amtshaus Stemwede
Kommune: Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke

Am letzten Tag des STADTRADELN haben wir den weltweit ersten Pandemiathlon veranstaltet.
Ich versuche mal, die Aktion und den Hintergrund zu erklären:
Entstanden ist das ganze dadurch, dass unser Jugendzentrum Geld für eine Ferienspiel-Software benötigte. Der Leiter des "Life-House" hat bei uns im zuständigen Ausschuss (scherzhaft) gesagt, wenn die Gemeinde das Geld nicht geben kann, muss halt Jörg Bartel wieder 24-h um den Stemweder Berg radeln. Zum Hintergrund: das war meine letztjährige Spenden-Sammel-Aktion: eine 24-h-Challenge, in der ich immer um den Stemweder Berg gefahren bin und dabei pro km Spenden gesammelt habe. Netto bin ich dabei rund 15 Stunden gefahren und auf 448 km gekommen. Spenden konnte ich dabei rund 3.000 € sammeln.

Der scherzhafte Hinweis von Lars (dem Leiter des Life House) hat mich dann auf die Idee gebracht, in diesem Jahr die Triathlon-Standorte zu besuchen, bei den ansonsten das Life-House-Triathlon-Team (also das von unserem Jugendzentrum) an den Start gegangen ist. Das ist kein klassisches Triathlon-Team, sondern da machen alle möglichen Menschen mit, die einen Bezug zum Verein haben, vom Flüchtling bis zum Seniorenbetreuer. In der Regel nimmt das Life-House jeweils mit ganz vielen Staffeln teil. Und da dieses Jahr ja die meisten Sportveranstaltungen abgesagt wurden, erschien mir das eine gute Idee zur Motivation für alle, mehr auf das Rad zu steigen.

In der Abstimmung mit dem Life-House entstand dann (ca. 3 Wochen vor dem Start) die Idee des Pandemiathlon: Während ich (mit ein paar Begleitern) den Rad-Marathon inkl. der 3 Rad-Strecken bei den jeweiligen Triathlon-Standorten fahre, läuft in Stemwede ein, alle 13 Ortsteile verbindender, Staffel-Lauf auf einer Länge von rund 100 km (wir sind eine Flächengemeinde).

Und mit was für einem Erfolg: hunderte von Menschen sind in Stemwede auf die Straße gegangen, sind gelaufen, Rad gefahren, sogar Dreiräder und Tretroller waren dabei. Ein Verein hat die komplette Strecke laufend mit einer eigenen Staffel absolviert, Menschen haben an den Übergabepunkten den Läufern Beifall geklatscht und und und.
Nicht nur über die fast 5.000 € Spenden, die wir generieren konnten (virtuelle Startgelder, Spenden, Sponsoren etc.), sondern letztlich auch der Wunsch, die Strecke dauerhaft als Radstrecke auszuschildern, haben gezeigt, dass wir richtig was bewegt haben.

Wir sind in Melle und Vlotho von den dortigen Vereinen ganz toll empfangen worden. In Vlotho konnten wir sogar tatsächlich einen Staffel-Triathlon absolvieren. Das Freibad hatte extra für uns geöffnet, etwa 8 Schwimmer sind dann gemeinsam ins Wasser, haben die Strecke absolviert. Zusammen mit einigen Vlothoern sind wir anschließend auf die Radstrecke und haben dann an die Läufer (inkl. Bürgermeister von Vlotho) abgegeben. Letzterer hat uns dann noch ein Stück auf der Radstrecke begleitet. Danke Rocco Wilken, danke Vlotho!
In Melle hat die dortige Organisatorin die Schwimmstrecke absolviert, ist mit uns aufs Rad und anschließend gelaufen. Danke Cindy. Carsten Schoster hat außerdem einen 4-fach Triathlon absolviert. Auch ihn durften wir auf der Radstrecke ein Stück begleiten.

Ganz großes Kino in Vlotho und und in Melle (Möllbergen ist sicher beim nächsten Mal auch dabei).

Den ganzen Tag lief unter dem Hashtag #pandemiathlon vor allen Dingen auf Instagram unwahrscheinlich viel!

Die Läufer haben sogar bei sintflutartigen Regenfällen zum Schluss eisern durchgezogen, während wir Radfahrer aus Sicherheitsgründen um 20 km abkürzen mussten, trotzdem auf stolze 214 km gemeinsame Strecke kamen.

Wenn ich an den Moment, als die rund 20 Läufer der letzten Laufabschnitts (8 km) ins Ziel kamen, zurückdenke, habe ich immer noch Gänsehaut. 1. Foto!

Sportliche Grüße aus Stemwede
Euer Jörg

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