schlechtes Wetter, schlechte Ausrede

Bild Geschrieben am 23.06.2021 von Michael Korn
Team: Offenes Team - Kreis Ostallgäu
Kommune: Kreis Ostallgäu

Das Wetter können wir uns weder aussuchen noch ändern. Das stimmt natürlich, aber wir können durchaus auf unterschiedliche Weise damit umgehen:

der Planer: hat sich das aktuelle Regenradar als Hintergrundbild auf dem PC eingerichtet und beobachtet es ständig. Falls Regen im Anmarsch ist, werden auch mal Termine umgeplant, um auf der Rückfahrt von der Arbeit trocken zu bleiben.

der Souveräne: schaut aus dem Fenster, zieht sich bei Regen seine Regenklamotten an und radelt los. Schließlich ist er nicht aus Zucker und ein bisschen Regen hat noch niemanden umgebracht.

der Adrenalin-Junkie: hat ebenfalls das Regenradar im Auge, wartet aber mit der Abfahrt, bis die nahende Gewitterfront schon lautstark auf sich aufmerksam macht. Das Gewitter ständig im Nacken, beginnt nun der Wettlauf gegen das Unwetter. Unanbhängig vom Ausgang des Rennens, ist er am Ende immer der Held.

Der Vorsichtige: fährt bereits Montags mit dem Auto zur Arbeit, wenn der Wetterbericht für Freitag Niederschläge vorhersagt. Sicher ist sicher. Am Ende ärgert er sich dann aber doch, weil es selbst am Freitag dann doch nicht geregnet hat und er die ganze Woche unnötigerweise mit dem Auto gefahren ist.

Beim Wetter führt uns unser Gehirn übrigens gerne mal an der Nase rum. Eines der häufigsten Argumente gegen das Pendeln mit dem Fahrrad ist, daß "es hier doch eh jeden zweiten Tag regnet und man deshalb lieber mit dem Auto fährt".

Um das Argument zu entkräften habe ich letztes Jahr einmal Buch geführt. Das Ergebnis: an genau 10% der Tage, die ich 2020 mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin, war Regenkleidung nötig. Interessanterweise kommt der Niederländer Gerard Poel zu einem sehr ähnlichen Ergebnis: Er führt die Statistik seit 11 Jahren und wurde dabei auf 9,7% der Fahrten naß (https://www.hetregentbijnanooit.nl/site/).


Viel mehr als eine Ausrede ist das Wetter also nicht, wenn es ums radeln geht.

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