Fazit nach 3 Wochen ohne Auto

Bild Geschrieben am 03.07.2021 von Nina Meyer-Weidemann
Team: Grüne Frankenberg
Kommune: Frankenberg (Eder)

Für mich bestand die Herausforderung beim Stadtradeln nicht darin, möglichst viele Kilometer zu sammeln (da fehlt aktuell einfach die Zeit für ausgedehnte Freizeittouren), sondern für wirklich alle Wege das Rad statt dem Auto zu nehmen.

Mein Fazit: Drei Wochen lang aufs Auto verzichten - ging am Ende besser als gedacht!
All die Gelegenheiten, die mir vorher schwierig vorkamen, stellten dann doch keine echten Probleme dar:

  • Wocheneinkauf mit dem Rad
  • Auch mal weitere Strecken (ohne E-Bike) in die Ortsteile mit dem Rad statt Auto fahren, unter anderem zur Stadtverordnetenversammlung
  • Mit dem Rad zur Bushaltestelle und dann mit dem Bus weiter zur Arbeit.

  • Meine wichtigste Erkenntnis daher:
    Meistens ist es doch nur Bequemlichkeit, die einen davon abhält , das Rad statt dem Auto zu nehmen, und ganz viele Ausreden einfallen lässt: die Einkäufe könnten nicht aufs Fahrrad passen, das Ziel liegt auf dem Stadtberg, es könnte lange dauern oder zu anstrengend sein...
    Nein, ich habe festgestellt, dass sich so gut wie alles mit dem Rad erledigen ließ! Und das ohne größere Probleme...

    Was tatsächlich nicht ging: sehr große Gegenstände transportieren. Den Kauf eines Regals über eBay Kleinanzeigen habe ich nach den Aktionszeitraum verschoben, je einen Sack voll Blumenerde und Rindenmulch hatte ich extra am letzten Wochenende davor gekauft. Hier hat eine Möglichkeit gefehlt, ein Lastenrad o.Ä. zu leihen. Aber seien wir ehrlich: jeder kennt doch jemanden, bei dem er sich ein Auto für solche Aktionen leihen könnte!

    Ich nehme für mich mit, in der nächsten Zeit weiterhin bei jeder Möglichkeit bevorzugt das Rad zu nehmen, auch wenn der Weg mal weiter ist. Zum Einkaufen fahre ich dann einmal im Monat mit dem Auto, wo ich dann Vorräte und große Sachen (z.B. Getränke) besorge, und die anderen Einkäufe zwischendurch mache ich weiterhin mit dem Rad.
    Mit dem Bus zur Arbeit fahre ich weiterhin, solange meine Arbeitszeiten es zulassen, damit wir so lange wie möglich auf einen Zweitwagen verzichten können.

    Das einzige Manko, weshalb man das Radfahren in Frankenberg (noch) nicht uneingeschränkt empfehlen kann, ist die an vielen Stellen schlecht ausgebaute Infrastruktur. Häufig fühle ich mich unsicher und gefährdet im Straßenverkehr, weil separate Radwege oder -spuren fehlen! Man muss auf der Straße fahren, wird oft an viel zu engen Stellen überholt...
    Hier setze ich große Hoffnungen in das Radverkehrskonzept und werde mich entschlossen für eine konsequente Umsetzung einsetzen, damit die Situation für alle Radfahrenden in ein paar Jahren schon viel besser aussieht!

    Ich bin auf jeden Fall motiviert, noch viel mehr und öfter Rad zu fahren als bisher, und bin daher froh, an der Herausforderung teilgenommen zu haben!

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