10 Tage nur mit dem Fahrrad und nur ein bisschen Pech mit dem Wetter...

Geschrieben am 07.07.2021 von Sebastian Schrempp
Team: Stadtverwaltung Rheinstetten
Kommune: Rheinstetten im Landkreis Karlsruhe

Hallo zusammen,
seit zehn Tagen habe ich numehr kein Auto von innen gesehen - abgesehen von Be- und Entladevorgängen für Fahrten, die von meiner Familie durchgeführt werden.

Drei Wochen komplett ohne Auto muss eigentlich ein Leichtes für mich sein. Das dachte ich mir zumindest bei meiner Anmeldung zu dieser Aktion - wie auch bei meiner ersten Teilnahme im Jahr 2018. Lege ich doch seit Jahren schon meine privaten und beruflichen Wege überwiegend mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück.

Mein ehrliches Zwischenfazit:
1) Es regnet zur Zeit sehr viel. Das erschwert mir die Wege mit Aktenordnern unter dem Arm und Anzug enorm. Ja, ich weiß. Es gibt "Ganzkörper"-Regenkleidung. Aber will ich mich jedesmal vor einer Gratulation zur Goldenen Hochzeit im Hausflur des Jubelpaares umziehen müssen?
2) Zum Glück habe ich derzeit viele Termine in der Stadt. Die kurzen Wege sind perfekt für das Fahrrad. Die Termine außerhalb liegen gerade glücklicherweise so in meinem engen Terminkalender, dass ich diese auch per Fahrrad erreichen kann. Und es sind deutlich weniger Außerhaus-Termine wie früher, da viele Besprechungen mittlerweile digital in Form von Videokonferenzen stattfinden.
3) Behördenbesuche in Karlsruhe und die Fahrt zum Hauptbahnhof mit dem Fahrrad sind mir seit Jahren geläufig. Aber hierfür Bedarf es auch der notwendigen Zeit in meinem Kalender. In den drei Wochen Autoverzicht entfällt mir die Option, doch noch schnell ein solches zu nutzen und etwas Zeit auf der Strecke reinzuholen.
4) Schön ist, dass ich eine Familie habe, die das alles mitmacht. So bin ich am Wochenende meiner Familie mit dem Fahrrad zum Campingwochenende hintergereist.

Ein Glück, dass ich mich zu dieser Aktion wieder durchgerungen habe. So war ich die letzten zehn Tage konsequenter bei Wind und Regen an der frischen Luft als sonst. Ich habe mich im Dienst dadurch mehr bewegt als sonst. Und ja, es tut gut, zwischen den Terminen auf dem Fahrrad die Gedanken kreisen zu lassen.

Innerorts bin ich mit dem Fahrrad verdammt schnell unterwegs. Ein Vorteil gegenüber dem Auto. Und ich kann immer "direkt vors Loch" fahren und dort parken. Ein noch größerer Vorteil.

Und jetzt etwas ganz wichtiges: Radfahren macht Spaß und ich nehme meine Umwelt viel bewußter wahr!

Mit meiner Teilnahme an der Aktion will ich dazu beitragen, die Menschen für das Radfahren zu begeistern. Vielleicht gelingt es mir, die Menschen für eine Fortbewegung ohne Auto (mit dem öffentlichen Nahverkehr, zu Fuß, mit dem Fahrrad) zu sensibilisieren.

Ich danke allen, die mitradeln, mitlaufen oder einfach derzeit und hoffentlich in Zukunft, weniger Auto fahren. Unserer Gesundheit und unserer Umwelt zur Liebe.

Grüße

Sebastian Schrempp

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