Benutzungspflichtige Radwege, Schutzstreifen und Seitenabstände

Geschrieben am 08.07.2021 von Werner Mader
Team: Kulturverein Schneverdingen e.V.
Kommune: Schneverdingen

Es ist gut, dass unser Landkreis die Benutzungspflicht für die meisten Rad- und Fußwege innerhalb geschlossener Ortschaften (schon vor einigen Jahren) aufgehoben hat. Das Gegenteil habe ich heute während meiner Abendrunde in Westerwesede im LK Rotenburg wieder einmal erlebt: Dort ist ein schmaler und extrem unebener Weg als benutzungspflichtiger Rad- und Fußweg vorgeschrieben.
Vielerorts sind in den vergangenen Jahren Schutzstreifen für Radfahrende auf den Fahrbahnen aufgebracht worden. Da besteht m. E. noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Zum einen erschließt sich mir nicht überall, warum ein Schutzstreifen nur auf einer Fahrbahnseite besteht (z.B. in Neuenkirchen an der B 71 oder an mehreren Straßen in Bispingen und Soltau). Anderswo sind die Schutzstreifen zwar beidseitig aufgebracht, aber zu schmal (Rotenburger Straße in Schneverdingen). Und selbst solche Schutzstreifen halten manche Autofahrer:innen nicht davon ab, mit viel zu geringem Abstand Radfahrer:innen zu überholen oder ihnen zu begegnen.
Das passiert mir auch häufig auf den Straßen mit schmaler Asphaltfahrbahn (z. B. Lünzenbrockhof - Schülernbrockhof oder Haswede - Fintel): Manche Autofahrer:in riskiert extrem knappe Abstände (= weniger als 50 cm zwischen Außenspiegel und Fahrradlenker), um nur ja nicht mit zwei Rädern in den Seitenraum neben der Asphaltdecke ausweichen zu müssen.

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