Ein Alltag ohne Auto - nur eine Frage der Motivation

Bild Geschrieben am 12.07.2021 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Die dritte Woche war nochmal voller Erlebnisse und als es dem Ende zuging haben das meine Beine auch herbeigesehnt. Ganz normal zur Arbeit zu gehen und dann jeden Tag nochmal ca. 60km zu radeln ist schon relativ anstrengend. Aber ich bin froh, dass ich auch dieses Jahr beim Stadtradeln mitgemacht habe und das Auto 3 Wochen stehen lassen konnte.

Angefangen hatte die Woche mit dem extremen Gewitter (siehe vorheriger Blogeintrag).
Mittwochs war ich nach der Arbeit in Stuttgart um eine Foodsharing-Abholung zu machen. Hier ist oft das Thema, dass man große Mengen an Lebensmittel vor dem Abfall rettet. Wie soll man das ohne Auto transportieren? Ich konnte mich hier bisher immer sehr gut auf meinen Fahrradanhänger verlassen.

Donnerstag wollte ich Abends noch eine gemütliche Feierabendrunde drehen. Daraus wurde leider nichts, weil mein Fahrrad mal wieder einen Platten hatte. Zum Glück konnte ich dann bei Freunden kurz auf ein anderes Fahrrad wechseln um heim zu kommen. Von dort bin ich dann mit zwei Fahrrädern wieder zurück, habe das Ausleihfahrrad abgegeben und mein Fahrrad wieder mitgenommen. Das Abschleppen eines Fahrrads mit einem anderen Fahrrad ist zwar eine gewisse Herausforderung, aber mit ein bisschen Übung durchaus machbar ;-)

Freitag Abend konnte ich bei einer gemeinsamen Radtour mit einer Freundin das schöne Wetter sehr genießen. Es ist einfach immer wieder toll, wenn man mit dem Fahrrad in den Sonnenuntergang radelt.
Am letzten Tag hatte ich Abends Feuerwehr-Hauptversammlung. Hier stellte sich die Frage, wie man mit der Ausgehuniform dort hin kommt. Ganz einfach - großer Rucksack, alles sauber zusammenlegen und der Strecke mit dem Fahrrad steht nix mehr im Weg. Da ich für das Stadtradeln noch ein paar Kilometer sammeln wollte, bin ich dann anstatt dem direkten Weg einen Umweg gefahren und habe das landschaftlich schöne Neckartal und den Schönbuch besucht.


Nach 3 Wochen ohne Auto kann ich als Fazit sagen, dass man in einer Stadt wie Fellbach, das Auto für den Alltag definitiv nicht benötigt. Man hat eine gute Anbindung an den ÖPNV, viele Einkaufsmöglichkeiten sind sogar fußläufig zu erreichen und das Stadtgebiet ist relativ eben. Auch größere Einkäufe sind mit dem Fahrrad möglich - in zwei Euroboxxen auf dem Fahrradanhänger passt nämlich ganz schön viel rein.
Keine Frage, es gibt auch Strecken/Aufgaben, für die das Auto die sinnvollste Wahl ist. Der Verzicht aufs Auto hat in den allermeisten Fällen etwas mit der eigenen Motivation und Organisation zu tun. Oft ist man einfach nur zu faul und das Auto zu bequem. Deshalb möchte ich dazu einladen einen Alltag ohne Auto auszuprobieren. 3 Wochen sind ein überschaubarer Zeitraum, der definitiv machbar ist! Alles beginnt mit dem ersten Schritt :-)

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