Insekten sind wie PCR Tests

Bild Geschrieben am 17.08.2021 von Zara Freudenberg
Team: Die Barracudas der Liebe
Kommune: Sea-Watch e.V. - Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen

Wir haben es leider nicht bis nach Holland geschafft. Aber bis kurz davor! Schlussendlich haben wir unser Nachtlager in Ochtrup, also sehr kurz vor der Grenze aufgebaut. Warum wir es nicht geschafft haben? Wir waren gestern recht lang wach, haben die Sternschnuppennacht bewundert und sind spät ins Bett. Dementsprechend spät sind wir auch aufgestanden. Der steile Weg zum Nachtlager der mich am Abend zuvor noch geärgert hat, sollte jetzt für Freude sorgen denn ich durfte ja runterfahren! Gott sei Dank fahr ich eh nicht auf voller Geschwindigkeit, denn plötzlich blockierte mein Vorderrad auf der Schotterstraße und ich bin mitsamt Fahrrad hingefallen. Mir ist nichts weiter passiert außer einem Schrecken, aber was war da passiert? Wir vermuten ein Stein ist hochgeflogen und hat sich im Schutzblech verhangen und es ist zu Bruch gegangen. Dann sind die restlichen Teile aufgestaucht und das Rad war durch den Stein blockiert. Leider habe ich vergessen das Ganze fotografisch genau zu dokumentieren, insofern bleibt nur zu hoffen dass ihr es auch so versteht :)
Naja, nachdem Luc also schon mein hinteres Schutzblech abgebaut hatte weil der neue Mantel zu breit dafür war, kam nun also auch mein vorderes ab. Da er an meinem alten Fahrrad in Holland auch schonmal mutwillig das Schutzblech entfernt hat, hege ich langsam den Verdacht er hat etwas gegen Schutzbleche- zumindest bei mir.
Naja, nachdem das geregelt war konnten wir entspannt den Berg runter und sind ins nächste Örtchen zu einer süßen Bäckerei. Durch Kaffee und Rumkugel gestärkt ging es weiter. Richtiges Frühstück gab es erst gegen 16 Uhr als wir an der Ems eine Pause gemacht haben. Hier konnten wir uns außerdem auch waschen- unsere Mitmenschen sind uns sicherlich dankbar :)
Immer hinter Malchow hinterher "rasend" fliegen einem auch viele Tierchen ins Gesicht. Am liebsten direkt in die Nase. Dieses Mal hat's ein Wesen wirklich tief rein geschafft, es hat sich schon so wie ein PCR Test angefühlt! Mit viel Schnäuzerei hab ich das Ganze in den Griff bekommen, aber es ist genauso unangenehm und eklig wie man es sich vorstellt!
Wir sind also weiter gen Westen gefahren, doch als es halb 8 war mussten wir einsehen dass auch wenn wir sehr nah an den Niederlanden sind; wir würden niemals im Hellen dort ankommen können. Damit wir noch einen guten Schlafspot auskundschaften können, haben wir uns also entschieden die Nacht in Ochtrup zu verbringen.
Abends haben wir uns dann nochmal einen Plan gemacht; da Malchow am Dienstag in Hannover bei seinem Arzt sein muss, wird er Montag mit dem Zug abfahren. Als Student kann er ab der Grenzregion umsonst nach Hannover zurückfahren, also werden wir nicht zu tief ins Landesinnere vordringen. Wenn wir Malchow dann unter Tränen am Gleis verabschiedet haben, werden Luc und ich uns aufmachen gen Küste! Wir wollen nach den Haag. Bis Freitag müssen wir da sein, ich bin dort mit einer Freundin verabredet. Malchow wird uns als Antrieb fehlen, doch 50km/Tag schaffen wir bestimmt auch allein- mit jeder Menge Kaffeepausen :)
Also; bleibt dabei um unsere holländischen Abenteuer mitzuerleben!
Und nicht vergessen; wir machen das nicht nur aus Spaß,sondern auch um Spenden für Sea-Watch zu sammeln! Also zieh ruhig deine Spendierhosen an <3
https://sea-watch.org/spenden/ride4rescue/?cfd=2g61f

BildBildBildBildBildBildBild

Teilen: Facebook | Twitter