Moin leeve Lüü, Vandaag geiht dat um de Tied

Bild Geschrieben am 29.08.2021 von Waltraud Giere
Team: Ludgeri-Schule Leer
Kommune: Leer im Landkreis Leer

"Ich fahre doch gerne mit dem Rad, aber das dauert viel zu lange - jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit/Schule/..."
Wenn man zurzeit durch die Stadt Leer fahren möchte, wird man mit vielen Hindernissen konfrontiert - nicht nur Baustellen, deren Umleitungsvorschläge sich nicht jedem erschließen.
Zur "Rushhour" ist es vor allem mit dem Auto kein Vergnügen, durch die Stadt zu fahren - egal, von wo nach wo man möchte.
Probiert man es doch einfach mal aus: Die Radwege bieten viele Abkürzungen, man darf stellenweise tatsächlich falsch herum durch Einbahnstraßen fahren, teilweise 24 Stunden, teilweise zeitlich eingeschränkt auch durch die Fußgängerzone fahren, und man muss nicht nach Parkplätzen und ggf. Parkuhren suchen: Die Fahrradständer sind oft sehr nahe am Ziel kostenfrei vorhanden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich im Winter mehr Zeit für die Gesamtverpackung von Mensch und Utensilien benötige - dafür komme ich erfrischt und vorgewärmt bei der Arbeitsstelle an. Im Sommer geht es schneller, aber die Gesamtzeit in allen Jahreszeiten ist kein Verlust gegenüber Autofahrten, sondern ein Gewinn, obwohl es rein rechnerisch ab einer gewissen km-Anzahl länger dauert als mit dem Auto zur Arbeit zu fahren (was auch mit der günstigen Lage und eigenem Parkplatz meiner Arbeitsstätte zu tun hat). Der Gewinn besteht in einer anderen Kategorie: "Ich schlage beim Radfahren mehrere Fliegen mit einer Klappe", denn ich trainiere meinen Körper/Herz-Kreislauf-System, ich bewege mich an der frischen Luft, ich bewege mich umweltfreundlich mit meinem Rad von A nach B, ich habe Freude an dieser Tätigkeit und fordere mich bei jedem Wetter heraus, mit meinem "Söbenhunnertfievtiger-ped-man-sümst" auch gegen Sturm und Regen anzufahren. Ich muss also nicht noch irgendwo hin, um gegen Bezahlung Vergleichbares zu haben. Das spart sogar Zeit - und Zeit ist nun mal eines der kostbarsten Güter in unserer Welt geworden - wie wir sie nutzen, liegt in unseren Händen - Autofahren kann manchmal auch ein Genuss sein - die anderen Vorzüge des Radfahrens hat es so nicht.
Montag und Dienstag könnte man es mal probieren, wie sich die Radfahrt zur Arbeit optimal gestaltet, wie spät man losfährt, welche Wege man testet, ob die Regenkleidung dicht ist und wie viel Zeit in welchem Gesamtumstände-Zeitfenster gebraucht wird - nur mal so, völlig unverbindlich, einfach mal machen.
Bit anner maal, Allerbest Waltraud

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