Und los geht es …

Bild Geschrieben am 31.08.2021 von Martin Langlotz
Team: Offenes Team - Freinsheim
Kommune: Freinsheim im Landkreis Bad Dürkheim

Tag 1, mein erster Weg mit dem Rad führt mich zum Einkaufen nach Frankenthal. Läuft, es rollt ganz gut. Voller guter Vorsätze gleich mal den Radweg kurz vor Frankenthal ausprobieren … es läuft nicht mehr … zu viele Wurzeln … gleich wieder runter. Schade. Dann die nächste Euphoriebremse: Maske vergessen, liegt ja sonst im Auto … blöd. Okay auch das lässt sich lösen. Eine nette Dame, die ich anspreche (versteht mich wohl erst falsch und lehnt mein Anliegen erst laut und empörend ab), kauft mir (dann doch) in der Apotheke eine Maske … in schwarz, passend zu meinem Outfit (schwarze Radhose und schwarzes Radtrikot) … „darth vader“ kann dann doch noch einkaufen gehen.
Am Nachmittag dann nach DÜW zur Eröffnungsveranstaltung. Hinter Erpolzheim gibt es ja einen neuen Radweg, den doch gleich mal ausprobieren … hm, auch hier gleich wieder runter. Die Sandberge auf die ich treffe gefallen meinen Rennradreifen und mir überhaupt nicht. Schließlich will ich ja nicht auf der Nase, sondern heil in DÜW landen.
Am späten Nachmittag, dann noch zu einem Termin nach Mannheim … es hat sich nichts geändert … spätestens ab Oggersheim ist ein flüssiges Rad fahren unmöglich. Zu viele Ampeln und sonstige Hindernisse der Stadt. Auf dem Rückweg am Abend mit Licht, dann die Entschädigung: wenig Verkehr gestattet ein angenehmes dahinrollen.
Ach ja, die App, die hatte ich natürlich auch im Einsatz … voller Erwartung einer gegenüber dem Vorjahr verbesserten Version. Was soll ich sagen … um es mal in Anlehnung an Janosch (sollte jemand Janosch nicht kennen, ist ein Kinderbuchautor und sehr zu empfehlen) zu sagen: „Bruchstückstrecken“ der App gelöscht, Strecke von Garmin eingetragen, Sense aus!
Tag 2, heute einkaufen in Freinsheim … verdammt, schon wieder die Maske vergessen. Zurück Maske holen. Zweiter Anlauf: Okay dieses Mal Schlüssel für das Fahrradschloss und ein Eurostück für den Einkaufswagen vergessen. Letzteres lerne ich dann beim gelungenen Einkauf braucht man als radfahrender Einkäufer ja gar nicht, weil man ja einen Fahrradkorb oder einen Rucksack dabei hat, in den man gleich während des Einkaufs die Einkäufe platzieren kann.
Auf meiner Abendrunde dann meine ersten Erlebnisse mit Autofahrern. Zwischen Erpolzheim und Feuerberg steht mitten auf dem Radweg (den ich übrigens grundsätzlich fahre, weil er von der Bodenbeschaffenheit durchaus fahrbar ist) ein Auto, und gerade als ich daran vorbeifahren will, geht die Beifahrertür auf, wird aber auch gleich wieder geschlossen, als man mich wohl bemerkt hat. Einen Kommentar, dass es sich hier um einen Radweg handelt, kann ich mir nicht verkneifen. Hätte ich vielleicht aber auch etwas freundlicher zum Ausdruck bringen können. Später, als ich am Feuerberg vom Radweg runterfahre, biegt genau dieses Auto in Richtung Birkenheide ab und die Fahrerin gestikuliert entschuldigend in meine Richtung. Entschuldigung angenommen. Es gibt Gott sei Dank nicht nur Aggressionen zwischen 2- und 4-Rädern.
Ein weiteres „Autobegegnung-Erlebnis“ dann auf meiner weiteren Fahrt. Ein Erlebnis, das mir - man kann schon fast sagen regelmäßig - passiert. Kommen ein Radfahrer und ein Auto sich entgegen. Jeder hat ein Hindernis auf seiner Seite. Offensichtlich aus dem Recht des Stärkeren abgeleitet, fährt das Auto grundsätzlich als erstes ungebremst in die Engstelle rein. Da man nun halt auch tatsächlich der Schwächere (Klügere?) ist, gibt man halt klein bei.
Tag 3, früh morgens eine wunderschöne Fahrt durchs Zellertal und Kraft für den Tag getankt. Am späten Nachmittag, dann noch Lindemannsruhe. Hier allerdings sehr viel Verkehr. Ich frage mich, wo die vielen Autos im Altleininger-Tal hinwollen. Dazwischen eine Kiste Mineralwasser (allerdings nur die Flaschen) mit dem Rucksack nach Hause transportiert.
Tag 4, am Samstag dann die erste etwas längere Fahrt. Bei schönem, warmen Wetter fahre ich über Speyer nach Wörth am Rhein. Von dort suche ich den Weg an die Haardt, wobei ich feststellen muss, dass mein Garmin-Navi zwar durchaus schöne, mir noch unbekannte Wege findet, aber leider halt auch nicht immer. Und so landet man auch mal auf Schotterwegen oder fährt unnötige Schleifen in einen Ort hinein, um dann geradewegs wieder heraus zu fahren.
An der Tankstelle, wie gesagt, es war sehr warm an diesem Tag, dann noch eine nette Begegnung mit jungen Wandersleuten, die ebenfalls eine Erfrischung an der Tanke suchen. Wir philosophieren darüber, ob wirklich jedes E-Bike notwendig ist oder vielleicht in dem einen oder anderen Fall etwas Muskelkraft doch alternativ eher angebracht wäre.
Tag 5, heute die ersten Regentropfen auf meiner Fahrt, dieses mal „nur“ bis Lingenfeld. Regen und sandige Wirtschaftswege muss ich mal wieder feststellen, machen einfach keinen Spaß …

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