Von Leer bis ans Ende der Welt…

Bild Geschrieben am 02.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

…zumindest für ostfriesische Verhältnisse. Denn die Stelle am Fuße des Geisedammes, wo der Rheiderländer Seedeich sich von der Ems abwendet und dem Dollart folgt, heißt auf Plattdeutsch „Endje van’t Welt“. Weit öffnet sich der Blick in die deutsch-niederländische Meeresbucht, die als Folge von mehreren schweren Sturmfluten im 13. und 14. Jahrhundert entstanden ist. Am gegenüberliegenden Emsufer liegt der Emder Seehafen, der vor Allem von großen Autotransportern angelaufen wird.

Der Weg zum äußersten Eck des Rheiderlandes führt über das historische Fischerdorf Ditzum mit seinen vielen Fischkuttern und der Fähre, die tagsüber zum anderen Emsufer nach Petkum verkehrt. Per Rad erreicht man Ditzum über den Deichverteidigungsweg oder den Radweg an der Landstraße. In Ditzum ist gut Fisch essen (alternativ gibt‘s auch ein leckeres Schnitzel).

Weiter an der Binnenseite des Seedeiches geht es zum erhöhten Plateau der ehemaligen Bohrinsel Dyksterhusen, die ein Stück weit in den Dollart hineinragt. Dort suchte man in den 1960-er Jahren vergeblich nach Öl und Gas. Heute ist das Bohrloch verschlossen und das Plateau lädt mit seinen Sitzbänken zum Verweilen ein, zudem diente es auch als Filmkulisse für die Krimireihe „Friesland“. Aufpassen muss man bei Sturm aus Nordwest, wenn das Wasser in den Dollart gedrückt wird. Dann kann das Plateau zeitweise zur Insel werden, falls die tiefliegende Zufahrt überflutet wird.

Der Rückweg führt über Ditzumerverlaat und Bunderhee mit dem historischen Steinhaus. Der Radweg an der Landstraße nach Bunde wurde vor Kurzem zu großen Teilen saniert und ist jetzt wieder gut befahrbar. Dazu gesellt sich mittlerweile die Sonne am Himmel. Beste Bedingungen für eine Radtour zum Ende der Welt...

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