#mdRzA - oder wie alles begann

Bild Geschrieben am 06.09.2021 von Christian Szyska
Team: Auf dem Leinpfad
Kommune: Bonn

'Am Anfang war der Stau
Genervt vom stop and go überlegte ich, welche Alternativen möglich wären. ÖPNV erschien mir teuer, kompliziert und unzuverlässig, zu Fuß war die Strecke Bonn-Hürth definitiv zu weit.
Radfahren ist meine Lieblingssportart. Also warum nicht das Praktische mit dem Nützlichen….? Also, ab jetzt mit dem Rad. Als erstes Pendlergefährt diente ein „classic“ Moutainbike, noch ohne jegliche Federung. Statt ca. 35 Minuten über oft verstopfte Autobahnen und Straßen ging es nun gut eine Stunde über Landwirtschafswege. Statt Hektik, Stau und Lärm zu ertragen entdeckte ich wunderbare Landschaften, frische Luft und Ruhe.
Sowohl ich als auch mein Rad – oder besser - meine Räder (auch bei mir gilt die Radformel n + 1) veränderten sich. Die Kondition nahm zu, das Gewicht ging zurück. Entspannt komme ich bei der Arbeit an und erholt wieder nach Hause. Sukzessive wurde das Rad den Erfordernissen angepasst, bald dann durch ein Rennrad ersetzt.
War zunächst ein Regen noch Anlass, das Fahrzeug zu wechseln, mutierte ich zum Allwetterfahrer. Von 35 Grad im Sommer bis –15 Grad im Winter, mit allen Formen von Niederschlägen bin ich inzwischen auf Du und Du. Wobei zu bemerken wäre, dass es wahrlich selten richtig regnet. Im Schnitt ein Mal pro Monat. Außer in 2021. Aber das war ja auch das Regenreichste seit der Beginn der Aufzeichnung im Jahre 1848.
Und ich kann nur bestätigen, was allgemein zu lesen ist: RadpendlerInnen werden weniger krank. Maximal ein kleines Naselaufen oder ein Hüsteln befielen mich, wenn viele Kollegen aufgrund von Grippewellen und Ähnlichem lange Phasen niedergestreckt lagen.
Nicht nur die Gesundheit profitiert – auch Zeit spare ich immens. Das Radeln an sich dauert länger als das Autofahren. Gebe ich unumwunden zu. Doch es ist halt Sport – und den würde ich ja sonst auch treiben. Rechnet man alles zusammen, ist der Zeitaufwand mindestens gleich – oder sogar zugunsten des Radfahrens.
Neben dem Gewinn an Lebensqualität und Gesundheit lässt sich noch der soziale Aspekt nennen. Den Respekt, der der Leistung gehuldigt wird und die Freunde, die durch das Radfahren gewonnen werden.
Es lohnt sich!

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