Short Tracks

Bild Geschrieben am 10.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Heute in der dampfigen Luft war der Tag der kurzen Touren in Leer und Umgebung. Dabei habe ich mal einige unterschiedliche Dinge in Augenschein genommen, denen man auf dem Rad so begegnet.

Beginnen wir in der Brunnenstraße, die für den Kfz-Verkehr grundsätzlich gesperrt ist. Wer als Fußgänger oder Radfahrer glaubt, die Fahrbahn mehr oder weniger für sich zu haben, der irrt jedoch gewaltig. Viele Pkw fahren hier Richtung Altstadt, wohl alles Anlieger ;-( Vollzug der Verkehrsregelungen? Fehlanzeige!

Heiße Diskussionen gibt es auch über die Gestaltung des meistfrequentierten Leeraner Bahnübergangs an der Bremer Straße. Seit dem Neubau ragen die Kontergewichte der geschlossenen Fahrbahnschranken fast einen Meter in die Rad- und Fußwege hinein. Weshalb wird ein solcher Unsinn geplant und auch noch abgenommen?

Etwa einen Kilometer weiter erreichen wir die neu gebauten Abschnitte des Logaer Weges. Im Vergleich zu früher eine erhebliche Verbesserung für Radfahrer, die jetzt auf der ebenen Fahrbahn geführt werden. Für Gesprächsstoff sorgt jedoch die Engstelle zwischen den Einmündungen Böcklinweg und Brentanostraße. Dort wollte man die Bäume auf dem Grenzwall des Julianenparks nicht fällen – dies geht gleichwohl zu Lasten der Fahrbahnbreite. Der Radweg endet hier zu beiden Seiten im Nirvana. Wenn sich Kfz hier begegnen wird es am Rande reichlich eng für den Radfahrer. Mein Vorschlag: Tempo 30 für den Kfz-Verkehr sind hier mehr als genug!

Es gibt natürlich auch uneingeschränkt Positives zu beobachten. An den Autobahnanschlussstellen Leer-Ost und z.T. Leer-Nord wurden die Radwege begradigt und die Kurvenradien für auf die Autobahn auffahrende Kfz verengt – letztere müssen jetzt vor dem Abbiegen stärker abbremsen. Ein deutlicher Sicherheitsgewinn für Radfahrer!

Und demnächst soll ja der Radschnellweg Emden-Leer-Papenburg kommen. Die dafür in Leer vorgesehenen Streckenabschnitte (u.a. der Bahndamm und der Radweg zwischen Mooräcker und Südschwoog) werden dann sicherlich fahrradgerecht saniert/umgebaut.

Einen besonders schönen Radweg finden wir auch zwischen Nortmoor und Holtland. Doch halt, da fehlt doch was… Am Bahnübergang hat man den Radweg einfach unterbrochen. Wer Richtung Holtland will, muss kurzzeitig auf die andere Seite der Fahrbahn wechseln. Das verstehe wer will…

Heimwärts fahren wir am Ende über die Deichstraße, die in 1976 ausgebaut und an der in 1989 der Autobahnanschluss am Emstunnel eröffnet wurde. Seitdem haben die Verkehrszahlen dort extrem zugenommen. Morgens staut es sich derzeit bis auf die A 31 zurück. Für die zahlreichen Radtouristen und Radpendler gibt es zwar einen Radweg, aber wer stadteinwärts fahren will, muss die Deichstraße am Ortseingang unweigerlich queren. Und genau da liegt ein großes Problem. Denn im Gegensatz zu allen anderen großen Ausfallstraßen in Leer besteht für Fußgänger und Radfahrer an der Deichstraße keine einzige sichere Überquerungsmöglichkeit. Ein Wechsel der Straßenseite ist ziemlich gefährlich und während der Stoßzeiten praktisch unmöglich. Mein Vorschlag: Die Einrichtung eines Zebrastreifens an geeigneter Stelle würde hier viel Abhilfe mit wenig Aufwand schaffen und für den Fahrradverkehr einen enormen Sicherheitszuwachs bedeuten.

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