Nach der zweiten Woche

Geschrieben am 20.09.2021 von Torsten Kleb
Team: Ludwigshafen.Stadtmarketing
Kommune: Ludwigshafen

Mediale Bespielung des Themas Verkehr. In meinem Falle in einem Interview gemeinsam mit einem weiteren "Stadtradel-Star" und der hiesigen Tageszeitung Die Rheinpfalz. Das komplette Interview ist in der heutigen Ausgabe abgedruckt.

Was die Aktion Stadtradeln bewirkt und wie man das Thema Radverkehr wohl weiter in die Breite der Gesellschaft transportieren könne, wurde dabei im Gespräch am Rande erörtert.

Meine Auffassung,, dass Leute, die sonst kaum oder kein Fahrrad bewegen, wohl am ehesten durch einen Event-Charakter, wie etwa beim Erlebnistag an der Weinstraße oder eben auch beim Stadtradeln auf das Zweirad zu locken sind. Über die Jahre immer wieder vernommener, positiver Kommentar hierzu: "So etwas müsste (viel) öfter angeboten werden."

Man selbst scheint diesbezüglich also ziemlich passivisch einladende Impulse abzuwarten, die in derlei Kontexten dann offenbar aber auch bereitwillig wahrgenommen werden.

Ganz anders bei Anläufen externer Motivation ganz ohne Eventcharakter. Diese scheinen nämlich eher massive Abwehrhaltungen zu provozieren, nach dem Motto: "Ich lass mir doch nicht sagen oder gar vorschreiben, dass ich mit dem Rad fahren sollte."

Vollkommen anders indes die Haltung beim eigenen Automobil, das für viele im Individualverkehr nahezu ein Gebot zur Nutzung begleitet, stets verbunden mit einer rundum positiv konnotierten Wahrnehmung derselben. Dass man sich dabei mit ähnlich Denkenden immer häufiger denselben Stau teilt, lenkt wiederum sehr gerne das Augenmerk auf völlig andere Verursacher*innen: Die Straßen zu schmal, die Geschwindigkeiten zu gedrosselt, u.ä.m.

Wir haben uns über Jahrzehnte mitunter eine ganz enorme Abwehrhaltung gegen das Fahrrad angeeignet, die immer deutlicher offenbart, dass wir uns dabei gehörig verfahren haben.

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