In Oldenburg

Geschrieben am 21.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Oldenburg war Residenzstadt und später Mittelpunkt des gleichnamigen Freistaates bzw. Landes. Noch heute ist Oldenburg Sitz vieler Gerichte und Landesbehörden. Die über Jahrhunderte währende Selbstständigkeit prägt das Selbstverständnis der Stadt Oldenburg und ihrer Bürger bis heute. Im Zweiten Weltkrieg blieb Oldenburg nahezu unzerstört, die Stadt besitzt daher viel historische Bausubstanz.

Anziehungspunkt für viele Ostfriesen und Niederländer war und ist Oldenburg auch als Einkaufsstadt mit vielen Fachgeschäften in der Fußgängerzone. Und als junge Erwachsene zog es uns manchmal nach Wechloy zu einem amerikanischen Fastfood-Restaurant – denn so etwas gab es damals in Ostfriesland nicht.

Anno 2021 fahren wir natürlich mit dem Rad nach Oldenburg. Die Strecke hat den Vorteil, dass sie größtenteils abseits der verkehrsreichen Straßen verläuft. Bis Stickhausen fährt man an der Jümme entlang. Ab Detern bis Apen kann man den Weg südlich des Aper Tiefs nutzen. Auch der markierte Weg zwischen Apen und Ocholt liegt abgesetzt von der Landstraße. Ab Bad Zwischenahn fährt man bis Wechloy an der Bahnlinie entlang, wobei man in Bad Zwischenahn entgegen der Beschilderung den Weg über den Kayhauser Kamp nehmen kann. Hinter Wechloy erreichen wir über den Drögen-Hasen-Weg die Ammerländer Heerstraße. Von dort aus sind es nur noch wenige Kilometer bis ins Oldenburger Stadtzentrum. Wer Pause machen möchte, findet unterwegs übrigens viele Einkehrmöglichkeiten. Und weil es so schön war, nehmen wir denselben Weg zurück.

Wem die ca. 130 km (hin und zurück) zu lang sind, der kann eine Teilstrecke auch mit der Bahn fahren. Unterwegs hält jeder Zug in Augustfehn, Ocholt und Bad Zwischenahn. Doch aufgepasst!!! Sinnvoll und zum Nahverkehrstarif ist eine Mitnahme des Fahrrades ausschließlich in den (rot lackierten) Regionalexpresszügen möglich, diese verkehren im Zweistundentakt. Dafür ist diesen Zügen seit kurzem ein Fahrradwaggon beigestellt worden. Wer trotzdem die weißen Intercity-Züge nehmen möchte, der muss zusätzlich eine kostenpflichtige Reservierung fürs Fahrrad lösen. Dies ist nicht nur unverhältnismäßig teuer, sondern ruft angesichts der zumeist gähnend leeren Fahrradabteile in den Intercitys auch Kopfschütteln hervor.

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