Zum Abschluss

Geschrieben am 21.09.2021 von Philip Giertz
Team: Spaß mit Sport
Kommune: Leer im Landkreis Leer

Drei Wochen Stadtradeln sind im Fluge vergangen – kaum, dass es begonnen hatte ist es schon wieder Geschichte. Zeit für eine kurze Bilanz.

Das Wichtigste zuerst: Von Unfällen und Pannen blieb ich zum Glück verschont. Und drei Wochen Verzicht auf das Auto waren gut zu verkraften. Zum Einkauf habe ich natürlich das Rad genutzt, wobei ich Getränkekisten etc. vorher gebunkert hatte.

Auch das Wetter hat beim Stadtradeln 2021 außerordentlich gut mitgespielt. Im Schnitt war es etwas wärmer, als zu den vergangenen Wettbewerben. Insbesondere gab es nur wenig Regen und unter den einzelnen Schauern konnte man zumeist unterdurch radeln. Auch der Wind wehte meistens nur schwach. Das geht im September auch anders. Wer erinnert sich noch an das Stadtradeln 2017, als wir viele Regentage hatten und sogar von einem Sturmtief heimgesucht wurden?

Unter diesen nahezu idealen Bedingungen konnte ich 58 Radtouren fahren und saß dabei insgesamt 173:05 Stunden im Sattel für 3.208 km. Das sind im Schnitt mehr als acht Stunden pro Tag – wenn man nicht zu den Schnellsten gehört, braucht es eben seine Zeit um das jeweilige Ziel zu erreichen.

Und auch für unsere Stadt sieht es derzeit gut aus im Ranking der Stadtradel-Kommunen. Ich bin mir sicher, dass wir in der Kategorie der Städte bis 50.000 Einwohner am Ende wieder einen der ersten drei Plätze belegen werden – ein ganz toller Erfolg!

Unterwegs hatte ich viele Begegnungen mit anderen Stadtradlern, von jung bis alt und in Gruppen unterwegs oder als ambitionierter Einzelfahrer. Alle hatten sie Eines gemeinsam: Die Liebe zum Radeln.

Bei den vielen schönen Touren hat sich wieder einmal bestätigt, dass Ostfriesland ein ganz tolles Fahrradrevier ist. Gerne wäre ich auch in die Niederlande geradelt, aber dazu bin ich nicht gekommen. Vielleicht im nächsten Jahr…

Leider gab es auch einige unschöne Dinge zu beobachten. Autofahrer, die mir im Dunkeln begegnet sind, ohne abzublenden. Dabei ist der Gebrauch des Fernlichts in geschlossenen Ortschaften per se verboten. Und einzelne Autofahrer fuhren bei Rot über die Ampel, obwohl diese schon gefühlte 50 Meter vorher auf Gelb umgeschaltet hatte. Vielleicht stellt man mal einen Ampelblitzer auf – Aurich macht es vor. Und dann war da noch der nachvollziehbare Frust vieler Autofahrer über die vielen und untereinander scheinbar nicht abgestimmten Straßensperrungen im Stadtgebiet. Aber muss man deswegen zum Dampf ablassen die Edzardstraße und den Burfehner Weg als Rennstrecken nutzen? Vielleicht mal überlegen, auf das Fahrrad umzusteigen?

Leider begegneten mir auch Verkehrssünder unter den Radfahrern. Solche, die einem auf der falschen Seite entgegenkommen. Oder die, die im Dunkeln einerseits unbeleuchtet fahren oder andererseits den Gegenverkehr blenden, weil sie entweder den Scheinwerfer falsch eingestellt haben oder bei Nacht mit stark streuendem Tagfahrlicht unterwegs sind. Das muss alles nicht sein.

Schlussendlich hoffe ich, dass es in diesem Jahr wieder eine reguläre Stadtradeln-Abschlussveranstaltung einschließlich Preisverleihung geben wird – viele haben dieses Event und die Urkunden in 2020 schmerzlich vermisst.

Und nach dem Stadtradeln ist hoffentlich vor dem Stadtradeln. Soll heißen, dass dieser Wettbewerb, in dem die Stadt Leer zum wiederholten Male bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat, hoffentlich auch in 2022 wieder angeboten wird.

Dazu hätte ich noch einen Vorschlag: Vielleicht prüfen die Verantwortlichen in Stadt und Landkreis mal, den Wettbewerb in der Jahreszeit vorzuziehen. Stadtradeln im Wonnemonat Mai, das wäre doch mal etwas Besonderes. Mit tendenziell gutem Wetter und viel längerem Tageslicht. Das würde bestimmt für noch mehr Stadtradel-Kilometer in der Stadt Leer sorgen…

Bis dahin alles Gute und mit stadtradelnden Grüßen!

Euer/Ihr
Philip Giertz

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