Die Bilanz

Bild Geschrieben am 26.09.2021 von Christian Szyska
Team: Auf dem Leinpfad
Kommune: Bonn

21 Tage Stadtradeln liegen hinter mir. Hat sich etwas verändert? Wenig. Einen Einkauf habe ich anders gestaltet: um dem Vorsatz der absoluten Autoabstinenz zu huldigen, transportierte ich - statt mit dem Auto - einen Kasten Sprudel, indem ich die Flaschen in die Rad Taschen steckte. Ging auch und brachte sogar fünf Zusatzkilometer für die Gesamtbilanz. Leider besitze ich immer noch keinen Anhänger.
Genial auch wieder unser Team „Auf dem Leinpfad“. Dietmar, Markus, Stephan und ich waren in dieser Konstellation zum zweiten Mal dabei. Öfter noch beim berühmten Winterpokal. Angefeuert haben wir uns gegenseitig bei den Fahrten zur Arbeit, in der Freizeit und im Urlaub. Es wurde wieder eine grandiose Erfahrung.

Die Bilanz dieses Jahr entwickelte sich bei mir etwas verhaltener als früher. Vielleicht, weil kein Fahrradurlaub in der Zeitspanne lag. Unser Team „Auf dem Leinpfad“ war weniger zurückhaltend.
Der ADFC- CO2 Einsparrechner wirft für unsere Gesamtstrecke folgende Zahlen aus:
Eingespartes CO2 810.84 kg
Eingesparte Fahrkosten: 2097.00€
Vermeidung von Umweltkosten: 174.75€
Vermeidung von Unfallfolge- und Staukosten: 990.25 €

Neueste Untersuchungen zeigen, dass das Radfahren einen gesellschaftlichen Nutzen von 30 Cent/km generiert. Demnach hätte ich in den 21 Tagen Stadtradeln einen Nutzen von etwa 644 € erbracht, das Team insgesamt einen von 1754,50 €. Statt eines gesellschaftlichen Schadens von 430 €, bzw. 1547 €, den die gleiche
Strecke erzeugt hätte, wäre ein Auto das Verkehrsmittel meiner bzw. unserer Wahl gewesen.
Doch interessiert das wirklich? Vielleicht tragen diese Zahlen ein wenig zur Motivation bei, das Rad oder wenigstens ein Pedelec zu nutzen. Vielleicht mögen diese Zahlen und die der vielen anderen Teilnehmenden bei Skeptikern einen Denkprozess in Gang setzen. Doch viel wichtiger für uns waren und sind die vielen schönen Momente und Gedanken beim und über das Radfahren, von denen ich ein paar in den vorigen Beiträgen aufgezeichnet habe.
Ich hoffe, Stadtradeln war ein Spaß für alle, dass alle gut und unfallfrei durch die Zeit gekommen sind – ist ja nicht selbstverständlich – und viel Kraft und Zuversicht für die Zukunft des Radfahrens gewonnen sind.

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