STADTRADELN-Star Blog: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel


Und jetzt?

Geschrieben am 23.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Die Aktion „Stadtradeln“ ist vorbei; Zeit für eine Bilanz.

1. Ich bin beeindruckt, welche Strecken in den Teams mit Fahrrädern zurückgelegt wurden. Sicher, es sind oft Touren gewesen, die nicht für das Auto vorgesehen waren. Aber wenn der Klima-Aspekt dann nicht im Vordergrund stand, so doch die Gesundheit und der Erlebniswert - zwei Zielsetzungen, die für mich ebenfalls hochrangig sind..

2. Bei vielen alltäglichen Strecken kann das Fahrrad das Auto ersetzen. Das wussten wir auch vor der Aktion - aber die eigene Bequemlichkeit… Ich nehme mir vor, den inneren Schweinehund in Zukunft öfter zu überwinden. Es regnet seltener als man meint oder, wie Ulla sagt, man muss die Wetteraanzeichen lesen lernen.

3. Auch wenn ich Gesundheits-bedingt weniger geradelt bin als beabsichtigt, habe ich doch in der Fitness zugelegt: 50km Touren gehen wieder- und länger sollen meine Wege im sommerlichen Zelturlaub nicht sein.

4. Die Rikschas haben wir weniger einsetzen können als gewollt: das Wetter war ein Hindernis. Es wäre gut, wenn es nur nachts regnen würde, aber dies nicht planbar ist :-): lieber Regen als Dürre!
Doch freue ich mich auf die Begegnungen, die diese Touren uns in Zukunft ermöglichen

5. Mit großem Interesse werde ich in den kommenden Monaten verfolgen, inwieweit die Beanstandungen von uns Radlerinnen und Radlern zu verkehrstechnischen Veränderungen führen. Oder haben diejenigen Recht, die von derartiger Bürger/ Bürgerinnen-Beteiligungen nichts erwarten?

6. Ich mag den Niederrhein in seiner Vielfalt von Urbanem und Ländlichem, in seiner handwerklich/ industriellen und land- /forstwirtschaftlichen Verfasstheit. Für mich gibt es hier noch viel zu entdecken, gerade Richtung der Niederlande. Darauf freue ich mich!

Alles in allem:
Stadtradeln war für mich sehr anregend. Diese Erfahrung wünsche ich euch und Ihnen, die dieses Mal dabei waren.
Auf ein Neues im kommenden Jahr!

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21.Mai - verfasst von Ulla Ehrmann

Bild Geschrieben am 22.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute war der Tag der „Nutzstrecken“, der aber von Abwechslungen und Überraschungen geprägt waren. Hauptakteur war das Wetter. Bei Sonne, dunklen Wolken und teils stürmischem Wind mussten wir oft mit aller Kraft in die Pedalen treten. Anorak auf, Anorak zu – so hielt es sich dran. Abends galt es, den schwarzen Wolken und dem drohenden Regen aus Nordwesten auszuweichen. Dank der Erfahrungen der letzten Wochen, wussten wir die Wetterscheide Niep zu unseren Gunsten zu nutzen, hatten den Himmel stets fest im Blick und passten uns beim Streckenverlauf entsprechend an.
Der Tag begann mit einer kurzen Tour zur Reinigung in Vluyn, dann ging es weiter zum Moerser Wochenmarkt über die Strecke, die am Hülsdonker Bahnhof vorbei führt. In Moers herrschte ein buntes Treiben. Der Markteinkauf hielt einige Überraschungen parat. Rund um den 50.Geburtstag des internationalen Jazzfestivals war viel los. Am Peschkenhaus trieben sich merkwürdige Wesen herum, versuchten die Hauswand zu erklimmen, liefen über den Neumarkt und faszinierten die Flaneure mit ihrem Gehabe. Eine heitere Stimmung lag über der Stadt. In den Straßencafés wurde wieder Kaffee getrunken, ein Brautpaar feierte ausgelassen seine Hochzeit auf dem Altmarkt und Kauflustige zogen mit prall gefüllten Taschen durch die Altstadt. Die heitere Atmosphäre war spürbar ansteckend.
Nach einem leckeren Eis am Café Mehrhoff machten wir uns auf den Rückweg. Dieses Mal wählten wir die Strecke durch den Park, an der alten Wassermühle entlang, über Hülshorst via Neue Mühle durch die Felder nach Hause. Oft lachte die Sonne. Klasse.
Abends schwangen wir uns noch einmal auf die Räder, denn wir wollten das erste Openair-Konzerzt des 50.Jazzfestivals im Moerser Schlosspark nicht verpassen. Wie meistens fuhren wir über „Benne Weges“ (Nebenstrecken), aber erst im zweiten Anlauf ging es via Golfplatz in Niep und Grafschafter Radwanderweg in die alte Grafenstadt. In Kapellen machten wir flugs einen Schlenker Richtung Schwafheim durch die Felder zum Vinner-Wasserturm. Der Rodelhügel im Park war unser Ziel, hier sollte das Festival steigen. Kurz bevor die ersten Töne von Will Guthrie & Ensemble erklangen, schmückte ein bunter Regenbogen den Himmel. Ob das ein gutes Zeichen war?
Bedrohliche schwarze Wolken zwangen uns später am Abend schleunigst den Rückweg nach Neukirchen anzutreten. Auf der Route über die Steinbrückenstraße und durch den Klingerhuf hatten wir wieder mit dem Gegenwind zu kämpfen - nass geworden sind wir aber nicht.
Das war zum Teil Glück, zum anderen Teil hatten wir beim STADTRADELN dazugelernt. Nicht nur WetterApps zählen. Naturbeobachtung ist in diesem launischen Frühling auf jeden Fall hilfreich. Deshalb waren wir am frühen Abend auf der eigentlich geplanten Route - durch die Dong, Richtung Repelen und dann immer am idyllischen Moersbach entlang zum Festival – kurzentschlossen umgekehrt. Keine schlechte Idee, zeigten die dicken Regenwolken, die sich eilig von Nordwesten auf uns zu bewegten. Wir schlugen ihnen ein Schnippchen und fuhren nach Südosten davon.
„Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun’ und Fass“, sagt eine der alten Bauernregeln. „Stimmt“, denken wir oft, wenn wir die üppige grüne Landschaft mit den Stevens-Rädern bio durchstreifen. Eine Strecke zweimal fahren? Das muss für uns Niederrheiner*innen nicht sein.

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Mittwoch, 19.Mai

Bild Geschrieben am 20.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute möchte ich zum Rhein.
An der "Glück auf-Schranke" fehlt mir das Glück. Anschließend geht es links durch die ehemalige Bergmanns-Siedlung, dann entlang der Bahnschienen, danach durch Baerl, um schließlich den Rhein zu erreichen.
Nun erlebe ich die Rheinlandschaft in ihrer ganzen Pracht. Über Orsoy geht es nach Eversael und Budberg, anschließend nach Rheinberg. Entlang des Kanalwegs fahre ich zum Bahnhof, um von dort über Kamp-Lintfort nach Neukirchen-Vluyn zurückzuradeln.
Der Regen war scheinbar immer vor mir da und ist schon wieder weg, wenn ich komme . Jedenfalls erlebe ich eine tolle Fahrt ohne nassen Segen von oben. Mit ca.53km eine etwas längere Tour.

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Dienstag, 18.Mai

Bild Geschrieben am 19.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Meine Tour heute ist Enricos Schuld.Tea und er, so lässt er mich im Telefonat wissen, würden gleich auf´s Rad steigen und eine Runde drehen. Eigentlich habe ich dies für heute nicht auf dem Schirm. So dauert es noch eine Weile, aber dann sorgt ein Blick aus dem Fenster in einen goldenen Abend nach verregnetem Tag für den letzten Impuls, es ihnen gleich zu tun.

Ich nehme mir vor, meine vorgängige Tour über Kapellen, St. Hubert, Stenden und Tönisberg durch Rheurdt, Örmten, Sevelen und Kamp-Lintfort zu ergänzen. Der erste Teil ist also identisch, vermittelt mir in dieser goldenen Stunde jedoch schöne neue Eindrücke.

In Rheurdt entschließe ich mich zu Verkürzung der Tour. Die Sonne verabschiedet sich wohl früher als ich angenommen habe, und ich möchte bei den letzten Strahlen zuhause sein.
So fahre ich gleich Richtung Kamp-Lintfort. Der Anblick des industriellen Wahrzeichens dieser Stadt verleitet mich noch zum einem Abstecher auf das LaGa-Gelände. Dort erlebe ich dann den Sonnenuntergang.
Der Dunst steigt auf, während ich diese schöne Tour beende.

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Sonntag, 16.Mai

Bild Geschrieben am 16.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute morgen geht es wieder zum Gitarrebauen nach Moers.
Ich habe Glück: obwohl ich durch das Werkstattfenster einige Wolkenbrüche beobachten kann, bleibe ich unterwegs vom Regen verschont. Auf der Rückfahrt halte ich an den alten Buchen vor dem Hundeplatz im Klingerhuf. Es lässt mich nicht kalt, dass diese ca. 400 Jahre alten Bäume meine Generation nicht überstehen werden. Auf machem dieser ehemals kraftstrotzenden Kolosse habe ich vor über 50 Jahren meinen eigenen Wagemut beim Klettern erprobt. Zwischen diesen Riesen gab es einen Spielplatz, auf dem bei schönem Wetter richtig was los war. Außerdem standen dort mit Eichenbohlen bestückte Tische, an denen Rentner Pfennigskat "kloppten". Und wenn man ganz viel Glück hatte, fand sich in den Ritzen zwischen den Bohlen ein Pfennig oder sogar mal ein Groschen.
Ich freue mich, dass es im Internet noch Fotos gibt, die von der vergangenen Vitaltät
dieser Naturdenkmäler zeugen.
https://www.lokalkompass.de/neukirchen-vluyn/c-natur-garten/verwunschene-baeume_a215817

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Samstag, 15.Mai - verfasst von Ulla Ehrmann

Bild Geschrieben am 15.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Schon beim Einkaufen mit dem Fahrrad in Vluyn war heute richtig was los. Ich wollte auf dem Rückweg noch schnell einen Schlenker über Hochkamer durch die Felder machen, um für das RoA-Team Kilometer zu sammeln. Aber; auf meiner Route waren auch zwei Rindviehcher unterwegs, denen es im schönen Vluyn offensichtlich zu langweilig geworden war. Kurzerhand hatten sie den Stacheldraht ihrer Weide durchbrochen, um sich auf den Weg in die Stadt zu machen. Am Hals bluteten sie leicht.

Da sich in Vluyn weit und breit kein Futter finden ließ, änderten sie ihren Plan und liefen über die Rayener Straße Richtung Hochkamer. An der Kreuzung Hochkamer Straße/ Vluynbuscher Weg, gelang es mit einigen anderen netten Menschen den Ausbrechern einen Strich durch die Rechnung zu machen. Mit vereinten Kräften und einem bisschen Mut schnitten wir ihnen immer wieder den Weg ab. Auch dank der später kommenden Feuerwehr gelang es uns allen gemeinsam, die beiden zu stoppen. Wir hatten ein geöffnetes Gatter ausfindig gemacht und trieben sie kurzerhand auf eine Weide. Gar nicht schlecht, dachten sich die beiden wohl und machten sich sofort daran das saftige Gras zu fressen. Zu welchem Bauernhof diese beiden Rinder wohl gehörten?
Das klärte sich auf meinem Rückweg über den Friesenweg. Dort beobachtete ich, dass ein Bauer sich nach Kräften bemühte, seine Herde zu bändigen, denn ein Tier war ausgebrochen. „Sind von der Weide noch zwei Kühe ausgebrochen?“, schrie ich in den Tumult. So war es. Flugs erklärte ich, wo wir die beiden Ausreißer einquartiert hatten und dann ging es Richtung Neukirchen am Schulzentrum entlang zurück nach Hause.
Resümee: 10 km für das RoA-Team geradelt und richtig was erlebt.

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"Radtour an Himmelfahrt 2021" verfasst von Monika Frische

Bild Geschrieben am 14.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Nach einem erfrischenden Open-Air-Himmelfahrtsgottesdienst auf der Gemeindewiese hinter unserer Dorfkirche mitten in Neukirchen haben wir uns spontan mit zwei Freunden zu einer Niederrhein-Radtour verabredet. Schnell nach Hause mit dem Rad und den Picknickkorb gepackt mit frisch gekochtem Kaffee und Keksen. Die beiden selbst gefilzten Sitzkissen durften natürlich auch nicht fehlen – wer weiß denn im Voraus, wo wir ein schönes Plätzchen zum Rasten und Genießen finden würden? Keine halbe Stunde später holten wir unsere Freunde auf dem „Bindestrich“ in Neukirchen-Vluyn ab und los ging es in Richtung Westen.
Corona-gerecht fuhren wir nur zu zweit mit viel Abstand – und immer auf den schönen „Heckenwegle“, wie wir sie in meiner schwäbischen Heimat nennen, und davon gibt es jede Menge in unserer Stadt Neukirchen-Vluyn! Unsere Route führte uns niemals an einer Straße mit Verkehr entlang, sondern nur über Feldwege zwischen Wald und Flur: Herrlich!! Zum Glück kennen unsere Freunde soo viele schöne Ecken hier am Niederrhein ☺. Nachdem wir das malerische Schloß Bloemersheim passiert haben und durch den maigrünen Vluynbuscher Wald geradelt sind, öffnete sich der Blick über frische Wiesen auf die Rheurdter Dorfsilhouette… und mittendrin ein Storch beim Frösche fangen!! Welche Überraschung!!! … und sein Nest war nicht weit entfernt mit einem putzmunteren Storchennachwuchs, der sich zufrieden im Nest räkelte!

Der Anstieg auf die Rheurdter Höhen war gut machbar – auch ohne E-Bike. Oben angekommen ließen wir unseren Blick über das Gelände schweifen und wählten die Route Richtung Kengen, bei der wir an einer großen Obstbaumwiese vorüber kommen sollten. Doch leider war die Obstbaumblüte so gut wie vorbei, nur einzelne Blüten ließen noch erkennen, wie malerisch es vor 1-2 Wochen dort geblüht haben musste. Nun hielten wir auf Oermten zu und steuerten die große Wiese mit Picknick-Platz an der alten Schluffbahnstrecke in Oermten an… und wir hatten Glück, eine Tischgruppe war noch frei!

Schnell packten wir unsere Picknicktaschen aus und was sich alles darin fand: Zu unserer große Überraschung Heidelbeer-Törtchen und für mich als Zöliakie-Betroffene pikant eingelegter Schafskäse! Selbst Kuchengäbelchen und für den Käse ein passender „Piekser“, bunte Teller und Tassen, selbst eine Tischdecke kamen zu Tage. So wurde unsere kleine Rast zu einem „kleinen Fest“. Nach gebührender Pause ging unsere Fahrt weiter über Hoerstgen zum Kloster Kamp. Die Lage des Klosters ist einfach majestätisch und wir genossen die beruhigende Ausstrahlung des Kamper Berg Areals. Ein kurzer Abstecher zum nahen Friedhof ließ uns erahnen, wie ehrwürdig dieser Platz ist. Auch die Strecke durch Kamp-Lintfort verlief nicht entlang „ungemütlicher“ Autostraßen, sondern auf dem Wandelweg der Laga 2020 entlang einem kleinen Bächlein bis zum ehemaligen Laga-Gelände auf der früheren Lintforter Zeche. Am südlichen Laga-Gelände führt ein Radweg unter der auslaufenden A42 hindurch direkt in die Dong am Fuße der Halde Norddeutschland. Vorbei am alten Donger Schulhaus und der Windmühle erreichten wir wieder sicher unser Zuhause in der Andreas-Bräm-Straße in Neukirchen. Dort krönten wir unsere schöne Tour auf unserer Sonnenterrasse mit einem leckeren Eis mit Erdbeeren und Sahne!

Strecke: Bloemersheim – Vluynbusch - Rheurdt – Rheurdter Höhern- Kengen – Oermten / Schluffbahn – Hoerstgen - Kloster Kamp- Laga-Dong-Neukirchen, ca. 42km und bei großzügiger Pause ein vierstündiges Vergnügen.

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Donnerstag, 13.Mai

Bild Geschrieben am 13.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute will ich es wieder wagen: morgens steht eine Rikscha-Piloten-Ausbildung an, nachmittags habe ich eine Tour durch das Stadtgebiet vor, um einen RoA-Mitgliederbrief an die Frau und den Mann zu bringen.
Wilhelm Spickers absolviert heute einen Teil der Ausbildung zum Rikscha-Piloten. Nach ein paar Formalien und theoretischen Einweisungen beginnt die Praxis heute in dem geschützten Rahmen des Marktplatzes im Stadtteil Neukirchen.
Wilhelm hat schnell ein Gefühl für das Gefährt entwickelt - wir können nun eine Runde in der verkehrsberuhigten Alten Kolonie drehen.
Danach geht es in den Stadtverkehr und auf zu einer größeren Rundfahrt. Nach ca. zwei Stunden ist dieser Teil der Ausbildung absolviert.
Oft wird ein weiteres Training verabredet. Denn uns ist wichtig, dass Ausbilder/-in und Pilot/ Pilotin sicher sind, die Verantwortung für den Transport von Fahrgästen übernehmen zu können.
Erst wenn diese Sicherheit erlangt wurde, kommt es zur ersten Tour mit einem Fahtgast mit oder ohne Begleitung. Diese Fahrt ist abschließender Teil der Ausbildung und findet daher in Anwesenheit eines Trainers/ einer Trainerin statt..
Selbstverständlich sind die Mitglieder unserer Radeln Ohne Alter-Gruppe für alle möglichen Vorkommnisse versichert. Um dies zu gewährleisten, wird vor den ersten Meter des Trainings eine Ehrenamtlichen-Vereinbarung abgeschlossen.

Haben Sie Interesse an Radeln ohne Alter?
Auf unserer Internet-Seite roa-nv.dekönnen Sie weitere Informationen erhalten.
Oder rufen Sie mich einfach an: 0151 55 56 57 80.

Nachmittags beginnt bei herrlichem Wetter die Rundfahrt. Es steht eine Tour von 33,5km an, die mich zunächst entlang der Gartenstraße führt.

Dort, wo die Drachflieger ihren Landeplatz haben, stelle ich fest, dass in den Tagen meiner Radelpause der Löwenzahn weitgehend verblüht ist und nun die Arterhaltung ansteht.

In Dicksche Heide hat sich die Sonne zurückgezogen. Von nun an werden mich mehr oder weniger bedrohliche Wolken begleiten.

Am Ende des Terniepenweges geht es über die Autobahn. Ziel ist Luiter Dyk, einer unserer letzten Außenposten an der Stadtgrenze. Der Weg dorthin führt mich über Niep.

Und was soll ich sagen: Auf dem Rückweg erwischt mich der Regen in Höhe des Raiffeisenmarktes. Na gut, es schüttet nicht aus Kübeln, wie Ulla gestern zu berichten wusste, sondern dröppelt eher ein wenig. Aber das mit der überlieferten Bauerregel von der Wasserscheide kann ich auf jeden Fall bestätigen: in Vluyn ist regentechnisch nichts los, als ich dort ankomme. Gegen Ende der Tour leichtes Donnergrollen - es kann mir egal sein, wenngleich es - wie ich später feststelle - lediglich bei dieser Drohgebärde bleibt.

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Mittwoch, 12.Mai - verfasst von Ulla Ehrmann

Bild Geschrieben am 13.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Das schöne Wetter heute habe ich genutzt, um mittags in meinem Garten zu arbeiten.

Morgens war ich bereits mit dem Rad ins Dorf Neukirchen gefahren,
um Einkäufe für den Feiertag zu erledigen.
Da ich mit der Gartenarbeit schneller fertig war als gedacht,
wollte ich noch kurz vor Geschäftsschluss bei Raiffeisen Salatpflanzen nachkaufen.

Siggi hatte auch Lust auf eine Abendrunde mit dem Rad. Also ging es - wieder mit sehnsüchtigem Blick- an dem noch geschlossenen Biergarten von Mooks vorbei nach Niep.
Die fünf Eichenlaubpflänzchen zum Nachpflanzen waren schnell gekauft.
Zurück wollten wir über die Strecke, die am Golfplatz vorbei führt, nach Hause radeln.

Das durfte doch nicht wahr sein. Es schüttete schon wieder wie aus Kübeln,
als wir den Markt verließen. Immerhin die Regenjacke hielt was der Name verspricht,
nur die Beine wurden erneut klatschnass. Unterwegs kamen uns zahlreiche Radfahrer entgegen,
wir waren bei weitem nicht die Einzigen, die der Regen überrascht hatte.
Allen Radfahrern aus Richtung Vluyn und etlichen Golfern erging es genauso wie uns.

Kaum hatten wir die Ortsgrenze von Vluyn erreicht, stellten wir fest, dass es hier gar nicht geregnet hatte! In Neukirchen-Vluyn wären wir mühelos trocken bis nach Hause gekommen.
Die alte Bauernregel, dass es eine Wetterscheide zwischen Niep und Vluyn gibt,
hatte sich wieder bestätigt.

Zweimal klatschnass an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, das habe ich auch schon länger nicht erlebt, obwohl ich auch im Winter Fahrrad fahre.
Immerhin, während ich schreibe, scheint schon wieder die Abendsonne. Und das Radfahren hat sich so oder so gelohnt, schließlich können wir bald frischen Salat aus dem Garten ernten.

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Dienstag, 11.Mai - verfasst von Ulla Ehrmann

Bild Geschrieben am 12.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Die WetterApp prognostiziert für Neukirchen-Vluyn eine Regenwahrscheinlichkeit ab 13 Uhr von 70%.Das heißt, ich muss mich sputen, um wie üblich meine „Nutzstrecken“ mit dem Fahrrad zu erledigen. Für 10.30Uhr ist der Covid19-Testtermin im Kalender eingetragen und um 11Uhr muss ich in Kapellen sein. Wenn alles klappt, müsste ich trocken zu Hause sein, bevor der Regen kommt.
Am Hugengraben entlang geht es Richtung Jorissenhaus und nach dem Test durch den Klingerhuf, an der Waldschenke und der Dorfkirche in Kapellen entlang zum nächsten Termin.
Der Zeitrahmen ist knapp gesteckt, aber es klappt, obwohl ich wie immer mit Muskelkraft in die Pedalen trete.
Der Regen beginnt genau in dem Moment, als ich mein Fahrrad aufschließe, um den Rückweg anzutreten. Das heißt, Regencape überziehen und los geht es.

Schon auf dem Grafschafter Radwanderweg beginnt es zu schütten. Hätte ich doch, wie seit langem geplant, einen Regenschutz für den Fahrradhelm gekauft. Nie hätte ich gedacht, dass die Haare so schnell unter dem Helm nass werden.

Das ist schon der Fall, als ich zwischen grünen Wiesen sehnsüchtig am immer noch geschlossenen Biergarten der Familie Mook vorbei sause.

Als die Fördertürme von Niederberg vor mir liegen, sind auch Hose, Schuhe und Strümpfe klatschnass. Außerdem war das Regencape für die Katz. Es hat nicht gehalten, was es versprach und wird postwendend entsorgt. Zum Glück hat der Anorak darunter das Schlimmste verhindert.
Für nachmittags hatte ich mir bereits einen Termin bei Braun besorgt, ich wollte mir eine bessere Regenjacke kaufen. Das passt ja gut, denn es hat sich gezeigt, dass die auch dringend benötigt wird. So geht es bei trockenem Himmel noch einmal mit der Fiets zum Einkaufen. An den Hauptstaßen entlang nach Moers. Da ich aber eigentlich nur richtig gerne auf schöner Strecke unterwegs bin, wird für den Rückweg ein kleiner Umweg eingelegt.

Wir fahren Richtung Stadtpark, dann zum Bettenkamper Meer, wählen den Weg über die Steinbrückenstraße, zwischen Feldern zum Klingerhuf und stoppen im Dorf Neukirchen.
Schnell noch ein paar Lebensmittel einkaufen und dann ab nach Hause.
Trotz der Widrigkeiten ein schöner Radfahrertag nach dem Motto, wir sind doch nicht aus Zucker.

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Montag, 10.Mai

Bild Geschrieben am 11.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute kann ich wegen einer Erkrankung keinen Beitrag verfassen. Ich freue, mich dass in den kommenden Tagen einige aus unserer Gruppe diese Aufgabe übernehmen werden.

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Sonntag, 9.Mai

Bild Geschrieben am 10.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute kommt es zum nächsten Einsatz von Rikschas:
Ernst (Sie erinnern sich vielleicht noch an ihn vom Bericht über den zurückliegenden Montag), fährt mit mir zum Openair-Gottesdienst an der Dorfkirche. Mein Bruder Siggi ist mit zwei Fahrgästen ebenfalls unterwegs.
Das Wetter ist klasse, wenngleich etwas windig, aber die Außentemperatur ist angenehm.

Wir erleben einen OpenAir angelegten Gottesdienst.
Eine die Corona-Bestimmungen reibungslos umsetzende Organisation, der instrumentale Vortrag der Kirchenlieder durch den CVJM-Posaunenchor unter der Leitung von Prof. Dr. Raphael Thöne sowie die Wortbeträge von Ulla Ehrmann und Pfarrer Vogt ließen trotz der Umgebungsgeräusche eine berührende Athmosphäre entstehen. Zunächst bis zum ersten Sonntag im Juni sollen bei gutem Wetter weitere OpenAir-Gottesdienste folgen.

Nach dem Gottesdienst machen wir mit beiden Rikschas eine ausgedehnte Tour über die Felder, Hochkamer, Vluynbusch und Vluyn. Meine Schwägerin Ulla ist dabei und macht die Fotos.
Rechtzeitig zum Mittagessen sind wir wieder zurück.

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Samstag, 8.Mai

Bild Geschrieben am 09.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute steht als Haupt-Programm eine Ausfahrt mit der Rikscha an. Frau Weber hatte Geburtstag und erhielt als ein Geburtstagsgeschenk diese Fahrt.
Die Fotos der Tour stammen von Wilhelm Spickers, dem Schwiegersohn, der uns auf der Tour mit dem Rad begleitet. Außerdem ist die Tochter Susanne mit an Bord.

Die ursprünglich geplante Fahrt nach Kamp-Lintfort wird von uns wegen der unsicheren Wetterlage in die Dong verlagert. Von dort aus lässt sich eine etwaige "Regenflucht" besser bewerkstelligen.

Vom Startpunkt "Rathaus" gilt es zunächst, den Stadverkehr hinter sich zu lassen.
An einer Stelle ist es nicht ganz leicht, der StVO Genüge zu tun und mit der Rikscha den Fahrradweg zu benutzen.

Bals schon sind wir in der herrlichen Dong. Wir genießen den Vogelgesang und das frische Grün.

Unsere ausgedehnte Dong-Erkundung führt uns auch zur alten Donger Schule.

Vor Beginn des Rückweges steht eine Kaffepause an. Dann geht es durchs durch das Dorf zurück.

Das Wetter hat gehalten, auch deshalb war dieser Ausflug ein sehr schönes Erlebnis.

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Freitag, 7.Mai

Bild Geschrieben am 08.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Mein Fahrrad ist wieder startklar. Heute möchte ich auf Anregung von Freund Lothar mal schauen, ob es eine Möglichkeit für Rikschas gibt, die Schaepuysener Höhen zu erklimmen.

Ich fahre über die Sittermannstraße nach Neufeld und biege vor dem Restaurant, (das früher mal Spanferkel Hannes hieß), rechts in den Vluyner Busch ein. Schnell komme ich an eine Stelle, die das Nebeneinander zeigt von Neuanpflanzungen und Holz von Bäumen, die wohl seinerzeit dem Wirbelsturm zum Opfer fielen: Werden und Vergehen.

Arg ausgedünnt erscheint mir der Wald, vielleicht auch infolge der Dürre der letzten Jahre..
Nach dem Überqueren der Verbindungsstraße zwischen Tönisberg und Schaepuysen (Lind) beginnt bereits der erste "Aufstieg" in die Höhen. Oben ist ein Blick in Richtung Schaepuysen lohnend.
Das Wetter ist ganz passabel - eine Wellen-Bank lädt deshalb zum Verweilen und zum Genuss des Ausblicks ein. Ich nutze die nächste Abfahrt und gleich darauf den Wiederaufstieg durch den Hohlweg, um die Anstiegs- Möglichkeiten möglichst vollständig zu erkunden.

Rechts geht es in einen Feldweg. Nach einigen Metern wird der St. Michaelsturm sichtbar. Bei der Abfahrt in den Ort halte ich an einer mit Löwenzahn übersäten Wiese. Als Junge, der für Opis Zucht-Kannichen oft zum Löwenzahnstechen geschickt wurde, hätte ich an einer solch reichen Ausbeute meine helle Freude gehabt.

Ich habe für diesen kleinen Ausflug einen guten Zeitpunkt ausgesucht. Jedes Jahr begeistert mich der Anblick des wohl uralten Blauregens im Zentrum von Schaepuysen.
Bevor ich zurückradle, mache ich eine kurze Rast auf der Bank vor der Kirche, die für mich schon seit vielen Jahren immer wieder Anlaufstelle ist.
Dann geht es nach dem Ortsausgang am Sportplatz rechts ab. Von dort finde ich meinen Weg zurück nach Neufeld, Vluyn und Neukirchen.

Für Rikschas ist der Anstieg in die Höhen an keiner Stelle geeignet. Ich nehme jedoch von dieser Tour die Erkenntnis mit, dass die Fahrt durch diesen Teil Vluynbuschs, kombiniert mit einem Abstecher zum Samannshof auf dem Rückweg ein sehr lohnender Rikscha-Ausflug ist.

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Donnerstag, 6.Mai

Bild Geschrieben am 06.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Am Dienstag hatte ich geschrieben, wegen schlechter Radweg-Verhältnisse am Beispiel eines Abschnitts am Bendschenweg sei in Neukirchen-Vluyn noch einiges zu erledigen.
Weil ich in der Stadt Besorgungen zu machen habe, will ich das heute mit der Überprüfung dieser "steilen These" verbinden.

Mein Fazit vorweg: In den zurückliegenden Jahren ist in Neukirchen-Vluyn eine Menge für die Radfahrer getan worden:
Einige Strecken wurden mit gänzlich neuen Radwegen bestückt, bei anderen Straßen gibt es nun immerhin Markierungen auf der Fahrbahn, die einen Radweg andeuten (ohne m.E. so die Gefährdung der Radler/-innen erheblich zu reduzieren).

Allerdings sind (ohne den Anspruch auf Vollständigkeit) ergänzend zum Bendschenweg einige Straßen zu listen, bei denen dringend etwas für die Radfahrer/-innen getan werden muss:

1. Ich beginne mit einer Stelle des Vluyner Südrings, die mir selbst heute eine gefährliche Situation beschert hat: Kurz nach der Einmündung der Pastoratstraße endet der bis dahin vorbildlich gestaltete Radweg und "verendet" auf der Straße. Das Schild "Fußweg" besagt: Schau, dass du ab hier allein zurecht kommst!
In meinem heutigen Erleben bog ein PKW in dem Moment in den Südring ein, als ich mich auf das Ende des Radweges fokussierte und das Fahrzeug daher sehr spät erst wahrnahm. Glück gehabt! Hier muss eine bessere Lösung her und wenn dies erst einmal eine Markierung des Radweges auf der Fahrbahn und ein Warn-Hinweis für die PKW- Fahrer/-innen ist.

2. Die Radfahrer wurden auch im weiteren Verlauf des Vluyner Südrings nicht berücksichtigt. Erst am Kreisverkehr zeigt mir die Fahrbahn-Markierung, dass ich nun wieder mit Schutz durch eine eigene Spur rechnen kann.

3. Freude kommt allerdings nur kurz auf.
Die Situation auf der Niederrhein-Allee (Landstraße 140) im Vluyner Zentrum ist bekannt und eine Lösung beabsichtigt. Hoffentlich wird sie bald realisiert.

4. Am Springenweg wundere ich mich über das Fehlen eines Radweges. Die Straße scheint dafür breit genug zu sein. Als eine der Verbindungen zum Ortsteil Neukirchen und als möglicher Weg von Schüler:innen zum Schulzentrum ist diese Straße sicher bedeutend genug für eine solche Sicherheits-Maßnahme.

5. Ich folge dem weiteren Verlauf der Niederheinallee Richtung Neukirchen. Das geht gut auf der linken Seite der Fahrbahn. Nun möchte ich in die Krefelder Straße einbiegen.
Eine abenteuerliche Lösung wird mir angeboten: Die Querung der Straße über die Fußgänger/-innen-Ampel ist ok. Dann aber gilt es, an der alten Sparkasse um die Ecke zu biegen. Selbst wenn ich die Behelfsampel unberücksichtigt lasse: ich kann nur hoffen, dass mir niemand entgegen kommt - ich sehe ihn/sie erst zu spät. Also steige ich ab, obwohl das Schild (siehe Foto) mir ja eigentlich einen Radweg verheißt.

6. Die Krefelder Straße dürfte wohl eine der meist genutzten Strecken Richtung Kapellen und Krefeld als Alternative zur Autobahn sein. Ich wundere mich hier noch mehr als beim erwähnten Springenweg über das Fehlen eines Radweges. Die Planer haben vermutlich überlegt, dass vor Hotel und Restaurant Radler/-innen und Passant/-innen schlecht einspurig unterwegs sein können (siehe Foto).
Ein schwarzes Rad auf weißem Schild wäre auch im weiteren Verlauf der Straße nicht hilfreich, da der Fußweg z.B. genutzt wird, um den Klingerhuf zu erreichen. Auch nach der Straßenmündung Bendschenweg fehlt Richtung Ortsausgang ein Radweg. Ich bin gespannt, ob hier in absehbarer Zeit Lösungen für die Krefelder Straße erdacht werden, ob in Zuständigkeit von Land oder Stadt.

Ich möchte betonen: Durch die Aufzählung einiger Schwächen des Radwegenetzes von Neukirchen-Vluyn soll nicht der Eindruck einer "Radwege-Wüste" vermittelt werden.
Es ist muss noch einiges geschehen, aber es sind bereits mehr Verbesserungen für uns Radfahrer/-innen vorgenommen worden als ich am Dienstag gedacht habe.

Es geht nicht um die Priorisierung des Fahrrades. Wenn wir aber die Fortbewegung ohne/ (mit reduzierten) negative(n) Klimaauswrkungen fördern wollen, muss die Gleichrangigkeit von Kraftfahren, Laufen und Radeln und dabei der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer/-innen noch stärker in den Fokus rücken. Zudem muss es voran gehen bei Überlegungen zur vielfältigeren verkehrstechnischen Anbindung der umgebenden Städte um einen Anreiz zur klimaneutralen/ klimaschädigungs-reduzierten Fortbewegung etwa zur Arbeitsstätte oder zum Einkauf zu schaffen.

Die Rad-Aktivitäten dieses Tages enden mit einem schönen Erlebnis: Marion und Werner werden auf der Rikscha ausgebildet.
Na ja, die geplante Radelpause ist ausgefallen... mal sehen, was morgen wird: die Pedalen sind eingetroffen. Außerdem hat mein "Do-it-yourself-Fahrrad" einen "hinterhältigen" Platten (der wegen des geringen Schlauchdefekts sich erst sehr langsam zeigt), mich aber wegen des Wechsels auf das E-Bike nicht unterwegs "erwischen" konnte.

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Mittwoch, 5.Mai

Bild Geschrieben am 05.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Ich beginne etwas früher. Aus Vorsicht habe ich mir Regenzeug eingepackt. Aber der Himmel sieht eigentlich "harmlos" aus.
Ich muss nun doch auf das E-Bike ausweichen: gestern gab das Kugellager einer Pedale seinen Geist auf. Morgen lege ich eine Radler-Pause ein - dann soll der Austausch der Pedalen gelingen.
In Kapellen steige ich in den Grafschater Rad- und Wanderweg ein. Er führt mich nach Niep. Dort wird sein Charakter als ehemalige Bahntrasse sehr deutlich.

Kurz vor dem Hülser Berg findet der Radweg ein Ende und wird wieder zur Bahntrasse.

Weiter geht es Richtung Stenden. Der Beries-Turm soll bereits im 14. Jahrhundert bestanden und zum Schutz der Bauerfamilien vor räuberischen Rotten gedient haben.

Es hat zu regnen begonnen. Nach anfänglichem Zögern ziehe ich mir die Regenkleidung an und stelle fest, die Helmhaube vergessen zu haben. Mist!
Herrlich, die frischen Farben bringt nur der Frühling zustande. Zwischen St. Hubert und Stenden beginnt sich der Regen zu verstetigen.

An der Bocksmühle Tönisberg lässt sich am Horizont ein Aufreissen des Himmels beobachten. Den Regen stört´s nicht weiter.
Ich gebe Gas, um nach Hause zu kommen. Es ist ja nicht so, als ob mich eine Regenfahrt begeistert!

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Dienstag, 4.Mai

Bild Geschrieben am 04.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Heute beschränke ich mich auf einen Weg vom Süden Neukirchens zum Norden Vluyns. Ich besuche Theo, der als neuer Rikscha- Pilot bei "Radeln ohne Alter" mitmacht.

Auf dem Rückweg fahre ich über den Bendschenweg. Mir gefällt sehr gut, wie die Kreuzung an der Führmannsheck-Siedling umgestaltet wurde.
Der Blick Richtung Siedlung Dicksche Heide zeigt, dass sich an manchen Stellen die Radweg-Situation in Neukirchen-Vluyn verbessert hat.
Er zeigt aber auch, dass ich mich sputen sollte, weil gleich ein kräftiger Regenschauer zu erwarten ist. .

Die Weiterfahrt führt mich dann auf eine Wegstrecke, bei der mir nur einfällt:
Es gibt noch viel zu tun!

Eben noch am Rathaus vorbei, um die Rollstuhl-Rikscha mit einem Tacho auszustatten.
Zuhause stelle ich fest,: Eile war nicht geboten, der Regen lässt doch noch einige Zeit auf sich warten.

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Montag, 3.Mai

Bild Geschrieben am 03.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Same procedure: um 6:20h geht´s los.
Wieder singt eine Amsel zur Begrüßung , dieses Mal allerdings mit einem background-sound der Autobahn. Klar. Werktag!
Ich bin so froh, dass ich bei befriedigender Gesundheit meine als Ruheständler gewonnene freie Zeit so erfüllend wie heute nutzen kann. Ich wünsche mir, dass viele, deren Autos ich höre, mit vergleichbaren positiven Gedanken auf dem Weg zur Arbeit sind.
Ich möchte heute durch die Dong zum Gelände der LaGa radeln. Mit 0,5 °C ist es kühler als gestern, aber keineswegs unangenehm.

Am Eingang zur Dong holt ein Bauer das "noch-nicht-Heu" herein, ein untrügerisches Zeichen, dass es morgen wohl Regen geben wird.
Ein Stückchen weiter staune ich, wie weit die Zwiebeln bereits gewachsen sind.
Wie schön, dass viele Bäume schon wieder Blätter tragen!

Schon bald bin ich auf dem LaGa-Terrain. Bei der Auswahl zwischen den natürlichen Blumen und denen im Sichtschutz verwendeten Abbildern fällt die Entscheidung nicht schwer.
Von Woche zu Woche können wir beobachten, wie durch das Engagement der Bürger und Bürgerinnen Kamp-Lintforts das Gelände stückweise in einen bunten Nutz- und Ziergarten verwandelt wird.
Häuser am Park: Menschen, die oft über viele Jahre gewohnt waren, aus ihren Wohnungen auf eine Friedrich-Heinrich umgebende Mauer (aber auch ihren Arbeitgeber) zu blicken, erleben sich nun in bevorzugter Wohnlage am ParK (und dies hoffentlich in Arbeit oder im Ruhestand). Das gefällt mir sehr!

Auf der Rückfahrt nehme ich in der Dong die alte Mühle mit. Ich erinnere mich, in meiner Kindheit das weiße Gebäude als "Cafe zur Alten Mühle" kennengelernt zu haben.
Frühstück

Nachmittags bin ich mit Ernst zu einer kleine Rikscha-Runde verabredet.
Ernst Höschen hat zunächst als Schlosser im Dorf gearbeitet, später dann als Zahntechniker. Ich bin mit ihm als Jugenlicher in Kontakt gekommen, da uns beide das Hobby "Musik" verbindet, er als langjähriger Leiter des Posaunenchors des CVJM, ich als Gitarrist in einer Jugendband, die in der (nicht mehr existenten) Friedenskirche proben durfte.
Wir machen uns auf über den Wittrahmsweg zur Dicksche Heide, dem Neubaugebiet zwischen Neukirchen und Vluyn.

Um 16Uhr will ich am Rathaus sein zum Beginn der Pilotinnen-Ausbildung von Desiree und Simone (in der Bildmitte). Inzwischen sind wir in unserer "Radeln ohne Alter"-Gruppe über 50 Piloten/ Pilotinnen. Deshalb bin ich dankbar für Unterstützung in der Ausbildung.
Heute unterrichten Sabine und Frank Suhr. Ich mache nur die Einleitung und "mich dann vom Acker".
Feierabend

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Sonntag, 2.Mai

Bild Geschrieben am 02.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Um 6:20h bin ich starklar. Draußen empfängt mich eine Drossel mit ihrem schönen Gesang. Von der Autobahn höre ich heute so gut wie nichts. Kein Wunder: es ist Sonntag - auf der Bahn ist wenig los.

Ich bin wohl mit den Hühnern aufgestanden. Jedenfalls kommen sie angelaufen, als ich wegen eines Fotos vom Rad steige. Lediglich der Hahn und seine treueste Gefolgschaft hält sich im Hintergrund. Sein Krähen bei meiner Weiterfahrt scheint zu kommentieren: Seht, ich wusste es gleich, der lässt kein Futter hier, der hat wohl etwas Anderes im Sinn.

Stimmt: Heute möchte ich die Zeit bis zum Frühstück für eine kleine Einstimmungsrunde nutzen. Mal sehen, wie es so ohne Tretunterstützung läuft.

Der Blick über das Rapsfeld lässt am Horizont Tönisberg erahnen. Dort will ich über Niep hin.
Doch zuvor stoppe ich an Kuhlen. `Ist doch beeindruckend schön, welche Kunstwerke die Witterung schafft´, denke ich beim Anblick einer Skulptur aus Bäumen.

Dann kommt schon die erste "Bergwertung". Zugegeben, es gibt höhere "Gipfel" im Umfeld von Tönisberg, aber es ist schon mal ein Anfang...
Oben angekommen freue ich mich über den Ausblick:
"Zwischen Kirchturm und Förderturm" - dieses Label gilt heute immer noch für Tönisberg, Vluyn und Neukirchen. Nur: die Fördertürme sind zu Industrie-Denkmälern mutiert. Dazwischen hat sich Funkmast etabliert - Exponent der neuen Zeit.

Ein Blick auf die Uhr. Es ist Zeit für die Rückfahrt. Für Elke und mich beginnt um 8 Uhr die Frühstücks-/Zeitungszeit. Das Sammeln von Eindrücken hatte heute deutlich Vorrang vor dem Strecke machen. Ich nehme mir vor, diese "Priorisierung" (welche Wörter plötzlich zum aktiven Wortschatz gehören...!) immer vorzunehmen, wenn ich nicht lang mit dem Fahrrad unterwegs sein kann. Per "Schussfahrt" geht es hinab.
Um 7:40 bin ich zuhause, zeitig genug, um die dann doch verschwitzten Sachen loszuwerden und den Frühstückstisch vorzubereiten.
Schön war´s!

9:30 bin ich wieder auf der Straße.
Dieses Mal geht es nach Moers. Dort bin ich mit Björn verabredet. Ich habe das große Glück, unter Anletung des versiertem Geigen- und Gitarrenbauers seit einigen Monaten an einer Gitarre zu arbeiten - komplett per Hand und an eigenen Gestaltungs- Vorstellungen orientiert. Klasse!
Bei der Arbeit (hier beim Hobeln der Zarge) werden andere Muskeln beansprucht.
Das merke auf der Rückfahrt - als ich gegen den (eigentlich recht schlappen Wind) meine Oberschenkelmuskeln zu spüren beginne.

Fazit: ein toller Start ins Stadtradeln mit schönen Eindrücken!

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Intro

Bild Geschrieben am 01.05.2021 von Wilhelm Ehrmann
Team: Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn
Kommune: Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel

Nun also noch ein Tag, bis es los geht!
Höchste Zeit, die Geräte vorzustellen, die ich in den kommenden drei Wochen mit Muskelkraft durch Neukirchen-Vluyn und den Niederrhein bewegen werde.
Da ist zunächst mal das Zweirad, mit dem ich schon seit vielen Jahren Touren mit dem Zelt unternehme. Allerdings muss ich gestehen, dieses tolle Fahrrad zuletzt vernachlässigt zu haben. Grund war und ist Bequemlichkeit, die mich zur Anschaffung und Nutzung eines E-Bikes "motiviert(e)". In den letzten Tagen schwante mir jedoch, dass einer Teilnahme am Stadtradeln Bequemlichkeit im Wege stehen würde. Zudem möchte ich die Zeit nutzen, um fit zu werden für eine dreiwöchige Erkundung des Allgäu mit Freund Dirk auf dem Rad und mit Zelt.
Also: Fahrrad geputzt, Kette geölt, Schrauben nachgezogen, Bremsen und Schaltung überprüft, Reifen aufgepumpt: alles klar für den morgigen Start ohne Trethilfe !

Das zweite hübsche Gefährt ist eine Rikscha. Sie wird ebenfalls eine (hoffentlich, da Wetter-abhängig) große Rolle beim meinem Stadtradeln spielen. Denn zusammen mit inzwischen mehr als 50 Freunden und Freundinnen, die in den zurückliegenden 12 Monaten als Rikscha-Piloten/Pilotinnen ausgebildet wurden (oder sich noch in der Ausbildung befinden), engagiere ich mich im Projekt "Radeln ohne Alter" der Tuwas Genossenschaft, das mobilitätseingeschränkten Menschen gleich welchen Alters kostenlose Rikscha-Fahrten anbietet. So werde ich einen Teil der Stadtradeln-Zeit auf der Rikscha verbringen in Gesellschaft von einem oder zwei Fahrgästen aus den Senioren/Seniorinnen-Einrichtungen oder aus privaten Wohnungen im Stadtgebiet.
Bei diesen Rikscha-Touren steht nicht die Fitness im Vordergrund, sondern die Verbundenheit, die in der "Fahrgemeinschaft" entsteht durch den Austausch über das am Wegrand Wahrgenommene und dadurch, dass wir uns bei der Fahrt erlebte Geschichte(n) erzählen.

So, jetzt sollte ich mich aber selbst vorstellen: Ich bin Wilhelm Vinzenz Ehrmann, genannt Willi. Ich bin seit 45 Jahren mit Elke verheiratet und habe zwei Kinder. In der Berufszeit arbeitete ich sehr gern als Lehrer an der Anne Frank Gesamtschule Rheinkamp und freue mich nun, dass mich als 67jährigem Pensionär das Rikscha-Projekt genauso erfüllt.

Ich möchte Sie in den kommenden drei Wochen mitnehmen auf mein Stadtradeln.
Gern können Sie selbst Teil unserer Stadtradeln-Gruppe "Radeln ohne Alter" werden.
Und wenn Sie Teil unserer Gruppe sind, lade ich Sie herzlich ein, uns an Ihren eigenen Erfahrungen im Stadtradeln durch einen Beitrag in diesem Blog teilhaben zu lassen.
Ihr Willi Ehrmann

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