Hoch und runter, kreuz und quer durch Hessen

Bild Geschrieben am 30.06.2021 von Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Kommune: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Es war abends als ich in Hirschhorn ankam. Und die Frage war, soll ich den Berg heraus aus dem Neckartal noch am selben Abend in Angriff nehmen oder erst am nächsten Morgen. Ich entschied mich dafür es gleich zu tun, so dass ich dann am nächsten Morgen ganz entspannt weiterradeln könnte. Das Problem war, ich hatte den Berg vollkommen unterschätzt was den Höhenunterschied, die Länge der Steigung sowie die Fahrzeit anging. Der lange ansteigende Waldweg wollte einfach nicht mehr enden und es machte sich nun bemerkbar, dass ich ja praktisch mit einem "LKW" unterwegs war. In der Zwischenzeit war es schon spät abends und ich hatte noch kein Quartier - auch kein Stellplatz für mein Zelt. Dann gegen 21:15 Uhr erreichte ich eine große Lichtung mit Sportplatz oben auf dem Berg. Eine Frau gestattete mir auch den Zeltaufbau und so war ich noch vor Dunkelheit fertig für die Nacht. Am nächsten Morgen zeigte sich, dass der Odenwald viel Ähnlichkeit mit dem Schwarzwald hat und noch etliche weitere herausfordernde Berge für mich bereit hielt, bevor es etwas flacher wurde. Bei Hanau habe ich dann den Main überquert und ich ging vom hessischen Radweg R4 über in den hessischen Bahnradweg, der oft entlang alter Bahnlinien verlief (oder alte Bahnlinie wurden demontiert und in Radwege umfunktioniert). Es ging dann durch die Rhön, durch Fulda bis nach Geisa, was durchaus den einen oder anderen Schweißtropfen verursachte. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Fahrt durch Hessen topographisch anspruchsvoll war, die Landschaft sich durchaus dem Schwarzwald ähnelt, die Wegbeschilderung nicht immer gut war, aber auch Hessen seinen Reiz hat. Gefühlt hatte ich überproportional viele Pferde und Störche gesehen. Am Ende des hessischen Bahnradweges machte sich ein Fehler bemerkbar, der mir während der Planung unterlief und dafür sorgte, dass ich 25 km vor Geisa plötzlich im Wald stand und der Track endete. So musste ich noch etwas improvisieren um an die innerdeutsche Grenze zu gelangen. Wie es dann weiterging erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

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