Im Zick-Zack Kurs Richtung Norden

Bild Geschrieben am 03.07.2021 von Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Kommune: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Wie im letzten Blog beschrieben hatte ich in der Zwischenzeit die innerdeutsche Grenze bei Geisa (nahe Fulda) erreicht und von da an sollte es mehr als 800 km der früheren Grenze entlang Richtung Norden über Lübeck bis nach Travemünde an die Ostsee gehen. Bei der Planung fragte ich mich noch wie das 800 km sein können, wenn gleich Flensburg - Garmisch nur 1100 km sind. Die Antwort wurde mir bereits am ersten Tag klar. Der Iron Curtain Trail führt meist sehr nah an der früheren innerdeutschen Grenze entlang und macht einen unglaublichen Zick - Zack Kurs. Dabei fährt man abwechselnd sowohl auf der Seite der neuen Bundesländer wie auch der alten. Man hat das Gefühl man fährt weit, aber ist dennoch nur ein Landkreis weiter gekommen. Es ging durch die Rhön, den Thüringer Wald, sowie über den Harz, was viele Höhenmeter bedeutete und Körner kostete. Was weiterhin erschwerend hinzu kam war die Tatsache, dass man oft auf unbefestigten Wegen oder DDR Grenzwegen mit ihren holprigen Betonplatten unterwegs war, welche vermutlich o.k. für Militärfahrzeuge waren, aber weniger gut für mein "Zweirad-LKW". Die Natur in dieser Gegend ist allerdings sehr idyllisch, da sie weit weg von größeren Ortschaften liegt. Das Zonenrandgebiet war nicht sehr dicht besiedelt und ließ somit der Natur viel Platz. Der Streifen entlang der ehemaligen Grenze wird deshalb auch das "Grüne Band" genannt. Es gibt wahrscheinlich wenige Gegenden in Deutschland wo die Landschaft so naturbelassen ist (mit allen Vor- und Nachteilen). Obwohl die Reise durch die deutschen Mittelgebirge mitunter recht anstrengend war, gab es auch Phasen, wo der Radweg (oder früher die Grenze) an Flüssen entlang verlief, vorbei an Auenlandschaften und Seen. Speziell der Werratal Radweg ist sehr idyllisch.
Sicher seid ihr gespannt, was mich die nächsten Tage erwartet - ich bin es auch.

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