Das Ziel fest im Blick und die Ostsee zum Greifen nahe

Bild Geschrieben am 06.07.2021 von Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Kommune: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Ich bin immer noch auf dem Weg nach Norden, entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. So ca 400 km vor Travemünde wurde es deutlich flacher und ab 300 km vor Travemünde wurde es dann ziemlich flach. Es begannen sich einige Dinge zu verändern. Es gab weite Landschaften, etliche Windräder und die Farbe der Häuser änderte zunehmend auf rot (Klinker). Es kam auch hin und wieder ein See und bei Schnakenburg erreichte ich die Elbe, an der es eine ganze zeitlang entlang ging (mal links, mal rechts). In dieser Phase spielte es auch keine so große Rolle mehr, dass ich mit meinem schweren "Zweirad LKW" unterwegs war - oder ich hatte mich in der Zwischenzeit einfach nur daran gewöhnt.
Im Hinterkopf war natürlich immer noch mein Hauptziel, am 11. Juli auf Rügen anzukommen, was bedeutete ich musste an 17 Tagen täglich im Schnitt 100 km fahren. Nachdem ich an den ersten 3 Tagen mit moderater Tagesleistung begann, legte ich ab dann einen Zahn zu. Zum einen wollte ich mir ein zeitliches Polster aufbauen, um Regenphasen oder andere unvorhergesehene Ereignisse kompensieren zu können, und zum anderen fuhr ich manchmal einfach mehr um noch an Essen zu kommen. Es gab Tage an denen ich 170 oder 180 km fuhr. So schön auf der einen Seite diese Naturidylle auch war, so machten mich die Versorgungsengpässe auf dem "Iron Curtain Trail" / "Grünes Band" auch etwas mürbe. Deshalb freute es mich als ich endlich die Hansestadt Lübeck erreicht hatte - also ich war nur noch einen Steinwurf (ca 40 km) von Travemünde und der Ostsee entfernt. Ein weiteres klares Indiz, dass ich auf meiner Reise Richtung Norden Fortschritte machte war die Tatsache, dass man seit einiger Zeit von Entgegenkommenden inzwischen mit "Moin" begrüßt wird.
Da ich seit einigen Tagen deutlich über 100 km pro Tag fuhr, hatte ich mittlerweile das Luxusproblem, dass mir ein zu frühes Erreichen des Ziels (der Insel Rügen) drohte. Ich hatte nun die Wahl entweder mein Tempo deutlich zu drosseln oder meine Routenplanung zu erweitern. Da es aber durchaus noch der eine oder andere Regentag geben kann, kann sich das Problem ganz schnell von alleine lösen.
Dann schauen wir mal was die nächsten Tage bringen.

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