CYCLE STAR blog: Bernhard Schmid


26. Juni: Ansbach - Leutershausen und zurück

Image Written on 01.07.2021 by Bernhard Schmid
Team: Sonnenblume
Municipality: Ansbach

Das Altmühlbad in Leutershausen, die Altstadt und die Pizzeria dort sind immer eine Tour wert. Einmal waren wir schon mit dem Nachwuchs über die Gumbertusquelle hingefahren, am 26.6. dann mal entlang der Verbindungsstraße: Die separate Radmöglichkeit (freigegebener Fußweg) endet in Schalkhausen, dann kann man aber gut die alte Trasse am Scheerweiher nutzen. Bis Lengenfeld gibt es dann einen Feldweg, der dringend besser geschottert werden müsste, um als Radverbindung durchzugehen.
Im weiteren Verlauf hat man die Wahl: Wiesenweg südlich der Bahn, Feldweg nördlich der Bahn oder die Straße ohne separaten Weg. Es sind nur 2 km leicht bergab, aber mit einem Fünfjährigen ist das schon sehr stressig. Einer der beiden Feldwege, bevorzugt der südliche, muss endlich zum Radweg ertüchtigt werden!
Ab dem Straßenwirthaus entschieden wir uns deshalb für die Straße über Neuenstetten, die wenig Verkehr aufweist.
Der Radweg muss endlich weiter gebaut und sinnvoller geplant werden!

Share: Facebook | Twitter

Raddemo am 18.6. in Ansbach in der Schalkhäuser Straße

Image Written on 01.07.2021 by Bernhard Schmid
Team: Sonnenblume
Municipality: Ansbach

Am Freitag 18. Juni hat der Verein CARINA eine Raddemo entlang der Schalkhäuser Straße organisiert, da musste ich als Gründungsmitgied natürlich dabei sein!
Das ist mein täglicher Weg zur Arbeit. Die meisten Autofahrer bleiben bei den engen Verhältnissen geduldig hinter einem, aber es gibt auch Tage, an denen man bei Tempo 35 hupend überholt wird, weil jemand meint, dass da rechts doch ein Radweg sei. Das ist aber seit Jahren ein freigegebener Fußweg, und mit den vielen Hausecken gehören da auch keine schnellen Radler:innen hin.
Deshalb ist das immer wieder monierte und nun sogar erneuerte Schild "Radweg Ende" an der Ampel Merckstraße völlig fehl am Platz und muss weg. (Das Gleiche gilt für das am Fußweg in der Maximilianstraße.)
Eine Piktogrammkette stadtreinwärts würde helfen, und ein Radstreifen Stadtauswärts bis nach Schalkhausen wäre auch zeitgemäß.
Die Demo endete an der Kreuzung mit dem Hohenzollernring, wo aus einem Vorschlag der Grünen (rote Farbe, Radweg fahrbahnnäher, Barriere weg) ein Schildbürgerstreich gemacht wurde, denn die Barriere wurde extra verbreitert, und der "rote Teppich" endet genau davor. Keine Chance, den mit einem Anhänger ganz zu benutzen, man muss die Fußspur nehmen. Auch die "Vorfahrt achten"-Schilder hier (entlang der Vorfahrtsstraße) sind ein Skandal. Und die Drückampel wird einfach nicht umgestellt.
Aber da müssen die Radaktiven in Ansbach einfach dranbleiben, bis die Verwaltung aufwacht und sich bewegt.

Share: Facebook | Twitter

Radeltour zum Baden

Image Written on 01.07.2021 by Bernhard Schmid
Team: Sonnenblume
Municipality: Ansbach

Eigentlich sollte am in der ersten Woche eine Radtour nach Obernzenn stattfinden. Die wurde aber stark gekürzt, so dass wir schon im Weiher von Lehrberg Abkühlung suchten. Dafür hat es dort Sportgeräte und einen Piratenschiff-Spielplatz, und der Junior ist alles "ganz alleine ohne Schieben" gefahren. Ein Stopp im Streichelzoo des Freizeitpark Ziegler machte das Ganze perfekt.

Share: Facebook | Twitter

Stadtradeln 2021: Was hat das letzte Jahr gebracht?

Image Written on 13.06.2021 by Bernhard Schmid
Team: Sonnenblume
Municipality: Ansbach

Auch wenn die Pandemie sich nicht mehr so fremd anfühlt und stückweise wieder Normalität einkehrt: 2021 ist ein weiteres Corona-Jahr mit allen Gefahren und Einschränkungen.

Stadtradeln bietet da ein Stück Freiheit: Schon immer dezentral und webbasiert, kann man kontaktlos ohne Maske miteinander radeln und Kilometerstände vergleichen.
Also wieder (mehr) aufs Rad und versuchen, als Stadtradelstar-Kandidat drei Wochen auf das Auto zu verzichten!

Die Nutzung einer kartenbasierten App zur Rückmeldung von Lob und Mängeln an eine Behörde wie das Straßenverkehrsamt ist auch normaler geworden. Diese RADar!-Funktion der Stadtradel-App / -homepage habe ich das ganze Jahr genutzt. Aber leider sind nur wenige der dort markierten Punkte besser geworden.

Eine gefährliche Ampelschaltung wurde entschärft, Fehler bei der Gestaltung von Bordsteinabsenkungen wurden nicht wiederholt und 20 m Fahrrradfuhrt wurden rot angemalt.
Das ist eigentlich alles, was mir aufgefallen ist.

Wenn dafür neue Barrieren errichtet und sinnlose Radweg-Schilder nicht abmontiert, sondern erneuert werden, dann ist 2021 kein Rückenwind für den Radverkehr in Ansbach zu spüren.
Im Gegenteil, verglichen mit anderen Städten, die ihren öffentlichen Raum im Sinne einer auf mehr Klimaschutz ausgerichteten Verkehrswende umgestalten, liegt Ansbach immer weiter hinten.

Das zeigt vor allem der aktuelle ADFC-Fahrradklima-Test, in dem Ansbach glatt durchgefallen ist.

Gerade mit einem die Möglichkeiten des Radfahrens erkundenen Vorschulkind wird einem außerdem schmerzlich bewusst, dass diese Noten nicht nur abstrakte Zahlen sind, sondern für unerfahrene Radelnde tatsächlich auf dem Weg zur Kita an jeder Ecke Gefahren lauern.

Aber 2021 ist auch das Jahr, in dem Fahrräder knapp wurden, weil immer mehr Menschen diese Mobilitätsform für sich entdecken. Und in jeder Krise steckt die Chance auf Erneuerung.
Nicht zuletzt ist 2021 ein Wahljahr, in dem sich gezeigt hat, dass die Macht des Umfragetiefs Regierungsparteien manchmal erstaunliche Wendungen machen lässt.

  • Warum sollten dann nicht auch ein konservativer Oberbürgermeister und seine Verwaltung bei solchen Vorzeichen zu neuen Einsichten kommen?

  • Jedenfalls macht es dem Nachwuchs ebenso wie mir Spaß, in der Sommerluft die dieses Jahr besonders grüne Welt zu erkunden, und schon dafür lohnt es sich, den Lenker immer geradeaus zu halten und weitere Verbesserungen anzustreben!

    Werbung für unser Team haben wir natürlich auch wieder gemacht :) .

    Share: Facebook | Twitter

    Antworten auf Interviewfragen

    Written on 10.07.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Heute bekam ich eine Mail mit Fragen zu Stadtradeln. Auszüge aus meinen Antworten passen auch ganz gut als Schlussworte in den Blog:

    "Seit wann beteiligt sich Ansbach am Stadtradeln?"

    1) Da die damalige OB Carda Seidel das Stadtradeln mit ins Leben gerufen hat, dürfte es wohl mit ihrem Amtsantritt 2008 oder 2009 in Ansbach etabliert worden sein. Ich selbst bin erst Ende 2010 von Karlsruhe nach Ansbach gezogen.

    "Wissen Sie wie [viele] Menschen in Ansbach mitmachen?"

    2) 2014 waren es 206 Teilnehmer*innen, dieses Jahr sind es 354. In den anderen Jahren dürften es auch 200 - 300 gewesen sein. Im Ranking der Bayerischen Kommunen belegen wir damit angesichts unserer Einwohnerzahl von fast 50.000 keinen besonders guten Platz.
    https://www.stadtradeln.de/ergebnisse

    "Seit wann und warum beteiligen Sie sich?"

    3) Ich selbst bin Ortsverbandssprecher der Ansbacher Grünen und seit 2012 "Kapitän" des Team Sonnenblume, das sich um die Stadtratsfraktion der Ansbacher Grünen schart. Es macht einfach Spaß, selbst bewusster Rad zu fahren und andere zum Radeln und zur Teilnahme an dem Wettbewerb zu ermuntern.
    Die Bewerbung als Stadtradelstar und damit der Verzicht aufs Auto war für mich nicht wirklich eine Umstellung. Meine Arbeitsstelle liegt aber auch wohnortnah in der Altstadt.
    Das war bei der zweiten Ansbacher Stadtradelstar-Kandidatin Sabine Stein-Hoberg mit ihrer Arbeitsstelle in Feuchtwangen anders.
    Blogeinträge dazu haben wir auch geschrieben:
    https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=2520&sr_city_id=7444

    "Können Sie konkrete Effekte der Aktion beobachten oder vermuten?"

    4) Das Stadtradeln bekommt als Wettbewerb in den drei Wochen eine ganz eigene Dynamik. Es kommen immer mehr Menschen dazu, was ja auch bis zum letzten Wettbewerbstag möglich ist. Und einerseits werden zwar hauptsächlich Alltagskilometer dokumentiert, aber man will dann doch noch einen Platz im Team-Ranking oder in der Kommune nach oben rutschen und fährt z. B. am Wochenende mit dem Rad statt mit dem Auto zum Altmühlsee oder nimmt auch mal eine Fahrt mit Regenrisiko in Kauf. Man fängt an, sich Gedanken zu machen und tauscht sich auch mit anderen darüber aus.
    Wichtig ist außerdem die mit der Stadtradel-App und -Homepage verbundene RADar-Funktion, über die unkompliziert Missstände an die Stadtverwaltung gemeldet werden können.
    https://www.radar-online.net/home
    Meine Anregung dazu wäre, diesen Teil der App grundsätzlich ganzjährig anzubieten, weil einem oft unterwegs ein Defizit im Verkehrsnetz, ein vergessenes Verkehrszeichen oder ein Schlagloch auffällt, das man damit kurz fotografieren und melden kann. Man kann damit auch lobende Bemerkungen machen.

    "Kann dadurch der Radverkehr nach Ihrer Einschätzung gefördert werden?"

    5) Was die Motivation der Bürger*innen angeht, mehr mit dem Fahrrad auszuprobieren, ist das Stadtradeln schon sehr hilfreich. Wenn man für den Wettbewerb drei Wochen lang 5, 10 oder 20 km zur Arbeit bzw. Schule gefahren ist, dann weiß man, dass das kaum mehr Zeit als mit dem Auto oder Bus braucht und stellt fest, dass mit der gewonnen Kondition auch die Steigungen hier ihren Schrecken verlieren.
    Damit das zu langfristigen Verhaltensänderungen führt, muss aber die Verkehrsinfrastruktur passen und es auch ganzjährig ein angenehmer Weg sein.
    Die RADar-Meldungen können den Radverkehr ebenfalls verbessern, aber natürlich nur, wenn sie zeitnah bearbeitet werden und die Stadt entsprechend Personal und Mittel für Verbesserungen zur Verfügung stellt. Da gibt es in Ansbach einige Defizite. Aus meiner Sicht sind Umweltamt und Stadtplanung da guten Willens, aber Stadtratsmehrheit und Stadtspitze haben bei der Mittelvergabe und Dringlichkeit oft Prioritäten, die der nichtmotorisierten Mobilität im Weg stehen. Und an vielen Stellen ist ja auch das Staatliche Bauamt zuständig, das offensichtlich mehr Augenmerk auf den überörtlichen motorisierten Verkehr legt.
    Über die Behebung von Missständen hinaus wäre es deshalb am wichtigsten, die Vorgehensweise bei der Planung des Verkehrs zu ändern. Zuerst müssen optimale Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden, und erst dann sollten die verbleibenden Flächen und Ressourcen für den motorisierten Verkehr optimiert werden. Im Moment macht man es andersherum, und heraus kommen nur 1 m breite Bordsteinabsenkungen an Ampeln für in beide Richtungen befahrene Rad- und Fußwege oder 50 cm breite Fußwege an viel befahrenen Straßen. Wenn überhaupt Fußwege da sind, die in Ansbach oft einfach weg gelassen wurden.

    "Inwiefern (und von wem) könnte die Aktion aus Ihrer Sicht noch besser unterstützt werden?"

    6) Ich habe den Wettbewerb so verstanden, dass er sich primär an die Mandatsträger richtet, die dann die Bevölkerung motivieren und mobilisieren sollen.

  • Beim Anteil der Mandatsträger ist Ansbach mit 16 von 41 dieses Jahr gar nicht schlecht, es könnten aber natürlich noch mehr mitmachen, auch der Oberbürgermeister und der Landrat. Wenn Stadträte der CSU und Freien Wähler sich ebenfalls daran beteiligen und vielleicht sogar als Stadtradelstar antreten würden, hätte das einen Signalcharakter, der auch bei ihren Wählerschichten zum Umdenken führen könnte.
  • Die Entscheidungen im Stadtrat zum Radverkehr würden dann aufgrund eigener Erfahrungen gefällt und vielleicht öfter im Sinne der Alltagsradler*innen ausfallen.
  • Für die Mitglieder der öffentlichen Verwaltung, insbesondere der Bauämter, könnte man sich Sonderpreise fürs Alltagsradeln überlegen, damit sie sich beteiligen und ebenfalls die Perspektive der Radelnden besser verstehen.
  • In der örtlichen Presse wurde über die Aktion bisher gut berichtet. Da sich aber inzwischen viele Menschen nur über soziale Medien informieren, wäre da eine bessere Präsenz oder sogar Werbung hilfreich.

  • Zusammengefasst kann man sagen, dass Stadtradeln Spaß macht und über mehr und besseren Radverkehr zum Klimaschutz beitragen kann. Allerdings muss die Stadt auch entsprechend offen sein und sich gegebenenfalls Hilfe von Organisationen wie der AGfK holen, um über die drei Wochen hinaus Veränderungen anzustoßen.
    https://agfk-bayern.de/

    Share: Facebook | Twitter

    Letzte Woche Stadtradeln und dritte Wochenend-Radtour

    Written on 05.07.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Irgendwie sind die drei Wochen Stadtradeln immer schnell vorbei. Fahrten zur Arbeit, zur Kita, zum Einkaufen.
    Für keine dieser Fahrten hätte ich ein Auto gebraucht. Verhält man sich durch das Stadtradeln anderns?
    Das Ranking im Team und der Wettbewerb zwischen den Teams bietet einen Anreiz, beim Freizeitverhalten eher das Fahrrad einzusetzen. Nach Leutershausen ins Altmühlbad wären wir auch so gefahren. Aber nach Neuendettelsau zum Eisessen? Abendessen in der Pizzeria in Leutershausen? Eher nicht, da gibt es in Ansbach Alternativen, die man mit weniger Fahrradkilometer erreichen kann.

    Einen gekauften Artikel in Merkendorf abholen? Zum Baden nach Obernzenn? An den Altmühlsee? Da wäre ich vielleicht mit dem Auto gefahren, vor allem, wenn gerade Regenwolken aufziehen.

    Das Stadtradeln bringt einen also zum Nachdenken über sein Mobilitätsverhalten. Und setzt einen Anreiz, mehr zu radeln. Wirklich prima.
    Weiterer Erkenntnisgewinn: Der Trainingseffekt in den drei Wochen ist enorm.
    Am Anfang waren 40 km noch eine Belastung für Oberschenkel, Handgelenke und Hintern, und die Durchschnittsgeschwindigkeit über 20 km/Stunde bemerkenswert. Am zweiten Wochenende rollten die 115 km der Wochenendtour schon relativ locker unter den Tretlagern durch. Auch weil das Radeln in der Gruppe Spaß macht.

    Und gestern bei der dritten "großen" Tour waren es schon 162 km, mit ca. 25 km/h als Reisegeschwindigkeit.
    Neben den 7 Stunden für die Fahrt über Spalt, Weißenburg, Graben, Gunzenhausen zum Badestrand bei Ornbau und der Rückfahrt über Leutershausen und Obersulzbach blieb dabei noch Zeit für die Besichtigung von Römertherme und Kastel Biriciana, Baden und Eisessen. Ein gelungener Tag.

    Aber jetzt noch mal in den Sattel, schließlich gibt es heute Abend noch ein Abschlusstreffen im Gasthaus Wäger in Schmalenbach. Und das könnte man ja noch zu einer Rundfahrt ausdehnen...

    Share: Facebook | Twitter

    Zweite Wochenend-Radtour: Biberttal, Cadolzburg, Aurachtal, Frankenhöhe, Obernzenner See

    Written on 30.06.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Bei verhangenem Himmel machten wir uns auf den Weg in Biberttal. Der Radweg hinab führt über Wirtschaftswege, alte Trassenabschnitte und eine alten Bahndamm.
    Ab Ammerndorf wurde das besser: Ein Radweg, der als solcher gebaut wurde, gut ausgebaut und ausgeschildert. In Cadolzburg stiegen wir auf den Aussichtsturm und besichtigten den sehr kulinarischen Burggarten.

    Aus Ansbacher Sicht kam man sich dann auf der Weiterfahrt über Seukendorf vor wie in einer anderen Welt: Ein richtig breiter, straßenbegleitender Radweg mit Bordsteinabsenkungen auf der ganzen Breite, grüner Welle mit dem Autoverkehr, Vorfahrt an den Einmündungen und sogar am Kreisverkehr. Beispielhaft!

    Wir überquerten die Zenn, folgten Fembach und Erlach auf die Höhe und wechselten ins Aurachtal. Nach einem Fotostop an der Mühle in Kotzenaurach konnte wir live beobachten, wo das Wasser herkommt und mussten uns kurz unterstellen. Dafür schien dann ab der Aurachquelle die Sonne, und wir fuhren am Rand der Frankenhöhe nach Obernzenn zum Baden.

    Danach ein Anstieg entlang der Muna-Siedlung um ins Rezattal zurückzukehren und den Weg zur Rezatquelle zu begutachten. Rezatabwärts gings dann flugs nach Ansbach.

    Share: Facebook | Twitter

    Alltagsradeln 2. Woche

    Written on 30.06.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Eigentlich bin ich fast immer mit Rucksack unterwegs. Wenn das bei Spontaneinkäufen nicht der Fall ist, ist Kreativität gefragt. Für Pflanzen ist der Rucksack sowiso nicht so geeignet, aber ein paar Töpfchen passen in den Flaschenhalter und auf den Gepäckträger.
    Foto 1: Die Firma Güth ist meines Wissens die letzte Gärtnerei mit eigener Pflanzenaufzucht in Ansbach. Eingepackt wird in alte Zeitungen statt Plastik, Setzlinge gibt es ohne Plastiktopf und wo Plastiktöpfe nötig sind, werden sie zurückgenommen und wiederverwendet. Prima!

    Mit einem doppelten Satz Expander ist man ziemlich flexibel bei der Befestigung von Kisten etc. auf dem Gepäckträger (Foto 2). Beim dm-Markt gibt es viele nachhaltige Produkte. Beim Recycling-Toilettenpapier fragt man sich aber, warum das nicht in Papier eingepackt wird. Bei vielen Produkten könnte es größere Gebinde oder Abfüllstationen geben.
    Gut das bald ein Unverpackt-Laden in Ansbach aufmacht: http://www.ansbach-unverpackt.de/

    Foto 3: Bei einer Fahrt durch Katterbach nach Ansbach ein besonders schlechtes Beispiel für Radwegführung: Auf halbem Weg zwischen den Kasernenzäunen endet der Weg. Das Warnschild ist eingeknickt, offensichtlich konnte auch schon mal jemand nicht rechtzeitig anhalten....

    Am Hohenzollernring gibt es einen Radweg. Er wurde aber nicht straßenparallel angelegt, sondern schwingt sich über den Hang und man flitzt an der Schalkhäuser Straße auf die Ampel zu. Die gibt Radfahrer*innen und rechtsabbiegenden Autos gleichzeitig grün (Foto 4).
    Nicht alle rechnen hier mit schnellen Radlern, und letzte Woche gab es schon wieder einen Unfall mit einem radelnden Kind.
    Diese Radfurten müssen unbedingt mit roter Farbe markiert werden!

    Share: Facebook | Twitter

    Erste Wochenend-Radtour: Hesselberg, Limeseum, Wörnitztal, Leutershausen

    Written on 21.06.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Das Team Sonnenblume bietet am Wochenende gemeinsame Radtouren an. Möglichst mehrere Varianten zum gleichen Ziel, meist zu einer Bademöglichkeit.

    Diesmal ging es zum Flußschwimmbad in Leutershausen. Eine lange Tour um den Hesselberg herum, mit Mittagsstop im Limeseum und Teilnahme an einer Anti-Rasissmus-Kundgebung in Dinkelsbühl. Dann weiter das Wörnitztal hinauf mit Zwischenziel Eisdiele in Schillingsfürst. Dort befand sich aber, von weitem sichtbar, ein recht stationäres lokales Regengebiet. Da wir auf der Strecke schon zweimal Bekanntschaft mit diesem Wetterphänomen gemacht hatten, bogen wir, fast rechtzeitig, über Dombühl östlich nach Leutershausen ab.

    Dort war zwischenzeitlich die Gruppe der kürzeren Tour nach einem Besuch bei den Alpakas in Neudorf trocken angekommen, hatte sich ausgetobt und fuhr früher als geplant wieder zurück nach Ansbach.

    Das Flussschwimmbad machte mangels weiterer Badendegäste vor 18 Uhr statt um 19 Uhr zu, so dass wir verschwitzt und nassgeregnet vor verschlossenen Toren standen. Inzwischen eher auf Pizza als auf Eins aus, machten wir eine Abendessenpause in der Leutershausener Pizzeria. Über Lehrberg und das Rezattal zurück wärmte uns dann die Abendsonne.

    Share: Facebook | Twitter

    Trailerstangentest

    Written on 21.06.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Mit etwas Justieren lässt sich mit der neuen, gebrauchten Trailerstange der Höhenunterschied zwischen einem 28"-Herrenrad und einem Pucky-Rad überwinden, ohne dass es am Gepäckträger streift oder wackelt.

    Nach dem Test auf dem Verkehrsübungsplatz gab' s eine Probefahrt zum Eisladen in der Altstadt. Und am nächsten Tag einen Rückspiegel, damit ich den Nachwuchs im Auge behalten kann...

    Schön, dass man jetzt mit dem Fahrrad in die Altstadt hineinfahren darf. Noch besser wäre es, wenn nicht nur der Karpfenweg, sondern auch die anderen touristischen Radrouten den sinnvollsten Weg durch die Altstadt nehmen würden.
    Und wenn ebenso alle innerstädtischen Radrouten endlich mal festgelegt und ausgeschildert würden.

    Wie das eine Woche ohne Auto war?
    Ohne Stadtradeln wäre ich vielleicht nicht mit Kind und Regenprognose per Rad nach Merkendorf gefahren. Ansonsten war der Weg zur Arbeit, zur Kita und zum Einkaufen wie immer.
    Aber man merkt, wie wichtig es ist, einigermaßen zentral zu wohnen und das es besser ist, einen Lebensmitteleinzelhandel um die Ecke als drei Discounter am Ortsrand zu haben.

    Share: Facebook | Twitter

    Einkauf mit Hindernissen

    Written on 18.06.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Der Nachwuchs kann inzwischen gut Laufrad fahren und wird bald auf das Fahrrad umsteigen. Da wäre eine Tandemstange ganz nützlich, und die hat sich über eine Kleinanzeige auch gebraucht gefunden. In 90 Minuten in Merkendorf abholen - dass ist mit dem Rad von Ansbach gut zu schaffen.
    Also dem Copilot vom tollen Ritterspielplatz dort erzählt, in den Sulky-Kinderstz gepackt und den offiziellen Radweg eingeschlagen. Der führt größtenteils an der vielbefahrenen B13 entlang, ist laut und an keiner Einmündung hat man Vorfahrt. Aber dafür kommt man ohne große Höhenunterschiede zügig voran.
    Mitten auf der Strecke verweigert das Lager des rechten Pedals immer wieder seinen Dienst, und es ist zu befürchten, dass es demnächst vollständig blockiert. Und ein Fahrradgeschäft liegt nicht auf der Strecke.
    In Leidendorf biegt der Weg von der B13 ins Grüne ab und schlängelt sich durch die Orte - nervig, aber auch OK.
    Am Bahnhof Triesdorf führt der offizielle Weg aber über eine Treppe (Bild) durch die Unterführung :( ! Die Bundesstraße ist wegen der unübersichtlichen Brücke hier keine Alternative. Warum wird der Weg nicht wenigstens weiter südlich durch die Unterführung der Neuseser Straße geführt? Warum baut der Freistaat keine Brücken mit sicherer Radwegführung auf beiden Seiten?

    Die Tandemstange haben wir rechtzeitig abgeholt, der Ritterspielplatz in Merkendorf ist mindestens so schön wie der in Woframs-Eschenbach und die Regenfront hat sich auch noch etwas Zeit gelassen :) .

    Zurück haben wir uns vom Wind über Kleinbreitenbronn und Rutzendorf blasen lassen. Und rechts und links der B13 gibt es noch viele weitere schöne Routen nach Ansbach.

    Share: Facebook | Twitter

    Für das "Team Sonnenblume" im Stadtradelstar-Wettbewerb

    Written on 08.06.2020 by Bernhard Schmid
    Team: Sonnenblume
    Municipality: Ansbach

    Die Idee, durch Einsparung von CO2-Emissionen die Erderwärmung aufzuhalten kann nur klappen, wenn Entscheidungsträger und politisch Aktive auch auf kommunaler Ebene mit gutem Beispiel vorangehen.
    Und warum soll man nicht mal 3 Wochen auf das Auto verzichten? Das macht im Sommer ja auch noch Spaß!

    Den Weg zur Arbeit, den Einkauf und den Weg zur Kita lege ich sowieso immer mit dem Fahrrad zurück, egal zu welcher Jahreszeit. Dabei hilft ein großer Fahrradanhänger aus den 1960-er Jahren (siehe Bild), ein Kindercar-Anhänger und ein Sulky-Kindersitz.
    Und für touristische Radtouren ist das abwechslungsreiche, aber nicht zu bergige Mittelfranken sowieso immer verlockend.

    Wenn man in Ansbach und Mittelfranken mit dem Rad unterwegs ist, merkt man aber immer wieder, dass es beim Radverkehr noch Luft nach oben gibt.

  • Es fehlen durchgehende, sichere Radwege an Durchfahrts- und Staatsstraßen.
  • Wo es sie gibt, bekommen Radfahrer und Fußgänger nicht immer mit dem Autoverkehr "grün".
  • An fast allen Ampeln fehlen Aufstellstreifen und zuführende Schutzstreifen.
  • Zu Radwegen umgewidmete Fußwege bremsen einen aus und gefährden Fußgänger.
  • Die Beschilderung lässt oft zu Wünschen übrig.
  • Mehr Tempo-30-Gebiete würde das Radfahren auf der Straße sicherer machen.
  • Abstell- und Anschließmöglichkeiten reichen oft nicht aus, besonders am Bahnhof sollten sie zudem ein trockenes Abstellen und das Wegschließen von Gepäck ermöglichen.
  • Lastenfahrräder und E-Bikes werden bei der Radverkehrsplanung bisher kaum berücksichtigt.
  • Ein Leihsystem mit Fahrrädern und Lastenrädern wäre nicht nur für Gäste attraktiv.
  • "Radschnellweg" scheint noch ein futuristisches Fremdwort zu sein.

  • Es hat sich aber in den letzten Jahren auch Positives getan:
  • Radeln in der Ansbacher Altstadt ist nun möglich.
  • Außerorts wurden einige Kilometer Radweg gebaut.
  • Manche Drückampeln wurden umgestellt.
  • Es wurden zusätzliche Abstellanlagen gebaut.
  • An einigen Stellen wurde die Vorfahrt zugunsten der Radler geändert.

  • Wir Ansbacher Grünen haben dazu einiges beigetragen. Dazu und zu dem was wir noch vorhaben, kann man sich hier informieren:
    https://www.gruene-ansbach.de/vor-ort/ansbach/

    Damit Defizite aufgezeigt und Verbesserungsvorschläge gemacht werden können, sollte die RADar-App von allen Stadtradlern in den drei Wochen intensiv genutzt werden! Noch besser wäre es, man könnten RADar das ganze Jahr über für Meldungen an die Stadtverwaltung nutzen.

    Über weitere Unterstützung für das Team Sonnenblume würden wir uns freuen! Einfach anmelden:
    https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=171&team_preselect=413534

    Share: Facebook | Twitter