CYCLE STAR blog: Gordon Storkmann


21 Tage ohne Auto

Written on 20.09.2021 by Gordon Storkmann
Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Vor gut drei Wochen hat mich mein Freund Paul angerufen und mich überredet, drei Wochen aufs Auto zu verzichten. Ich habe heute meine letzten Kilometer nachgetragen und es kam noch mal ordentlich was zusammen. Eine berufliche Fahrt nach Sprockhövel, einmal nach Lüdenscheid zur Arbeit und dann noch die Critical Mass Dortmund.
In den drei Wochen bin ich drei Mal in einem Auto gefahren. Dabei waren zwei Fahrten, bei denen ich einen älteren Herren in einer besonderen Situation gefahren habe. Die letzte Fahrt ging am Freitag nach Finnentrop, wo ich um 7:30 einen dienstlichen Termin hatte, bei dem ich keine Verspätung haben durfte. Hier ist das Auto klar im Vorteil.
Aber: Ich hätte theoretisch auch noch eine Stunde eher aufstehen können, ich hätte mir in Finnentrop eine Pension nehmen können. Aber ich war zu bequem.
Mein Fazit über die drei Wochen schreibe ich noch.
Übrigens hatte ich Anfangs immer gedacht, dass ich 30 Tage ohne Auto leben soll, also mache ich noch 9 weitere Tage und auch danach (wie auch zuvor) nutze ich das Fahrrad und den ÖPNV noch intensiver.

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Tag 16 und 17 ohne Auto

Written on 13.09.2021 by Gordon Storkmann
Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Das erste Foto ist am Sonntag in Wehringhausen entstanden. Dort herrscht ein erhöhter "Parkdruck" weil es so viele Autos gibt (über 100000 Fahrzeuge in Hagen. Jedes Jahr mehr).
Mit dem Fahrrad kein Problem. Trotzdem wären mehr echte Stellplätze für Fahrräder nötig.
Heute ging es mit Rad und Bahn nach Duisburg. An den Hagener Bahnhöfen gibt es Radboxen, die man für EINEN Euro am Tag mieten kann. Perfekt für die Rad-Bahn-Kombi. Leider funktionierte die Box in Vorhalle nicht und so habe ich mein Rad einfach auf dem Bahnsteig abgestellt.
Der Betreiber gelobte am Telefon sofortige Kümmerung. Sonst habe ich immer sehr gute Erfahungen mit den Radboxen gemacht. Vor allem, weil man dort auch Helm und Warnweste deponieren kann.

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Tag 15 ohne Auto

Image Written on 13.09.2021 by Gordon Storkmann
Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

In der zweiten Woche bin ich 227 km gefahren. Davon sind 20 km "Freizeitradeln" - Der Rest sind Strecken, die ich sonst mit dem Auto gemacht hätte.
Ich bin jetzt im Rahmes des Stadradelns vier Mal nach Lüdenscheid gejuckelt. JEDES MAL war ich auf dem Rückweg schneller als die Kolleg:innen - und habe in der Zeit schon Sport gemacht.
Bei der Critical Mass hatte ich einen Platten und bin mit dem Bus nach Hause gefahren, um dann das andere Fahrrad zu nehmen und wieder zur Gruppe dazuzustoßen. Zum Glück gibt es die CRITICAL-MAPS-App, auf der man sehen kann, wo die Critical Mass gerade fährt.
Die Mitnahme eines Fahrrades im Bus kostet 3,60 €. Das finde ich heftig. Denn ÖPNV und Rad sollten sich besser kombinieren lassen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass_(Aktionsform)
https://www.facebook.com/TheRealCMHagen

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Tag 8 und 9 der Aktion Stadtradeln

Image Written on 06.09.2021 by Gordon Storkmann
Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Am Wochenende stehe ich vor einer großen Herausforderung. Ich muss nach Rüthen bei Warstein.
über 80 km mit Übernachtung sind nicht wirklich realistisch. Mit ÖPNV ist die Fahrt eine Weltreise. Also entscheide ich mich für die Kombination aus Bus und Bahn. Mit der Bahn geh es bis Bestwig. Von dort aus sind es etwa 18 km bis Rüthen. Einmal über den Berg. Ich nehme das E-Bike und werde nach einem steilen Anstieg mit einer grandiosen Abfahrt belohnt.
Während mich in Bestwig und Nuttlar Friedrich Merz auf 80% aller Wahlplakate angrinst, fallen mir außerhalb der Stadt vor allem die kahlen Waldflächen auf. Ich mache mir Gedanken über den Klimawandel, die Erhöhung der globalen Temperatur, die Energie- und Verkehrswende, die Lobby der fossilen Energieunternehmen und natürlich auch über Friedrich Black-Rock-Merz und über mich. Mich treibt die Rettung des Planeten an. Mich treibt der Wunsch nach Biodiversität an - das Bewahren der Schöpfung - die Zukunft unserer Kinder. Ich frage mich, was andere Menschen antreibt, die hier auf den kahlen Flächen die Konsequenz ihrer Politik sehen. Auf den kahlen Stellen könnte man jetzt gut ein paar Windräder bauen - ach nee - geht nicht. Seit kurzem gibt es neue Abstandsregeln.
Als grüner Radfahrer fühle ich mich dann ganz klein - auch weil mich hochmotorisierte Karren überholen, die ich mir nur kaufen würde, wenn ich eine Segelyacht ziehen müsste. Aber hier hat niemand Segelyachten.
Immerhin habe ich Sonne.

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Tag 7 der Aktion Stadtradeln

Written on 03.09.2021 by Gordon Storkmann
Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Heute ging es noch einmal nach Lüdenscheid. Dabei bin ich eine etwas andere Variante gefahren. So wird es nie langweilig.

Übrigens: Auf dem Rückweg stauten sich der Verkehr wieder auf der A45. An der A1 gab es mal ein Grafitti: "Ihr steht nicht im Stau, ihr seid der Stau!"

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Tag 6 der Aktion Stadtradeln

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Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Die ersten Tage waren ja noch harmlos. Da konnte ich von zu Hause aus arbeiten. Donnerstag und Freitag ging es nach Lüdenscheid, wo ich am ZfsL Lehrerinnen und Lehrer ausbilde.
Die Strecke ist etwa 30 km lang, je nachdem wie man fährt.
Es geht früh um 6:10 aus dem Haus. Zum Glück ist es trocken, so dass ich die Regenhose zu Hause lassen kann. Um kurz vor 7 Uhr habe ich mich mit meinem E-Bike bis zum Hagener Gipfelkreuz hochgeschraubt. Dort ist Halbzeit. Da ich die Strecke schon häufig gefahren bin, bin ich nicht auf eine Karte angewiesen und kann zügig weiterfahren. Trotz Motor ist der Berg kein Zuckerschlecken und ich werde von einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.
Nach Lüdenscheid Zentrum brauche ich etwa 90 min.
Der Rückweg ist übrigens herrlich. Ich kann ohne Jacke fahren und mache einmal eine kurze Pause auf einer Autobahnbrücke und schaue mir den Stau von oben an.
Weil es insgesamt bergab geht, benötige ich für die Rückweg nur 75 Minuten. Ein Kollege hat mit dem Auto wegen des Staus wesentlich länger gebraucht.

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Tag 4 und 5 der Aktion Stadtradeln

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Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Tag 4 und 5 der Aktion Stadtradeln
verliefen relativ entspannt. Es standen nur kurze Fahren in der näheren Umgebung an. Zwei Dinge sind mir aufgefallen. Erstens gibt es im Stadtgebiet immer noch viele Gullys mit Längsrillen - oder sind das Fahrradständer am Straßenrand?
Dann gibt es da noch dieses tolle Schild an der Dortmunder Straße, welches symptomatisch für die Hagener Radinfrastruktur steht. Frage an die Polizei NRW Hagen : Darf ich als Radfahrer hier einfach die Straße entlang fahren?
Oder muss ich absteigen und auf der gegenüberliegenden Seite schieben?
Ich kann mir denken, dass das Schild für die 30m Radweg gelten soll. Dieser Radweg führt nach 30m wieder auf die Dortmunder Straße.

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Tag 3 der Aktion Stadtradeln (25km)

Written on 01.09.2021 by Gordon Storkmann
Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Im Laufe des Tages konnte ich ein paar wichtige Erledigungen machen, wie man auf dem Foto sieht.
Abends ging es nach Haspe zu einem Freund. Während der Fahrt wurde wieder einmal deutlich, dass in Hagen die dünne Radinfrastruktur besonders dadurch noch geschwächt wird, dass Anschlusss- und Übergangsstellen nicht vorhanden sind.
Leider muss ich für gestern trotzdem eine Autofahrt melden: Ich habe einen älteren Herren zu einem Termin gefahren, der aus gesundheitlichen Gründen nicht Bus fahren kann. Ich stand vor der Wahl die Rad-Aktion bedingungslos durchzuziehen oder ihn eben zu fahren. Er hätte sich auch ein Taxi rufen können, dann hätte ich eine reine Weste, aber das fand ich auch doof.
Welches Fazit ich daraus gezogen habe könnt ihr später bei meinem Gesamtresumee lesen.

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Stadtradeln - 2. Tag

Written on 29.08.2021 by Gordon Storkmann
Team: DIE GRÜNEN Hagen
Municipality: Hagen

Zweiter Tag der Aktion Stadtradeln. Am ersten Tag bin ich abends zu einer Party gefahren. Dort begrüßten mich kleine Kinder, die sehr verwundert waren, dass ich mit dem Fahrrad komme.
Ich: "Womit soll ich denn sonst kommen?"
Kinder: "Bei der Dunkelheit???"
Ich: "Ich habe eine gute Lampe. Und Autos fahren ja auch im Dunkeln."
Kinder: "Bei dem Regen???"
Ich: "Schaut mal: Das ist eine Regenjacke! Und außerdem kann ich direkt bis vor die Tür fahren, während alle Autofahrenden über den DUNKLEN Pfützenparkplatz müssen."
Kinder: "Und außerdem ist es besser für die Umwelt!"
Ich: "Genau!"
Ich für mich noch gedacht, dass ich als Radler ein halbes Pils mehr trinken kann. Aber spannend finde ich auch, dass kleine Kinder heute bereits ein Umweltbewusstsein entwickelt haben, welches ich damals noch nicht hatte.
Der zweite Tag war recht unspektakulär mit kurzen Fahrten nach Helfe und Boelerheide. Spannend wird es in den nächsten Tagen, wenn weitere Strecken anstehen.

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