CYCLE STAR blog: Aichhalden im Landkreis Rottweil


Rückblick auf die Deutschland - Tour nach Rügen

Image Written on 13.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Wie manche von Euch wissen habe ich während der vergangenen Jahre immer mal wieder an spektakulären Rad Events teilgenommen. Allerdings ging es dabei immer darum große Strecken, super optimiert, in kürzester Zeit zurückzulegen.
Hingegen bei dieser Deutschland-Tour nach Rügen ging es mir darum, das Land zu sehen, Landschaft und Natur bewusst zu erleben.
Der „Stadtradeln-Gedanke“ ist ja auf das Auto zu verzichten und stattdessen mit dem Rad zu fahren. Im Rückblick muss ich sagen, es war eine tolle Sache. Die Fülle an Erfahrungen und Eindrücken hätte ich nie sammeln können, wenn ich mit dem Auto oder Motorrad unterwegs gewesen wäre.
Ja, es gab auch anstrengende Momente und ja, ich konnte auch nicht jeden Kampf gegen Stechmücken für mich entscheiden, aber ich habe in gut 2 Wochen etliche Bundesländer durchfahren und habe die unterschiedlichsten Gegenden kennengelernt. So war ich im Neckartal, Odenwald, Spessart, Rhön, Thüringer Wald, Harz, Altmark und an der Ostseeküste unterwegs. Ich habe Landschaften gesehen und eine Naturidylle erlebt wie ich sie mir nie vorgestellt hätte. Ich war an Plätzen, die mit dem Auto gar nicht zugänglich sind und von denen ich nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Oft ist es auch das Zusammenspiel der Sinne, welche eine große Gesamterfahrung ausmachen, wenn man zum Beispiel früh morgens in Auenlandschaften oder auf Wiesen unterwegs ist, man die Landschaft und die Tiere sieht, die Vögel und Insekten hört und den Duft der Blüten riecht. Diese Erfahrung würde man im Auto so nicht machen. Darüber hinaus habe ich viele interessante Begegnungen und Unterhaltungen gehabt, welche ich als Autofahrer so auch nie gehabt hätte.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine etwas andere Urlaubsanreise war, aber eine wirklich tolle Erfahrung, welche ich nicht missen möchte.

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Menschen und Begegnungen

Written on 12.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Oft sind es doch die Menschen und Begegnungen, welche einem Moment oder einer Situation eine besondere Note verleihen. Deshalb möchte ich in diesem Blog von ein paar solcher Begegnungen berichten.

Vielfach lief der Einstieg in eine Unterhaltung in ähnlicher Art und Weise ab.
Jemand sieht mich, sieht dann das Fahrrad und das Gepäck, worauf ein verstohlener Blick auf die Tretkurbel folgt. Als nächstes kommt die Frage, "wohin geht's". Ich sag dann, "nach Rügen". Darauf folgt ein ungläubiger Blick kombiniert mit einem Moment des Schweigens - ich denke das ist der Moment der internen Datenverarbeitung. Danach findet die eigentliche Unterhaltung ihren weiteren Verlauf. Weiter oben im Norden kam dann die Variante mit der Zwischenfrage (nachdem das Ziel klar war), "sie sind aber nicht von hier, wo kommen sie den her". Ansonsten der gleiche Verlauf.
Als ich im Odenwald einen relativ steilen und langen Schotterweg hochfuhr, stand oben am Berg (Aussichtspunkt) ein e-Mountain-Biker und meinte "sportlich, sportlich". Danach kam der Ablauf wie oben beschrieben. Nach der kurzen Phase des Schweigens meinte er, "wer diesen Berg mit diesem Gepäck und ohne Unterstützung hochfährt und oben noch ein Lächeln auf dem Gesicht hat, der schafft es auch nach Rügen". Im späteren Verlauf des Gesprächs meinte er noch "die Schwaben, die sparen halt und fahren deshalb mit dem Rad in den Urlaub".
Ein anderes Mal fragte mich ein Schweizer, der mit dem e-Bike unterwegs war nach dem Weg. In der danach folgenden Unterhaltung erzählte er mir, dass er seinen Enkel vom Bahnhof abholen wolle um mit ihm zusammen eine mehrtägige Radtour zu unternehmen. Offensichtlich verbindet Radfahren generationsübergreifend.
Auch traf ich 3 Freunde, welche ein verlängertes Wochenende für einen gemeinsamen Männer-Radausflug nutzten. Auch hier scheint das Radfahren zu verbinden.
Dann war da noch eines abends ein Mitbürger - vermutlich afrikanischer Herkunft, Mitte Zwanzig - auf dem Weg zum Fußballtraining. Er sah mich verloren mit meinem „Zweirad-LKW“ vor einer Großbaustelle stehen und half mir unaufgefordert dort durchzukommen, was mir einen mehrere km langen Umweg erspart hat.
Oder die Kellnerin in einem Gasthaus an der innerdeutschen Grenze, die mir erzählte, dass ihr Mann schon immer morgens um 4:00 Uhr zur Arbeit musste und er eines morgens (noch zu Zeiten des kalten Krieges) seine Windschutzscheibe frei kratzte, gerade ins Auto einstieg, als 2 Männer an seine Scheibe klopften und verunsichert fragten, "sind wir hier im Westen".
Das sind nur einige wenige der vielen interessanten Begegnungen / Unterhaltungen der letzten 2 Wochen.

Im Allgemeinen kann ich sagen, dass ich immer (ob im Westen oder im Osten, ob im Norden oder im Süden) auf freundliche und hilfsbereite Menschen gestoßen bin, die wann immer möglich mir Auskunft gaben, andere hinzuzogen um Antworten zu finden, mir einen Stellplatz für das Zelt (wenn nötig) gewährten, ....
Ich hatte weit mehr Sympathie, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft erfahren als ich je erwartet hätte.

In Kürze werde ich noch ein Fazit meiner Reiseerfahrung veröffentlichen - bis bald.

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Es ist vollbracht

Image Written on 12.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Wie im letzten Blog angekündigt, sollte der letzte Teil meiner Reise mit einer Brauereiführung beginnen. Und wie so oft bei Führungen gab es auch hier wieder etwas zu lernen, bevor die Reise fortgesetzt wurde.
Zunächst ging es von Stralsund über den alten Rügen Damm, welcher auch für Fahrradfahrer befahrbar ist. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen drehte ich noch eine große Schleife auf Rügen, besuchte das altertümliche Fischerdorf Vitt und Kap Arkona mit seinem Leuchtturm an der Nordspitze der Insel (war der nördlichste Punkt der ehemaligen DDR), bevor es an meinen eigentlichen Zielort ging. Wie geplant kam ich dann am Sonntag, den 11. Juli gegen 13:00 Uhr an meiner finalen Unterkunft an.
Insgesamt wurden letztendlich mit allen Umwegen und Extratouren während der 17-tägigen Anfahrt 2002 km und 11957 Höhenmeter bewältigt. Mein 15 Jahre altes Mountainbike hat sein Bestes gegeben, mir treue Dienste geleistet und mich ohne technische Defekte ans Ziel gebracht. Wie man sieht muß es nicht immer hightech Ausrüstung sein, sondern so eine Tour geht auch mit einem ganz normalen und relativ alten Rad.
Die nächsten eineinhalb Wochen werde ich zwar noch die eine oder andere Erkundungsfahrt auf der Insel vornehmen, aber mich ansonsten mehr der Erholung widmen.
Nichtsdestotrotz werde ich in den nächsten Tagen auch noch Blogs schreiben, wobei einer davon mein Fazit der Reise beschreiben wird.
Also, immer mal wieder reinschauen und in der letzten „Stadtradelwoche“ nochmal fleißig in die Pedale traten.

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Ostsee-Küstenradweg

Image Written on 09.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Nach dem ich in Travemünde auf den Ostsee-Küstenradweg gewechselt hatte, ging es über einige Ostseebäderstädte, wie Boltenhagen und Warnemünde nach Wismar. Von da an weiter über Kühlungsborn, Heiligendamm, sowie die Halbinsel "Fischland-Darßt-Zingst". Über weite Teile war die Streckenführung tatsächlich sehr küstennah, musste allerdings einige Male auch mehr ins Landesinnere ausweichen oder ging durch Naturschutzgebiete und Boddenlandschaften. Auch hier galt, dass es keinesfalls auf geradem Wege Richtung Osten ging, sondern wie bei vorherigen Radwegen auch wieder im Zick-Zack Kurs. Die Landschaft ist völlig anders als die auf meinem Weg nach Norden - allerdings auch sehr schön. In den großen Ostseebadeorten war natürlich jetzt zur Hauptsaison ganz schön viel Trubel, aber dazwischen gab es durchaus recht ruhige Plätze wenn man vom Hauptkurs etwas abwich. Da ich gut in der Zeit lag machte ich einige Abstecher, um mir Interessantes anzuschauen was nicht direkt auf der Strecke lag - wie zum Beispiel die Halbinsel Poel, Rostock oder die Naturschutzgebiete bei Darßt und Zingst um nur einige zu nennen. An der Küste entlang gibt es auch einiges an Natur (wenngleich ganz anderer Art) und sehr weitläufige Sandstrände.
Da ich das Gefühl habe, dass der Bildungsaspekt bei dieser Reise bisher eher etwas zu kurz kam und ich schon so weit gefahren war, hab ich mich kurzerhand für morgen bei einer Brauereibesichtigung angemeldet. Mal schauen was es zu lernen gibt. Und dann kommen wir auch schon zum letzten Teil der Reise.
Wie es war erfahrt ihr in Kürze.

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Zwischenziel Travemünde erreicht

Image Written on 07.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Das letzte Stück von Lübeck nach Travemünde fuhr ich nicht als kürzesten Weg sondern schön geduldig entlang der ehemaligen Grenze, welche hier wieder einmal ordentlich Haken schlug. Dabei besuchte ich auch noch ein letztes Mal eine "Gedenkstätte gegen das Vergessen". Die detaillierte Darstellung einiger Einzelschicksale mit Namen, Daten, Bildern, sowie deren Widerstandsaktivitäten und Fluchtversuchen war wieder aufs Neue sehr ergreifend. Im weiteren Verlauf genoß ich noch einmal die Landschaft, welche erstaunlicherweise wieder etwas hügeliger wurde, bevor ich in Travemünde ankam und endlich die Ostsee erreichte.
Der "Iron Curtain Trail" oder auch "Grünes Band" genannt war ein etwas anderer Radweg, geprägt von viel Natur, von Deutsch-deutscher Geschichte, teilweise unwegsamem Gelände und nicht immer gut ausgeschilderten Wegen. Aber es waren interessante 800 plus km, welche durchaus einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Nun geht es auf den Ostsee-Küsten-Radweg, von dem ich Euch in den nächsten Tagen berichten werde.

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Das Ziel fest im Blick und die Ostsee zum Greifen nahe

Image Written on 06.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Ich bin immer noch auf dem Weg nach Norden, entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. So ca 400 km vor Travemünde wurde es deutlich flacher und ab 300 km vor Travemünde wurde es dann ziemlich flach. Es begannen sich einige Dinge zu verändern. Es gab weite Landschaften, etliche Windräder und die Farbe der Häuser änderte zunehmend auf rot (Klinker). Es kam auch hin und wieder ein See und bei Schnakenburg erreichte ich die Elbe, an der es eine ganze zeitlang entlang ging (mal links, mal rechts). In dieser Phase spielte es auch keine so große Rolle mehr, dass ich mit meinem schweren "Zweirad LKW" unterwegs war - oder ich hatte mich in der Zwischenzeit einfach nur daran gewöhnt.
Im Hinterkopf war natürlich immer noch mein Hauptziel, am 11. Juli auf Rügen anzukommen, was bedeutete ich musste an 17 Tagen täglich im Schnitt 100 km fahren. Nachdem ich an den ersten 3 Tagen mit moderater Tagesleistung begann, legte ich ab dann einen Zahn zu. Zum einen wollte ich mir ein zeitliches Polster aufbauen, um Regenphasen oder andere unvorhergesehene Ereignisse kompensieren zu können, und zum anderen fuhr ich manchmal einfach mehr um noch an Essen zu kommen. Es gab Tage an denen ich 170 oder 180 km fuhr. So schön auf der einen Seite diese Naturidylle auch war, so machten mich die Versorgungsengpässe auf dem "Iron Curtain Trail" / "Grünes Band" auch etwas mürbe. Deshalb freute es mich als ich endlich die Hansestadt Lübeck erreicht hatte - also ich war nur noch einen Steinwurf (ca 40 km) von Travemünde und der Ostsee entfernt. Ein weiteres klares Indiz, dass ich auf meiner Reise Richtung Norden Fortschritte machte war die Tatsache, dass man seit einiger Zeit von Entgegenkommenden inzwischen mit "Moin" begrüßt wird.
Da ich seit einigen Tagen deutlich über 100 km pro Tag fuhr, hatte ich mittlerweile das Luxusproblem, dass mir ein zu frühes Erreichen des Ziels (der Insel Rügen) drohte. Ich hatte nun die Wahl entweder mein Tempo deutlich zu drosseln oder meine Routenplanung zu erweitern. Da es aber durchaus noch der eine oder andere Regentag geben kann, kann sich das Problem ganz schnell von alleine lösen.
Dann schauen wir mal was die nächsten Tage bringen.

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Wo Fuchs, Hase und Radler sich "Gute Nacht" sagen

Image Written on 05.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Der Hase kam leider zu spät um "Gute Nacht" zu sagen - obwohl, vielleicht war auch ich zu spät dran. Wie dem auch sei, wir beide waren auf jeden Fall die ersten, welche sich gleich am nächsten Morgen begrüßten.
Ich bin weiterhin mit den 800 plus km entlang der früheren innerdeutschen Grenze beschäftigt. Es kamen noch die letzten Ausläufer des Harzes, aber ansonsten wurde es inzwischen flacher. Was jedoch blieb, war die Idylle, viel Natur und lange Wege durch Gegenden, wo sich nicht so viele hin verirren. Ich dachte mir so manches mal wenn jetzt mein Rad seinen Dienst quittiert, dann wird es spannend - zumal das Mobilfunknetz in dieser Gegend auch nicht immer das Beste ist. Es war auch nicht immer ganz einfach die Grundversorgung sicherzustellen. Wenn man durch Ortschaften kam und Einheimische nach einem Bäcker, Metzger oder Lebensmittelmarkt fragte, war die Reaktion oft ein mitleidiges Kopfschütteln, die Erfolgsquote bei der Herbergssuche war noch bescheidener. Dabei zeigte sich, daß die Chancen auf der westlichen Seite der früheren Grenze oft besser waren. Insgesamt ist festzustellen, dass außerhalb großer Städte oder touristischer Hotspots die Lebensverhältnisse sich keinesfalls angeglichen haben. Straßen sind im Osten oft noch schlecht, vernünftige Radwege Fehlanzeige, Gebäudezustände, ...
An manchen Stellen sieht man, daß sich schon was tut, aber es gibt noch viel zu tun.
Vor diesen Hintergründen war es wichtig, genau zu überlegen, wo und wann es etwas zu essen oder eine Unterkunft geben könnte. Ich fragte mal eines abends 2 Männer, welche vor einem Haus standen, nach einem Gasthaus / Unterkunft. Um mir eine kompetente Antwort geben zu können, wurden gleich noch ein Nachbar und ein Passant in die Diskussion mit einbezogen. Trotz aller Mühe war die Antwort: 2 Ortschaften weiter könnte es gut sein, dass es etwas gibt, allerdings wären es ca 10 km zu fahren, es ginge über einen Berg und würde nicht in der Richtung liegen, in die ich wolle. Und so war doch das eine oder andere Mal, das Zelt, die Natur und die Tiere meine Freunde - wenngleich ich mit manchem Insekt auf Kriegsfuß stand.

Demnächst mehr von meiner Reise.

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Im Zick-Zack Kurs Richtung Norden

Image Written on 03.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Wie im letzten Blog beschrieben hatte ich in der Zwischenzeit die innerdeutsche Grenze bei Geisa (nahe Fulda) erreicht und von da an sollte es mehr als 800 km der früheren Grenze entlang Richtung Norden über Lübeck bis nach Travemünde an die Ostsee gehen. Bei der Planung fragte ich mich noch wie das 800 km sein können, wenn gleich Flensburg - Garmisch nur 1100 km sind. Die Antwort wurde mir bereits am ersten Tag klar. Der Iron Curtain Trail führt meist sehr nah an der früheren innerdeutschen Grenze entlang und macht einen unglaublichen Zick - Zack Kurs. Dabei fährt man abwechselnd sowohl auf der Seite der neuen Bundesländer wie auch der alten. Man hat das Gefühl man fährt weit, aber ist dennoch nur ein Landkreis weiter gekommen. Es ging durch die Rhön, den Thüringer Wald, sowie über den Harz, was viele Höhenmeter bedeutete und Körner kostete. Was weiterhin erschwerend hinzu kam war die Tatsache, dass man oft auf unbefestigten Wegen oder DDR Grenzwegen mit ihren holprigen Betonplatten unterwegs war, welche vermutlich o.k. für Militärfahrzeuge waren, aber weniger gut für mein "Zweirad-LKW". Die Natur in dieser Gegend ist allerdings sehr idyllisch, da sie weit weg von größeren Ortschaften liegt. Das Zonenrandgebiet war nicht sehr dicht besiedelt und ließ somit der Natur viel Platz. Der Streifen entlang der ehemaligen Grenze wird deshalb auch das "Grüne Band" genannt. Es gibt wahrscheinlich wenige Gegenden in Deutschland wo die Landschaft so naturbelassen ist (mit allen Vor- und Nachteilen). Obwohl die Reise durch die deutschen Mittelgebirge mitunter recht anstrengend war, gab es auch Phasen, wo der Radweg (oder früher die Grenze) an Flüssen entlang verlief, vorbei an Auenlandschaften und Seen. Speziell der Werratal Radweg ist sehr idyllisch.
Sicher seid ihr gespannt, was mich die nächsten Tage erwartet - ich bin es auch.

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"Eiserner Vorhang"

Image Written on 02.07.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Oder wie die Europäer sagen "Iron Curtain Trail" (ICT). Der Iron Curtain Trail verläuft durch mehrere Länder entlang der Grenze zwischen den Warschauer Pakt Staaten und dem Westen - in Deutschland entlang der innerdeutschen Grenze von Hof nach Travemünde. Mein Einstieg sollte bei Geisa (nahe Fulda) sein, aber bedeutete bis Travemünde immer noch eine Länge von mehr als 800 km.
Zunächst hatte ich Schwierigkeiten den Weg zu finden, da er nicht besonders gut beschildert ist und mein Navi mir auch nicht wohlwollend zur Seite stand. Bei Touren von mehreren hundert km stößt es an seine Grenzen. Aber nach gutem Zureden, nach Streckenberechnungen so um die 15 Minuten und etlichen Fehlermeldungen schien es letztendlich doch zu funktionieren, was eine große Hilfe war.
Bald kam ich zum "Point Alpha", ein Posten von dem aus die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg die DDR beobachteten.
Entlang der früheren Grenze gibt es immer wieder mal Museen und Mahnmale, welche an den "Kalten Krieg" und deren Opfer erinnern sollen. Es war schon beklemmend zu lesen wieviele Menschen in einem relativ kurzen Grenzabschnitt entweder schwer verletzt oder gar ums Leben kamen und wie ausgefeilt die Grenzanlagen waren.
Aber der Radweg hat neben Historischem auch einiges andere zu bieten. Dazu mehr in den nächsten Tagen.

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Hoch und runter, kreuz und quer durch Hessen

Image Written on 30.06.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Es war abends als ich in Hirschhorn ankam. Und die Frage war, soll ich den Berg heraus aus dem Neckartal noch am selben Abend in Angriff nehmen oder erst am nächsten Morgen. Ich entschied mich dafür es gleich zu tun, so dass ich dann am nächsten Morgen ganz entspannt weiterradeln könnte. Das Problem war, ich hatte den Berg vollkommen unterschätzt was den Höhenunterschied, die Länge der Steigung sowie die Fahrzeit anging. Der lange ansteigende Waldweg wollte einfach nicht mehr enden und es machte sich nun bemerkbar, dass ich ja praktisch mit einem "LKW" unterwegs war. In der Zwischenzeit war es schon spät abends und ich hatte noch kein Quartier - auch kein Stellplatz für mein Zelt. Dann gegen 21:15 Uhr erreichte ich eine große Lichtung mit Sportplatz oben auf dem Berg. Eine Frau gestattete mir auch den Zeltaufbau und so war ich noch vor Dunkelheit fertig für die Nacht. Am nächsten Morgen zeigte sich, dass der Odenwald viel Ähnlichkeit mit dem Schwarzwald hat und noch etliche weitere herausfordernde Berge für mich bereit hielt, bevor es etwas flacher wurde. Bei Hanau habe ich dann den Main überquert und ich ging vom hessischen Radweg R4 über in den hessischen Bahnradweg, der oft entlang alter Bahnlinien verlief (oder alte Bahnlinie wurden demontiert und in Radwege umfunktioniert). Es ging dann durch die Rhön, durch Fulda bis nach Geisa, was durchaus den einen oder anderen Schweißtropfen verursachte. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Fahrt durch Hessen topographisch anspruchsvoll war, die Landschaft sich durchaus dem Schwarzwald ähnelt, die Wegbeschilderung nicht immer gut war, aber auch Hessen seinen Reiz hat. Gefühlt hatte ich überproportional viele Pferde und Störche gesehen. Am Ende des hessischen Bahnradweges machte sich ein Fehler bemerkbar, der mir während der Planung unterlief und dafür sorgte, dass ich 25 km vor Geisa plötzlich im Wald stand und der Track endete. So musste ich noch etwas improvisieren um an die innerdeutsche Grenze zu gelangen. Wie es dann weiterging erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

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Neckartal Radweg

Image Written on 29.06.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Für den ersten Teil meiner Reise nach Rügen wählte ich den Neckartal Radweg. Zunächst ging es über Winzeln und Hochmössingen nach Aistaig, wo ich in den Neckartal Radweg einstieg. Bei wolkig aber trockenem Wetter ging es über Horb, Rottenburg, Tübingen Nürtingen und Esslingen nach Bad Cannstatt. Kurz nach Esslingen verließ ich mal kurz den Radweg und fuhr durch die Weinberge den Hang ganz nach oben um einen Blick auf Stuttgart zu erhaschen. Weiter ging es dann auf dem Neckartal Radweg über Ludwigsburg, Besigheim, Heilbronn, Bad Wimpfen bis nach Hirschhorn (kurz vor Heidelberg). Das Wetter war zwischenzeitlich hervorragend. Der Neckartal Radweg ist sehr angenehm zu radeln, da es sehr flach ist, es einiges zu sehen gibt und der Weg überwiegend gut beschildert ist. Der Radweg könnte durchaus auch den Titel tragen, "Burgen, Schlösser und Weinberge im Südwesten". In Hirschhorn verließ ich dann den Neckartal Radweg, um durch Hessen zu radeln. Dazu mehr in den nächsten Tagen.

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Wie alles begann

Image Written on 28.06.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Wie bereits in anderen Medien erwähnt, ist mein Plan mit dem Rad in den Urlaub auf die Insel Rügen zu fahren (ca 1700 km in 17 Tagen). Da ich allerdings bereits am 11. Juli auf Rügen ankommen muß, wollte ich schon am Freitag den 25. Juni losfahren, wissentlich dass die ersten 3 Tage vor dem Beginn der Stadtradeln-Phase liegen und deshalb auch die km dieser ersten 3 Tage nicht zählen.
Was mir wichtig ist, ist maximale Flexibilität zu bewahren. Das heißt, ich weiß morgens noch nicht wie weit ich an einem bestimmten Tag fahren werde, das heißt keine Unterkunft kann vorgebucht werden - alles ist spontan. Es bedeutet aber auch, daß es sein kann, daß ich abends bei der Herbergssuche in die Röhre schaue. Aus diesem Grund hab ich auch für dieses mögliche Szenario vorgesorgt und, Zelt, Schlafsack, ... im Reisegepäck.
Als ich dann am Freitagmorgen mein Rad fertiggepackt hatte war ich doch überrascht wie schwer es geworden war. Um ehrlich zu sein es fühlte sich an wie LKW fahren - zum Einen in der Kurve, aber insbesondere am Berg.
Ich bin mal gespannt, ob das mein 15 Jahre altes Mountain Bike mit selbstgebauten / angepassten Gepäckträger über die ganze Strecke aushält. Man bedenke, das permanente Geschüttel und Gerüttel beim Überfahren von Schlaglöchern, Schotterwegen Waldwege mit Wurzeln ....
Nachdem es freitagfrüh noch regnete, ging es dann gegen 11:00 Uhr los.
In den nächsten Tagen erfahrt ihr mehr über die Reise.

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Schnell noch registrieren

Written on 27.06.2021 by Klaus Pfaff
Team: Sommerradeln
Municipality: Aichhalden im Landkreis Rottweil

Wer sich noch nicht registriert hat, hat immer noch die Möglichkeit - man kann auch nach Beginn der Aktion noch einsteigen.
Für den Fall, daß sich jemand nicht sicher ist oder sich nicht traut sich einer Gruppe anzuschließen gibt es folgende Möglichkeiten.
Zum Einen kann man sich der offenen Gruppe anschließen, aber es ist auch jeder herzlich eingeladen sich in unserer Gruppe "Sommerradeln" zu registrieren - ganz egal wieviel oder wenig man radelt. Dabei sein ist alles.

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