CYCLE STAR blog: Ennigerloh im Kreis Warendorf


Tage 20 und 21

Image Written on 18.06.2021 by Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Municipality: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Ganz zu Anfang war ja vom "Schönwetterradler" die Rede. Jetzt müsste man nur noch bestimmen, was man als schönes Wetter zum Radeln empfindet. Die Hitze der vergangenen Tage ist für viele eine Herausforderung. Deshalb radelte ich auch am Abend, sogar am späten Abend und in der Nacht. Die Temperaturen waren durchgängig sehr hoch und nicht gerade Leistungsfördernd. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten brachte der Fahrtwind kaum Linderung ;). Deshalb bin ich heute (Freitag) mal kurz nach 5 aufgestanden, um auf dem Velo eine Runde zu drehen. Beim Blick auf das Aussenthermometer trifft mich fast der Schlag: 25 Grad! Glücklicherweise sinkt die Temperatur nach dem Verlassen von Ennigerloh auf angenehme 19 Grad. So habe ich noch ein bisschen was von der Kühle des Morgens, an die ich mich während des Arbeitstages gerne erinnere. Na, etwas Regen und Abkühlung wird uns in den kommenden Tagen immerhin versprochen.

Heute ist der letzte Tag vom Stadtradeln und ich frage mich, was man mitnehmen kann aus dieser Aktion? Zu erst einmal ist es beeindruckend, zu sehen, wie viele Menschen sich dabei eingebracht haben. Ob sie sich in Gruppen organisiert, beim RADar ihre Beobachtungen und Vorschläge eingebracht haben, oder ob sie sich für ihre Wege einfach nur mehr Zeit genommen haben indem sie, statt mit dem Auto, mit dem Rad fuhren. Aus welchen Gründen heraus auch immer sie das taten, es war eine Aktion, über die man sich unterhielt, bei der man ins Gespräch kam, Erfahrungen und Motivation austauschte. Was dazu an Vorarbeit und Infrastruktur national und regional nötig war, kann man nur ahnen und muss es mit großem Respekt und Dankbarkeit anerkennen.
Was bringt es der Umwelt? Fahre ich mit dem Rad, nehme ich die Umwelt unvermittelt war, was meine Haltung zu ihr prägt und mich in Fragen des Naturschutzes sensibler werden lässt. Wenn ich früh morgens und nachmittags all die Menschen gesehen habe, die das Rad offensichtlich für die Fahrt zur Arbeit genutzt haben, dann ist es ermutigend, denn diese Kilometer kommen 1:1 der Umwelt zu Gute. (etwas anders ist es beim E-Bike, aber auch da ist es immer noch ein Vorteil). Aufgefressen werden alle diese Vorteile leider durch E-unterstützte Fahrten im privaten Bereich, sofern die E-Unterstützung nicht aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. Betrachtet man den E-Boom im Bereich der 2-Rad-Fortbewegung, zweifle ich daran, dass eine "Energiewende" durch die Mehrheit der Bevölkerung überhaupt gewollt wird.
Wa bringt es meinem Auto? Sehr viel! Indem ich es für Kurzstrecken nicht verwende, erhöhe ich die Lebensdauer des Motors. Und Indem ich durch regelmäßige Bewegung an frischer Luft gelassener und ausgeglichener bin, neige ich zu einer ruhigeren Fahrweise (Reisen statt Rasen).
Was bringt es mir persönlich? Am meisten! Herz, Kreslauf, Muskulatur, äussere und innere Atmung, Stimulierung des Immunsystems und noch viele andere positive Auswirkungen auf Körper und Geist füllen inzwischen Bände von gesundheitsbezogener Literatur. Von all diesen Benefits darf ich schwärmen, denn ich habe sie selbst erfahren.

So, wie war das denn jetzt nach drei-wöchiger Autokarenz? Gas rechts. Bremse in der Mitte- oder war es die Kupplung? Bald werde ich sehen, ob ich noch Auto fahren kann. Spaß beiseite. Es geht ja nicht um ein Entweder-Oder, sonder für die meisten von uns um ein sowohl als auch. Es geht um einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den Resourcen, die wir in der Schöpfung vorfinden, um sie zu erhalten und zu bewahren.
In diesem Sinne und um einige Erfahrungen reicher verabschiede ich mich von diesem Blog mit den besten Wünschen für stets sicheres und genussvolles Radeln

Ihr
Volker Zywietz

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Tag 19

Image Written on 18.06.2021 by Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Municipality: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Wieder eine Nachtfahrt. Und mit dieser hätte ich gar nicht gerechnet. Und dass ich mich so darüber freuen würde, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Regelmäßige Beratungen in unserer Kirchengemeinde finden seit Beginn der Corona-Pandemie nur noch per Zoom statt. Und, obwohl es eine Einschränkung ist, arrangiert man sich damit und findet es am Ende noch praktisch, dass man keine weiten Wege mehr zurücklegen muss. Aber sich persönlich zu begegnen ist doch viel schöner als über Kamera und Mikrofon. So muss es den Schülern gegangen sein, als sie sich endlich wieder im Klassenzimmer treffen durften.
Und wenn ich schon aus dem Haus muss, und der Mittwoch Nachmittag frei ist, kann ich noch eine Schleife über Münster und Herbern nach Hamm fahren.
Nach Münster wähle ich die Strecke über Sendenhorst und Albersloh, die ich als Student oft gefahren war, nun aber nur noch selten nutze. Die Stelle, wo das Foto entstand, zwischen Albersloh und Gremmendorf, war damals für mich als Radfahrer der Horror. Es gab keinen Radweg, die Straße war schmal und wegen des Wäldchen dunkel und man hat sich immer gewünscht, dass nicht zu viele LKWs unterwegs waren. Mittlerweile läd ein Tisch mit Bänken und großzügigen Fahrradparkplätzen zum Verweilen ein. Wäre ich früher nicht im Traum drauf gekommen, dass irgendwann so etwas möglich sein würde.
In Münster zu radeln ist schon toll. Man wird als Radfahrer von den Verkehrsplanern wertgeschätzt. Und dennoch ist es nicht möglich, alle Gefahrenpunkt vollständig auszuräumen. Wir sind als eher ungeschützte Teilnehmer am Straßenverkehr darauf angewiesen, in jedem Moment wachsam zu sein, lieber einmal mehr anzuhalten, wenn die Situation es erfordert und für aktive und passive Sicherheit selbst zu sorgen (Antrieb, Bremsen, Beleuchtung Helm...). Ach ja, Beleuchtung: Die Beleuchtung der Fahrräder ist mittlerweile so kraftvoll geworden, dass die Fahrbahn perfekt und großzügig ausgeleuchtet werden kann. Wir müssen uns aber darüber im klaren sein, dass so starke Scheinwerfer, wenn sie falsch eingestellt sind, den Gegenverkehr duch Blendung in Gefahr bringen können. Also immer wieder mal die Einstellung der Lichtanlage überprüfen. Wir fahren ja auch mit dem Auto nicht ständig mit Fernlicht...

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Tag 17 und 18

Image Written on 16.06.2021 by Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Municipality: Ennigerloh im Kreis Warendorf

In den Zeiten der Pandemie mussten die meisten von uns auf so viele schöne Aktivitäten verzichten, die das Leben bunter und reicher machen. Dazu gehören sicher auch die Dinge aus Kunst und Kultur, an denen wir uns erfreuen, die aber in einer Kleinstadt nicht immer direkt vor der Haustüre stattfinden. So geht es uns mit der Musik. Für das Liebhaber-Sinfonieorchester "Alte Philharmonie Münster", in dem meine Frau und ich mitspielen gibt es schon seit langem keine geregelten Proben oder Aufführungen mehr. Oder sich mit Freunden zu treffen, um zur eigenen Freude an einem Abend Streichquartett zu spielen, war lange Zeit nicht möglich. Jetzt aber, wo die "Durchimpfung" in der Bevölkerung zunimmt, haben wir uns zum musizieren verabredet. Ich bin so froh, dass ich nicht Cello spiele, sondern nur Violine, sonst hätte ich den Termin am Montag nicht halten können.

Bei der Gelegenheit stelle ich fest, dass wir dem Automobil sehr viel zu verdanken haben. Ob das der Sport ist mit allen seinen Abteilungen, wo an den Wochenenden tausende von Kindern und Jugendlichen innerhalb ihrer Ligen von Spielort zu Spielort gefahren werden, oder ob es Theater, Musik oder der Besuch von Ausstellungen und Galerien ist, wo man oft auch erst spät abends den Heimweg antritt, - all das hätte nicht die Dichte und Qualität ohne den motorisierten Individualverkehr.

Meine Münster-Tour zum Quartettspielen hat auf jeden Fall Spaß gemacht . Für die reine Fahrt setzt man etwa das doppelte an Zeit an, wie bei der Fahrt mit dem Auto. Bis man allerdings spielbereit am Pult sitzt, muss man noch Zeit fürs Duschen und Umkleiden dazurechnen (besonders bei der aktuellen Wetterlage.) Dafür ist die Heimfahrt im Dunkeln ein besonderes Erlebnis. Was man bei Tage kennt, wirkt in der Nacht geheimnisvoll und fremd. Geräusche, Düfte und Gerüche, sowie Temperaturen erfahren eine ganz andere Aufmerksamkeit. Gutes Licht am Rad und reflektierende Kleidung sind allerdings Voraussetzung.

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Tag 16

Image Written on 15.06.2021 by Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Municipality: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Heute ist frei und gutes Wetter, da wird mal wieder um des Radelns willen geradelt. Als ich das letzt mal an der Möhne war, war der Wasserstand sehr niedrig und entsprechend das Ufer sehr weit weg von der Süduferstraße. Ich komme also in Delecke auf die Möhne zu und sehe erfreut, dass der Füllstand bei nahezu 100% liegt. Ich gönne mir einen Kaffee an der Taucherbucht und nehme den Heimweg über Körbecke. Durch Zufall stoße ich auf den "Skulpturenradweg Wegmarken". Dieser Rundweg führt über 59km zwischen Soest und der Gemeinde Möhnesee und ist durch 12 Wegmarken, Skulpturen verbunden, die zwischen 1998 und 2013 von einer regionalen Künstlerinitiative geschaffen und aufgestellt wurden. Diesen Weg mal zu fahren, ist sicher ein lohnenswertes Projakt. Nähere Infos auf: https://www.wegmarken-am-hellweg.de/skulpturenradweg-wegmarken/

Auf dem Rückweg beschließe ich, den neu eröffneten Radweg in Sünninghausen in Augenschein zu nehmen. (Die "Glocke" berichtete am vergangenen Freitag) Es macht tatsächlich Spaß, ihn zu fahren. Ob er nun gebaut worden ist, um den Autofahrern die störenden Radler aus dem Weg zu halten, oder um den Radfahrern eine sichere, eigene Fahrbahn zu bescheren, ist dabei zweitrangig. Beides ist gelungen. Ob dieses Plus für die Sicherheit auch ein Plus für die Umwelt sein wird, oder nur ein weiteres Stück versiegelter Fläche, wird sich daran entscheiden, ob Autofahrer für solche regionalen Strecken aufs Fahrrad umsteigen oder nicht.

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Tage 9-15

Written on 12.06.2021 by Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Municipality: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Betriebsblind nennt man jemanden, der routinemäßig Dinge tut oder geschehen lässt, ohne darüber nachzudenken oder Änderungen des Verhaltens in Betracht zu ziehen.
Seit ca. 30 Jahren überquere ich auf meinem Weg zur Arbeit den Bürgermeister-Hischmann-Ring von der Oelder Straße kommend in Richtung Bahnhofstraße. Die Ampelschaltung kenne ich mittlerweile auswendig. So weit alles Routine. Was die Routine allerdings stört, sind die regelmäßig wiederkehrenden unschönen Begegnungen zwischen motorisiertem Verkehr und Fußgängern. Die Fußgängerampeln geben 12 bzw.13 Sekunden Zeit, den Hischmannring zu überqueren, während die Ampeln für die Kfz 30 Sekungen grün sind. 12 Sekunden reichen für einen normalgesunden Erwachsenen gerade aus, um bei grün die andere Straßenseite zu erreichen. Schulkinder, ältere Personen mit Gehhilfe oder Rollator, sowie Personen mit Kindern oder Kinderwagen sehen schon im 3. Drittel der Fahrbahnüberquerung die rote Ampel und werden von abbiegenden Autofahrern angehupt. Die Unfälle, die sich bereits ereignet haben sollten den Verkehrsplanern bekannt sein und Anlass geben, hier etwas zu ändern. Diese Kreuzung wird regelmäßig, besonders in den Morgenstunden an Schultagen von Polizeibeamten beobachtet, was sehr zu begrüßen ist. Vielleicht teilt der eine oder andere Beamte meine Beobachtung und weist in seinem Bericht auf die Problematik hin.
Ob das jetzt unbedingt etwas mit Stadtradeln zu tun hatte, mag jeder für sich beurteilen. Für mich war es ein Augenöffner, nicht jahrelang Mängel zu beobachten, ohne darüber zu schreiben.

In der vergangenen Woche gab es natürlich auch wieder Radtouren rund um Ennigerloh und da ist mir an einem Abend wieder etwas klar geworden: Ich befand mich auf dem schönen, neuen Radweg zwischen Beckum und Stromberg, als dieser in Stromberg abrupt endete. Man musste stehenbleiben, die Beckumer Straße an einer Verkehrsinsel überqueren, um auf der anderen Straßenseite weiterfahren zu können. Ich hab mir das ganze noch einmal angeschaut und musste feststellen, dass einige Meter zuvor tatsächlich ein Hinweisschild auf den endenden Radweg aufmerksam machte. Wie konnte ich das übersehen? Als Radfahrer tut man gut daran, die 10-20 Meter Fahrbahn, die vor einem liegen nicht lange aus den Augen zu lassen. Ein Bordstein, ein Schlagloch oder ein Gegenstand auf der Fahrbahen können zu Stürzen führen. Will man die Aufmerksamkeit des Radfahrers für Gefahrenpunkte haben, sollte man die Möglichkeit der Fahrbahnbeschriftung mehr nutzen. Ein Beispiel aus Ennigerloh? Wer mit dem Fahrrad von der Ostenfelder Straße aus den Hischmannring überqueren will, ist orientierungslos, da der gepflasterte Radweg irgendwo verlassen werden muss, aber man weiß nicht genau, wo. Gleichzeitig startet der motorisierte Verkehr häufig mit Rechtsabbiegern, die die Fahrspur des geradeausfahrenden Radfahrers nicht einschätzen können. Hier ist eine eindeutige Fahrspurmarkierung notwendig. (Im RADar gibt es bereits einen Eintrag zu diesem Thema) In anderen Städten sehe ich schon regelmäßig gekennzeichnete Zonen, in denen sich der Radverkehr vor der Haltelinie einer Ampelanlage aufstellen kann.

Ich erinnere mich noch gerne an eine Gelegenheit, bei der wir anlässlich einer internationalen Fachtagung mit unseren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen Radtouren in Münster organisierten. Sie kamen aus dem Staunen nicht heraus, als sie sahen, was in Münster für den Radverkehr getan wird. Wir haben also Beispiele für bewährte Lösungen direkt in unserer Nachbarschaft. Die Stadt Münster ist sicher nicht böse, wenn wir Ennigerloher uns an ihren Erfahrungen bereichern.

Starten wir also in die dritte Stadtradeln-Woche und freuen wir uns auf jede Menge schöne und sichere Kilometer bei einem Wetter, das es uns wirklich leicht macht, aufs Auto zu verzichten.

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Tage 7 und 8

Image Written on 06.06.2021 by Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Municipality: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Freitag, 4.6.
Nach so vielen Spaßkilometern wird es heute ernst. Einige unserer Kinder haben sich für den Abend angekündigt und wir haben fast keine Getränke mehr im Haus. Dafür bin ich zuständig und ich erledige solche Besorgungen sonst immer mit dem Auto. Heute geht das aber nicht. Glücklicherweise hat meine Frau ein Bäckerrad, das sie mir gerne leiht. Seit Jahren schon erledigt sie fast alle Einkäufe und Transporte in Ennigerloh mit diesem Lastenrad, weshalb sie für mich der eigentliche Stadtradeln-Star ist. Wenn man sich vorstellt, was in anderen Ländern alles mit dem Fahrrad transportiert wird, ist meine Fuhre heute allerdings nicht der Rede wert.

Samstag, 5. 6.
Der Gottesdienstbesuch, wie schon letzte Woche, mit dem Rad. Wieder genieße ich den herrlichen Radweg zwischen Beckum und Dolberg und ich erinnere mich, wie anstrengend ich diese Strecke immer empfunden hatte, bevor es diesen Radweg gab. Für den motorisierten Verkehr war so ein Radler ein echter Störfaktor. Insofern ist die jetzige Situation ein echtes Sicherheitsplus.
Bilanz der Fahrt: einige Liter Kraftstoff weniger verbraucht, dafür etliche Liter Wasser mehr (trinken und duschen), sowie Vorteile für die persönliche Fitnes eingeheimst.
Den ansonsten sehr ruhigen Samstag lasse ich mit einer Feierabendrunde auf dem Rennrad ausklingen.

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Stadtradeln Tage 1-6

Image Written on 03.06.2021 by Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Municipality: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Als ganz Kurzentschlossener bin ich zum Stadtradeln gekommen. Letzten Freitag ließ ich mich von Carina Brentrup in die Bedingungen einweisen und am Samstag ging es schon los. Ehrlich gesagt war es der Blick auf die Wettervorhersage, die mich als "Schönwetterradler" zuversichtlich sein ließ, zumindest die erste Woche gut zu überleben.
Samstag, 29.05.
Die wöchentliche Fahrt Samstags in meine Kirchengemeinde in Hamm lege ich natürlich sonst immer mit dem Auto zurück. Heute geht das nicht, aber das ist nicht schlimm. Ich fahre 45 Minuten eher los, und komme pünktlich und entspannt an. Unterwegs fällt mir auf, dass ich über Beckum bis Dolberg wunderbare Radwege benutzen kann. Eine kleine Rast im Bereich der Lippeauen lässt mich einen schönen Frühlingsmorgen mit Vogelgezwitscher und Insektengesumm genießen.
Sonntag, 30.05.
Heute muss ich nirgendwo hin. Da bietet sich eine kleine Rundfahrt an. Einmal rund um Ennigerloh mit seinen Ortsteilen. Das ganz allein für mich zum Spaß. Hierbei spare ich natürlich keine Autokilometer, denn wer würde ins Auto steigen, um einmal um Ennigerloh herum zu fahren? Am ehesten vielleicht mit einem schicken Oldtimer...
Montag, 31.05.
Heute arbeite ich nur am Vormittag, denn für den Nachmittag war schon langfristig ein beruflich bedingter Termin in Oerlinghausen angesetzt. Sonst sicher mit dem Auto, aber heute bei herrlichem Wetter und beständigem Gegenwind mit dem Rad. Um pünktlich zu sein muss ich mich ranhalten. Im Anschluss an den Termin gönne ich mir noch einen Abstecker zu Hermannsdenkmal. Mein Navi führt mich von Oerlinghausen nach Hiddesen auf dem Hermannsweg durch den Wald. War eigentlich nicht geplant, aber mit dem Rennrad Waldwege zu fahren ist mal ganz reizvoll. Kurz vor dem Aufstieg zum Hermann läßt mich der Akku meines Navis im Stich. Der Heimweg erfolgt also auf gut Glück (Sonnenstand und Windrichtung) Jedoch erweisen sich die roten Fahrradwegweiser, wie sie in Westfalen aufgestellt sind, als sehr hilfreich. Man hat stets schöne und autoarme Strecken und man kann sich problemlos an den angezeigten Km- und Richtungsangaben orientieren. Danke, NRW! Am Ende des Tages sind es 161 Kilometer.
Dienstag, 01.06.
Ruhetag. Mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wie sonst auch.
Mittwoch, 02.06.
Am Mittwochnachmittag habe ich wieder Zeit und da ich in Richtung Soest etwas zu besorgen habe mache ich das mit dem Rad. Alternative wäre gewesen: mit dem Auto fahren oder schicken lassen. Ich entscheide mich, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden und wähle als Strecke die "Kühlturmpermanente" aus. Das ist ein sehr schöner Rundkurs, der von Aktiven des RSV Schwalbe Oelde ausgearbeitet wurde und auf rsv-schwalbe-oelde.de gefunden und heruntergeladen werden kann. Mit allen Abstechern sind es für mich heute 104 km
Donnerstag, 03.06.
Ruhetag. Während ich sonst einen Teil der Feiertage für Radtouren nutze, bleibe ich heute zuhause und genieße die Ruhe.

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