CYCLE STAR blog: Berlin


X X L - R A D W E G E I N D E R G A N Z E N S T A D T !!!

Image Written on 23.09.2021 by mawil wedding
Team: Getto wedding
Municipality: Berlin

XXL-Radwege in der ganzen Stadt! Klingt doch prima, auch wenn's auf dem Plakat wie ein Skandal klingt. Muss an der Zeitung liegen. Vermutlich geht es u.a. um die geplanten Umbauten in der Torstrasse und Schönhauser Allee, wo ich oft lang fahre. Beides dringende Baustellen mit gar keinem bzw viel wenig Fahrradweg. Ich bin gespannt !

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Weisse Seen und schöne Berge

Image Written on 23.09.2021 by mawil wedding
Team: Getto wedding
Municipality: Berlin

Früher sind wir am Wochenende mit dem Wochenendticket in andere Städte, zu Festivals und Freunden oder campen gefahren. Inzwischen sind wir alles junge Eltern und verabreden uns am Wochenende auf Spielplätzen mit anderen jungen Eltern. Weil wir im Wedding schon alle Spielplätze zu ende gespielt haben, treffen wir uns mit anderen jungen Eltern in ANDEREN stadtteilen! Voll aufregend.

Samstag geht's mit Steffi und ihren Jungs nach Weissensee. Die Zwei können schon alleine Fahr- bzw Laufrad fahren. Das ist sportlich, nur leider müssen wir dafür an jeder Ecke absteigen, über die Strasse schieben und kommen nicht wirklich weit. Ich verschiebe diese Herausforderung lieber auf später und kutschiere meine durch die Gegend.

Sonntag trifft sich unsere WildWeddingWhatsAppGruppe (die ist wirklich noch voll oldschool auf WhatsApp) in Schöneberg. Schöneberg - voll der exotische Ort für uns, da sind wir sonst nie. Ich glaub ich bin öfters in Leipzig oder Hamburg als in Schöneberg. Zum Glück hat Maria ganz ohne Handy eine Route quer durch die Stadt organisiert, an der Spree und diesem Haus, welches angeblich die anderen Berliner "Waschmaschine" nennen, vorbei. Echt schön und Sonntag früh noch ganz frei von Touristen. Ich darf noch einmal mit dem ausgeliehenen Muli-Lastenrad angeben, Team E.H. ist aber mit der alten Cristiania-Kiste mindestens genau so schnell. Die einzigen die uns überholen sind 7 Ferrari und Maserati auf Sonntagsausflug.
In Schöneberg gibt's alles was junge Eltern brauchen. Ein Märchenspielplatz, eine Pizzeria, Eisdiele, Flohmarkt und gutes Wetter. Sonst ist leider gar nichts aufregendes passiert, aber ich muss das trotzdem alles aufschreiben, damit ich an der Stadtradeln-Verlosung teilnehmen darf. Leider ist kein Lastenrad in der Verlosung. Und leider muss ich meins am Montag schon wieder abgeben. Ich fahre noch eine Matratze und eine Kiste Bilderrahmen durch die Stadt, damit es wenigstens etwas nach Arbeit aussieht.

( Fotos : Die Waschmaschine / interessantes "Argo"-Cargobike-Anbauset für dein normales Rad, in crazy Schöneberg gesehen / Tschüssi Muli :-( / Geheimtipp: Esskastanien in Weissensee )

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3 Wochen autofrei mit Kleinkind - Was ich gelernt habe

Image Written on 22.09.2021 by Frauke Beckert
Team: #Offenes Bezirksteam Marzahn-Hellersdorf
Municipality: Berlin

Das Wichtigste zuerst. ES GEHT. Nicht ganz ohne Überwindung, und auch nicht ganz, ohne auf Komfort zu verzichten. Im Regen fährt es sich eben doch besser in einem warmen Auto... das gilt nicht einmal in erster Linie für mich selbst, aber für mein Söhnchen. Der soll ja das Fahrradfahren als etwas Schönes, Erstrebenswertes kennenlernen, und nicht als eine Last und einen Ort, an dem ihm ständig kalt ist.
Nach drei Wochen, in denen ich keinen Fuß ins Innere eines Autos gesetzt habe, fühle ich mich auf jeden Fall energetischer als vorher. Das Radfahren als Mittel der Fortbewegung ist mir auch wieder präsenter. Wenn ich darüber nachdenke, wo es morgen hingehen soll, dann denke ich das Radfahren mit.
Einige Umstellungen waren notwendig: Ich musste lernen, mit Kleinkind UND Gepäck TROTZDEM noch einkaufen zu gehen. Gar nicht so leicht... und ich werde wohl in einen anderen Fahrradständer investieren. Immer noch eine kleine Investition im Vergleich dazu, was ich sonst an Benzin verfahren hätte! Und deshalb auch voll im Rahmen.
Es hätte noch mehr Spaß gemacht, wenn die Radwege besser wären. Radverkehr muss nicht nur mitgedacht werden, er braucht einfach manchmal Vorrang. Wenn ich mit dem Rad an JEDER. VERDAMMTEN. AMPEL. anhalten muss, dann macht das keinen Spaß. Radfahrer brauchen grüne Wellen, genau wie man sie sich im Auto wünscht. Marzahn hat ein massives Problem mit parkenden Autos. Das Zuparken von Kreuzungen und Wegen macht das Radfahren unnötig gefährlich, weil man sehr oft nichts sehen kann, oder nicht gesehen wird. Dieses Problem kann nur gelöst werden, indem Möglichkeiten geschaffen werden, wo man legal und praktisch sein Auto abstellen kann. Tiefgaragen zum Beispiel, oder Parkhäuser anstelle unendlich riesiger Parkplätze. So, wie man Menschen in Wohnhäusern stapelt, weil der Platz eng ist, muss man auch anfangen, Autos zu stapeln! Und natürlich muss Parken was kosten - es kann doch nicht sein, dass wir 1500 Euro Miete für 90m² Wohnung bezahlen, aber gleichzeitig könnten wir 100 Autos einfach so kostenfrei herumstehen lassen.
Außerdem gibt es hier, außerhalb der Ringbahn, viel weniger Möglichkeiten, wie ich mein Fahrrad auch über längere Strecken in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen kann. Busse fahren zu selten (oder nicht weit genug), um sie wirklich effektiv zu nutzen. Sobald ich einen Fuß nach Brandenburg setze, ist sowieso alles anders. Was total merkwürdig ist, denn Brandenburg beginnt literally auf der anderen Straßenseite...
Berlin braucht beides, bessere Möglichkeiten für Autos UND bessere (und mehr) Radwege. Wenn beides gemeinsam geplant wird, entsteht ein Gesamtbild einer zukunftssicheren Mobilität. Eine Vision von einem Berlin, das 2030 autofrei ist, klingt zwar super - aber let's be honest, es wird nicht passieren. In einer Stadt, die 12 Jahre braucht, um einen Flughafen zu bauen, wird ein solcher Schritt doch nicht in 9 Jahren realisiert. Also bitte, Politiker von Berlin - guckt mal über die Ringbahn hinaus, baut Öffis auch in den Außenbereichen aus. Bindet Brandenburg besser an, sodass Pendlern mehr Möglichkeiten gegeben wird. Schafft mehr Radwege und auch mehr Möglichkeiten, Autos effizient zu fahren UND abzustellen. Dann kriegt ihr das mit dem autofreien Berlin bestimmt irgendwann hin.

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Resumé - ohne Auto 1000 Kilometer zurückgelegt

Image Written on 22.09.2021 by Lara-Luna Wojtkowiak
Team: Fahrradi
Municipality: Berlin

Woche 3: 22.09.2021,15:00

Ich hatte die Ehre das Stadtradelnjahr 2021 als Stadtradeln-Star zu begleiten.
Dabei sah ich kein einziges Mal ein Auto von innen und berichtete im Blog von Erlebnissen und Eindrücken, die ich auf dem Fahrrad in den 21 Tagen gesammelt habe.

Habe ich das Auto vermisst?
Nein. Ich erneut gemerkt, dass Wege zur Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten easy mit dem Fahrrad zu bewältigen sind. Selbst bei Regen macht es mir überhaupt nichts aus, mich aufs Rad zu schwingen, da ich gut mit Regenkleidung, Helm und Lichtern ausgestattet bin. Durch die viele Bewegung und die frische Luft fühle ich mich wacher, fitter und wohler. Meine Orientierung in Berlin wird stetig besser. Setzt man sich in die U-Bahn hab ich oft das Gefühl einfach irgendwo ausgespuckt zu werden. Auf dem Fahrrad hingegen, lerne ich, Orte zu verknüpfen und Berlin mehr und mehr zu verstehen.
Zudem habe ich eh kein eigenes Auto und leihe mir für Ausnahmen das meiner Eltern. In dem Stadtradeln-Zeitraum, kam es lediglich zu einer Situation, in der ich anders denken musste als sonst: Ich spiele Schlagzeug in meiner Band „Lane of Lion“. Letzten Sonntag hatten wir ein Konzert auf dem Umweltfestival Berlin (wo auch die ADFC-Kreisfahrt mündete), bei dem ich mein Drumset mitbringen musste. Nun stellte sich mir die Frage, wie ich dieses Riesenteil zur Konzertlocation bekomme, ohne es selbst im Auto zu transportieren. Die kurzfristige Lösung war dann, dass meine Bandmitglieder unser gesamtes Equipment in einem Hybrid-Familienwagen gefahren haben und ich zeitgleich mit dem Fahrrad dorthin gekommen bin. Da sehe ich auf jeden Fall noch Luft nach oben, eine bessere Lösung zu finden. Ein großes Lasten-Anhänger-Rad mit E-Antrieb vielleicht? Oder ein Elektroauto? Da ist die Forschung ja zum Glück schon dran, Herstellung und Batterie klimaneutral zu machen. Alles natürlich sehr kostspielig, aber worein lohnt es sich mehr zu investieren, als in die eigene Zukunft und die der folgenden Generationen.!

Sowohl in meinem Tanzverein, meiner Schauspielschule als auch in der Familie und unter Freunden bin ich bekannt als „die, die mit dem Fahrrad kommt“. Und fuck yeah, ich liebe es. Ich genieße es, darauf angesprochen zu werden, weil es etwas ist, auf das ich stolz bin. Neben dem immer guten Gewissen der Umwelt und mir gegenüber, finde ich, dass Fahrrad fahren auch einfach cool aussieht. Schöne Fahrräder machen mir Spaß. Fahrradfahrende Leute finde ich attraktiv und sind mir sehr sympathisch.
In meinem Team sind zwei Familien mit Babys und Kleinkindern. Die sind problemlos auf unsere Fahrradtouren mitgekommen. Die Kinder wurden einfach vorne ins passende Lastenrad gesetzt, wo sie ganz entspannt schlafen oder beobachten konnten. Diese Freunde von mir nehme ich mir als Vorbild. Später, wenn ich eigene Kinder habe, möchte ich auch so mit meiner Familie unterwegs sein. Und sobald die Kids groß genug sind, alleine in die Pedalen zu treten, freuen wir uns umso mehr über sichere Fahrradwege: schön breit, gut abgegrenzt zur Fahrbahn der Autos, glatt geteert, sichtbare und eindeutige Straßenüberwege, keine Möglichkeit für Autos, den Weg zu blockieren…

Hier kommen jetzt ein paar konkrete Stellen in meinem Umkreis, die mir aufgefallen sind und zeitnah einen Ausbau benötigen:

  • Fahrradweg auf der Hermannstraße in Neukölln!!!!!!!!!! (Jedesmal lebensgefährlich)
  • Das gleiche für die Geradestraße.
  • Hubbel durch Baumwurzeln und Schlaglöcher auf Fahrradwegen wie bspw. in der Rudower Straße ausgleichen oder neuen, ebenen Radweg auf der Straße statt auf dem Fußgängerweg errichten.

  • Alles in Allem: Ich hatte wieder meinen Spaß am Stadtradeln und freue mich über jede*n einzelne*n, der ebenfalls ein Teil davon war. Zusammen können wir viel bewirken. :)

    — Lara-Luna

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    5 mal unterwegs mit Rad & Kleinkind (und ohne Geld) in Marzahn

    Image Written on 20.09.2021 by Frauke Beckert
    Team: #Offenes Bezirksteam Marzahn-Hellersdorf
    Municipality: Berlin

    #1 Wuhle-Wanderweg
    Der Klassiker! Der Wuhle-Wanderweg führt von Ahrensfelde an der Wuhle entlang bis nach Köpenick. Ich nutze ihn ab und zu, wenn das Wetter einigermaßen ist, und ich keine Lust auf unsere Standardspielplätze habe. Unterwegs kommst du am Wiesenpark vorbei. Dort gibt es einen kleinen Weiher, auf dem man Enten und sogar einen Schwan beobachten kann. Nur einige Meter weiter ist ein toller Kletterspielplatz (eher für ältere Kinder), und auch ein kleinerer Spielplatz für die Jüngsten. Anschließend geht's vorbei an den Gärten der Welt und am Kienberg, und auf dem Weg liegen drei weitere Spielplätze. Einer wartet sogar mit einer Babyschaukel auf, die mein Söhnchen bereits mit 7 Monaten total cool fand. Definitiv eine Reise wert!
    #2 Dorf Alt-Marzahn
    Im Dörfchen Alt-Marzahn gibt es einen Tierhof, der nachmittags geöffnet ist. Dort gibt es Kaninchen, Hühner und Hähne zu sehen. Wenn man Glück hat, kommen auch gerade die Ponys, Esel oder die Alpakas in den Stall! Das Ganze ist kostenfrei und man kann das Fahrrad easy dort abstellen. Einige Meter weiter ist übrigens eine Konditorei - wenn man vom vielen Tiere gucken dann ein wenig Hunger bekommt.
    #3 Elterncafé Hellersdorf
    Das Familiencafé in Helle Mitte liegt am schön gestalteten Kastanienboulevard. Ich bin ehrlich, ich hab es noch nie dorthin geschafft, als das Café geöffnet hatte - was aber gar nichts macht. Davor ist ein riesiger Spielplatz, auf dem immer etwas los ist. Unser Söhnchen liebt es, anderen Kindern zuzusehen oder auch mitzuspielen, und dort haben wir immer sofort Anschluss gefunden. Der Sand ist weich und sauber, und es gibt sowohl einen Kleinkind- als auch Großkindbereich. Der Radweg dorthin führt an der U5 entlang, man fährt große Strecken komplett ohne Autoverkehr. Das ist auch prima, wenn Kinder schon selbst fahren (lernen).
    #4 Jelena-Santic-Friedenspark mit Kletterspielplatz
    Der kleine Park hat einen schönen Kletterspielplatz mit einem richtig tollen Feature - KEIN SAND. Eltern kennen es sicher... 2 Minuten auf dem Spielplatz und Sand im Bett FÜR DIE EWIGKEIT. An manchen Tagen hab ich darauf einfach keine Lust... also gehen wir dorthin. Kleinere Kinder stehen eher außerhalb des riesigen Spielgerüsts (oder graben einfach in den Steinen herum), größere Kinder haben im Inneren viel zu erkunden.
    #5 Zwischen den Hochhäusern an der Allee der Kosmonauten
    Zwischen dem Blumberger Damm und der Allee der Kosmonauten stehen einige riesige Wohngebäude. Man kann dort über die Seitenstraßen mit sehr wenig Autoverkehr fahren. Zwar wird man permanent an das Autoproblem in Berlin erinnert (SO. VIELE. PARKENDE. AUTOS.), aber es ist relativ stressfrei, dort ein paar Meter zurückzulegen. Zwischen den Hochhäusern gibt es einige Spielplätze, für kleinere und größere Kinder. Außerdem ist dort auch eine Parkanlage mit Grünflächen und sogar einem Wasserspielplatz! Dort können Kinder auch Laufrad oder Fahrrad fahren, ohne dass sie permanent hinter Autos verschwinden. Anschließend einfach zum Supermarkt um die Ecke, schnell was fürs Abendessen holen und ab nach Hause.

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    Stellen, an denen Fahrradfahrer sich einfach in Luft auflösen

    Image Written on 20.09.2021 by Frauke Beckert
    Team: #Offenes Bezirksteam Marzahn-Hellersdorf
    Municipality: Berlin

    Heute lasse ich mal hauptsächlich die Bilder für sich sprechen... Radfahren kann erst dann eine ernstgemeinte Alternative zum Auto werden, wenn ich mich nicht als Radlerin auf meinem Weg mal eben kurz für 20 m in Luft auflösen muss. Denn das passiert regelmäßig in Berlin - Radwege enden einfach. Fangen 10 m später wieder an. Führen über Schotter oder Matsch. Stellt euch einfach vor, ihr baut eine Autobahn und zwischendurch sind mal kurz nicht mehr drei Spuren, sondern nur noch eine, ach, und die ist auch nicht asphaltiert, sondern da ist halt kurz Sand. Ein riesiger Aufschrei ginge durch Deutschland! Gleichzeitig ist genau das 'gut genug' für Radfahrer. Ein Radweg, der zwar an sich ganz okay ist, dann aber einfach endet. Wer kennt es nicht.
    Hier also ein paar Beispiele der schönsten Orte in Marzahn, an denen sich Fahrradfahrer in Luft auflösen.

    #1 Baustelle Hellersdorfer Straße: Da gibt's immer wieder etwas Neues zu sehen! Die Baustelle ist in steter Veränderung, nur eine Konstante bleibt: Es wird gern mal vergessen, dass da irgendwo auch der Radverkehr langgeführt werden muss...

    #2 Radwegausgang Wiesenpark: Aus einem kombinierten Fuß-/Radweg komment geht's auf einen Zebrastreifen - und wo ist da der Radweg? Dürfen wir auf dem Fußweg weiterfahren? Müssen wir auf die Straße? Niemand weiß es.

    #3 Radwegmündung an der Eisenacher Straße: Nicht nur wird die Straße dort schmaler, nein! Zur selben Zeit fädelt genau vor dem Zebrastreifen auch der vorher separat geführte Radweg auf die Straße ein. Dort sind 50 km/h erlaubt, wir wissen alle, wie viel dann tatsächlich gefahren wird... ein Träumchen!

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    Sightseeing durch Berlin mit dem Rad

    Image Written on 20.09.2021 by Lilian Deniz
    Team: Deutsches Institut für Bautechnik
    Municipality: Berlin

    Am Wochenende hatte ich Besuch und wir haben eine Sightseeing-Tour mit dem Rad durch Berlin gemacht. Trotz durchwachsenem Wetter sind wir los und haben viel gesehen und erlebt. Wir sind in Lichterfelde-Ost gestartet und entlang schöner Radwege (entlang des Teltowkanals, Radweg am Priesterweg, Park am Gleisdreieck) vorbei am Potsdamer Platz, dem Brandenburger Tor bis zur Spree und dem Regierungsviertel geradelt. Es ist erstaunlich wie gut man das alles erradeln kann und wo es einem gefällt, hält man an und trinkt einen Kaffee oder streift über einen Flohmarkt. Das Wetter hat sich gehalten und wir sind auch wieder zurück geradelt, aber man wäre auch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mitsamt Rad wieder zurückgekommen.

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    "Mein Fahrrad ist mein Rückzugsort, der mich stets vorwärts zieht."

    Image Written on 15.09.2021 by Lara-Luna Wojtkowiak
    Team: Fahrradi
    Municipality: Berlin

    Woche 2: 13.09.2021,20:00

    Ich war auf dem Nachhauseweg und hatte einen freien Abend vor mir. Mein Weg führte mich am Tempelhofer Feld vorbei, als mir ein farbenfroher, wärmender Sonnenuntergang gegenüberstand. Einfach anlässlich dieser natürlichen Schönheit drehte ich eine Extrarunde der Sonne entgegen. Mit Musik im Ohr konnte ich total im Moment sein und genießen.
    Ich kann das ehemalige Flugfeld wärmstens empfehlen. Hier ist genug Platz für alle und noch dazu autofreie Zone. Das heißt, man kann sowohl sportlich mit dem Rennrad pesen als auch Tricks auf verschiedensten Rollen üben oder einfach mal abschalten und stressfrei Fahrradfahren.

    Eine prima Situation, die zu meinem Spruch passt. Hier kann ich etwas für mich tun, was mir Energie schenkt und mich immer weiter anspornt, Neues zu erleben und Gutes zu bewirken.

    — Lara-Luna

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    Gemeine Kommentare im Internet

    Written on 15.09.2021 by Lara-Luna Wojtkowiak
    Team: Fahrradi
    Municipality: Berlin

    Woche 2: 11.09.2021,14:30

    Mir fällt es schwer darüber zu schreiben, doch ich halte es für ein wichtiges Thema.
    Seit der Vorstellung der diesjährigen Berliner Stadttadeln-Stars auf sozialen Netzwerken verfolge ich die Kommentare unter den Posts. Ich war völlig geschockt, als ich auf 90% unangenehme Reaktionen stieß. Gerade online zeigen sich viele Menschen, die Spaß daran haben, anderen, motivierten Leuten den Spaß zu nehmen.

    Auf den Post mit meinem selbsterdachten Spruch „Mein Fahrrad ist mein Rückzugsort, der mich stets vorwärts zieht.“ schrieb jemand: „Dann zieh Dich mal zurück wenn es regnet oder schneit! *drei Lach-Emojies*“
    Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, von jemandem Fremden persönlich angemacht zu werden. Es verletzt mich, wenn mir die eigenen Worte im Mund umgedreht werden, um sie gegen mich zu wenden.

    Viele scheinen zudem das Konzept und das Ziel der Stadttadeln-Aktion noch nicht ganz verstanden zu haben.

    Franz schreibt: „Ich werde mir ein Fahrrad aufs Auto schnallen. Auf so viele Kilometer muss erst mal einer kommen!“
    Hans schreibt: „Bitte kein „unnötiges Herumfahren“.“
    Paul schreibt: „Der Fahrrad Fetisch geht mir total auf die Nüsse.“
    Speed schreibt: „20 Tage alle Wege mit dem Rad? Und danach wieder mit der Blechbüchse?“

    Deshalb möchte ich einmal in Worte fassen, was Stadtradeln für mich bedeutet und wie ich es verstehe:

    In erster Linie sehe ich es als eine Aktion, die aufmerksam machen und mobilisieren soll, um eine ernst zu nehmende Alternative zu Kraftfahrzeugen, das Fahrrad, weiter in der Gesellschaft zu etablieren. Ich mache mit, erzähle meinen Freund*innen davon, die wiederum erzählen es bei ihrer Arbeit usw. So wächst das Projekt fürs gute Klima. 20 Tage am Stück habe ich konkret vor Augen, was ich bewirken kann, worum es hier geht (nämlich unsere Erde) und fahre mit diesem Bewusstsein durch die Straßen.
    Ja, es ist ein Konzept, dass auf Vertrauen basiert. Deshalb sollte jeder nur so viele Kilometer eintragen, wie man auch wirklich gefahren ist. Dabei ist es doch klasse, wenn sich Teilnehmer*innen für diesen Zeitraum mehr als gewöhnlich aufs Rad schwingen. So macht jeder für sich neue Erfahrungen, egal ob auf dem Arbeitsweg oder auf dem Familienausflug. Es sollte immer ein erstes Mal geben, einen Weg mit dem Fahrrad auszuchecken und dafür ist das Stadtradeln doch ein wundervoller Motivator.
    Das Klima soll sich ausruhen dürfen vom überhöhten CO2-Ausstoß, Communities werden gestärkt, Spaß am Wettbewerb, Bewegung, Aussicht auf mehr Förderungen für den Ausbau von Fahrradwegen etc.
    Da das ganze deutschlandweit läuft, finde ich den Direktvergleich der Städte super spannend, und zwar immer unter dem Motto, wie können wir von anderen lernen. Bremen z.B. trägt den Titel der fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands. Mega! Den Titel will ich auch für meine Stadt :)

    Also liebe Leser*innen,
    Auch wenn es sowohl online als auch offline Leute gibt, die versuchen euch auszubremsen: Ich finde uns super! Bleibt dran, bleibt motiviert, steigt auf die Räder, genießt den Fahrtwind und habt vor allem Spaß!

    — Lara-Luna

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    Lightshow im Grunewald

    Image Written on 15.09.2021 by Lara-Luna Wojtkowiak
    Team: Fahrradi
    Municipality: Berlin

    Woche 2: 11.09.2021,14:00

    Was für ein Farbenspiel! Gestern Abend traf sich mein Team, um im Dunkeln eine Fahrradtour zu machen. Dabei befestigten wir vielerlei Lichter an unseren Rädern. Unsere Gruppe konnte keiner übersehen. Vom Wegesrand hörten wir immer mal wieder begeisterte Stimmen von Fußgänger*innen: „Wow, was ist denn hier los? Das sieht ja toll aus. Und gleich so viele.“.
    Probiert es aus! An so einen Abend werde ich mich noch lange erinnern. Ein richtiges Event.

    — Lara-Luna

    PS: Investiert in gute Lichter und Reflektoren, um Eure eigene Sicherheit im nächtlichen Stadtverkehr zu erhöhen. Da gibt es ja mittlerweile richtig stylische Produkte. ;)

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    Licht und Farben früh am Morgen

    Image Written on 14.09.2021 by Lilian Deniz
    Team: Deutsches Institut für Bautechnik
    Municipality: Berlin

    Heute habe ich mich auf dem Weg zur Arbeit über die schönen Farben und das tolle Licht gefreut. Extra für den Blog-Beitrag habe ich angehalten und habe ein Foto gemacht. So lässt sich der Tag gut beginnen..

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    Lästerrad

    Image Written on 09.09.2021 by mawil wedding
    Team: Getto wedding
    Municipality: Berlin

    Lastenräder sind ja durch den aktuellen Wahlkampf wieder in aller Munde. Und man wundert sich im Netz unter jedem beliebigen Artikel zur Verkehrswende über hasserfüllte Kommentare darüber. Der SUV der Links-Grün-Versifften etc... Wobei - wenn man einen Fahrradtyp schon mit einem Autotyp vergleichen müsste, dann das Lastenrad doch eher mit einem Hippie-Surfer-Bulli. Langsam, viel Platz und Spielzeug für grosse Kinder...
    Und auch ich liebäugel immer mal wieder mit diesem Spielzeug, obwohl ich eigentlich täglich 2 Kinder und Ortliebtaschen flexibler und schneller auf meinem 26er Damenrad durch die Stadt transportiere. Besonders das "Muli" des Berliner Startups hat es mir angetan, weil es mit einer Gesamtlänge von 2 Metern klein und wendig durch die Stadt, in Aufzüge und theoretisch auch in S-Bahn und Regio passt.
    Eine Viertelstunde Probefahrt mit einem Modell von https://isicargo.de durch Weissensee reicht nicht aus. Für eine Stange Geld leihe ich mir gleich noch mal eins bei https://velogut.de über 5 Tage aus. Ein kleiner Betrag im Vergleich zum Kaufpreis ( made in germany ) und ein guter Auftakt zum Stadtradeln. Gleich 40 Kilometer am ersten Tag, kreuz und quer durch Berlin, mit zwei Kindern und einem Schloss so schwer wie ein drittes Kind. Ich finde ja, diese Kilometer müsste man eigentlich mal 3 rechnen dürfen !

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    Sonntagsausflug mit Kindern zum Kletterwald Blankenfelde-Mahlow

    Image Written on 09.09.2021 by Lilian Deniz
    Team: Deutsches Institut für Bautechnik
    Municipality: Berlin

    Das diesjährige Stadtradeln wird ja bislang von tollem Wetter begleitet. Ich genieße die tägliche Tour zur Arbeit und zurück.. man kommt entspannt zu Hause an.
    Am Wochenende sind wir mit den Kindern von Lichterfelde-Ost nach Blankenfelde-Mahlow geradelt, der Weg führt zum Großteil am Mauerradweg entlang und ist sehr schön. Unser Ziel war der Kletterwald Blankenfelde-Mahlow, der insbesondere für kleinere Kinder geeignet ist (2-8 Jahre). Dort hatten die Kinder viel Spaß und wir Erwachsenen konnten in Ruhe Kaffee trinken. Auf dem Weg konnten wir auch Äpfel und Maiskolben ernten und uns stärken.

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    Schlaglöcher und andere Hindernisse

    Image Written on 09.09.2021 by Frauke Beckert
    Team: #Offenes Bezirksteam Marzahn-Hellersdorf
    Municipality: Berlin

    Wenn man es mal aufs Rad geschafft hat, merkt man an vielen Stellen, dass der Radverkehr oft nicht mitgedacht wurde. Ein Radfahrer sollte sich immer selbst in der "Autorolle" denken, wenn es keine explizit für Fahrräder vorgeschriebenen Spuren gibt. Sprich, ich fahre auf der Straße, solange ich keinen Radweg oder die Erlaubnis habe, auf dem Fußweg zu fahren. Auf der Straße aber ist meist alles aufs Auto ausgerichtet - auch die Hemmschwelle, ab wann Schlaglöcher als ausbesserungswürdig gelten. Mit einem Autoreifen kann man eben über viele Unebenheiten noch drüberbügeln, über die man mit dem Fahrrad schon arg ins Schleudern kommt. Das trifft vor allem auf Seitenstraßen zu (wenig Autos, geringe Priorität zur Ausbesserung), aber auch Hauptstraßen haben an vielen Stellen Potential zum schöner (und sicherer!) werden.
    Ein weiteres Hindernis sind Umwege. Denkt an den Marzahner Knoten (Landsberger Allee / Märkische Allee B158). Über die Unmöglichkeit, sicher von einem Ende zum anderen zu kommen, und die lachhaften Maßnahmen, den Radverkehr sicherer zu führen, wurde schon vielfach berichtet. Wenn ich also auf der Landsberger Allee Richtung Innenstadt unterwegs bin, fahre ich über die Marzahner Promenade am Eastgate vorbei, über die Märkische Allee und dann wieder auf die Landsberger Allee. Ein Umweg von mehr als einem Kilometer, um eine Gefahrenstelle von 50 m zu umfahren. Ein Kilometer klingt nicht viel - aber denkt mal darüber nach, was auf einer Strecke von 10 km passiert, wenn es nur drei, vier oder fünf solcher "kurzen" gefährlichen Abschnitte gibt. Durch Umwege wird das Radpendeln langsam und beschwerlich. Wer will, dass die Masse aufs Rad steigt, muss also jede noch so kurze gefährliche Passage aus dem Weg räumen. Klar, mit der TVO Ost soll hier das superschicke Radrondell entstehen - aber die Frage ist, wann das passiert. Nicht vor 2030 wahrscheinlich. Bis dahin einen Pop-up-Radweg einzurichten wäre laut Stadträtin, und jetzt kommt's - zu gefährlich.

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    „Ich bin stolz auf mich!"

    Image Written on 08.09.2021 by Lara-Luna Wojtkowiak
    Team: Fahrradi
    Municipality: Berlin

    Woche 1: 05.09.2021, 04:15 Uhr

    Wow, wow, wow! Ich komme gerade von einem aufregendem Tag auf dem Rad.
    Heute habe ich meinen persönlichen Tagesrekord aufgestellt: 132,5 Kilometer. Und ich bin stolz auf mich.

    Mein Team-Captain Patti hat eine wundervolle Fahrradtour rund um den Liepnitzsee im Norden Berlins geplant. Treffpunkt: 10.30 Uhr S-Blankenburg. Für mich hieß das, dass ich um 09.00 Uhr den Fahrradhelm schloss und losgeradelt bin. Aus Neukölln hatte ich einen Anfahrtsweg von 23 Kilometern. Für solche langen Strecken in unbekannte Ortschaften nutze ich einfach Google Maps, um navigiert zu werden. Das klappt meistens sehr gut. Heute jedoch, führte die App mich in ganze vier Sackgassen. Da heißt es: Nerven bewahren! Aber mit dem motivierenden Gedanken, dass ich durchs viele Wenden und Pfadfinder-Spielen weitere Kilometer sammle, blieb ich gut gestimmt.
    Am Treffpunkt angekommen, sah ich in die vielen lächelnden Gesichter meiner Freunde. Wir radelten zu sechzehnt durch Feld und Wald. Während des Fahrens genossen wir viele schöne Unterhaltungen. Sobald der Boden lockerer wird, muss ich mich allerdings sehr auf den Weg konzentrieren. Mein Fahrrad hat relativ schmale Reifen, die zwar Profil haben aber bei sandigem Waldboden oder groben Schotter für nicht all zu viel Stabilität sorgen. Da merke ich den Unterschied zwischen Stadtverkehrfahrten und Erlebnisfahrten im Umland deutlich. Ich möchte nicht ausrutschen und mich verletzen, weshalb meine Körperspannung und mein mentaler Fokus enorm beansprucht werden. Das gibt mir aber gleichzeitig den Kick. Ich bin stolz auf mich, wenn ich alle Hürden heil bewältigt habe. Nach der Hälfte der Strecke gönnten wir uns am See eine Frisbee-,Fußball-, Essens-, Badepause. Im Wasser schwelgten wir in schönen Erinnerung einer Wochenendstour der Stadtradelnzeit 2020 und hielten diesen Moment mit ein paar Fotos und Videos fest. Gemeinsam verbrachten wir 6 erlebnisreiche Stunden und fuhren dabei 55 Kilometer.

    Im Anschluss ging es für mich weiter nach Siemensstadt, in den Westen Berlins. Mit den Tickets für einen unvergesslichen, achtstündigen Theaterabend in der Fahrradtasche radelte ich die nächste Stunde durch die Stadt. Zugegeben, meine Beine fingen an zu schmerzen. Aber nicht wegen Muskelerschöpfung. Es fühlt sich eher wie erste Entzündungssymptome am Schienbein und den Achillessehnen an. Trotzdem fuhr ich weiter. Ich habe keine Fahrkarte für die Öffis und für Personen- plus Fahrradticket bin ich zu geizig. Ich zog also durch.
    Die Vorstellung endete um 02.00 Uhr nachts. Der Himmel war dunkel und klar. Die Straßen kaum befahren. Ich liebe es, nachts mit meinem Fahrrad durch die Straßen zu fahren. Die Stadt sieht schön aus, keine in der zweiten Reihe parkenden Autos versperren den Radweg, die Luft ist kühl aber rein und ich bin allein mit meinen Gedanken. Meine Mutter macht sich häufig sorgen, wenn ich so spät alleine unterwegs bin, doch auf meinem Fahrrad fühle ich mich sicher. Es ist wie mein personal Space, an den keiner rankommt. Ich selbst habe noch nie beobachtet wie irgendwelche Banden oder so eine*n Fahrradfahrer*in ernsthaft belästigt haben. Zu Fuß jedoch fühle ich mich um ein vielfaches machtloser als junge Frau nachts in Berlin. Der Fahrtwind gib mir ein gutes Gefühl.

    Jetzt liege ich in meinem Bett, schreibe diesen Blogeintrag, freue mich wie ein Kullerpfirsich darauf, gleich die 132,5 Kilometer in die Stadtradeln-App einzutragen und mich im internen Teamranking nach oben wandern zu sehen.

    Gute Nacht. :)
    — Lara-Luna

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    „Fahrradfahren ist ein einfacher Weg, alles und jeden zu begeistern.“

    Image Written on 08.09.2021 by Lara-Luna Wojtkowiak
    Team: Fahrradi
    Municipality: Berlin

    Woche 1: 03.09.2021, 11:00 Uhr

    Auch Berlin startete diese Woche in die beliebte Zeit des Stadtradelns und ich bin mittendrin. Yejih! 2021 ist mein drittes Jahr, in dem ich mit meinem Team „Fahrradi“ für ein gutes Klima kräftig in die Pedalen trete. Für mich bedeuten diese zwanzig Tage Glückshormone pur: ich freue mich, meine Freunde auf Gruppentouren zu treffen, ich freue mich über jeden einzelnen Kilometer den ich zurücklege, jede*n entgegenkommende*n Radler*in, frische Luft, gut ausgebaute Fahrradwege, mich zu bewegen und das Bewusstsein, mit so viel Freude dem Planeten Erde ein Stückchen mehr Erholung zu schenken.

    Aktuell streikt die GDL und die Berliner S-Bahnen fahren nur äußerst selten. In meiner Schauspielschule sorgt das für einige Verspätungen der Student*innen. Ich wiederum, als fleißige Fahrradfahrerin, habe zumindest mit Pünktlichkeit keine Probleme. Doch die Angst, von wilden Autofahrer*innen umgenietet zu werden, wächst, da zu viele Städter*innen als Alternative zum Auto greifen und die Stadt dadurch verstopft. Um so schöner, dass seit Donnerstag Stadtradeln ist. Je mehr Leute sich aufs Fahrrad schwingen, desto größer die Chance auf eine exponentiell an Fahrer*innen gewinnende, ausgeglichene Fahrradstadt, die ich mir persönlich sehr wünsche.

    Klasse, dass Ihr dabei seid!!!!! :)
    — Lara-Luna

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    Wie man den inneren Schweinehund in seine Schranken weist

    Image Written on 03.09.2021 by Frauke Beckert
    Team: #Offenes Bezirksteam Marzahn-Hellersdorf
    Municipality: Berlin

    Wer kennt ihn nicht, den inneren Schweinehund. Vor der Geburt unseres Sohnes war ich leidenschaftliche Radlerin. Ich habe erst einen Gang runtergeschaltet (Pun intended), als es am Ende meiner Schwangerschaft nicht mehr anders ging. Und oh boy, war das schwierig. Ich war es einfach gewohnt, jede Strecke mit dem Fahrrad zurückzulegen. Ich hatte die richtige Kleidung, das richtige Fahrrad und - das wichtigste - die richtige Einstellung dazu. Ja, manchmal war es langsamer. Ja, manchmal habe ich Ersatzkleidung mitgenommen und mich am Zielort umgezogen. Das war es mir wert, denn dafür bekam ich: Freiheit. Zeit für mich. Energie. Dann war unser Sohn da, mitten im Coronajahr. Wo man einfach sowieso nirgendwo hinfahren konnte (und wollte). Wo man vor allem mit neuem Baby einen Radius hatte, der auf der einen Seite vom Supermarkt und auf der anderen Seite von der Drogerie begrenzt wurde. Das Fahrrad stand derweil im Keller - und setzte Staub an. Mit dem Fahrradanhänger haben wir zwar schon früh kleinere Touren zurückgelegt, aber es fehlte eben die Routine. Hinzu kam, dass unser Sohn einfach nicht gern irgendwo drinsaß. Im Fahrradanhänger schlief er zumindest kurz ein, aber nach einer halben Stunde wollte er dann doch lieber wieder raus. Ich lief also, Kilometer um Kilometer, und fuhr immer weniger Fahrrad.
    Und dann waren da die Stimmen - "Heute geht es nicht, heute müssen wir schnell sein". "Es könnte regnen, und das Söhnchen sollte nicht nass werden"... der innere Schweinehund machte sich so richtig breit. Mein Mann hat ein Auto, das ich bis zur Geburt nur ungefähr dreimal selbst benutzt hatte. Auf einmal war ich ständig mit dem Auto unterwegs - zum Einkaufen hier, zur Krabbelverabredung dort. Aus Zeitgründen. Wegen des Wetters. Weil... ach keine Ahnung. Einfach nur, weil es immer schwieriger wurde, wieder aufs Fahrrad umzusteigen, weil es ja irgendwie doch echt anstrengend ist (und ich ja auch 12 kg mehr Gepäck dabeihatte, in Form eines zuckersüßen kleinen Jungens... und SO. VIEL. KRAM. Wirklich, Babys brauchen einfach so viel Zeug!). Ich hatte ein schlechtes Gewissen, und es wurde immer schlechter. Doch dann belauschte ich auf einem der unzähligen Spielplatznachmittage ein Gespräch zweier Mütter neben mir. Sie unterhielten sich über Notwendigkeiten, und die eine sagte: Manchmal macht man eben etwas, das man eigentlich nicht mag. Ich kann mich darüber jetzt tagelang beschweren und mich schlecht fühlen, oder ich nehme es halt einfach hin. It happens. So what.

    Genial. Einfach sagen - ja, ich benutze auch das Auto. Hier in Marzahn, wo wir wohnen, fährt nicht alle 2 Minuten irgendeine Bahn. Bis zur Bushaltestelle laufe ich 10 Minuten und dort warte ich auch gern mal 10 oder mehr Minuten auf den Bus. Der fährt dann auch nur in eine einzige Richtung. Ja, manchmal nutze ich das Auto. Gleichzeitig möchte ich wieder mehr Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Im letzten Jahr haben wir uns an das Leben mit Kind gewöhnt, und jetzt ist es Zeit, dass ich mir die Welt auf dem Rad zurückhole. Deshalb habe ich es mir selbst zur Challenge gemacht, während des Stadtradelns komplett auf das Auto zu verzichten. Ich werfe mich quasi selbst ins kalte Wasser - und freu mich schon wahnsinnig drauf. Let's go, mal sehen, ob das alles so klappt. Und wenn nicht - eben nicht. Der Weg ist das Ziel, nicht wahr? Ich nehm euch auf jeden Fall mit auf diese Reise!

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