CYCLE STAR blog: Barsbüttel im Kreis Stormarn


Mein Fazit

Image Written on 18.09.2021 by Jessica Stürmer
Team: Bündnis 90/Die Grünen
Municipality: Barsbüttel im Kreis Stormarn

Drei Wochen Stadtradeln sind vorbei.....leider.
Es war eine wirklich tolle Zeit! Durch das sehr regelmäßige Fahren zu ähnlichen Zeiten traf man immer wieder die gleichen Menschen. Den Autofahrern im Stau, mal 50m weiter vorne, mal 100m weiter hinten als am Tag zuvor. Die Radfahrer*innen, die einem entgegen kamen..... mal an der Ampel in Neuschö, mal an der Brücke über der K80. Dies ist ein neuer, gleicher Rhythmus und der bekam mir gut. Verlässligkeit, Entschleunigung - an vielen Tagen war es genau da, was mich zur Ruhe kommen lies. Sonnenaufgänge über der Stemwarder Feldmark, sich verabschiedende Gänse und Störche.... und kein Autoradio.

Aber es gab da auch die anderen Seiten. Siehe Bild. Eines der letzten Strecken im Aktionszeitraum. Ich bin von einem Gewitter überrascht worden. Gleich morgens. Die Kinder wollten gerade los, wir standen in der Tür. Blitz und Donner, die Zelle genau über uns. Großkind sprang bei der Nachbarin ins Auto, das Kleinkind kam ins load. Schnell noch das Verdeck drauf gezogen und los. Kleinkind fand das Wetter toll, mir war etwas mulmig. Zum Glück war der Weg zur Kita kurz. Dort angekommen war ich schon total durchnässt, die Regenhose war schon im Kurgepäckkoffer verstaut. Auf der Arbeit angekommen sammelte ich einige bemitleidenswerte Blicke aber es stärkte den Zusammenhalt. Man lieh mir eine Haarbürste, mein Wechselwäschebeutel spendete trockene Kleidung. Und das Thema im Morgenkreis mit den Kids war klar: Donner zählen und in Pfützen springen. Das war Spitze!

Am ersten Tag nach dem Stadtradeln kamen meine Kinder auf ihre Kosten. Gleich nach dem Frühstück ging es nach Travemünde an den Strand. Und einige Dinge, die nicht mit dem Rad erreicht werden konnten, wurden erledigt. Für die Kinder fühlte es sich nicht so an, als ob sie auf etwas hätten verzichten müssen. Immerhin haben wir zwei Familienradtouren voller Abenteuer gehabt. Ich aber bin froh, meinen Radius wieder zu erweitern.

Wirkliche Probleme hatte ich die drei Wochen nicht. Einiges erforderte etwas Organisation, zumal mein Mann auch überwiegend das Rad nahm. Überhaupt kein Problem waren die Einkäufe, die passten in das load.
Auch wirkte unser Haus bewohnter, da das Auto fast immer vor der Tür stand.

Was ich etwas schade fand, ist das das Radar! nicht funktionierte. Egal bei welcher Stelle eine Verbesserung/Hindernis etc. angezeigt wäre, immer gab es die Nachricht, das die Kommune nicht daran teilnimmt.

Die für mich brenzeligsten Stellen, die ich mehrfach nutzte:

1. Schmaler Geh- und Radweg von der K80 hoch Richtung Stemwarde. Hier wird über 70 Km/h schnell gefahren, der Weg ist schmal, zugewachsen und zur Straße hin auf einem Großteil der Strecke hin nicht durch Grün von der Straße abgetrennt. Für mich noch leistbar, für meine zwei Kids kaum zumutbar.

2. Kreuzung in Neuschönningstedt, Möllner Landstraße - Heideweg. Hier kann man die Kurve nicht einsehen, Auf dem Gehweg mit Radfahrer frei steht noch ein großer Baum sowie die Ampelanlage. Um kurz vor Acht treffen hier die Pendler, Busse, Schulkinder etc. alle aufeinander. Diese Stelle erfordert in hohem Maße Konzentration und Rücksicht.

Ich freue mich schon auf das kommende Jahr. Ein Grünes Team wird es auf jeden Fall wieder geben! Zusammen hat unser Team gut 2000 Km erradelt, das ist enorm. Glückwunsch auch an das Willinghusener Team! Dieses war zwar klein, aber umso fleissiger. Drei Radelnde 950 Km erradelt! Wahnsinn! Hoffentlich mit ebenso tollen Erlebnissen.

Bis in 2022, allzeit gute Fahrt, eure Jessica

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Das diesjährige Stadtradeln neigt sich dem Ende zu......

Image Written on 08.09.2021 by Jessica Stürmer
Team: Bündnis 90/Die Grünen
Municipality: Barsbüttel im Kreis Stormarn

Die Woche ist wie für Radfahrer*innen gemacht: moderate Temperaturen und Sonnenschein von früh bis spät.
Am Samstag habe ich an einer wirklich tollen Radtour mit der Gemeinde teilgenommen. Der Bürgermeister und Frau Büttner aus der Verwaltung führten die Teilnehmer*innen durch die vier Gemeindeteile. Zwischendurch gab es Haltepunkte an Stellen, an denen gerade Veränderungen anstehen, z.B. bei Baugebieten, dem neuen Gewerbegebiet, öffentlichen Gebäuden etc.
Die Strecke unterwegs verdeutlichte sehr gut, dass Barsbüttel mehr ist als nur der Hauptort und so fuhren wir durch die Feldmark vorbei an frisch gemähten Feldern.

Aber auch einige Herausforderungen hatte die Woche parat: spontane Einladungen zu Familientreffen, Ausflugswünsche der Kinder. Für diese drei Wochen kamen uns noch gute Alternativen in den Sinn, aber dauerhaft kein Auto, das geht bei uns nicht.
Aber was sehr gut funktioniert ist es, die Kinder miteinzubeziehen. Den Weg zu ihrer Kita fährt meine Jüngste inzwischen auch sehr gerne mit dem Fahrrad, hier ist nur die Infrastruktur mit einem schmalen Gehweg ohne Rasenstreifen zur Fahrbahn; einer mit Schildern, Plakaten und Hecken eingeschränkten Kreuzung und dem starken Umleitungsverkehr eine erschwerte Bedingung. Der Opa holt sie gerne zu Fuß ab, mit einem Spaziergang am Storchennest, den Kühen mit ihren Kälbern und der wunderschönen Natur mit all ihren Abenteuern vorbei.

Morgen steht dann die erste Nachtfahrt seit Monaten an. Das Gute: ich werde morgen noch mal ein paar zusätzliche Kilometer sammeln. Erst zur Arbeit, dann noch einen Termin und als Abschluss zur Sitzung der Gemeindevertretung.

Uns allen noch ein paar tolle Erlebnisse auf die letzten Kilometer, im nächsten Beitrag verfasse ich ein Fazit meines Experimentes als STADTRADELN-Star

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Bergfest

Image Written on 02.09.2021 by Jessica Stürmer
Team: Bündnis 90/Die Grünen
Municipality: Barsbüttel im Kreis Stormarn

Die Hälfte ist geschafft!
So langsam habe ich mich daran gewöhnt, an meine neue Radroutine. Gefühlt fahren momentan wirklich viele Menschen Rad, des Öfteren begegnet man sich auf dem Weg zur Arbeit. Und wirklich oft begegne ich Menschen, die im Stau vor Stemwarde stehen und mich aus dem Auto raus Grüßen (Gruß an dieser Stelle zurück an Corinna). Diese Woche hat mich die App ein wenig geärgert. Meine Kilometer wurden meiner Tochter zugeschrieben, einige Strecken nicht erfasst. Jetzt ist alles händisch korrigiert, zum Glück hat mein load einen Tacho.
Die Höhepunkte der vergangenen Tage waren die Sichtung des Lastenfahrrades des ADFC vor der Bücherei in Glinde. Ein STADTRADELN-STAR aus Glinde hat sich dieses für den Zeitraum des STADTRADELNS ausgeliehen und probiert, ob er seine beruflichen Tätigkeiten damit bestreiten kann.
Dann habe ich in Jenfeld ein Lastenrad gesehen. Also ich sehe häufig welche aber selten schmachte ich sie so bewundernd an wie jenes von carqon. Es sieht total sportlich aus (Bild seht ihr unten) und ist super ausgestattet, gefahren habe ich es nicht. Die Tür zum Einsteigen scheint mir sehr praktisch zu sein. Diese Jenfeld Strecke war so oder so toll. Normalerweise nehme ich dafür das Auto und fahre im Anschluss an meinen Jenfeld-Termin weiter zur Arbeit nach Glinde. So aber nahm ich die Strecke durch den Öjendorfer Park nach Glinde. Wirklich sehr erholsam, der Blick über das Wasser, durch die Feldmark und durch Wiesen. Ein Erlebnis, welches mich entschleunigt hat.
Und heute gab es dann die Beschleunigung: meine Kids entdeckten einen Heißluftballon am Himmel! Meinen Vorsatz, nur noch im Eco-Modus unterwegs zu sein, warf ich schnell über Bord. Es hieß jetzt: Helme auf, Display ran und Vollgas.
Heute hatten wir Glück, der Ballon landete direkt in der Stemwarders Feldmark und wir konnten die Landung aus nächster Nähe verfolgen. Zwei Wochen zuvor verfolgten wir denselben Ballon über eine Stunde bis nach Grande und waren erst im Dunkeln zurück.
Nun bin ich gespannt, welche Erlebnisse uns die zweite Hälfte des STADTRADELNS beschwert. Viele Abendtermine stehen an, die eine Fahrt in Dunkelheit bedeuten. Samstag ist auch die kommunale Radtour mit dem Barsbütteler Bürgermeister. Wenn das Wetter passt sind wir da auch am Start. Allen ein frohes Radeln, bis dahin, eure Jessica

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5 Tage STADTRADELN

Image Written on 25.08.2021 by Jessica Stürmer
Team: Bündnis 90/Die Grünen
Municipality: Barsbüttel im Kreis Stormarn

Heute auf dem Weg zur Arbeit habe ich die 60 Km erreicht.
Am Mühlenteich in Glinde zog ich eine erste Zwischenbilanz bei einer kleinen Rast. Traumhaft schön dieser Arbeitsweg über den Radwanderweg entlang des Mühlenreichs und seiner Verlängerung.
Seit heute ist der Herbst angekommen, der Nebel lag über den Wiesen, die Luft roch erdig. Aber was waren meine Gedanken bei dieser Rast?
Zum einen habe ich für mich beschlossen nun nur noch im Eco-Modus zu fahren. Einfach mehr genießen, nicht mehr nur hetzen. Und natürlich müssen die eigenen Beine mehr strampeln. Der Eco-Modus ist bei mir mit dem schweren Rad plus zugeladene Kinder in etwa vergleichbar mit einem Rad ohne Hilfsmotor. Dadurch komme ich nun mit einer Akkuladung in der Woche hin, prima!
Aber ein ganz anderes Problem tat sich auf, welches auch noch nicht gelöst ist: Wie kommt meine Tochter zu ihrem Voltigiertraining nach Allermöhe?
Dort ist sie einmal die Woche, bisher machen wir bereits eine Fahrgemeinschaft mit der Nachbarin, aber in der Zeit des STADTRADELNS bin ich auch einmal als Fahrerin dran. Für ÖPNV ist die Zeit zwischen Schule und Trainingsbeginn zu kurz, der Tag würde auch zu lang werden und die Kids müde. Für das Fahrrad mit drei Kindern ist die Strecke einfach zu weit. Bleibt nur noch Carsharing, aber auch da würde ich ein Auto von innen sehen. Auf jeden Fall stellt das Familienleben mich auf die Probe, ob ich wirklich ohne Auto auskomme. Der Wocheneinkauf hat zumindest schon seinen Platz im load gefunden.
Was mir beim Grübeln nach einer Lösung aber in den Sinn kam und so noch einmal ganz bewusst wurde, sind unsere veränderten Alltagswege der letzten Jahre.
Noch vor sechs Jahren pendelten mein Mann und ich bis nach Hamburg zur Arbeit. Ich war immer über eine Stunde mit Bus und Bahn unterwegs, auf dem Weg noch schnell das große Mädchen in die Kita im Nachbarort gebracht, immer in der Hoffnung, den stündlich fahrenden Anschlussbus nicht zu verpassen. Mein Mann fuhr mit dem Auto, jeden Tag über eine Stunde, davon stand er 45 Minuten täglich im Stau. Dies haben wir schrittweise geändert. Grund war damals gar nicht vorrangig unser ökologischer Fußabdruck, sondern wir wollten schlichtweg mehr Qualitätszeit als Familie.
So begann ich nach meiner letzten Elternzeit als Erzieherin in einem Glinder Kindergarten. Der Arbeitsweg beträgt seitdem nur noch gut 5 Km. Mein großes Mädchen besucht seit einem Jahr die Schule und bewältigt ihren Schulweg selbstständig. Mein kleines Mädchen hat seinen Kita-Platz bei uns in Stemwarde, hier fallen sämtliche Extrawege weg. Und mein Mann hat seinen Arbeitsplatz nach Rahlstedt verlegt und radelt nun ebenfalls.
Nach 5 Tagen Stadtradeln haben wir gemeinsam als Familie bereits eine halbe Tankfüllung gespart, das ist ein guter Anreiz weiter zu machen.
Nur das liebe Wetter, das muss bitte noch etwas zulegen. Aber die Regenkleidung liegt parat, hoffentlich kommt sie so schnell nicht zum Einsatz.
Allen Radelnden wünsche ich eine tolle Radelwoche, zusammen haben wir schon einiges erstrampelt. Weiter so!

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STADTRADRLN-STAR 2021 - Was mich dazu bewegt

Image Written on 21.08.2021 by Jessica Stürmer
Team: Bündnis 90/Die Grünen
Municipality: Barsbüttel im Kreis Stormarn

Ich bin Jessica Stürmer, 36 Jahre alt und Mutter zweier Töchter.
Meine Familie und ich wohnen in Stemwarde und nutzen einen Familienkombi.
Vor ein paar Jahren habe ich das Lastenrad als Alltagsfahrzeug für mich entdeckt. Natürlich mit Elektromotor ;-)
Das von uns liebevoll genanntes "load" begleitet uns nun schon seit 10.000 Km treu auf unseren Wegen.
Ich bin sehr gespannt auf das diesjährige STADTRADELN, bereits zum dritten Mal bin ich dabei, in diesem Jahr zum ersten Mal als STADTRADELN-Star. Ich trete an als Team–Capitänin für Bündnis 90/Die Grünen.
Gerne würde ich mehr Menschen motivieren, das Fahrrad mehr in den Alltag einzubinden, es einfach einmal auszuprobieren.
Mir wird es schwer fallen 21 Tage lang kein Auto von innen zu sehen. Im stressigen Familienalltag mit Beruf und politischem Ehrenamt fehlt es mir oft an der Muße und Gelassenheit, immer auf das Auto zu verzichten. Diese 21 Tage sehe ich als persönliche Entschleunigungschallenge für mich. Mein Fahrrad wurde heute frisch gereinigt und gefettet. Mit frischer Luft befüllt sind wir bereit für das Abenteuer STADTRADELN. Probiere es auch aus. Melde dich an unter www.stadtradeln.de und starte deine persönliche Challenge. Ich halte euch im STADTRADELN Blog auf dem laufenden.

Eure Jessica

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Auftakt zum Stadtradeln

Image Written on 21.08.2021 by Jessica Stürmer
Team: Bündnis 90/Die Grünen
Municipality: Barsbüttel im Kreis Stormarn

Unser heutiger Familiensamstag startete mit einem Kindertag. An diesem Tag dürfen die beiden Kids das Programm bestimmen. Ich war sehr gespannt. Das große Tochterkind hatte den Wunsch, ihr Taschengeld im Spielwarenladen auszugeben. Der einzige Laden, der am Nachmittag noch auf hatte, war der Kinderreigen in Rahlstedt. So machten wir uns nach einem späten Frühstück auf die gut 11 Km lange Strecke. Zum Glück war das Wetter heute auf unserer Seite. Wir waren erstaunt, das wir kaum Straßen nutzen mussten, sondern quer durch die Feldmark von Stemwarde über Stellau und Barsbüttel nach Rahlstedt gelangten. Dem beginnenden A1 Stau Richtung Ostsee winkten wir zu. Leckeres Highlight für die Kids waren die zahlreichen Brombeeren am Wegesrand.
In Barsbüttel fuhren wir durch die Wege des neu entstehenden Gewerbegebietes. Hier war ich länger nicht und es war spannend zu sehen, was sich hier schon entwickelt hat.
Fazit: die Tour hat uns allen gefallen. Sie hat uns entschleunigt und wir konnten die Dinge am Wegesrand, an denen wir im Alltag nur mit dem Auto vorbeifahren, in Ruhe ansehen. Auch ein Abstecher zu den Stellauer Ziegen war so ganz unkompliziert machbar. In Rahlstedt brauchten wir keinen Parkplatz suchen, hier habe ich mich durch die Baustellen schon so manches Mal etwas verfahren. Und ein kleiner Schlenker durch die Fußgängerzone führte uns beim leckeren Eis vorbei.
Ich bin gespannt, wie es die kommenden Tage weitergeht.

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