CYCLE STAR blog: Eltville am Rhein


Radtour und Alltagsleben mit dem Rad – Fazit

Written on 01.10.2021 by Gerda Kauzmann
Team: Erbach radelt
Municipality: Eltville am Rhein

Malerisch liegt der für die ehemalige Landesgartenschau angelegte, durchgehende Radweg im Remstal am gleichnamigen Flüsschen. An Streuobstwiesen mit altem Baumbestand, Feldern und Auen fährt man Richtung Schwäbisch Gmünd.
Eine ehemalige Eisenbahnstrecke, mit Start in Schwäbisch Gmünd, wurde als Radweg ausgebaut. Mit geringer Steigung fährt man stetig bergauf, was auch mit einem „Muskel-Bike“ gut zu schaffen ist. Herrliche grüne Ausblicke bieten sich bei jeder geschwungenen Kurve auf die vor einem liegende Schwäbische Alb. Die Kaiserberge Rechberg, Hohenstaufen und Stuifen liegen malerisch am Weg und bieten viele Motive für Erinnerungsfotos. Trotz des idealen Wetters sind nicht viele Radler unterwegs. Gemütliche Biergärten, Cafés und Ausflugslokälchen liegen an der Strecke, so dass für jede Pause und jeden Geschmack etwas dabei ist.
Nach zwei Dritteln der Strecke kommt man zum höchst gelegenen Punkt. Von hier aus geht es über die normale Straße wieder zurück ins Remstal. Mit einigen engen Kurven fährt man in hohem Tempo die Straße durch den Wald bergab, dass man dafür schon intakte Bremsen braucht! Aber nach dem langen, stetigen Anstieg ist dies die entsprechende Belohnung für alle Mühen.
Im Remstal angekommen, geht es den gleichen Radweg, der nun zum Ende der Tour flussabwärts führt, wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Eine naturnahe, ganztägige Radtour, auf über 60 km Strecke, mit tollen Ausblicken auf Landschaft und Kultur und das bei radfreundlichem Wetter, findet so ihr erfülltes Ende.

Das war ein sehr schönes „Urlaubserlebnis“. Dem folgt ein paar Tage später wieder das Alltagsleben, ausschließlich mit dem Rad, zu Hause.
Nach den freien Tagen muss jetzt der Wocheneinkauf getätigt werden. Die eingekauften Lebensmittel für eine große Familie sind nur mit dem Rad, mit Rucksack und Körben, kaum zu bewältigen. Mehrmaliges Einkaufen ist da angesagt. Auch der Garten muss jetzt wieder gepflegt werden. Doch wie kann ich drei große Grünabfallsäcke mit dem Rad transportieren? Auch ein Lastenrad wäre da kaum ausreichend.

Bei einem weiteren Termin am frühen Morgen, den ich mit dem Rad wahrnehme, werde ich in Erbach Richtung Eltville, in der engen 30er-Zone, von einem Auto mit geschätzten 80 km/h überholt, denn der Gegenverkehr war ja schon ziemlich nahe. Man wollte wahrscheinlich im morgendlichen Stress nicht die lange, gerade Strecke hinter mir herfahren, wobei ich zügig unterwegs war. Der Abstand war dabei nicht ausreichend, so dass ich etwas erschreckt meine Tour weiter strampelte.
Leider gibt es an dieser Stelle keinen sicheren Radweg!

An einem der folgenden Tage hatte ich wieder einen Termin, doch leider war das Wetter etwas ungünstig, so dass ich halb nass am Ziel ankam.

Mein Fazit zum Stadtradeln:

Ich nutze für alle kurzen Strecken, schon seit vielen Jahren, mein Rad. Auch Radtouren gehören mit zu meinem sportlichen Engagement. Deshalb habe ich auch das Stadtradeln unterstützt und werde dies auch weiterhin tun. Manche Fahrten muss man aber, aus den unterschiedlichsten Gründen, auch mit dem Auto machen dürfen. Das ist mir in diesen drei abstinenten Wochen aufgefallen. Aber so lange sich das im Rahmen hält, ist das sicher vertretbar.

Dabei finde ich, sollte das Ziel von Stadtradeln weniger sein, dass bereits viel Radelnde durch Sonderfahrten noch mehr Kilometer schaffen. Wichtiger wäre doch, Nicht-Radler/innen für Alltags-Gelegenheiten zum Radeln zu bringen. Wenn jeder sein Rad griff- und fahrbereit in der Garage stehen hat, dann ist der Weg, es regelmäßig zu nutzen, nicht mehr weit.
Wir sollten unsere Mitmenschen nicht nur für diese drei Wochen, sondern das ganze Jahr über, vom Radeln überzeugen, Gelegenheiten schaffen und dies gemeinsam umsetzen. Dies fördert dann nicht nur die Gesundheit der Umwelt, sondern auch unsere eigene.

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Bilanz

Written on 30.09.2021 by Guntram Althoff
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Wenige Stunden vor dem Ende des diesjährigen Radelns möchte ich mich schon mal an eine erste Bilanz wagen:
Das Stadtradeln war in diesem Jahr in vielen Bereichen etwas schwächer als im Vorjahr: Es gab einen leichten Rückgang bei der Zahl der Mitradelnden (von 295 auf 255), bei der Zahl der teilnehmenden Teams (24 auf 20) und auch bei der Zahl der Gesamtkilometer (bei aktuell ca. 47.000 Kilometern wird das letztjährige Ergebnis von gut 68.000 Kilometern nicht mehr erreicht werden).
Wie in vielen anderen Kommunen auch tritt ein Gewöhnungseffekt ein, der sich auf die Zahl der Aktiven und damit natürlich auch auf das Ergebnis auswirkt.
Viel wichtiger jedoch ist die Frage, ob das Stadtradeln etwas bewirkt: Seit der ersten Teilnahme der Stadt vor zwei Jahren hat das Thema Radfahren in Eltville einen gestiegenen Stellenwert - so viel ist klar!
Leider hinkt die Rathausspitze den Bedürfnissen der Radfahrenden leicht hinterher: Immer wieder werden Gefahrenstellen gemeldet, aber es dauert sehr lange, bis Reaktionen erfolgen.
2020 habe ich massiv öffentlichen Druck machen müssen, damit der Bürgermeister dann im November 2020 endlich Tempo 30 in der Schwalbacher Straße anordnete.
Auch in diesem Jahr gab es starken Handlungsdruck, in den sich die Rathausspitze durch das Fahrradverbot am Leinpfad selber brachte - es wurde überdeutlich, dass die Radwegeführung in der Wallufer Straße eher Gefahren als Sicherheit bringt; eine in der Stadtverordnetenversammlung eingebrachte Einführung eines breiteren und sichereren Radweges hätte schon im Mai erfolgen können, statt dessen gibt es immer noch die gefährliche Radführung an 13 uneinsehbaren Ausfahrten vorbei - ein Glück, dass in dieser Zeit kein Unfall passiert ist.
Das Öffnen von Einbahnstraßen für den Gegenrichtungsverkehr, aber auch das Aufstellen von Radständern ist ganz schön, aber es sind minimale Korrekturen im Vergleich zu dem, was notwendig ist.
Der öffentliche Straßenraum muss gerechter aufgeteilt werden, die einseitige Fixierung auf den PKW-Verkehr muss geändert werden.
Und an dieser Stelle sind wir in Eltville in den letzten Jahren noch immer nicht weiter gekommen.
Ich hoffe, für uns alle, für das Klima und die Nachhaltigkeitsstadt Eltville, dass die nächsten 12 Monate uns endlich etwas weiter bringen, damit das Radfahren in Eltvillel nicht länger eine Gefahr für die Gesundheit ist!

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Letzter Blog als Stadtradeln-Star

Image Written on 30.09.2021 by Dr. Alyce von Rothkirch
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Das Stadtradeln 2021 – und damit meine Zeit als Stadtradeln-Star – nähert sich dem Ende zu. Zum Schluss hätte ich noch ein paar Beobachtungen in keiner besonderen Reihenfolge:

1) Das Alltagsradeln funktioniert in meiner Heimatgemeinde Eltville meistens gut, was auch daran hängt, dass ich nicht täglich ins Büro pendele, sondern eigentlich fast ausschließlich mit dem Lastenrad von meiner Wohnung zum Waldrand fahre, wo meine Hunde und ich dann spazieren gehen. D.h. ich bekommen relativ selten etwas vom Berufsverkehr mit. Es ist eigentlich wie überall: wenn die Straße frei ist, dann sind die verschiedenen Verkehrsteilnehmerinnen auch freundlich zueinander. Wenn die Zahl der Verkehrsteilnehmerinnen zunimmt (will sagen: zumeist die Anzahl der Autos), dann fängt das Säbelrasseln an. Wie man es schafft, dass es auch im Berufsverkehr friedlich bleibt, ist und bleibt eine der großen Herausforderungen der kommunalen Verkehrsplanung.

2) Die Ausnahme zu 1: wenn man bei ganz wenig Verkehr abends oder nachts unterwegs ist. Du liebe Güte, dann sind die Rennfahrerinnen unterwegs, die dann häufig (hier auf dem Land) die Nebelscheinwerfer anhaben, weil man anscheinend sonst nichts sieht. Wer dann nichts mehr sieht, bin ich auf meinem Rad. Zum Kotzen.

3) Generell kuschen Fahrradfahrerinnen zu schnell vor Autofahrerinnen. Sobald ein Auto hinter einer herfährt, wird ganz rechts gefahren oder gar auf Bürgersteige ausgewichen. Oder man traut sich gar nicht erst, eine Strecke per Rad zurückzulegen. Natürlich ist hierbei auch manchmal das Verhalten von Autofahrerinnen schuld: man fährt dicht auf, überholt zu schnell und zu nah. Aber oft eben auch nicht. Wenn Radfahrerinnen sich drangsaliert vorkommen, wenn hinter ihnen ein Auto fährt, dann sollten sie sich vielleicht fragen, was die Autofahrerin denn sonst tun soll. Etwa auf einer engen Straße zentimetergenau überholen? Das heißt, wir brauchen als Fahrradfahrerinnen auch einfach mal ein bisschen mehr Mumm. Wir müssen uns den uns rechtmäßig auf der Straße zustehenden Platz auch nehmen. Wenn Autos halt mal nicht überholen können, dann ist das eben so. Dem Gefühl der Unsicherheit kann man durch Übung entgegenwirken. Vielleicht können die Kommunen auch immer mal wieder Radsicherheitstraining für Erwachsene anbieten. Und wenn es wirklich mal gefährlich wird: nicht fruchtlos zornig werden, sondern den Fall melden. Vielleicht ist man gerade durch einen unfallträchtigen Ort gefahren, und die Kommune kann dann etwas mit baulichen Maßnahmen dagegen unternehmen, sobald genügend Menschen ihre ‚near misses‘ gemeldet haben.

4) Eine ganz tolle Radinfrastruktur wäre toll, aber die Infrastruktur allein wird die Verkehrswende nicht herbeiführen, zumal die von der Autolobby bei jedem Schritt wütend bekämpft wird. Und es hilft auch nicht, wenn die verschiedenen Gruppen von Nicht-MIV-Verkehrsteilnehmerinnen sich in Grüppchen aufspaltet und gegeneinander hetzt (z.B. Fußgängerinnen gegen Radfahrerinnen). So wird das mit der Gleichberechtigung für alle Verkehrsteilnehmerinnen nie was, vor allem, weil Autofahrerinnen immer davon ausgehen, dass ‚Verkehrsteilnehmerinnen‘ eigentlich nur sie selbst, Motorräder und LKW/Busse sind.

5) Man kann die Radinfrastruktur auch beträchtlich verbessern, wenn man sie instand hält. Dazu gehört ein regelmäßiges Zurückdrängen der Vegetation links und rechts des Wegrands. Der Radweg zwischen Eltville und Martinsthal ist mittlerweile zeitweise nur noch halb so breit, wie er mal angelegt wurde. Und bröckeln tut er auch.

6) Trotz der kleinen und großen Ärgernisse, macht Fahrradfahren einfach Spaß, auch weil man ganz nah an der Natur ist. Man ist langsam genug, eine Fahrt durch eine schöne Gegend (wie ich bei meiner Radtour über die Wisperstraße) auch genießen zu können – ich konnte die Wisper wispern hören und auch riechen. Man kann spontan anhalten, wie ich, als ich sah, wie ein Motorradpaar ein Foto machen wollte – sie von ihm. Ich habe dann angeboten, sie gleich beide abzulichten. Fanden sie gut. Ein anderes Mal haben mich ein paar verirrte Spaziergängerinnen mich angehalten und nach dem Weg gefragt und ich habe sie hoffentlich nicht noch mehr verwirrt. Solche kleinen Nettigkeiten versüßen den Tag und wären nicht passiert, wenn ich mit dem Auto unterwegs gewesen wäre.

7) Vertraue nicht blind Deinem Navigator. Das gilt für das Auto, wie fürs Rad. Seufz.

8) Die Fernradwege im Hochtaunus sind wunderschön und nicht so überlaufen, wie die im Tal am Rhein entlang. Leute, fahrt mal in die andere Richtung.

9) Fahrt mehr Fahrrad!

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Das Leid mit dem Leinpfad

Written on 28.09.2021 by Dr. Alyce von Rothkirch
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Wo ich ja seit Beginn des Stadtradelns viel mehr Zeit mit längeren Fahrradtouren verbringe bin ich begeisterte Nutzerin des regionalen Radfernwegnetzes. Nur vor Ort, d.h. am Rhein entlang, fahre ich dort nicht – zumindest nicht auf dem R3 zwischen Eltville und Walluf. Warum? Weil ich es nicht darf. Seit ein paar Monaten ist – und das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – das Fahrradfahren auf einem (mit öffentlichen Mitteln gefördertem) Radfernweg verboten. Man soll auf einen parallel verlaufenden Radweg seitens der stark befahrenen Wallufer Straße ausweichen. Und, trotz meines eher sonnigen und optimistischen Gemüts, macht mich das Thema ein bisschen böse.

Und nicht nur ich bin sauer. Seit Schließung des Radwegs werde ich immer wieder von Bekannten und Bekannten von Bekannten – meist jungen Familien mit Kindern –angesprochen, die nicht verstehen können, warum der Radweg einfach für Radfahrer gesperrt wurde. Das heißt, das stimmt nicht ganz: Das Grundproblem ist natürlich seit Jahren bekannt. Der Streckenabschnitt zwischen Eltville und Walluf ist eben besonders schön, und deswegen möchten auch viele Fußgänger an sonnigen Wochenendtagen den Weg nutzen. Bei einer relativ hohen Anzahl von Fußgängern und Radfahrern sind Konflikte vorprogrammiert und die Fronten zwischen den beiden Lagern sind mittlerweile verhärtet. Und unserem Bürgermeister reichte es dann und er hat den Weg für Radfahrer schließen lassen. Ende der Diskussion.

Ich glaube, der Grund, warum für viele das Thema so emotional besetzt ist, ist die eklatante Ungerechtigkeit dieser „Lösung“ des Problems. (Im Moment ist es gar keine Lösung, da viele Radfahrer das Verbot entweder nicht wahrnehmen oder missachten, und es dieser Tage scheinbar noch viel mehr Zoff auf dem R3 gibt.). Menschen haben ein feines und vermutlich angeborenes Gefühl dafür, was gerecht und was ungerecht ist. Das sieht man schon bei ganz kleinen Kindern, und übrigens auch bei anderen Tieren. Wer das mal sehen möchte, dem sei das YouTube-Video eines Experiments empfohlen, in dem zwei Äffchen für die gleiche Handlung unterschiedlich belohnt wurden, nämlich einmal mit Trauben (sehr lecker) und einmal mit Gurke (auch lecker, aber bei weitem nicht so lecker wie Trauben). Das ungerecht behandelte Äffchen wirft schließlich seinen Gurkenhappen voller Zorn dem Experimentator an den Kopf. Und ähnlich reagieren meine Nachbarn und ich eben darauf, wenn wir auf einem Radweg überhaupt nicht mehr Rad fahren dürfen – und zwar 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr – und den Fußgängern gar nichts weggenommen wird. Die dürfen ihre Traube haben, und wir werden mit Gurke (dem – durchaus nicht unproblematischen – Radweg auf der Wallufer Straße) abgespeist. Es ist einfach nicht fair, und es ist mir schleierhaft, warum das unseren Entscheidungsträgern egal ist.

Dabei könnte eine Lösung des Problems ganz einfach sein. In meiner früheren Heimatstadt Swansea in Südwales gibt es ein anderes, aber ähnlich gelagertes Problem. Swansea hat einen kilometerlangen, wunderschönen Sandstrand. Der wirkt im Sommer natürlich als Magnet für Familien, die sich dort sonnen und Sandburgen bauen wollen. Der Strand ist ein ebensolcher Magnet für Hundebesitzer, weil man dort die Hunde laufen lassen und einen gemütlichen Spaziergang mit anderen Hundebesitzern genießen kann. Diese beiden Gruppen prallen spätestens dann hart auf einander, wenn der Labrador sich die Grillwürstchen geschnappt und dann auf die Sandburg der Dreijährigen gepinkelt hat. Was ist die Lösung der Stadt? Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September ist der Strand in bestimmten Abschnitten für Hunde und deren Besitzer gesperrt. Wohlgemerkt: nicht der ganze Strand, und auch nur dann, wenn mit schönem Wetter gerechnet werden kann. Es ist nämlich nicht einzusehen, warum Hundebesitzer in den Sturmböhen im Januar auf ihren Strandspaziergang verzichten sollen. Zu dem Zeitpunkt grillt niemand und es baut auch niemand Sandburgen. Und obwohl die Briten ja gerne auf ihre individuellen Freiheiten pochen, funktioniert diese Lösung weitgehend.

Genau so eine maßvolle Lösung wünsche ich mir auch für den R3 zwischen Eltville und Walluf. Meinetwegen soll der Weg in den sonnigen Monaten am Wochenende für Radfahrer gesperrt werden. Aber an Wochentagen und vor allem in der kälteren Jahreszeit spaziert dort wirklich fast kein Mensch, und es ist nicht einzusehen, warum man nicht über den Leinpfad zum Beispiel zur Arbeit pendeln können sollte. Es wäre eine Lösung, mit der sich vermutlich der größere Teil der Bevölkerung abfinden könnte. Einen Versuch wäre es wert.

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Nicht nur für die Fahrstatistik

Written on 27.09.2021 by Dominik Lawetzky
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Wer sich meine Fahrstatistik der letzten Tage anschaut, wird sich denken: Was macht der Kerl als Stadtradeln-Star? Und da gebe ich teilweise recht: Ich sehe Stadtradeln allerdings nicht (allein) als Wettbewerb, um möglichst viele Kilometer für sein Team zu sammeln. Es geht auch darum, einmal das realistische Fahraufkommen zu protokollieren – und genau das mache ich zurzeit.

Mein Fahraufkommen war in den letzten Tagen aus zwei Gründen geringer als erhofft:
1) Als Mitarbeiter einer Partei und baldigen Abgeordneten waren die letzten Tage – sagen wir – nervenzehrend. Da blieb wenig Zeit für ausgiebige Radtouren, wie ich sie bei meiner Star-Kollegin Alyce bewundere. Stattdessen musste sich meine Fahrstatistik mit den alltäglichen Einkaufsfahrten begnügen.
2) Das kleine Reststück Freizeit gestaltete sich dann turbulent; denn leider starb mein langjähriger tierischer Begleiter.

Ich kann jedoch Besserung versprechen: Die Wahl ist gelaufen und im Modell der Trauerphasen nach Kübler-Ross komme ich langsame in der "Annahme" an. Beste Voraussetzungen für eine ausgiebige Radtour!

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Nicht nur für die Fahrstatistik

Written on 27.09.2021 by Dominik Lawetzky
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Wer sich meine Fahrstatistik der letzten Tage anschaut, wird sich denken: Was macht der Kerl als Stadtradeln-Star? Und da gebe ich teilweise recht: Ich sehe Stadtradeln allerdings nicht (allein) als Wettbewerb, um möglichst viele Kilometer für sein Team zu sammeln. Es geht auch darum, einmal das realistische Fahraufkommen zu protokollieren – und genau das mache ich zurzeit.

Mein Fahraufkommen war in den letzten Tagen aus zwei Gründen geringer als erhofft:
1) Als Mitarbeiter einer Partei und baldigen Abgeordneten waren die letzten Tage – sagen wir – nervenzehrend. Da blieb wenig Zeit für ausgiebige Radtouren, wie ich sie bei meiner Star-Kollegin Alyce bewundere. Stattdessen musste sich meine Fahrstatistik mit den alltäglichen Einkaufsfahrten begnügen.
2) Das kleine Reststück Freizeit gestaltete sich dann turbulent; denn leider starb mein langjähriger tierischer Begleiter.

Ich kann jedoch Besserung versprechen: Die Wahl ist gelaufen und im Modell der Trauerphasen nach Kübler-Ross komme ich langsame in der "Annahme" an. Beste Voraussetzungen für eine ausgiebige Radtour!

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Fördern durch Verbieten oder Logik für Fortgeschrittene

Written on 22.09.2021 by Guntram Althoff
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Seit einigen Monaten nun schon ist eine der schönsten Strecken für den Radverkehr gesperrt - der Leinpfad am Rheinufer.
Angeblich aus Schutz der Fussgänger vor den bösen Radfahrenden (wenn der Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmenden ein Grund wäre, müsste dann nicht der PKW-Verkehr auf der Schwalbacher Straße zum Schutz der Schulkinder verboten werden? - mal drüber nachdenken)
Nach den netten Beruhigungspillen (Öffnen von Einbahnstraßen für den Gegenrichtungsverkehr, Aufstellen einiger mobiler Fahrradständer an Stellen, die kein Mensch braucht) zeigt sich hier offensichtlich, wie ernst es die Rathausspitze mit dem Fördern des Fahrradverkehrs meint.
Dass der Fussverkehr 24/7 geschützt werden muss, glaubt kein Mensch, der jemals vor 9 Uhr morgens dort unterwegs war. Klar, am Wochenende ist Radfahren dort nicht angesagt - keine Frage...
Jedoch stellt sich die Frage, warum undifferenziert der Fahrrad-Berufsverkehr dort verboten wird.
Hinzu kommt, dass radfahrende Kinder auf der Wallufer Straße denkbar schlecht aufgehoben sind, vor allem auf der sich dann anschließenden Gutenbergstraße. ... Wollen Sie Menschenleben gefähren Herr Bürgermeister???
Fördern durch Verbieten ? - Finde den Fehler

Im Name der Radfahrenden bitte ich den Bürgermeister wieder auf den "Leinpfad" der Vernunft zurück zu kommen.
Verwaltungshandeln muss angemessen sein, sonst ist es rechtswidrig und daher braucht es keine Verbotskultur des Bürgermeisters, sondern eine angemessene und differenzierte Betrachtung der Situation.

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Kurztrip mit Bahn und Fahrrad

Written on 18.09.2021 by Gerda Kauzmann
Team: Erbach radelt
Municipality: Eltville am Rhein

Nach einfachem Buchen der Fahrkarte, mit Reservierung eines Fahrradplatzes für den IC, startet mein Ausflug mit eigenem Rad. Überrascht war ich über die wieder sehr günstigen Kosten für die Bahnfahrt, verglichen mit den Kosten für ein Auto. Es lohnt sich wirklich, das immer wieder einmal auszuprobieren.
Dann Abfahrt in Erbach am Morgen, mit meinem 7-Gang-Muskel-Bike, Rucksäcken und Taschen zum Umhängen, zu meinem kleinen Radtrip ins Ländle, mit viel guter Laune und Spannung auf Kommendes.

Das erste Problem in Erbach war schon der Einstieg in die Vias-Bahn, mit gut gepacktem, schwerem Rad über den Abstand vom Zug zur Bahnsteigkante. Das Rad ließ sich danach gut an entsprechender Stelle angurten und gegenüber waren die Fahrgäste so nett, zusammenzurücken, dass ich mein Rad immer im Blick hatte.
Umsteigen in Frankfurt war auch kein Problem. Hier war der Abstand zur Bahnsteigkante nicht ganz so hoch. Auch war ausreichend Zeit für den Umstieg.

Da hing mein Rad nun hochkant am Haken im IC. Der geringe Platz im Radabteil war mit zu vielen Rädern zu teilen. Leider wurde ein Wagen mit zu kleinem Radabteil angehängt, statt des ehemals eingeplanten großen. Die unterschiedlichsten Räder hingen sehr eng aufeinander. Ich selbst konnte aber im angrenzenden Abteil Platz nehmen. Es war trotzdem eine gemütliche und entspannte Fahrt, die ich gleich zum Schreiben nutzen konnte.

In Stuttgart verlief der Ausstieg aus dem Abteil aufgrund der Enge etwas umständlich, aber alle Radler haben sich engagiert gegenseitig unterstützt. Der Umstieg in den nächsten Zug war, trotz des vielen Betriebs auf den Bahnsteigen, problemlos.
Die Ankunft am Zielort hat also schon einmal gut geklappt. Und verglichen mit der letzten Autofahrt zum gleichen Ziel, mit gesperrter Brücke, vielen Baustellen und langen Staus, kam ich nun wesentlich zügiger und stressfrei an.

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Aber mit dem Auto bin ich doch viel schneller!

Written on 18.09.2021 by Dr. Alyce von Rothkirch
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Meine letzte Fahrt über 5km führte mich in das etwa 16km entfernt gelegene Mainz, wo ich hinfuhr, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Dort würde ich tatsächlich auch im Alltag – also wenn nicht gerade Stadtradeln ist – hinradeln. Und ich weiß, dass einige Leute diese (oder ähnliche) Strecken regelmäßig zur Arbeit pendeln. Andere aber finden, dass es mit dem Auto doch „viel schneller“ geht, und dass das Auto entsprechend konkurrenzlos ist. Deshalb geht es in den folgenden Zeilen um die liebe Zeit und wie wir sie verbringen.

Wenn man den Menschen so zuhört, dann fühlt man sich manchmal, als wäre man in Michael Endes Buch „Momo“ gefangen. Wir erinnern uns: in dem Buch versuchen die ominösen ‚grauen Herren‘, die Menschen zu überzeugen, immer mehr Zeit einzusparen, damit die ihnen in der Zukunft wieder zur Verfügung steht. Die Menschen hetzen also freudlos durch ihren Alltag in der Hoffnung, sich irgendwann später mal ausruhen zu können. Das Problem: die grauen Herren sind Zeitdiebe, die parasitär von der Zeit der Menschen leben. Zum Glück biegt Momo alles wieder gerade, rechtzeitig zum Happy Ending.

In unserer Welt sind wir auch oft damit beschäftigt, uns soweit zu optimieren, dass wir Zeit bei Tätigkeiten, die keinen Spaß machen, sparen, damit sie uns für schöne Dinge zur Verfügung steht. Manchmal frage ich mich allerdings, ob diese Rechnung immer so aufgeht.

Wenn man zum Beispiel mit dem Auto zur Arbeit fährt, im Stau steht, und nach längerer Parkplatzsuche schließlich entnervt im Büro ankommt, ist man vermutlich immer noch schneller als diejenige, die mit dem Fahrrad gefahren ist. Aber wie steht es mit der Qualität der verbrachten Zeit? Zugegeben, in manchen Gegenden ist das Radfahren stressig, weil man ständig im Verkehr bedrängt und manchmal bedroht wird, so dass man auch hier verfrüht graue Haare bekommt. Meine Fahrt nach Mainz bzw. nach Wiesbaden verläuft im Regelfall jedoch durchaus entspannt und die zusätzliche Bewegung tut mir gut.

Der Gipfel der Absurdität ist für mich erreicht, wenn der Mensch, nach getaner Büroarbeit, dann mit dem Auto ins Fitnessstudio fährt, um das Bewegungsdefizit etwas auszugleichen. Wenn wir jetzt schon die Zeitrechnung aufmachen, sind Radfahrerin und Autofahrerin dann wieder quitt, weil die Radfahrerin sich ihre tägliche Bewegung quasi in den Tagesablauf integriert hat. Das meine ich mit Qualität der verbrachten Zeit: wäre es nicht sinnvoller, den Tag etwas zu entzerren, indem man zum Beispiel mit dem Rad fährt, anstatt von Punkt zu Punkt im Tagesplan zu hetzen, um anschließend irgendwie noch Sport zu machen?

Natürlich ist das kein Rezept für jede: für manche ist der Tagesablauf relativ fremdbestimmt – Termine müssen eingehalten werden, Kinder irgendwo hingebracht oder abgeholt werden usw. Viele von uns glauben aber, unheimlich viel am Tag erledigen zu müssen, weil wir sonst das Gefühl haben, etwas zu verpassen. Vielleicht lohnt es sich, die eigene Routine zu überdenken und zu überlegen, ob man sich keine Freiräume fürs Rad schaffen kann. Warum nicht sich die Zeit nehmen, um weniger schnell ins Büro zu fahren und dann auch weniger gehetzt und gestresst bei der Arbeit zu erscheinen? Warum nicht ein bisschen weniger am Tag machen, und dabei besser und bewusster leben?

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Städtetrip ins Fahrradparadies Münster

Written on 17.09.2021 by Gerda Kauzmann
Team: Erbach radelt
Municipality: Eltville am Rhein

Schon viele Städte haben wir per Bahn bereist, und dieses Mal war es Münster geworden. Natürlich war wieder ein Fahrradtag mit eingeplant. Münster ist als Studentenstadt ein idealer Ort für Fahrten mit dem Rad. Überall sind Radparkplätze und alle Straßen haben beidseitig Radwege. Sehr begeistert haben mich auch die Radstraßen mitten durch die Stadt. Es gibt sogar eine Promenade rund um die Altstadt, einen mit großen Alleebäumen gesäumten, sehr breiten Radweg, mitten durch ruhige Parklandschaft. Und das Schöne in dieser Stadt ist hierbei, es gibt ein tolles Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern. Autos warten so lange, bis kein Verkehrsteilnehmer mehr die Straße kreuzen möchte und Radfahrer klingeln und geben freundliche oder fast unterhaltende Kommentare vom Rad herunter, falls ein Fußgänger queren möchte. Dieses stressfreie, kommunikative Miteinander hat mich sehr begeistert. Dabei kommen alle zügig von A nach B.
Insgeheim stelle ich mir vor, wie eine Fahrradstraße, gesehen in Münster, direkt durch den Rheingau führen könnte, nur für Fahrräder, mit Möglichkeit des Befahrens durch Autos nur in Fahrradgeschwindigkeit, um vor dem eignen Wohnhaus zu parken. Starten könnten wir aber auch erst einmal mit einem durchgehend durch alle Orte führenden, breiten Radweg in beide Richtungen. Dazwischen größere Parkplätze für sicheres Anschließen der Räder. Es könnten Hinweisschilder für Sehenswürdigkeiten, Weingüter, Gaststätten und Straußwirtschaften oder Informationstafeln zu Kulturthemen angebracht werden, dass auch Touristen ohne große Vorbereitung sofort Gemütliches oder Sportliches unternehmen können. Das kombiniert mit dem bestehenden und vielleicht noch weiter ausgebauten, öffentlichen Nahverkehr wäre eine Attraktion für den Rheingau. So könnte man Kultur und den leckeren Rheingauer Wein noch intensiver und ohne Schwierigkeiten hinsichtlich der Rückfahrt, genießen.

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Sonntagsradeln

Written on 12.09.2021 by Dr. Alyce von Rothkirch
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Eigentlich bin ich ja mehr eine Alltagsradlerin, die ihr Rad fast ausschließlich dazu einsetzt, um auf direktem Weg von A nach B zu fahren, und weniger zum Sport oder Freizeitgestaltung. Dass das von-A-nach-B-Fahren mir Spaß macht und mich fit hält, ist ein positiver Nebeneffekt, aber nicht die Hauptsache. Aber seit ich mir ein wunderbares Ebike geleistet habe, mache ich plötzlich Fahrradtouren. So auch heute. Und so ist mein erster Blog tatsächlich über das Freizeitfahren.

Ich lebe im Rheingau, einem wunderschönen Fleckchen Erde, der sich direkt an den Taunus anschmiegt. Und vielleicht weil es sowohl Einheimische als auch Touristen gerne an den Rhein zieht, fahre ich, seitdem mein Ebike in mein Leben getreten ist, gerne in die umgekehrte Richtung, nämlich bergauf in Richtung Taunuskamm und darüber hinaus. Heute ging es in Richtung Hausen von der Höhe, anschließend über die bekannte Wisperstraße in Richtung Lorch. Anstatt nach Lorch durchzufahren, bin ich allerdings scharf links über Presberg nach Johannisberg geradelt und dann ging es wieder in Richtung Rhein und zurück nach Eltville. Die Straßen sind relativ schmal und kurvenreich. Vor allem die Wisperstraße, die gemächlich den Taunus hinaufmäandert, ist ein Magnet für Sonntagsfahrer aller Art: von in Lycra gegossenen Radfahrern auf ihren ultraleichten Rennrädern, Motorradfahrern aller Couleur bis zu den lässigen Damen in ihren Cabrios.

An diesem Sonntagmorgen ist ihnen eins gemeinsam: sie haben Zeit. Und so klappt etwas, was man an Wochentagen oft so schmerzlich vermisst: alle kommen tatsächlich auf einer sehr schmalen Straße problemlos miteinander aus. Man hupt nicht, fährt nicht aggressiv auf, überholt mit ausreichendem Abstand und ist auch ansonsten nett zueinander.

In den teilweise sehr schmalen Straßen der Ortschaften im Rheingau, wo schon für geeignete Bürgersteige kaum Platz ist, ist eine Infrastruktur, die alle Verkehrsteilnehmenden sauber voneinander trennt, Utopie. Und es ist sowieso fraglich, ob eine Trennung immer eine Verbesserung darstellt, verleitet es doch die Stärksten unter uns – meist Autofahrende – dazu, die Straße komplett für sich zu beanspruchen und schneller und aggressiver zu fahren. Das niederländische Konzept des ‚shared space‘ geht genau davon aus, dass es für alle Verkehrsteilnehmenden insgesamt besser ist, sich den Straßenraum gleichberechtigt zu teilen.

Bis wir echte Gleichberechtigung tatsächlich haben, werden motorisiert Fahrende sich ein bisschen zurücknehmen und die anderen als wirklich gleichberechtigt wahrnehmen lernen müssen. Und Fahrradfahrende und zu Fuß Gehende müssen sich selbstbewusster im Straßenverkehr bewegen. Dass es funktionieren kann, wenn auch unter idealen Bedingungen ohne viel Verkehrsaufkommen, zeigte mein kleines Abenteuer heute morgen. Ich kann es kaum erwarten, die nächste Freizeitfahrt zu unternehmen.

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Gewohnt, zurückzustecken

Image Written on 12.09.2021 by Dominik Lawetzky
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Seit Freitag gehöre ich dem vierköpfigen Team der Stadtradeln-Stars an. Zwei der anderen drei gehören ebenfalls dem Green-Team an. Und ich muss sagen: Die beiden radeln fleißig. Insbesondere Alyce hat mich nach ihrer heutigen Tour weit abgehängt.

Nachdem ich gestern den ganzen Tag in einer Klausurtagung feststeckte und heute Morgen noch Bürokram – aus dem Homeoffice und damit ohne Anfahrt – zu erledigen hatte, konnte ich abends noch eine kleine Tour radeln.

Dabei sind mir wieder einmal zwei Dinge aufgefallen: Zum einen ist es wunderschön, wie nah man auf dem Rad der Natur und den Menschen ist. Im Gegensatz zum Auto, aber auch zu Bussen und Bahnen ist man nicht umhüllt von Stahl und Metall. Man schleppt keine zwei Tonnen mit sich rum. Auf dem Rad lernt man seine Umgebung kennen und kann neue Orte erkunden – ohne räumliche Isolierung und Ballast.

Zum anderen fiel mir ins Auge, wie autozentrisch unsere Kommune noch immer ist. Ein Beispiel dafür ist der Verlauf des Radwegs am Bahnübergang nach Oberwalluf. Ehemals stand dort ein Schild: "Bitte absteigen". Warum? Klar, damit die Autofahrer*innen ungestört den Bahnübergang überfahren können. Dass dafür die Fahrradfahrer*innen zurückstecken müssen, sei es drum. Diese Denkweise manifestiert sich auch in der Bauweise des Übergangs, denn der Radweg geht über eine durch ihre Kante nahezu unüberwindbare Verkehrsinsel. Wer hier mit Pendeltempo drauf fährt, fährt danach nicht mehr – außer ins Krankenhaus.

Ein anderes Beispiel ist der Zustand einiger Radwege. Die sind teils zugewachsen, marode und zu schmal. Bei einer Straße, auf der Autos – das tradierte Zentrum unserer Mobilität – fahren, wäre hier längst nachgebessert worden. Dass dafür die Fahrradfahrer*innen zurückstecken müssen, sei es drum.

Klar ist, bis Autos und Fahrräder gleichberechtigt am Verkehr teilnehmen, ist es noch ein weiter Weg. Ich freue mich, dass ich einen kleinen Teil dieses Weges in den nächsten drei Wochen hier reflektieren kann.

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Ich glaub, es geht schon wieder los!

Written on 10.09.2021 by Guntram Althoff
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Und wieder ist ein Jahr vorbei und das Stadtradeln 2021 läuft.
Nachdem ich im Vorjahr der einzige Stadtradeln-Star war, freue ich mich, dass ich mit Alyce, Gerda und Dominik Verstärkung bekommen habe - vier Menschen mit Rad, die es in den nächsten 3 Wochen mit Bus und Bahn, Rad und Roller versuchen - das Auto hat Auszeit! Das zeigt mir, dass der Stellenwert des Radfahrens in Eltville weiter angewachsen ist.
Auch ist der bisherige Anmeldestand gleich zu Beginn mit fast 200 Teilnehmenden ein erfreulich guter Wert.
JA, das Radfahren gehört zu Eltville und genau das sollten wir alle (hoffentlich steigern wir die Zahl von 300 Radelnden aus dem Vorjahr noch) in den nächsten 3 Wochen zeigen!
Ich freue mich: Auf viele gute Begegnungen, schöne Touren und eine gute Entwicklung für das Radfahren in Eltville!
Auf gehts !

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Ich glaub, es geht schon wieder los!

Written on 10.09.2021 by Guntram Althoff
Team: Green Team
Municipality: Eltville am Rhein

Und wieder ist ein Jahr vorbei und das Stadtradeln 2021 läuft.
Nachdem ich im Vorjahr der einzige Stadtradeln-Star war, freue ich mich, dass ich mit Alyce, Gerda und Dominik Verstärkung bekommen habe - vier Menschen mit Rad, die es in den nächsten 3 Wochen mit Bus und Bahn, Rad und Roller versuchen - das Auto hat Auszeit! Das zeigt mir, dass der Stellenwert des Radfahrens in Eltville weiter angewachsen ist.
Auch ist der bisherige Anmeldestand gleich zu Beginn mit fast 200 Teilnehmenden ein erfreulich guter Wert.
JA, das Radfahren gehört zu Eltville und genau das sollten wir alle (hoffentlich steigern wir die Zahl von 300 Radelnden aus dem Vorjahr noch) in den nächsten 3 Wochen zeigen!
Ich freue mich: Auf viele gute Begegnungen, schöne Touren und eine gute Entwicklung für das Radfahren in Eltville!
Auf gehts !

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