Der Stein des Anstoßes

Name: Guntram Althoff
Date: 06.09.2020
Municipality: Eltville am Rhein

Die Welt und das Radfahren könnten so schön sein, gäbe es da nicht die vielen Hindernisse auf dem Wege. Gemeinhin unterscheidet man da zwei Arten von Hindernissen: Die beweglichen Hindernisse (Autos, andere Räder, Fußgehende, Tiere und ab und an auch Bälle) sowie die unbeweglichen. Diese lassen sich wiederum unterteilen in durchaus sinnvolle, aber auch völlig sinnlose. Zu letzteren gehören zahlreiche Bordsteinkanten, die den Radfahrenden das Leben schwer machen. Wie oft werden Radfahrende auf ihren Wegen durch häufiges Aufrütteln durchgeschüttelt. Das ständige "Pok-pok" nervt und schadet zudem den Felgen. Ach wäre es nur das "Nerven und die Felgenschäden" ... Auf einem für den Gegenrichtungsradverkehr freigegebenen Wegabschnitt zwischen Eltville und Erbach (beim Tagungszentrum der Bundesbank) folgt auf einen gut ausgebauten Radweg eine knapp 1,20 Meter breite Passage, die sich fussgehende und radfahrende Menschen teilen müssen, zudem halt in zwei Richtungen. Die Auffahrt auf diesen Abschnitt ist so gebaut, dass sie zu Stürzen einlädt, zumal sie in spitzestem Winkel (unter 90 Grad) stattfinden muss. - Da versteht man alle, die mit dem Fahrrad den Radweg meiden und sich in den PKW-Verkehr einreihen. Dass es auch anders geht, zeigen hunderte Kommunen in Deutschland : Unter anderem die Nachbargemeinde Walluf, die z. B. auf dem straßenbegleitenden Radweg an der alten B 42 an den Stellen, wo der Radweg Straßen schneidet, abgesenkte Bordsteine verlegt hat. Ich habe in Eltvile gesucht und habe dann tatsächlich auch abgesenkte Bordsteine gefunden; es gibt sie: Abgesenkte Bordstein, jedoch an Zebrastreifen im Stadtgebiet. Es stellt sich die Frage, warum das bei Fusswegen machbar ist, bei Radwegen bzw. Wegen, die sich fürs Radfahren anbieten, aber nicht gemacht wird. - Und warum beim Anlegen einer Straße (z. B. Kaspar-Kloos-Str. in Erbach) ein 10 Zentimeter hoher Bordstein das Radfahren und auch das Autofahren erschwert, erschließt sich in keinster Weise, denn dies erschwert unnötigerweise allen Beteiligten das Vorwärtskommen. Ich denke, in Eltville gibt es diesbezüglich jede Menge Verbesserungspotential! - Zur Not könnte so eine "Rampe" ja auch mit etwas Teer erstellt werden. Am eben angesprochenen Radweg zwischen Erbach und Eltville gibt es übrigens auch eine recht hässliche Schranke, die "Radfahrer vor sich selbst schützen soll", wie der Bürgermeister es einmal formuliert hat. Während ich mich frage, warum man Radfahrende an dieser Stelle vor sich selber, nicht aber vor den Autos schützt (eine Bodenschwelle auf der Zufahrt zur Tankstelle würde Wunder wirken), denke ich daran, dass Eltville im Vorjahr beim Fahrrad-Klima-Test gerade einmal den 172. Platz von 186 teilnehmenden Gemeinden belegt hat (passt das eigentlich zur Nachhaltigkeitskommune Eltville?); so titelte das Rheingau-Echo am 25.04.2019 : "Eltville ist eine fahrradunfreundliche Kommune!" - Wie es scheint, ist die Schlagzeile nicht ganz unbegründet... Ich hoffe, dass wir dies in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren ändern können. Radfahrende und Verwaltung, die Politik sowie Bürger, Bürgerinnen und Bürgermeister wollen Eltville in Bezug auf das Radfahren deutlich verbessern: Daher melden Sie bitte über ==Mein RADar! == (hier beim Stadtradeln) alle Stellen, die gefährlich, problematisch oder verbesserungsfähig sind! ==Fazit: Es gibt viel zu tun, verbessern wir gemeinsam das Radfahren in Eltville !==