Radfahren und Smartphone

Image Written on 21.05.2021 by Gerd Harthus
Team: Fahr Rad in Stuhr
Municipality: Stuhr

Immer erreichbar sein? Will ich das wirklich? Und alle Bewegungen aufzeichnen?

Einerseits gibt mir das Smartphone die Freiheit einfach loszufahren. Ich bleibe erreichbar. Z.B. meine Frau, die nach Hause kommt und nicht weiß, wo ich bin. Wenn es wichtig ist, ruft sie mich einfach an.

Das Smartphone hilft mir notfalls bei der Orientierung und ermöglicht mir einen Notruf, falls ich mal eine Panne habe.

Und vor allem kann ich als Jazzliebhaber mich beim Radfahren hervorragend mit meiner Lieblingsmusik beschäftigen.

Und mit einer entsprechenden App kann ich meine Routen aufzeichnen.
Ob ich allerdings einen Nutzen von der Zeitnahme oder der Erfassung der Kilometer habe, ist letztendlich eine Geschmacksfrage.
Gestern fuhr ich durch einen Wald und mir schoss in den Sinn, dass durch die schlechte Wegstrecke meine Durchschnittsgeschwindigkeut beeinträchtigt wird. O Graus! Das passiert, weil ich als Starradler öfter mal meine Touren veröffentliche. Da komme ich leicht in eine Zwickmühle und lasse mich zu sehr vom Leistungsgedanken fremdbestimmen. Schließlich will ich meine Freizeit genießen.

Halt - nicht nur. Der Sport soll mich natürlich auch fit machen, ich will in den Schweiß kommen und Kalorien verbrennen. Das kann ich an meinen Daten ablesen. Sie motivieren mich und spornen mich an.

Ob es bei Google wirklich jemanden interessiert, welche Wege ich im Alltag zurücklege? Natürlich liefere ich mich mit meinen selbst erzeugten Daten einem oder gleich mehreren Monopolisten aus. Aber seien wir dich mal ganz ehrlich: Können (und wollen!) wir auf dieses kleine Wunderding überhaupt noch verzichten?

Schließlich macht es eine Idee wie die des Stadtradeln erst möglich. Das ist doch nur positiv zu bewerten, oder?

Image

Share: Facebook | Twitter