Gegen die Gewitterwolken kreuzen

Image Written on 03.06.2021 by Gerd Harthus
Team: Fahr Rad in Stuhr
Municipality: Stuhr

Nach sechs Monaten und gefühlt unendlich vielen virtuellen Treffen war heute endlich mal wieder Stammtisch im Hansahaus Syke. Und dann ist Gewitter angesagt. Als ich aus der Haustür in Richtung Syke gucke, sehe ich eine schwarze Wolke. Die Wetterapp zeigt an, dass es vorüber zieht. Der Wind wird böig. Ich beschließe über Fahrenhorst zu fahren, weil es so aussieht, als ob das Gewitter über Weyhe in Richtung Norden zieht. Die App bekräftigt meine Wahrnehmung.

Als ich aus dem Bradenholz in Sörhausen heraus komme, sieht die Situation plötzlich ganz anders aus: Genau aus der Richtung, in die ich fahre und aus der der Wind kommt, sehe ich eine riesige, bedrohliche Gewitterwand.

Ich ändere die Richtung nach Leerßen und fahre über Feldwege zur GTS an der Geißler Straße. Ab Sörhausen sind die Straßen nass, es hat schon geregnet und die Reifen spritzen meine Schuhe und Hose dreckig, denn mein Sportrad hat keine Schutzbleche. Dumm gelaufen, aber meine Regentage kann im Rucksack bleiben. Es regnet nicht. Gerade rechtzeitig rette ich mich in den Biergarten, wo meine Freunde schon unter dem großen Schirm auf mich warten.

Statt 10 km bin ich 21 km gefahren, aber relativ trocken angekommen. Die Spritzer habe ich mir von der Hose abwischen können. Und es gab weder Blitz noch Donner. Alles gut.

Meine aus den Vorhersagen der App basierende Annahme, dass es auf der Rückfahrt trocken sein würde, erweist sich als falsch. Mit der schützenden Regenjacke fahre ich direkt in den Regen und komme triefend nass zuhause an. Warten konnte ich nicht, denn ich musste um 19:30 Uhr zuhause sein, weil wir eine Videoverabredung hatten.

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