Geschafft- Meine letzte Woche als STADTRADELN-Star

Image Written on 07.06.2021 by Elisabeth Graw
Team: Stadtrat Hörstel
Municipality: Hörstel im Kreis Steinfurt

Nachdem die ersten beiden Wochen vom Wetter her durchwachsen bis sehr regnerisch waren, kündigte die Wettervorhersage für die letzte Woche des STADTRADELNs gutes und sonniges Wetter an.
Bereits am Freitag und Samstag konnte ich ohne Regenkleidung für das Wochenende einkaufen. Die Wochenendeinkäufe erledigte ich in den drei Wochen meistens in Etappen, da ich taschenmäßig nicht entsprechend ausgerüstet bin. Und ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass mein Mann die Wasserkisten mit dem Auto transportierte.
Am Freitag traf ich eine Freundin. Sie brachte mich auf eine Strecke, die ich mir dann für Sonntag vornahm. Diese Freundin erzählte begeistert vom Herthasee, ein touristisches Highlight in Hörstel. Da der Herthasee neben dem Campingplatz auch viele Angebote für Freizeitaktivitäten mit Kindern vorhält wollte ich wissen, wie ich dort gut und sicher mit dem Fahrrad hinkomme. Mein Navi, mit der Auswahl schöne Strecke, führte mich in Hörstel am Bahnhof auf den Fahrradweg an der Bahntrasse entlang bis zur Aa. Dort ging es links ab an der Aa entlang und weiter über die Uferstraße. Der kleine Abstecher zu Knollmanns Mühle lohnt sich. Weiter folgte ich dem ausgeschilderten Fahrradweg bis zum Herthasee, auch wenn mein Navi mir einen anderen Vorschlag machte. Die Strecke ist insgesamt schön und gut fahrbar. Auf der Straße ist sicherlich auch an Werktagen nicht viel Autoverkehr und daher ist die Breite nicht unbedingt zu beanstanden.
Vom Herthasee, an den das schöne Wetter schon viele Menschen gelockt hatte, ging es weiter Richtung Heiliges Meer. Auch dieser Radweg ist gut ausgeschildert und führt durch schöne Landschaften. Der Rückweg ging dann für mich über Uffeln am Kanal entlang bis zum Nassen Dreieck.
Überall genossen die Menschen das sommerliche Wetter und die ersten Freiheiten nach den Entbehrungen durch Corona. Zu Fuß, mit dem Rad, mit Kanu oder dem Motorboot auf dem Kanal sowie beim Rasten am Nassen Dreieck erfreuten sich die Menschen an diesem schönen Tag.
Touristisch gesehen bietet die Stadt Hörstel so manches Sehens- und Erlebenswertes. Torfmoorsee und Herthasee, Kanal, viele Wanderwege, der Teuto, Kloster Gravenhorst, Schloß Surenburg mit dem Wald, um nur einiges zu nennen.
Am Dienstag machte ich mich dann auf eine größere Tour. Ziel war das Impfzentrum am FMO. Ich hatte reichlich Zeit eingeplant und fuhr aufs Geratewohl los. Die Strecken im Einzelnen zu beschreiben ist daher schwierig. Zuerst ging es am Kanal entlang und in Westladbergen erreichte ich über diverse Wirtschaftswege schließlich den FMO. Den Rückweg wählte ich, den Hinweisschildern folgend, über Saerbeck nach Bevergern.
Die Radwege in Hörstel und drum herum sind größtenteils gut ausgeschildert. Von den Stadteilen Hörstel und Bevergern sind die umliegenden Ortschaften ebenso wie von Dreierwalde und Riesenbeck überwiegend gut zu erreichen. Von Hörstel nach Gravenhorst gibt es ein altbekanntes Problem mit dem fehlenden Radweg an der Kanalbrücke. Beeindruckt hat mich in der Bahnhofstraße der mehr als rege Autoverkehr. Von Radfahrer*innen bzw. Fußgänger*innen wird hier erhöhte Aufmerksamkeit gefordert. Mir kam hier die Idee einer Fußgängerzone mit mehr Aufenthaltsqualität.
In Bevergern ist ebenso wie in Riesenbeck die Ortsdurchfahrt problematisch. Es gibt keinen kombinierten Fuß- und Radweg im Ortskern. Wenn auf einer Straßenseite Autos parken und ein LKW diese überholt kann es einem als Radfahrer*in schon bang werden. Außerdem wäre ein Lückenschluss für den Radweg nach Rodde ab der Hemelter Straße bis Rodde wünschenswert für eine schnelle Anbindung nach Altenrheine.
Meine letzte Fahrt am Mittwoch endete wieder mit einer Tour nach Ibbenbüren und Hörstel. Zum Abschluss meiner drei autofreien Wochen gönnte ich mir als Belohnung ein leckeres Eis an meiner Lieblingseisdiele in Bevergern.
Während meiner Zeit als STADTRADELN-Star habe ich ein eigenes Auto nicht vermisst. Auf Dauer möchte ich allerdings (noch) nicht auf das Autofahren bzw. Mitfahren verzichten. Zur Grundversorgung komme ich in der Stadt Hörstel ausreichend zurecht. Nur auf mein Fahrrad und den ÖPNV angewiesen, bin ich hier in der ländlichen Region doch eingeschränkt.
Mein persönliches Fazit nach drei autofreien Wochen ist, dass ich einen Zweitwagen definitiv nicht brauche, wenn ich meinen Arbeitsplatz vor Ort habe oder wie jetzt in Rente bin. Das Auto sollte nicht das Verkehrsmittel Nr. 1 sein. Auch mit kleinen Beiträgen können wir täglich etwas für den Umweltschutz und gegen die Erderwärmung tun.

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