Augen zu und durch

Image Written on 25.06.2021 by David Matheja
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Municipality: Bad Wildungen

Meine zweite Woche des ungewöhnlichen Projektes endet bald und auch wenn ich ab und an wirklich platt war und vielleicht auch mal geflucht habe , macht mir die Fahrt mit dem Bike unheimlich viel Spaß.

Zurück zu letztem Freitag dem 18.06.2021. - Yoga in Hemfurth -. Ich versuchte mir einen Plan zu basteln, wie ich möglichst alle Hilfsmittel, möglichst leicht von Reinhardshausen nach Hemfurth bekomme. Nun vielleicht kannst du Kissen und Yogamatte deiner Freundin und ihrer Mama mitgeben um zumindest etwas Gewicht zu reduzieren. Ich hielt mich für sehr klug - nur hatte ich nicht bedacht, dass die Mädels bereits am Edersee waren um ein Eis zu genießen. Andererseits war dies eine weitere Herausforderung für mich, einfach einen großen Wanderrucksack zu nehmen und mit Übergepäck zur Staumauer zu kommen. :-)
Die Hinfahrt hatte es im ersten Teil in sich und ich kam total auf meine Kosten, den Wald mit viel Schwung zu durchqueren. Schlamm und Steine flogen mir nur so um die Ohren. Der weitere Weg war geprägt von Natur, Feld und Wiesen. Ich fühlte mich ungemein wohl die Wellen des Windes im Weizenfeld zu sehen. Dabei musste ich immer an „Now we are free“ von Hans Zimmer denken. Ein Soundtrack von Gladiator. Und so im Gedanken fühlte ich mich 5 Jahre zurück versetzt wandernd durch Galicien. Dies war eine wunderschöne Zeit.
Yoga mitten auf dem Edersee auf einer Plattform zu praktizieren, im Hintergrund unsere schöne Heimat und das Schloss Waldeck zu sehen, war ein Traum. Die leichten Wellen beim „Krieger“ zu erleben, dabei den Sonnenuntergang genau vor Augen zu haben, versetzte mich in eine tiefe Zufriedenheit.
Trotz Licht war dann die Rückfahrt zu Ende zwar etwas dunkel, allerdings nahm ich die Gerüche des Waldes, die abendliche Stimmung nochmal ganz anders wahr. Über den Mühlenberg hinweg, Kleinern in der Dämmerung zu sehen, dafür lohnte sich die Anstrengungen des Rückweges nochmal.
Zu Hause angekommen kochten wir uns noch leckeren Spargel, gönnten uns ein Glas Wein und trotzdem war ich vor 24 Uhr im Bett, jedoch mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht.

Das Wochenende wurde nicht viel leichter. Am Samstag feierten Freunde in Fritzlar ihren Geburtstag. Ich war heilfroh, dass Katarina und ich bei Ihnen übernachten durften. Die Feier mit Pool im Garten und Bierchen beim Deutschandspiel ging letztendlich bis um 3 Uhr morgens in einer wundervollen Runde! Nachts wäre es dann doch heikel geworden.

Durch das Gewitter, das nachts würtete, hatte die Luft sich deutlich abgekühlt und auf dem Rückweg kam mir ein Duft von Regen und feuchtem Wald in die Nase. Wer schon mal nach einem Regenschauer ein Spaziergang durch den Wald gemacht hat, wird sofort wissen was ich meine.
Montag stand die theoretische Prüfung für das Motorrad an... natürlich in Fritzlar um 8.30 Uhr. Um nicht in Stress zu verfallen, nahm ich den Zug jedoch mit dem Fahrrad im Gepäck.
So viel sei gesagt: ICH HAB BESTANDEN jeeej!!!
Und der Rückweg, auch noch so früh am Morgen, war für mich ebenfalls eine neue jedoch tolle Erfahrung. Ich fühlte mich übrigens sehr wertgeschätzt, da die Dame "Frau Ewald" die das ganze Stadtradeln auf die Beine stellt, mir direkt morgens um 9 Uhr eine Email schrieb, um sich über das Ergebnis meiner Prüfung zu erkundigen! An dieser Stelle nochmal vielen Dank ich habe mich wirklich sehr gefreut dass du an mich gedacht hast!!! :-)
Und um meinen Mireralhaushalt wieder auszugleichen, (kleiner Tipp meinerseits) zapfte ich mir eine ordentliche Menge des "Molkenstoffels".
Und da ich noch ein wenig Restpower hatte, gönnten wir uns später mit meiner Familie ein Eis in Hemfurth. Ohne schlechtes Gewissen genoß ich anschließend mein Eis, da ich ja wieder mit dem Bike dort war!
Nach den erzählten Fahrten, hing ich ein Tag doch ganz schön in den Seilen, allerdings bekomme ich einen solch anderen Blick auf meine täglichen und gelegentlichen Strecken. Ich wusste nicht, dass in Altwildungen, auf der erhöhten Wiese, neben dem Schulhof und dem Basketballplatz (oben am Schloss) Kühe weiden. Tolle Geräte aufgebaut sind, eine Holzfigur dessen Outfit man duch drehen verändern kann! Ich habe wieder viel gelernt und sogar 2 Kilogramm abgenommen. :-)
Bisher kann ich sagen, dass ich über dieses Experiment sehr glücklich bin und noch gespannt auf die restliche Zeit bin!!! :-)

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