Lasst uns rocken, Fahrradsocken!

Image Written on 05.07.2021 by Patrick Schygulla
Team: Fraunhofer ISE
Municipality: Freiburg im Breisgau

Juchu! Heute beginnt endlich das Stadtradeln auch in Freiburg. Ich habe, um mir die Wartezeit auf den Start der Aktion zu verkürzen und die Vorfreude zu steigern, schon letzte Woche meine Fahrradsocken frisch gewaschen, gebügelt (normalerweise bügele ich meine Socken nicht), gefaltet und sauber im Sockenfach ganz vorne hin gelegt. Heute morgen war es dann soweit. Sogar das Wetter, das im Juli in Freiburg in anderen Jahren gerne auch mit stramm auf die 40 Grad Celsius zugehenden Temperaturen aufwartet, ist heute eher kühl, sodass der Gebrauch von Socken und festen Schuhen statt Sandalen durchaus gerechtfertigt ist. Und dann ab auf Rad! Eigentlich wie jeden Morgen, aber heute ist es doch auch besonders. Also, in die Socken, auf den Sattel, auf die Pedale und los... Halt! Nochmal kurz absteigen - stimmt, das Tracking in der App muss noch gestartet werden. Ok, zack, zack, und jetzt aber los! Es fühlt sich ganz gut an, jeden zurückgelegten Kilometer irgendwo gespeichert zu wissen. Aber irgendwie fühle ich mich auch beobachtet. Meine Pedaltritte werden mitgezählt, als schaute mir jemand beim Radeln über die Schultern. Da bremse ich an der roten Ampel vor der leeren Kreuzung lieber extra früh und warte extra lange ab, ... wie ich es sonst natürlich auch immer tue. So, am Institut angekommen. Track stopp, hmm, da haben andere Kolleg*innen aber schon mehr Kilometer zusammen... Vielleicht lässt sich abends der Heimweg ja ein wenig erweitern, damit ich auch über zehn Kilometer am ersten Tag komme. Die kleinen Räder auf meinen Fahrradsocken scheinen bei diesem Gedanken zustimmend zu nicken. Also, geht es nach dem Arbeitstag nicht direkt, sondern mit einem kleinen Abstecher entlang der Dreisam bei Sonnenschein und nunmehr deutlich höheren Temperaturen zurück nach Hause. Dass es jetzt deutlich wärmer ist als morgens, dass das Kilometertracking meine Radelambitionen anspornte, und dass entgegen dem naiven physikalischen Ansatz der Energieerhaltung bei konstanter kinetischer und potentieller Energie selbst an der flachen Dreisam Arbeit verrichtet werden muss, bekommen auch meine Fahrradsocken zu spüren hinsichtlich ihres Feuchtegrades und Salzgehaltes. Gut, dass ich für die kommenden Tage noch drei weitere Paare Fahrradsocken (sogar in unterschiedlichen Farben!) im Schrank vorbereitet habe.

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