Resümee

Image Written on 29.07.2021 by Christian Kleusberg
Team: Grüne und Unabhängige
Municipality: Pegnitz

Nur noch wenige Stunden, dann sind die drei Wochen ohne Auto rum. Und ich muss sagen, ich habe das Auto fast nicht vermisst.
Glücklicherweise kann ich meinen Arbeitsweg bequem mit der Kombination Fahrrad/ Bahn zurücklegen. Zeitlich würde mir hier das Auto kaum eine Einsparung bringen, da ich neben der Fahrzeit noch die Parkplatzsuche und den Fußweg zur Arbeitsstelle einrechnen muss. Kostenmäßig würde ich mit dem Auto im Vergleich zum Bahnticket definitv drauf zahlen.
In „normalen“ Zeiten machen meine Frau und ich in der Regel einmal die Woche einen gemeinsamen Großeinkauf mit dem Auto. Dass dies einem Stück weit der Bequemlichkeit geschuldet, war mir eigentlich schon vor dem Radelstar-Experiment klar.
In den letzen drei Wochen habe ich kleinere Einkäufe mit dem Fahrrad gemacht. Dabei war mangels Fahrradanhänger ein Rucksack mit Erweiterung (s. Foto) sehr hilfreich.
Da die drei Wochen autofreie Zeit für mich, nicht aber für meine Familie galten, hat meine Frau auf dem Rückweg von ihrer Arbeit die große Einkaufsrunde gedreht.

Würde ich dauerhaft auf das eigene Auto verzichten? Eigentlich spricht vieles dafür. Das Auto kostet, auch wenn es nur herum steht. Und eigentlich steht es relativ viel herum. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen das Auto benötigt wird:
Die Gartenabfälle müssen im Anhänger zur Kompostierungsanlage gefahren werden. Die Verwandschaft auf dem Land wird besucht. Im Urlaub werden die Fahrräder mitgenommen. Die Getränkekisten müssen nach Hause gebracht werden. Ein Kinobesuch am Abend in Bayreuth (traurig genug, dass da kein Zug mehr fährt). Und und und...
Ein Auto, das man sich mit mehreren Haushalten teilt, wäre eine Möglichkeit. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen stimmen, es dürfen beispielsweise nicht alle zur gleichen Arbeitszeit für ihren Arbeitsweg das Auto benötigten. Der Urlaub und Wochenendausflüge, für die die Bahn zu umständlich erscheint müssen aufeinander abgestimmt werden. Und und und…
Momentan würde ich nicht darauf verzichten. Im Kopf spielen sich zu viele Situationen ab, in denen es gut wäre ein Auto zu haben. Aber die Motivation, das Fahrrad noch mehr im Alltag zu nutzen, ist vorhanden. Vielleicht bessert sich irgendwann die Infrastruktur vor Ort. Bessere Bahn- und Busverbindungen. Die Möglichkeit, ein Lastenrad für kurze Transportstrecken zu mieten. Ein Stadtteilauto zur Erledigung kurzfristiger Transporte. Ein Autoverleih in Pegnitz für längeren Bedarf.
Man wird ja noch träumen dürfen...

Share: Facebook | Twitter