Schlaglöcher und andere Hindernisse

Image Written on 09.09.2021 by Frauke Beckert
Team: #Offenes Bezirksteam Marzahn-Hellersdorf
Municipality: Berlin

Wenn man es mal aufs Rad geschafft hat, merkt man an vielen Stellen, dass der Radverkehr oft nicht mitgedacht wurde. Ein Radfahrer sollte sich immer selbst in der "Autorolle" denken, wenn es keine explizit für Fahrräder vorgeschriebenen Spuren gibt. Sprich, ich fahre auf der Straße, solange ich keinen Radweg oder die Erlaubnis habe, auf dem Fußweg zu fahren. Auf der Straße aber ist meist alles aufs Auto ausgerichtet - auch die Hemmschwelle, ab wann Schlaglöcher als ausbesserungswürdig gelten. Mit einem Autoreifen kann man eben über viele Unebenheiten noch drüberbügeln, über die man mit dem Fahrrad schon arg ins Schleudern kommt. Das trifft vor allem auf Seitenstraßen zu (wenig Autos, geringe Priorität zur Ausbesserung), aber auch Hauptstraßen haben an vielen Stellen Potential zum schöner (und sicherer!) werden.
Ein weiteres Hindernis sind Umwege. Denkt an den Marzahner Knoten (Landsberger Allee / Märkische Allee B158). Über die Unmöglichkeit, sicher von einem Ende zum anderen zu kommen, und die lachhaften Maßnahmen, den Radverkehr sicherer zu führen, wurde schon vielfach berichtet. Wenn ich also auf der Landsberger Allee Richtung Innenstadt unterwegs bin, fahre ich über die Marzahner Promenade am Eastgate vorbei, über die Märkische Allee und dann wieder auf die Landsberger Allee. Ein Umweg von mehr als einem Kilometer, um eine Gefahrenstelle von 50 m zu umfahren. Ein Kilometer klingt nicht viel - aber denkt mal darüber nach, was auf einer Strecke von 10 km passiert, wenn es nur drei, vier oder fünf solcher "kurzen" gefährlichen Abschnitte gibt. Durch Umwege wird das Radpendeln langsam und beschwerlich. Wer will, dass die Masse aufs Rad steigt, muss also jede noch so kurze gefährliche Passage aus dem Weg räumen. Klar, mit der TVO Ost soll hier das superschicke Radrondell entstehen - aber die Frage ist, wann das passiert. Nicht vor 2030 wahrscheinlich. Bis dahin einen Pop-up-Radweg einzurichten wäre laut Stadträtin, und jetzt kommt's - zu gefährlich.

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