Blogue da celebridade da campanha PEDALACIDADE: Rems-Murr-Kreis


Ein Alltag ohne Auto - nur eine Frage der Motivation

Imagem Escrito em 12.07.2021 de Aaron Baufeld
Equipe: volldAMF
Município: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

Die dritte Woche war nochmal voller Erlebnisse und als es dem Ende zuging haben das meine Beine auch herbeigesehnt. Ganz normal zur Arbeit zu gehen und dann jeden Tag nochmal ca. 60km zu radeln ist schon relativ anstrengend. Aber ich bin froh, dass ich auch dieses Jahr beim Stadtradeln mitgemacht habe und das Auto 3 Wochen stehen lassen konnte.

Angefangen hatte die Woche mit dem extremen Gewitter (siehe vorheriger Blogeintrag).
Mittwochs war ich nach der Arbeit in Stuttgart um eine Foodsharing-Abholung zu machen. Hier ist oft das Thema, dass man große Mengen an Lebensmittel vor dem Abfall rettet. Wie soll man das ohne Auto transportieren? Ich konnte mich hier bisher immer sehr gut auf meinen Fahrradanhänger verlassen.

Donnerstag wollte ich Abends noch eine gemütliche Feierabendrunde drehen. Daraus wurde leider nichts, weil mein Fahrrad mal wieder einen Platten hatte. Zum Glück konnte ich dann bei Freunden kurz auf ein anderes Fahrrad wechseln um heim zu kommen. Von dort bin ich dann mit zwei Fahrrädern wieder zurück, habe das Ausleihfahrrad abgegeben und mein Fahrrad wieder mitgenommen. Das Abschleppen eines Fahrrads mit einem anderen Fahrrad ist zwar eine gewisse Herausforderung, aber mit ein bisschen Übung durchaus machbar ;-)

Freitag Abend konnte ich bei einer gemeinsamen Radtour mit einer Freundin das schöne Wetter sehr genießen. Es ist einfach immer wieder toll, wenn man mit dem Fahrrad in den Sonnenuntergang radelt.
Am letzten Tag hatte ich Abends Feuerwehr-Hauptversammlung. Hier stellte sich die Frage, wie man mit der Ausgehuniform dort hin kommt. Ganz einfach - großer Rucksack, alles sauber zusammenlegen und der Strecke mit dem Fahrrad steht nix mehr im Weg. Da ich für das Stadtradeln noch ein paar Kilometer sammeln wollte, bin ich dann anstatt dem direkten Weg einen Umweg gefahren und habe das landschaftlich schöne Neckartal und den Schönbuch besucht.


Nach 3 Wochen ohne Auto kann ich als Fazit sagen, dass man in einer Stadt wie Fellbach, das Auto für den Alltag definitiv nicht benötigt. Man hat eine gute Anbindung an den ÖPNV, viele Einkaufsmöglichkeiten sind sogar fußläufig zu erreichen und das Stadtgebiet ist relativ eben. Auch größere Einkäufe sind mit dem Fahrrad möglich - in zwei Euroboxxen auf dem Fahrradanhänger passt nämlich ganz schön viel rein.
Keine Frage, es gibt auch Strecken/Aufgaben, für die das Auto die sinnvollste Wahl ist. Der Verzicht aufs Auto hat in den allermeisten Fällen etwas mit der eigenen Motivation und Organisation zu tun. Oft ist man einfach nur zu faul und das Auto zu bequem. Deshalb möchte ich dazu einladen einen Alltag ohne Auto auszuprobieren. 3 Wochen sind ein überschaubarer Zeitraum, der definitiv machbar ist! Alles beginnt mit dem ersten Schritt :-)

ImagemImagemImagemImagemImagemImagemImagemImagem

Compartilhar: Facebook | Twitter

Waiblingen 2028 - Mobilität für alle?

Imagem Escrito em 05.07.2021 de Familie Kordeuter
Equipe: Lastenrad & Co
Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

Die letzten drei Wochen haben es gezeigt: Eine Familie kann schon heute weitgehend ohne eigenes Auto in Waiblingen leben und wir möchten alle Familien dazu ermuntern, auf diesem Gedanken intensiv herumzukauen und ihn nicht gleich wieder auszuspucken. Es ist eine Herausforderung, aber eine schöne!

Im letzten Blogeintrag möchten wir den Blick in die Zukunft richten

Heute ist unsere Tochter drei Jahre alt. Sie unternimmt erste Fahrversuche, lernt erste Verkehrsregeln und -zeichen kennen. Wir schwanken zwischen Stolz und Herzinfarkt. Dabei geben wir unser Bestes, um sie fit für den Straßenverkehr zu machen, denn Radfahren ist Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.

2028 wird sie zehn Jahre alt sein. Spätestens dann muss sie den geschützten Platz auf dem Gehweg verlassen. Das Mädchen wird reguläre Teilnehmerin am Straßenverkehr sein - mit allen Rechten und Pflichten. Bis dahin ist sie zirka 140cm groß, gute 30kg schwer und wird mit einem 24“- Rad unterwegs sein. Geschützt durch 270g Styropor und eine hoffentlich herausragende Infrastruktur. Ein Zurück auf den Bürgersteig gibt es dann nämlich nicht mehr.

2021 muss man sich noch allzu oft entscheiden: schnell, sicher oder komfortabel?

  • Sicherheit bedeutet oft einen Umweg oder mit Schrittgeschwindigkeit zu Gast auf einem freigegebenen Fußweg zu sein.
  • Schnell ans Ziel zu kommen heißt, die Fahrbahn zu nutzen. So umgeht man immerhin die abartig schlecht geschalteten Bettelampeln. Dafür teilt man sich die Fahrbahn mit den wesentlich stärkeren KfZ, deren Verständnis für die Verletzlichkeit (trotz Helm!) von Radfahrern oft wenig ausgeprägt ist.
  • Komfortabel sind in Waiblingen aktuell nur die für Radfahrer geöffneten Einbahnstraßen. Der große Wurf von 2020. Sonst ist die Fahrradinfrastruktur meist ein unübersichtliches, teils widersprüchliches Stückwerk aus Fahrbahn, Farbe und „Fahrrad frei“.

  • Wie werden Waiblingens Straßen aussehen?

    Liebe Stadtverwaltung, liebe Ordnungshüter und Polizeibeamte,

    Wir wünschen uns, dass Fahrradfahren in Waiblingen keinen Mut mehr erfordert und der Fokus auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer gelenkt wird. Ältere und Kinder haben heute das Nachsehen.

    Uns ist bewusst, dass Sie aktuell extrem belastet sind. Aber die Pandemie wird nicht ewig dauern und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne:
    Haben Sie den Mut, auch unbequeme Themen anzupacken. Sehen Sie nicht mehr weg, wenn ein Auto „kurz mal“ auf dem Radweg hält oder der Sprinter im Kreuzungsbereich parkt. Belassen Sie es nicht bei ermahnenden Worten. Der Einzelfall mag ein Tropfen sein, in ihrer Gesamtheit höhlen sie die Stadt bereits aus. Nehmen Sie die Perspektive der Fußgänger und Radfahrer ein. Bewegen Sie sich selbst mit dem Rad oder zu Fuß durch Ihre Stadt. Sie werden die Schwachpunkte* erkennen.

    Vielen Dank und bis spätestens 2028
    Ariane (227km), Fabian (428km) und Louise (28km)

    * Fahrradklimatest 2020 Waiblingen: https://fkt.object-manager.com/data/2020/Waiblingen_8119079_FKT2020.pdf

    Imagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Fast verhinderter Bauhelfer - Mit Rad und Zug nach Bretten

    Imagem Escrito em 30.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Zieht der beste Freund aufs Land hinter Bretten bei Karlsruhe, um dort mit seiner Liebe ein Haus zu sanieren, hilft man natürlich nach seinen Möglichkeiten. Normalerweise werden dann Fahrgemeinschaften gebildet und vier, fünf Mann verbringen den Tag auf der Baustelle. Als Stadtradel-Familie musste (zum Unverständnis der Freunde ^^) eine alternative Routenplanung her:

    Waiblingen - Stuttgart: Fahrrad 12km
    Stuttgart - Bretten: Regio 60km
    Bretten - Baustelle: Fahrrad 7km

    Das Abenteuer endete fast, bevor es angefangen hatte, denn Bodenfläche Straßenbahnschienen sind saugefährlich





    Nach fachmännischem Gebiege blieb eine kleine Acht in der Felge zurück. Die Reise konnte mit ausgehängter Bremse und reduziertem Tempo weitergehen. Der Zeitverlust betrug dann fast eine Stunde, weil der Regio in Stuttgart natürlich schon abgefahren war. Die Zugfahrt selbst war hingegen echt entspannt und neue Leute lernt man dort trotz Corona kennen. Radfahrern verbindet eben! Bis zur Baustelle waren es vom Bahnhof noch gut 7km. Überschaubar also.

    Fazit:

  • Mit der Kombination aus Rad und Zug ist man doppelt so lange unterwegs wie mit dem Auto. Allerdings muss man sich im Zug nicht aufs Fahren konzentrieren und hat den Kopf für andere Dinge frei.

  • Die Fahrzeit im Zug ist in Ordnung. Müsste man die ganze Strecke mit dem ÖPNV zurücklegen, wäre es ein Wochenendtrip. Bei Strecken bis 10km hat das Fahrrad die Nase vorn. Sowohl im Ballungsgebiet rund um Stuttgart als auch auf dem Land hinter Bretten.

  • Die Kosten für das Zugticket erscheinen mit 22€ ganz schön hoch. Wie verhält sich dazu die Fahrgemeinschaft? Geht man von 50ct Betriebskosten pro Kilometer (Quelle: Peter Hellwich, ACE) aus und einer Gesamtstrecke von 160km (Mitfahrer müssen auch abgeholt werden), so ergeben sich Kosten von 80€. Ab der vierten Person ist man in diesem Szenario also günstiger unterwegs. Natürlich gibt es auf beiden Seiten Variablen: Der Kilometerpreis schwankt je nach Fahrzeugtyp und Alter ganz gewaltig. Aber auch als Bahnfahrer hat man Möglichkeiten am Preis zu drehen (BahnCard).

  • Führt die Fahrt auf‘s Land, gewinnt die Fahrgemeinschaft. Führt sie in eine größere Stadt, würde ich immer den Zug bevorzugen. Vor allem bei langen Strecken!

    Strecke: 38km + 120 Bahnkilometer

    ImagemImagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Denn wir steh’n hier im Regen — Trocken ankommen

    Imagem Escrito em 30.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Bist du trocken und sicher durch die letzten Tage gekommen?
    Wir waren wirklich froh, dass wir das Unwetter am Montag nicht am eigenen Leib, sondern durch ein Fenster verfolgen konnten.

    Die Schäden auf der Strecke nach Untertürkheim waren am nächsten Morgen gewaltig:
    Entwurzelte Bäume, abgeknickte Laternen und meterhohe Zäune, verbogen wie Blumendraht.
    Wenn es das ist, was uns der Klimawandel bringt, können wir uns warm anziehen!

    Dazu eine Buchempfehlung am Rande: Deutschland 2050 von Toralf Staud & Nick Reimer

    Wenn es nicht gerade so tobt wie Anfang der Woche, ist im Regen fahren aber halb so wild. Mit guter Regenkleidung (und wasserfester Wimperntusche) perlt der Regen einfach ab. Nur frieren darf dabei keiner. Auch an Schnee und Minustemperaturen gewöhnt man sich recht flott. Der Trick ist, nach dem Sommer einfach weiterzufahren und das Fahrrad erst gar nicht in den Keller zu tragen.

    Übrigens sind Kinder erstaunlich wetterfest. Gut verpackt schmelzen sie nicht gleich beim ersten Tropfen und im Winter gibt es im Zweifel eine Wärmflasche in den Lammfellfußsack. Das hat dann was von winterlicher Schlittenfahrt.

    Strecke: 20km

    ImagemImagemImagemImagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Extremes Gewitter und das Fahrrad

    Escrito em 28.06.2021 de Aaron Baufeld
    Equipe: volldAMF
    Município: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

    Aufgeben? Für mich normalerweise keine Option.
    Heute habe ich dann meiner Gesundheit zuliebe den Ehrgeiz hinten angestellt. Eigentlich verzichte ich als Stadtradelstar 3 Wochen auf das Auto, so dass ich einen PKW nicht mal von innen sehe.
    Bei der heutigen Radtour hat mich allerdings das Unwetter ca. 15km vor dem Ziel hart erwischt. Zuerst war es Wind und Regen - kein Problem, da muss man halt ein bisschen mehr kämpfen ;-) . Ca. 4km später war ich bereits klitschnass und war mitten im Gewitter. Die Blitze haben alle paar Sekunden die sonst so trübe Suppe ziemlich erhellt. Da auch schon die ersten großen Äste auf der Straße lagen und die Straßen teilweise schon fast nicht mehr befahrbar waren, habe ich dann doch das überhängende Dach einer Scheune als Unterstand genutzt. Dort stand ich dann, schon leicht frierend, Handyakku leer und habe überlegt, was ich jetzt tun soll. Hätte es nur geregnet und gewindet, da wäre ich sicher weiter gefahren. So hatte ich aber ziemliche Bedenken, ob das gut gehen würde sich noch 11km durch ein extremes Gewitter zu bewegen. Die nächste S-Bahn Station war leider über 5km Luftlinie weg, heißt die Öffis sind somit als Option auch rausgefallen. Ich hatte also noch 3 Optionen: warten und hoffen, dass es gleich aufhört - danach sah es aber nicht aus und es wurde auch langsam dunkel. Ohne Licht wäre es dann bei Dunkelheit noch gefährlicher geworden noch heimzufahren. Das nahestende Wohnhaus hätte mir bestimmt auch einen Platz zum Ausharren angeboten, aber auch hier das Problem mit der aufziehenden Dunkelheit. Und dort übernachten? Wer weiß, ob das überhaupt gegangen wäre.
    Als mich ein Autofahrer mit SUV gefragt hat, ob er mich mitnehmen kann, habe ich schon gezögert und mir sind einige Fragen durch den Kopf gegangen. Was passiert mit meinem Versprechen beim Stadtradeln auf das Auto zu verzichten? Was muss ich mir jetzt anhören, und habe ich versagt?
    Schlussendlich ist mir meine Gesundheit aber mehr wert. Ein verletzter oder gar toter Stadtradelstar bringt auch nix. Deshalb habe ich mich dazu durchgerungen und mich mit dem Auto heimfahren lassen. Das Fahrrad hat glücklicherweise ins Auto gepasst.

    Ein solches Erlebnis hat man nicht alle Tage. Es zeigt aber auch, dass man mit dem Fahrrad doch manchmal ziemlich verletzlich ist und Autos nix böses sind. Mit dem Auto war es übrigens auch nicht gerade ungefährlich die Strecke zu fahren. Beim Auto kommt es einfach darauf an, es bewusst einzusetzen und manch Fahrt einfach mal zu hinterfragen, ob man dafür nicht doch das Fahrrad oder die Bahn nehmen kann.

    Abschließend kann ich sagen, dass ich froh bin, dass ich diese Unterstützung erfahren durfte und gesund daheim angekommen bin. Die Radtour war übrigens trotzdem schön und hat Spaß gemacht. Heute habe ich die letzten 3 Stationen der Schnitzeljagd gefunden und die 1000km habe ich auch geknackt.
    Ich werde diese Woche auf jeden Fall weiter radeln und das Auto stehen lassen und bin gespannt, was die Woche noch so bringt.

    Wünsche euch allen eine gute Woche und immer genug Luft im Reifen. :-)

    ImagemImagemImagemImagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Woche 2

    Imagem Escrito em 26.06.2021 de Aaron Baufeld
    Equipe: volldAMF
    Município: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

    Heute habe ich in Stuttgart direkt zwei mal gelebte Radmobilität erlebt. 2 Erwachsene, 3 Kinder in zwei Lastenrädern unterwegs. Das war super anzusehen.
    Ein paar Kilometer weiter dann ein noch besseres Bild. Mit dem Rad als Besucher in die Oper? Geht! Hier hat auch ein E-Motor ein bisschen Unterstützung geleistet, aber dafür das Auto stehen zu lassen ist eine tolle Sache.
    Das Wetter war diese Woche sehr wechselhaft und hat manchmal überhaupt nicht zum Rad fahren eingeladen. Irgendwie hatte ich aber Glück und habe die trockenen Momente erwischt.
    Da ich die Woche einige Abendtermine hatte, hab ich einfach mal ausprobiert morgens vor der Arbeit ne Runde Rad zu fahren. Ich muss sagen, das war schon ein cooles Gefühl in den Sonnenaufgang zu radeln. :-)
    Am Mittwoch hatte ich dann noch die Herausforderung, dass ich für Abends noch Wein einkaufen wollte, morgens aber noch einen Zahnarzttermin hatte. Also bin ich mit Fahrrad und Hänger zum Zahnarzt, danach in die Arbeit weiter und danach einkaufen. Wäre sicher mit dem Auto bequemer gewesen, aber mit dem Fahrrad macht es doch irgendwie mehr Spaß.

    Auch diese Woche habe ich wieder ein paar tolle Stellen entdeckt, die ich mir für die Zukunft für Radtouren merken werde. Es ist einfach schön auch ein bisschen planlos mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

    Diese Woche waren einige Kilometer ein Kampf, aber es hat sich gelohnt.
    Die Motivation ist auf jeden Fall immer noch genau so hoch, wie am ersten Tag und es ist auch schön, durch das Stadtradeln mit Anderen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

    Folgend noch ein paar Bilder aus dieser Woche.

    Ich freue mich auf die dritte Woche und bin gespannt, was sie so bringt. :-)

    ImagemImagemImagemImagemImagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Nestbautrieb im Stadtradel-Style – 280 Höhenmeter, 38 Kilometer & 28 Grad

    Imagem Escrito em 22.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    So langsam wird es ernst. In knapp vier Wochen ist der errechnete Geburtstermin. Das heißt Köfferchen packen und die Erstausstattung komplettieren. Sofern du Kinder hast, weißt du sicher, dass dieses Erstlingsklamotten mini sind. In jeder Schublade purzeln sie übereinander, um kleine chaotische Haufen zu bilden. Kurz: Nervig! Für mehr System in der Erstausstattung wollte ich deswegen kleine Kistchen besorgen.

    EbayKleinanzeigen und die Teilort-Falle
    Aus ökologischen Gründen und weil wegen Corona der Einzelhandel ewig zu hatte, bin ich eine echte Kleinanzeigen-Jägerin geworden: Wenn etwas auf der Anschaffungsliste steht, gibt es erstmal einen Suchauftrag mit 10-20km Radius. So sind wir in den letzten Wochen schon zu einer Kommode und einem 8er-Kallax gekommen. Der Transport war auf dem Hänger kein Problem. (Beweisfoto unten)

    Als die Kistchen dann nach einer Weile in meinen Suchergebnissen auftauchten, war meine Freude groß. Die Strecke nach Winterbach war sowieso mein Arbeitsweg und ich machten einen Termin zu Abholung aus. Ergebnis: Winterbach-Manolzweiler. Mist! Seit wann gehört das zu Winterbach?!

    Wird der Schönbühl mein Waterloo?
    Der 163 Einwohnerort liegt oben im Schurwald umgeben von… Nichts. Aus dem Remstal heraus bedeutet das einen Anstieg von rund 280 Höhenmetern! Nun bist du vielleicht einer dieser sportiven Rennradler, die darüber nur müde lächeln und im Sommerurlaub einen Col nach dem anderen wegschnupfen. Mein Mutterschiff wiegt allerdings schon netto über 40kg und dann kommt noch die Sozia samt Sitz mit gut 25kg dazu. Rund 70kg pedaliere ich also im Regelfall durch die Gegend. Somit war der Anstieg den Schönbühl hoch für mich eine echte Herausforderung, die jedoch mit einem traumhaften Panorama über die Weinberge belohnt wurde. Kein Waterloo also, nochmal Glück gehabt!

    Der Rest und insbesondere die Abfahrt durch den Wald nach Grunbach waren danach ein Kinderspiel. Unten war ich mit meinem Mann verabredet, um dessen Fahrrad aus der Werkstatt abzuholen und abzuschleppen.

    Strecke: 38km

    ImagemImagemImagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Entspannter einkaufen - Waiblinger Wochenmarkt & Talauensee

    Imagem Escrito em 20.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Jeder Schritt löste Schweiß aus, der sofort mit Bier ersetzt werden musste, und es ging nur, indem man in der Hängematte hing mit bloßen Füßen und sich nicht rührte, rauchend, Apathie als einzig möglicher Zustand. - Max Frisch – Homo Faber

    Ach wie gerne hätten meine Tochter und ich es am Samstagmorgen Walter Faber gleich getan. Aber: Sie ist drei, ich schwanger und überhaupt: kein Bier vor vier (Uhr, nicht Jahren)! Es half alles nichts, sodass wir uns schon um acht Uhr auf den Weg zum Waiblinger Wochenmarkt machten. Anders als sonst nahmen wir den Umweg über die Talaue.

    Nicht alle wissen, wie viel 1,50m Abstand sind
    Einerseits um ein paar Kilometer zu machen und andererseits, weil der halb so lange Rückweg über die Mayenner immer mit super engen Überholmanövern seitens einiger Autofahrer einhergeht. Man schnauft (trotz E) den Buckel hoch und spürt schon an den Nackenhaaren, was kommt: Es beginnt mit diesem ganz typischen, verhaltene Gasgeben. „Trau‘ ich mich? …Ja…Nein….Egal!…Augen zu und durch!“- um dann noch vor oder genau in der Engstelle zu überholen. Schön, wenn es nur ein Fiat Panda war, ätzend beim EQC (trotz E). Allein auf dem Rad kann ich das sportlich nehmen, mit vollbepacktem Rad und Sozia hinten drauf, lernt meine Tochter nicht altersgemäß Fluchen.
    Irgendwie bin ich jetzt abgeschweift. Ja, eng überholen stresst und ärgert mich gewaltig.

    Waiblinger Wochenmarkt - einmal hin, alles drin
    Vielleicht erzähle ich dir lieber von den schönen Seiten des Wocheneinkaufs: Der Waiblinger Wochenmarkt ist klein, aber fein und das Marktmanagement immer auf der Suche nach neuen Marktbeschickern, die das Angebot noch ausweiten. Man bekommt zusammen mit den umliegenden Läden alles, um sich die Woche über zu versorgen. Das Fahrrad parken wir bequem an der Stadtbücherei und ziehen von dort aus los. Nach einer halben Stunde war das Rad gepackt und wir machten uns auf den Rückweg.

    Abkühlung auch ohne Klimaanlage
    Die Hitze in der Stadt war schon wieder fast unerträglich und da die Faber’sche Bierkühlung für uns beide ausfiel, machten wir am Talauensee einen Zwischenstopp für ein kleines Frühstück. Ehe ich mich versah, stand die Kleine auch schon bis zur Hüfte im Brunnen und hatte den Spaß ihres Lebens. Das sind unbestreitbar die Vorteile ohne Auto: Einfach da anhalten, wo es gefällt. Diese kleinen Fluchten des Alltags erkennt man hinter der Windschutzscheibe nicht. Sie rauschen einfach an einem vorbei.

    Jedenfalls endete der spontane Badespaß mit einem glücklichen Kleinkind, notdürftig mit einer Baumwolltasche bekleidet, auf dem Rücksitz und einem wehenden Kleidchen, das im Fahrtwind trocknete.

    Strecke: 10km

    Imagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Woche 1 - Fazit

    Imagem Escrito em 20.06.2021 de Aaron Baufeld
    Equipe: volldAMF
    Município: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

    Hallo zusammen,
    am heutigen Samstag, also dem letzten Tag der Woche 1, konnte ich endlich mal ein Projekt umsetzen, welches ich schon seit 2019 vor hatte - ich bin dem Remstalradweg bis zum Ursprung gefolgt und wieder bis zum Neckar zurück. War ein super anstrengender Tag, der aber auch echt Spaß gemacht hat. Ich finde die Route ist auf jeden Fall mal eine Fahrt wert. Und wenn man in Essingen startet, dann geht es ja eigentlich nur bergab ;-)

    Nun aber ein kurzer Wochenrückblick. Wie war das für mich ohne Auto? Völlig entspannt. Ich war normal arbeiten, wo ich ja schon seit Jahren jeden Tag mit dem Fahrrad hinkomme. Die Foodsharing-Abholung am Mittwoch war da schon etwas ungewöhnlicher, weil es da dann doch immer wieder einiges an Lebensmitteln gibt. Aber mit dem Fahrradhänger war auch dies überhaupt kein Problem. Bilder seht ihr unten.

    Für dieses Jahr habe ich mir zum Ziel gesetzt in den 3 Wochen min. 1000km zu radeln. Das sind im Schnitt 50km am Tag, die man erstmal zusammenbekommen muss. Da die Woche eher schleppend anlief, habe ich dann Mitte der Woche angefangen richtig Gas zu geben. Dazu hat mich die Schnitzeljagd des Landkreises sehr motiviert. Es ist cool Ziele anzusteuern, wo man noch nie war und bisher auch nicht darüber nachgedacht hat dort mal hin zu fahren. Ich lerne den Landkreis so einfach nochmal besser kennen :-)

    Zwischendurch hatte ich auch mal eine gefährliche Situation. Mir kam ein Auto mit solch einer hohen Geschwindigkeit und so knapp entgegen, dass es nur um cm ging, die zwischen dem Auto und mir lagen. Ich bin froh, dass es glimpflich ausgegangen ist. Leider sind die Radfahrer für viele Autofahrer immer noch ein Hinderniss. Aber je mehr Radfahrer solche Situationen und Verstöße melden, desto eher tut sich hier und da vielleicht doch mal was. Deshalb merkt euch das Autokennzeichen, wenn euch selbst mal etwas in dieser Richtung passiert, und geht damit zur Polizei. Idealerweise gibt es Zeugen, die euch dann bei eurer Schilderung unterstützen können. Ich werde es in Zukunft bestimmt auch wieder tun, sollte ich als Radfahrer bedrängt worden sein.

    Im Gesamten kann ich sagen, dass mir die erste Woche ohne Auto wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Man muss sich zwar hier und da einen dummen Spruch anhören, aber mit den richtigen Kontern ist das halb so wild. Und ich habe festgestellt, dass es ganz viele Leute gibt, die eine solche Aktion unterstützen, oder sich sogar motivieren lassen, das Auto doch auch mal etwas öfters stehen zu lassen. Wenn man darüber berichtet, dann kommt man auf einmal mit Personnen ins Gespräch, wo man es nie gedacht hätte. Deshalb - Tu gutes und rede darüber!

    Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und natürlich viel Spaß bei den kommenden zwei Wochen. Kommt immer wieder sicher daheim an :-)

    ImagemImagemImagemImagemImagemImagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    So beliebt wie die Steuererklärung – der Recyclinghof

    Imagem Escrito em 19.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Na, was verbindest du mit den Fahrten zum Recyclinghof?

    Für mich war der Waiblinger Recyclinghof lange so etwas wie der Vorhof zur Hölle:
    Lange Schlangen von Blech wälzen sich in unendlicher Langsamkeit in den Hof. Drinnen herrscht sengende Hitze, die Luft kocht und malt flimmernde Trugbilder. Die Gäste der Vorhölle kämpfen um die besten Plätze und der nächste Blechschaden ist nur einen vergessenen Schulterblick entfernt. Der Familienvater im Passat kläfft den Hipster mit dem Fiat Spider weg: „Ich war hier zuerst! Verschwinde!“
    Anschließend laden beide ihre bis unter den Himmel vollgestapelten Kutschen aus, um mit nur mühsam unterdrückter Aggression die Containerberge als erster zu besteigen. Überwacht werden die Kontrahenten von gnadenlosen Aufsehern: „Da ist doch Styropor bei den Folien! Sofort aufhören!“ Der so Gescholtene zieht den Kopf zwischen die Schultern und läuft winselnd davon…

    Was uns alle verbindet?
    Schau dir das Foto an. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich das Altpapieraufkommen um 20-30% erhöht. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich das Bild veröffentlichen soll. Die schiere Masse an Kartonagen ist peinlich. Einziger Lichtblick: Ich kann die Spuren meines Pandemie-Konsums mit dem Fahrradanhänger ganz geschmeidig bis vor den Container fahren und muss mich nicht mit den Autofahrern in die Schlange stellen.

    Übrigens:
    Kartonagen zu entsorgen gehört immer noch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber seit der Umgestaltung des Hofes hat sich die latent aggressive Stimmung merklich gebessert. Mein besonderer Dank gilt der unglaublich freundlichen und geduldigen Mitarbeiterin, die mit Eselsgeduld jede Recycling-Frage beantwortet.

    Strecke: 2km

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Grenzen der Autofreiheit und der Freiheit mit Auto

    Imagem Escrito em 18.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    „Unglaublich, oder? Ich fahr‘ wieder EIN Mal ins Geschäft und jetzt isch – so wie ich des seh‘- isch hier Vollsperrung im Tunnel! Ein einziges S**eißmal fahr‘ ich wieder ins Geschäft mit’m Auto und es sieht so aus! Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!“ - Fabian 5.51h; B29; Auffahrt Waiblingen Süd vor dem Kappelbergtunnel (Symbolbild rechts^^)

    Das ist Autofrust, geballt in 44 wohlartikulierte Wörter oder auch die Grenzen der sogenannten automobilen Freiheit.

    Aber der Reihe nach:
    Eigentlich hatten wir uns als Stadtradel-Familie dazu verpflichtet, drei Wochen lang kein Auto von innen zu sehen. Das ist an 93,7% aller Tage im Jahr auch kein Problem (Quelle: Kordeuter 2021). Aber dann gibt es sie eben doch, diese 6,3% der Tage, an denen ein Auto sinnvoll und nützlich ist:

    Zum Beispiel weil Kleinanzeigen-Inserate nicht auf einen warten und weil sich 70kg Material nicht so gut im Zug transportieren lassen. Glücklicherweise können wir im Bedarfsfall auf einige Optionen zurückgreifen und Fabian konnte spontan ein Auto bei seinem Arbeitgeber ausleihen. Die Reise führte ihn über Weil im Schönbuch nach Ertingen im Landkreis Biberach und anschließend wieder zurück.

    Das Fahrzeug musste anderntags aber auch wieder zurückgebracht werden. Das Ergebnis hast du oben schon gelesen. Ganz ehrlich: Den Stress, jeden Tag mit dem Auto nach Stuttgart zu pendeln und unsere Lebenszeit im Stau zu verplempern, möchten wir uns nicht mehr geben. Waiblingen ist nur einen Katzensprung von der Landeshauptstadt entfernt. Und im Gegensatz zum oberen Foto sieht Fahrradpendeln so aus:

    Strecke: 242 Autokilometer

    Imagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    An der Belastungsgrenze

    Imagem Escrito em 17.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Rund um den Sandkasten ist unser Rasen immer perfekt gesandet. Fast könnte man meinen, meine Tochter wollte später mal Greenkeeperin werden. Unterstützt wird sie dabei abwechselnd von anderen talentierten Nachwuchsrasenprofis. Nur für den Nachschub will mal wieder niemand sorgen, wodurch der Füllstand der Sandkiste einen bedrohlichen Niedrigstand erreicht hatte.

    Der Baumarkt mit dem freundlichen Biber ist rund einen Kilometer entfernt und damit auch in Fahrdistanz für die Fahranfängerin. Gemäß dem Verursacherprinzip durfte sie mich deswegen begleiten. Warum bloß blieb trotzdem sämtliches Geschleppe an mir hängen? Was habe ich falsch gemacht? Lag es vielleicht an den 25kg pro Sack?

    Mehr als zwei Säcke waren damit bei dieser Beschaffungstour nicht drin. Der Gepäckträger meines Multichargers ist für 60kg ausgelegt. 50kg Sand, ein dreijähriges Mädel und dessen Fahrrad überschreiten das minimal. In den Cargotaschen ließen sie sich aber sicher unterbringen und durch den tiefen Schwerpunkt war das Rad noch gut kontrollierbar.

    Warum sie nicht selbst gefahren ist? Auf Baumarktparkplätzen bist du mit dem Fahrrad ein Exot, mit einem 16“-Rad und zwei Monaten Fahrpraxis akut gefährdet. (Abgesehen davon, dass die Mutter kurz vor dem Herzkasper stand)

    Strecke: 2km

    Imagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Schnitzeljagd durch den Landkreis

    Imagem Escrito em 14.06.2021 de Aaron Baufeld
    Equipe: volldAMF
    Município: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

    Heute habe ich die kühlen Abendstunden genutzt und habe mit der Schnitzeljagd des Landkreis begonnen. Mir macht es super viel Spaß und ich kann es nur empfehlen auch mitzumachen. Impression nebenstehend.
    Man muss sich keine eigenen Routen überlegen und lernt den Landkreis nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Allein heute durfte ich schon den ein oder anderen Ort neu entdecken.
    Ich freue mich auf jeden Fall auf den Rest der Schnitzeljagd.

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Das Fahrrad mit dem Fahrrad in die Fahrradwerkstatt…

    Imagem Escrito em 14.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Ohne hier einen Glaubenskrieg vom Zaun brechen zu wollen, aber Carbon ist doch echter Käse!
    Was dem Autofahrer seine Chromfelge, ist dem Radler das Carbonrähmchen: beides chic, teuer und anfällig. So mussten wir heute Fabis Pedelec nach Grunbach schaffen und zurückkommen! Der Rahmen war angeknackst und sollte getauscht werden.

    Fahrradtransport ohne Auto ist eine echte Herausforderung
    Früher konnten wir unsere Räder einfach in den Kofferraum des Kombis schmeißen oder auf den Heckträger spannen. Danach schnell zum Mechaniker düsen und mit dem Auto wieder zurück. So einfach geht das jetzt nicht mehr.
    Zum Glück haben nicht alle Familienmitglieder ein Faible für Carbon. Mit dem Mutterschiff (Alu!) lässt sich das Rennrad (Carbon!) nämlich hervorragend abschleppen. Gut gepolstert und fest verzurrt radelte ich das Ersatzrad zur Werkstatt, während Fabian mit dem lädierten Pedelec vorausfuhr. Das klappte ganz gut und mit knapp 30min Fahrzeit pro Strecke war der Zeitaufwand überschaubar. Trotzdem wäre mir eine Werkstatt in der Nähe lieber.

    Jedoch:

    Kennst du die Gemeinsamkeit von Fahrradwerkstätten und Orthopäden?

  • „Sorry, aber wir können Ihnen erst im Dezember einen Termin anbieten.“ - Uff! Glück gehabt! Nur ein halbes Jahr warten.
  • „Sorry, aber wir nehmen keine neuen „Patienten“ auf.“ - Dumm gelaufen!

  • Der Fahrradboom hinterlässt Spuren. Erst letzte Woche gab es dazu in der WKZ einen Artikel aus Händlersicht. Klar, kann ich alles nachvollziehen. Für uns als Vielfahrer hatte die schlechte Verfügbarkeit von Terminen aber die Konsequenz, dass wir nahezu alle Reparaturen und Wartungsarbeiten selbst durchführen. Selbst ist der Mann!
    Nur im äußersten Notfall suchen wir noch eine Werkstatt auf. Unsere Garage gleicht mittlerweile einer kleinen Fahrradwerkstatt.

    Strecke: 20km

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Ereignisreicher Start

    Imagem Escrito em 13.06.2021 de Aaron Baufeld
    Equipe: volldAMF
    Município: Fellbach im Rems-Murr-Kreis

    Bei idealem Radelwetter war heute morgen im Rathausinnenhof die offizielle Schlüsselübergabe an die Stadt Fellbach. Es war schön zu sehen, wie viel Personen dem Aufruf gefolgt sind und Teil des Auftaktradeln waren.
    Für mich war eine Teilnahme am Auftaktradeln dann leider nicht möglich, weil ich in Sindelfingen meinen Impftermin hatte.

    Wie kommt man in einer Stunde nach Sindelfingen und das ohne Auto? Ganz einfach - mit dem Fahrrad zur S-Bahn, mit der S-Bahn nach Böblingen und mit dem Fahrrad nach Sindelfingen. Total entspannt, in der S-Bahn kann man sich mit anderen Radlern unterhalten, Erfahrungen und Tipps austauschen und sich einfach fahren lassen. ;-)

    Die Fahrt von Sindelfingen nach Stuttgart-Vaihingen ist dank dem Radschnellweg super gemütlich und auch noch echt schnell. Mit dem Auto braucht man knappe 10 min, mit dem Fahrrad braucht man nur knappe 20 min. Da fahre ich doch lieber mit dem Fahrrad.

    Leider gab es heute Abend auf der Heimfahrt dann einen Platten. Aber in Stuttgart kommt man ja auch gut mit der Bahn weiter, sodass ich dann zwar mit etwas Verspätung, aber gut daheim angekommen bin.


    Ich wünsche euch allen viel Spaß, schönstes Radelwetter und immer genug Luft im Reifen. Und falls doch mal kleine Hindernisse kommen, davon lassen wir uns doch die Motivation nicht nehmen und zeigen dem Rest der Welt, wo man überall mit dem Fahrrad hin kommt und das Auto stehen lassen kann.

    Euer Aaron

    Imagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Amuse-Gueule - 500l Heckenschnitt als Vorgeschmack

    Imagem Escrito em 12.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß… Wusste schon der alte Frieder.

    Uns hat die Junisonne heute beim Heckeschneiden ganz ordentlich ins Schwitzen gebracht. Einmal im Jahr müssen wir aber ran. Die Hainbuchen haben die Feuchtigkeit der letzten Wochen genutzt und sich mit Biomasse dafür bedankt.

    Gut komprimiert passt der Heckenschnitt zum Glück in zwei 250l Säcke und damit auf den Fahrradanhänger. Der lässt sich dankenswerterweise als Handwagen nutzen und direkt im Garten vollladen. Säcke müssen wir also nicht extra schleppen.

    Der Häckselplatz ist von uns nur einen Steinwurf entfernt und innerhalb von fünf Minuten erreicht. Der leichteste Teil der Übung :)

    Strecke: 3km

    ImagemImagem

    Compartilhar: Facebook | Twitter

    Hallo Waiblingen! - Die Stadtradel-Familie stellt sich vor

    Imagem Escrito em 08.06.2021 de Familie Kordeuter
    Equipe: Lastenrad & Co
    Município: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

    Ein Blick auf Waiblingens Straßen aus Familiensicht
    Während der nächsten drei Wochen dürfen wir den Stadtradelblog mit Leben füllen. Wir wollen dich in unseren Familienalltag ohne Auto mitnehmen (und im besten Fall zum Selbstversuch anstiften). Uns geht es also nicht so sehr ums Kilometerfressen und die sportliche Herausforderung. Vielmehr gehen wir der Frage nach, wie gut man in Waiblingen und Umgebung dauerhaft ohne Auto zurecht kommt, ohne vor Verzweiflung in die Tischplatte zu beißen.

    „Ohne Auto“ und „Familie“ in einem Satz klingt unvorstellbar?
    Hätte man uns das vor ein paar Jahren vorgeschlagen, hätten wir lächelnd und winkend den Rückzug angetreten. Ne ne, wir lehnen dankend ab... Spinner! Im letzten Jahr haben wir uns aber gut ohne eigenen fahrbaren Untersatz eingerichtet. Die Gelegenheiten, an denen wir heute noch ein Auto brauchen, lassen sich an zwei Händen abzählen.

    Hier schreiben übrigens die Kordeuters, eine Normalo-Spießer-Familie aus dem Waiblinger Süden:
    Mutter, Vater, dreijährige Tochter und Kind Nr. 2, das sich auf Mitte Juli angekündigt hat. Beruflich radelt mein Mann jeden Tag 10km nach Stuttgart hinein und ich an drei Tagen 20km nach Schorndorf. Ansonsten stehen bei uns natürlich die ganz normalen Familienaktivitäten an: Der Sand aus dem Sandkasten hat sich auf wundersame Weise im Rasen verteilt und sollte dringend aufgefüllt werden, das Bier ist auch schon wieder leer und endlich Möbel im Kinderzimmer wären auch nicht schlecht. Je nach Zeitfenster, Wetter und Bauchumfang bestreiten wir die Familienlogistik mit oder ohne elektrischen Rückenwind. Kind Nr. 2 geschuldet genieße ich nun seit drei Tagen den Mutterschutz. Das heißt die Kilometer macht gerade hauptsächlich mein Mann, die anekdotische Evidenz stammt von mir.

    Allzeit gute Fahrt und viel Spaß beim Lesen.
    Ariane, Fabian und Louise

    PS: Falls du Fragen hast oder du uns einfach Rückmeldung geben möchtest, erreichst du uns über stadtradeln (at) remstalkind.de

    Compartilhar: Facebook | Twitter